Green Box: Clavia Nord Lead 2 & 2X, VA-Synthesizer

17. Mai 2014

Der Rote aus dem hohen Norden

Geschichte und Geschichten

Die Geschichte des Nord Leads beginnt 1995. Der schwedische Hersteller Clavia, der dahin vorwiegend E-Drums herstellte, kam mit seinem ersten Synthesizer, einem virtuell analogen Instrument, auf den Markt.

Der Nord Lead 1 überzeugte durch sein frisches Äußeres und vor allem durch seinen Klang. Der Synth konnte vier Sounds gleichzeitig spielen, war allerdings in der Basis-Ausstattung auch nur 4-stimmig, was ihn dann wohl doch etwas einschränkte.

So wurde schon 1997 der Nachfolger Nord Lead 2 vorgestellt, der sich vom Urmodell, neben einigen anderen neuen Features, vorwiegend durch seine 16 Stimmen abhob.

Einen Green Box Bericht des Kollegen Robert Wittek zum Nord Lead 1 findet der Leser übrigens HIER.

Meine Geschichte mit dem Nord Lead 2 begann mit einem Missverständnis. 1997 sollte ein virtuell Analoger ins Studio, viel war schon einige Zeit über die unmittelbare Niederkunft des neuen deutschen Wunder-Synthesizer, dem Access Virus berichtet worden. Der Virus schien von der Ausstattung deutlich die Nase vorn zu haben und ganz wichtig, er war billiger als der Schwede. Also habe ich blind im Musikgeschäft meines Vertrauens den Virus bestellt und wir warteten gespannt auf die Erstauslieferung.

Einige Zeit später kamen tatsächlich drei Exemplare des Access an, brandneu, wie gesagt, Erstauslieferung. Nach dem Auspacken machte er einen guten Eindruck, sauber und stabil verarbeitet, logisch aufgebaut. Die Überraschung kam beim Antesten, beim Durchtippen der Soundbänke war immer derselbe Klang zu hören. Access hatte die Kiste doch tatsächlich ohne Sounds ausgeliefert, das konnte doch nicht sein?

Eine Nachfrage beim Hersteller ergab, doch, das konnte sehr wohl sein, die Begründung war: „Ist doch ein virtuell Analoger, da könnt ihr euch die Sounds doch leicht selbst basteln!“ Unglaublich, anscheinend war in dem ganzen Hype um die Maschine und dem Druck zur Auslieferung zu gelangen keine Zeit mehr, ein paar Soundbanks zu erstellen.

Ich fühlte mich jedenfalls etwas veralbert und bat so meinen Verkäufer, meine Bestellung umgehend in den auch eben erschienenen Nord Lead 2 umzuwandeln. So kam der rote Schwede zu mir und ist bis heute mein Lieblings-(Hardware)Synth geblieben.

Aufbau

Der Nord Lead 2 ist in einem schicken und stabilen Blechkleid verbaut. Wie alle Clavia Instrumente bis heute natürlich in rot, der Farbe mit dem hohen Erkennungswert. Die gut spielbare Tastatur hat einen Umfang von 4 Oktaven. Über Octave Shift ist der Tonumfang bis zu 2 Oktaven nach oben und unten transponierbar. 4 Sounds sind gleichzeitig spielbar, die sich die 16 Stimmen teilen.

Etwas Besonderes sind die Spielhilfen, der Pitch Bend ist aus Holz und sitzt auf einer Metallfeder. Diese Konstruktion reagiert deutlich schneller und feinfühliger als herkömmliche Bends, sehr schöne Vibratos sind möglich. Das Pitch Bend lässt sich von 1 bis 48 Halbtöne einstellen. Ebenso extravagant ist das Modulationsrad aus Stein, das sehr leichtgängig läuft. Neben den Modulationszielen LFO 1, OSC 2, FM und Filter ist die Morph-Funktion wählbar, die zwei Sounds ineinander überblendet.

Auch ein Keyboard Split ist möglich, Sound A und B werden dann von der linken Seite angesprochen, die Sound C und D von rechts.

Ausgegeben werden die Klänge auf der Rückseite durch vier Ausgänge, jeweils für Slot A + B und Slot C + D sind verschiedene Ausgangszuordnungen wählbar. Ein Kopfhörerausgang ist ebenso vorhanden wie Anschlüsse für Sustain- und Control-Pedale. Das Control-Pedal kann entweder die Funktion des Modulation-Wheels übernehmen oder unabhängig davon LFO 1, LFO 2, Filter Frequency, FM Amount oder OSC 2 Pitch steuern.

Vervollständigt werden die Anschlüsse durch MIDI In + Out und einen PCMCIA Slot für eine Speicherkarte.

Mit dem Nord Rack 2 ist auch eine tastaturlose Variante angeboten worden, leider muss man da auch auf den Pitch Bender und das Modulation Wheel verzichten.

Klangerzeugung

Obwohl die Klangerzeugung des Nord Leads vollkommen digital ist, verfolgt sie doch einen klassischen subtraktiv-analogen Aufbau.

Zwei Oszillatoren sind vorhanden, OSC 1 bietet Sinus, Dreieck, Sägezahn und Puls, OSC 2 wartet mit Dreieck, Sägezahn, Puls und Noise auf. OSC 2 lässt sich zu OSC 1 bis zu 5 Oktaven hoch oder runter in Halbtonschritten verstimmen, Fine Tune übernimmt das…Feintuning.

Mit Sync, Ring Mod, FM und Keyboard Track interagieren die beiden Oszillatoren. Die beiden Puls-Formen sind gemeinsam mit Pulse Width zu bearbeiten. Zu guter Letzt mischt das Mix Poti die beiden Oszillatoren.

Von hier aus geht es in das Filter, das LP in 12 und 24 dB, HP 24 dB, Bandpass und eine Mischung aus Notch Filter mit LP 12 dB anbietet. Die Klangformung erfolgt über Frequency, Resonance und Envelope Amount, dem noch die Velocity zuschaltbar ist. Keyboard Track und Distortion sind noch wählbar, dann wird das Ganze mit ADSR bearbeitet.

Es geht weiter in die ADSR-Stufe des Amplifiers plus Gain.

Mit zwei LFOs können die Klänge vielfältig moduliert werden. Während LFO 1 eher klassisch aufgebaut ist, stellt LFO 2 zusätzlich einen Arpreggiator zur Verfügung, der auch noch eine einfache Echo-Funktion enthält.

Weitere Beeinflussung ist mit der Modulation Envelope möglich, die mit Attack, Decay und Amount die Parameter FM, Pulse Width und OSC 2 erreicht.

Der Nord Lead kann monophone und polyphone Sounds erzeugen. Zusätzlich gibt es noch den monophonen Legato-Modus, bei dem die Hüllkurve bei vorherig noch gedrückter Note nicht neu getriggert wird und Portamento, das eine stufenlose Änderung zwischen den Tönen erzeugt. Die zeitliche Länge wird über den zugehörigen Regler bestimmt. Bei eingeschaltetem „Auto“ tritt dies nur bei Legato-Spielweise auf.

Eine weitere Option ist „Unison“. Grundsätzlich sind alle Nord Lead-Sounds mono, mit Unison werden sie mit einer leichten Verstimmung mehrfach erzeugt und im Panorama verteilt. Dies klingt dann richtig fett, reduziert aber natürlich die Stimmenzahl. Bei Poly werden hier zwei Stimmen pro Taste verbraucht, bei Mono sogar vier.

Sounds

Der Nord Lead 2 ist mit 99 Programmen geladen. Programm 1 – 40 sind im RAM abgelegt, diese Speicherplätze können für Eigenkreationen genutzt werden.

Clavia ist ja mit Elektro-Drums bekannt geworden, also ist es nahe liegend, dass auch Drumsounds zu integrieren. Im Speicher befinden sich 10 Kits à 8 Drumsounds, die über die komplette Tastatur verteilt sind. Manche Drumsounds sind so in verschiedenen Tonhöhen zu spielen.

Neben den Programmen existieren noch 100 sogenannte Performances. Hier lassen sich die Sounds der vier Slots layern. Dadurch entstehen recht komplexe  Klänge, auch einige Orgelsounds sind vertreten. Es müssen in einem Performance Programm auch nicht zwangsläufig alle vier Slots verwendet werden.

Eine Besonderheit sind die Performances H8 bis J9, hier sind in den einzelnen Slots Sounds abgelegt, die den originalen Sounds des Prophet-5 von Sequential Circuits nachempfunden sind. Diese werden natürlich einzeln gespielt. In L0 bis L9 sind die Nord Lead Programs 1 – 40 nochmals gespeichert, falls diese Programmplätze also für Eigenkreationen genutzt werden, sind die Werkssounds hier immer noch verfügbar.

Clavia Nord Rack 2

Nord Lead 2 vs. Nord Lead 2X

2003 wurde der Nord Lead 2 vom 2X abgelöst. Die Neuerungen hielten sich im Rahmen.

  • Statt 16 Stimmen konnte das Instrument nun 20 Stimmen erzeugen.
  • Die Speicherplätze wurden auf 10x 99 Programs, 4x 100 Performances und 4x 10 Percussion Kits erhöht.
  • Dafür ist der PCMCIA Slot weggefallen
  • Der 18bit D/A Wandler wurde durch neue 24bit/96kHz Wandler ersetzt.

Aufbau und Klangstruktur sind komplett gleich geblieben, so sind auch die Sounds der beiden Maschinen zu 100% kompatibel.

Es gibt zahlreiche Gerüchte, der Nord Lead 2 klänge dreckiger, der 2x HiFi-mäßiger. Die Wahrheit: Es ist so gut wie kein Unterschied hörbar, nur in den tiefen und sehr hohen Lagen machen sich die besseren Wandler bemerkbar. Hier klingt es einfach authentischer analog als bei der alten 2er Version. Nach meinem Geschmack hat Clavia hier alles richtig gemacht. Aber wie gesagt, ohne einen direkten A/B-Vergleich ist der Unterschied nicht wahrnehmbar.

Was äußerst erstaunlich ist, auch heute im Jahre 2014 wird der Nord Lead 2X immer noch gebaut und gekauft, obwohl der Nach-Nachfolger mit der Versionsnummer 4 inzwischen auf dem Markt ist. Damit wird der Schwede seit nun 17 Jahren nahezu unverändert angeboten, ein wahrer Klassiker. Das direkte Nachfolgemodell Nord Lead 3 ist übrigens schon längst wieder in der Versenkung verschwunden.

Wer neugierig ist, kann sich in den folgenden Tabellen auch noch den 2X im Vergleich zu den aktuellen Modellen Nord Lead A1 und Nord Lead 4 ansehen:

Praxis

Das Arbeiten mit dem Nord Lead gestaltet sich einfach. Dadurch, dass die Klangparameter alle direkt zugänglich sind, ohne sich durch Menüs und Edit-Ebenen klicken zu müssen, ist schnell ein Ergebnis erzielt. Ich war und bin immer der Auffassung, wenn ein Sound an diesem Synth nicht in 5 Minuten programmiert ist, dann ist er da auch nicht drin.

Hinzu kommt, und das sehe ich wirklich positiv, dass der Schwede über keinerlei Effekte verfügt. So wird der pure Sound nicht getrübt und keine wertvolle Zeit darauf verschwendet, FX am Synthesizer zu programmieren. Wenn ich einen Chorus möchte, dann hänge ich eben einen Chorus dahinter. Gut, das stellt sich für Live-Keyboarder vielleicht anders dar, für mich im Studio ist es aber die angenehmere Art zu produzieren.

Klanglich sind analoge Sounds natürlich eine große Stärke des Roten, fette Bässe, durchsetzungsfähige Lead-Sounds, druckvolle Flächen. Durch die FM-Implementierung sind aber auch dünne. kalte Klänge realisier

bar.

Als erstes Soundbeispiel stelle ich einfach mal ein Demoprogramm des Instruments vor, alle Klänge (auch das Kraftwerksche Sprachs erzeugt der Nord Lead gleichzeitig. An dieser Stelle ein Dankeschön an Clavia für die Freigabe des Demo-Materials.

Ein großes Plus sind die Spielhilfen, Unison, Legato und Portamento, die sehr lebendige Sounds ermöglichen. Zuerst ein Bass Sound mit Unison, ModWheel und Pitch Bend.

Ich habe bei mir Slot A + B auf dem Stereoausgang, Slot C und D kommen jeweils mono raus, für Bass und Lead. Der Bass ist also trotz eingeschaltetem Unison hier also mono.

Hier ein  Klang, der mit Legato und etwas Portamento arbeitet.

Auch die Morph Funktion ist einfach anzuwenden und führt zu guten Ergebnissen. Dafür ist einfach das Modwheel auf „Morph“ zu stellen, dann den „Velocity/Morph“ Button drücken, das Mod Wheel ganz aufdrehen und die Klangveränderungen vornehmen. Wieder den Button drücken und nun wird mit dem Mod Wheel zwischen Originalsound und Variation übergeblendet. Ich habe das mal für das Program 23, „Soft Strings“ gemacht:

Nicht unerwähnt sollte in dem Zusammenhang bleiben, dass sich fast alle Klangparameter auch auf die Velocity der Tastatur einstellen lassen, ein Feature, das auch sehr nützlich ist.

Im Performance-Mode wird es dann richtig fett, bis zu vier Sounds liegen übereinander, auch die Orgeln kommen hier wuchtig. Hier mal hintereinander weg drei Orgeln, das Modwheel macht hier über Morph die Leslie Geschwindigkeit.

Es ist übrigens auch im normalen Modus möglich, mehrere Klänge zu layern, einfach mehrere Slot-Taster gleichzeitig drücken, beim nächsten Tastenanschlag steht der gelayerte Sound zur Verfügung, ganz ohne Umschaltgeräusche oder Pausen.

Hier zum Abschluss noch drei Performances der eher abgedrehteren Sorte.

Bei der Programmierung eigener Kreationen ist es etwas hinderlich, dass die Potiwerte nicht angezeigt werden. So treten beim Schrauben natürlich Klangsprünge auf. Das Instrument enthält aber auch einen Manual-Modus, hier entsprechen die Klangparameter den tatsächlichen Potistellungen, eine gute Geschichte also, um einen völlig neuen Sound zu schaffen.

Die Anschlüsse des Nord Lead 2

Auch die Arbeit mit dem 3-Ziffern Display ist so eine Sache, die Programme werden angezeigt und die Parameter, die über Shift eingestellt werden. Hierfür sind lobenswerter Weise die Kürzel rechts neben den Potis auf gedruckt.

Zum Schluss möchte ich noch einen nicht ganz unwichtigen Umstand zum Nord Lead erwähnen. Mein Instrument befindet sich inzwischen seit 17 Jahren in meinem Besitz und im Grunde steht die Kiste da wie neu. Potis, Taster, Tastatur zeigen keinerlei Verschleißerscheinungen, nie ist in der Zeit ein technisches Problem aufgetreten. Klar handelt es sich hier um ein Studiogerät, das bis auf wenige Ausnahmen nicht live eingesetzt wurde, aber das ist trotzdem eine reife Leistung.

YouTube Demo

Hier ein ausgesuchtes YT-Demo mit aussagekräftigen Demos:

Fazit

Dieser Test hat mir die Gelegenheit gegeben, mich mit dem Nord Lead 2 wieder mal ausführlicher zu beschäftigen. Einiges an verschollenem Wissen ist wieder aufgetaucht und vor allem hat es sich gezeigt, dass der NL 2 immer noch ein modernes und inspirierendes Instrument ist, das immer noch neue Sounds beherbergt.
Dieser Synth wird mein Studio allenfalls die Füße voraus verlassen, auf dass uns noch eine lange gemeinsame Zeit vergönnt ist!
Mit dem Nord Lead 2X haben die Schweden ein tolles Produkt noch besser gemacht und daher ist es absolut nachvollziehbar, dass es den 2X heute noch als Neuware im Handel gibt.

Plus

  • immer noch frische Sounds
  • schnelle Programmierung
  • ModWheel + PitchBend
  • mechanisch stabil
  • Performance Sounds

Minus

  • kein vernünftiges Display
  • wenig User Speicherplätze (Nord Lead 2)

Preis

  • Nord Lead 2x Ladenpreis 999,-- €
  • Nord Rack 2x Ladenpreis 598,-- €
  • Nord Lead 2 (lt. Syntacheles 5/2014) 433,-- €
  • Nord Rack 2 (lt. Syntacheles 5/2014) 344,-- €
Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Robert schreibt immer sehr interessante und „andere“ Tests – Auch dieser gefällt mir! Interessant wäre aber doch, gerade jetzt, ein richtiger „Vergleich“ zwischen NL 2x, NL4 und A1 gewesen, vor allem da sich Clavia auf der eigenen Webseite von Subpage, zu subpage selbst wiederspricht.

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      Armin Bauer  RED

      Hi Marius,

      da steht nicht Robert unter dem Test, sondern mein Name :-) Falls du nur die Namen vertauscht hast, nehme ich das Kompliment einfach mal so entgegen. Wenn es anders gemeint war, gebe ich es im neuwertigem Zustand wieder zurück, einverstanden?

      Ein Vergleich der drei Nords wäre sicher nicht uninteressant, ist aber eine andere Baustelle.

      Hier geht es in der Green Box um die Vorstellung eines Vintage-Synths, dass der zufällig immer noch hergestellt wird, ist natürlich schön, fällt aber nicht ins Gewicht.

      Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass so ein Vergleich noch zustande kommt.

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        AMAZONA Archiv

        Hoppala! Entschuldige bitte vielmals! Ich hatte das relativ zügig gelesen und hatte nur noch den Namen Robert Wittek im Kopf :D Das Kompliment darfst Du gerne annehmen! Es ist auch noch in Originalverpackung und wurde nur im Nichtraucherstudio verwendet ;)

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    Onkel Sigi  RED

    Stell Dir vor, Achim….. Ich besitze doch tatsächlich den Nord Lead 1! Den mit der abgeschrägten Kante am Gehäuse. 1996 habe ich mir diesen für 4200.- DM neu gekauft, danach war ich erstmal pleite. Einen Monat später erwarb ich die 8-stimmige Erweiterungskarte für 1250.- DM, danach war ich wieder pleite.

    Er spielt sich heute noch wie am ersten Tag, verarbeitet ist er wie ein Mercedes von früher. Er macht immer noch Spaß und Rauschen war selbst beim 1er nicht vorhanden.

    Aus Geldmangel hatte ich ihn während dieser Jahre zweimal bei Ebay drin, das hielt ich dann jeweils drei Tage durch…. Dann habe ich ihn jedesmal wieder herausgenommen, ich habe es einfach nicht geschafft, das Teil zu veräussern.

    Musikalische Grüße

    „Onkel Sigi“

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        AMAZONA Archiv

        …damit bin ich dann also nicht der Einzige, der den Namen verwechselte :D auch wenn dein Ausrutscher nicht so derbe ist, wie meiner :)

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    Armin Bauer  RED

    Hi Sigi,

    ja, das dachte ich auch schon, wenn ich das Teil mal länger nicht gespielt habe, wieso nicht verkaufen, eine Einspieltastatur reicht doch auch.
    Aber dann spiel ich ein paar Töne und weiss, nee, der bleibt hier.

    Grüße
    Armin

  4. Profilbild
    Markus Galla  RED

    Nord wird oft belächelt wegen des „Spar“-Konzepts seiner Produkte. Doch immer dann, wenn man tatsächlich damit arbeitet, wandelt sich das Bild. Wer kann denn wirklich von sich behaupten, tatsächlich ALLE Features seiner Geräte tatsächlich entdeckt und eingesetzt zu haben? Das ist gerade im Fall von Synthesizern und Workstations eher selten. Nicht umsonst sind viele dieser tollen Instrumente einfach Preset-Schleudern. Bei Nord ist das anders. Man möchte sofort schrauben und entdecken. Das Konzept geht also voll auf. Wenn ich dann unter manchen Tests zu den neueren Geräten wie Electro 4D, Lead 4 oder Lead A1 lese, dass das fehlende Display kritisiert wird oder im Falle vom Electro fehlende Layer oder Splits, denke ich nur: Bitte, Nord Entwickler, ändert nichts. Ich bin selbst stolzer Besitzer einer NORD C2 Orgel und finde das Konzept gut so wie es ist. Auf der Messe habe ich die neuen Produkte ausprobiert und war sofort begeistert über die intuitive (displaylose) Bedienung dieser Geräte. Man hört mehr, weil das Auge keine Rolle spielt. Das ist auch ein Vorteil.

      • Profilbild
        Markus Galla  RED

        Ich besitze seit Januar nun auch noch den Nord Electro 5 – mit Display. Aber im Prinzip hat sich nichts geändert und ich brauche das Display nicht. Der direkte Zugriff auf alle Parameter ist jederzeit gegeben und viel wertvoller. Nord sollte sich da tatsächlich treu bleiben. Der Display-Fraktion könnte man ja eine iPad App schenken, die das Display ersetzt. Ich benötige es jedenfalls nicht und genieße eher das „analoge Flair“ der Bedienoberfläche.

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    martin stimming  

    Mein Lieblingssynthesizer! Großartiges Gerät, wegen der Beschränkungen (Schranken machen kreativ), aber natürlich vor allem wegen dem Klang!
    Ich bin immer wieder aufs neue erstaunt wie druckvoll die sägezähne klingen, aber auch was man so an schrägen Effektsounds rausholen kann (pitch envelope auf osc2, fm an, oscmix nach rechts, osc2pitch auf irgendwas unter null und schon hat man eine noiseklatsche die klassisch anfängt und dann aber im abgang in grains zerbröselt, bei mir zu hören bei „getting out of something“)

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    Alf Schumacher

    Noch als Ergänzung: Was ich nie, nie, nie mehr missen möchte: wie gefühlvoll, lebendig und feindosiert man mit dem Nord Pitchbend-Stick die Töne mit Leben erfüllen kann. Das habe ich noch mit keinem Joystick oder Mod-Rad so erlebt.

    Jeder Synth-Sound erhält damit eine Seele (wie pathetisch – aber wahr!), fängt an zu singen oder klingt wie ein „richtig gespieltes Instrument“.

    Wenn ich irgendetwas an einem anderen Synth/Keyboard vermisse, dann vor allem diesen Stick!

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    Kosh  

    hmm, der artikel ist noch relativ frisch, aber ist im letzten halben jahr die produktion des NL 2X eingestellt worden? der thomann-link führt zu einer meldung „…nicht mehr im sortiment“, bei justmusic gibts ihn noch als „ausverkauf“.

  8. Profilbild
    Organist007  

    ich hab ihn auch wieder hervorgeholt. tolles gerät. finde gut, dass er KEINE Effekte hat. so kann man overdrive, reverb oder delay dranhängen und schön experimentieren.
    Fazit: er bleibt. NEBEN dem 4rer.
    der 3 er hat mich nie interessiert.

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