AMAZONA.de

Test: Clavia Nord Lead 4 Keyboard & Rack, Digital Synthesizer


Kompletter Zugriff, Sound Morphing, brillanter Sound, Effekte ...

Parallel zum Dauerbrenner Nord Lead 2x zeigte Clavia zur Musikmesse 2013 einen neuen Lead. Wie üblich, gab und gibt es stets ein Nord Rack und eine Version mit einer Vieroktaven-Tastatur mit dem Namen Nord Lead. Der Nord Lead/Rack 4 ist erstmals ohne Aftertouch ausgestattet. Er benötigt einen sehr genauen Blick, nachdem der Nord Wave und der G2 auch an die Lead-Linie Details abgegeben haben, von der auch der neue Lead profitieren kann.

Nordlead 4 Auf

Rundum

Lead und Rack sind in gewohnter Form solide in ein rotes Metallgehäuse gepackt. Der Pitch-Stick als Bender erlaubt ein sehr differenziertes „Spiel“ von Vibrati. Es gibt nun auch USB-MIDI. Wie bisher bei den Leads gibt es dazu noch zwei MIDI Buchsen – in und out. Leider kein „thru“. Bekannt ist Clavia für ein sehr intuitives Layout der Bedienelemente. Es gibt Pedalanschlüsse für Lautstärke und Sustain. Beim Lead 4 gibt es keine Menüs, aber durchaus ein paar Organisations-Modi mit Parametern, die nicht für die sofortige Live-Veränderung notwenig sind. Das Display zeigt Zahlen. Die Menüfunktionen sind auf das Gehäuse gedruckt. Hier geht es um „Beamtenfunktionen“ und Details wie Pedaltypen, MIDI-Handling und Details.

Darunter ist auch die Geschwindigkeit des Zusatz-LFOs für Vibrato (4-8 Hertz). Dieses kleine Detail spart einen Haupt-LFO. Auf dem Panel gibt es einen sehr praktischen Taster, der das Modulationsrad mit diesem Vibrato versorgt. Und genau diese Idee ist recht typisch für den Lead 4 und für die Serie allgemein. Die Optik erinnert an den Nord Wave und Nord Lead 2x. Der andersartige Nord Lead war offensichtlich der „Dreier“. Er hatte LED-Kränze und ein Namensdisplay, welche die Optik bestimmten. Schauen wir zunächst grob und dann feiner hin …

Bildschirmfoto 2013-10-11 um 12.57.19

1 2 3 4 5 6 7 >

Klangbeispiele

Leser-Stories zu diesem Produkt

  1. Profilbild
    Viertelnote AHU

    Hallo,

    ein sehr schöner, vor allem umfangreicher Test.
    Nur die Klangbeispiele hätten etwas üppiger sein können.

    Ich hatte noch keinen NL zum testen, vielleicht ändert sich das jetzt.
    Zum Klang: ich würde fast behaupten, daß der NL am besten „analog“ klingt.
    Die vielen anderen VA mögen zwar mehr Effekte bieten, aber der Grundsound ist hier klar definiert.

    Der Preis für den NL4 ist zwar gesalzen aber man bekommt was fürs
    Geld und das ist sicherlich eine Anschaffung, die eine Weile hält.

    mfG

  2. Profilbild
    Saxifraga •••

    „Der andersartige Nord Lead war offensichtlich der „Dreier“. Er hatte LED-Kränze und ein Namensdisplay, welche die Optik bestimmten.“

    Bei einem Preis von >1800,- hätte das wesentlich bessere Bedienkonzept des NL3 ja wohl drin sein können. Gerade beim Morphen ist es gut zu sehen welche Parameter wohin wandern.

    Danke für den ausführlichen Test.

  3. Profilbild
    STRomzAeHLEr

    Danke für den ausführlichen Test.
    Dass Aftertouch weggefallen ist, ist für mich ein dicker MINUSPUNKT.
    Aftertouch ist eine der besten Spielhilfen überhaupt, weil man die Hände ja sowieso auf den Tasten hat, wenn man spielt und keine 2. dafür benötigt.
    Als ehemaliger G2X-Nutzer ist mir noch eines aufgefallen: Es ist von einer „neuen Mutator“-Funktion die Rede. Daher stellt sich mir die Frage: Was ist an dieser Mutator-Funktion anders als an der des G2(X)? Dieses Feature wurde seinerzeit dem G2(X) über ein Firmware-Update nachgereicht und kann im Nord Lead allenfalls reduziert worden sein (da der Nord Lead einfach weniger „kann“ als der G2[X]).
    Außerdem stimme ich dem Kommentar zu, dass die Endlos-Drehregler des NL3/G2(X) eine echte Erleichterung waren und auch dem NL4 gut gestanden hätten. Insbesondere, wenn man den Preis berücksichtigt.

  4. Profilbild
    Pepper

    Ebenfalls Dank für den ausführlichen Test.
    Ich kann dem dem Autor in den meisten Punkten zustimmen.
    Das zusätzlich zum Aftertouch auch die Drumsets weggefallen sind, empfinde ich allerdings – v.a. angesichts des nicht gerade günstigen Preises – als wirklich sehr, sehr ärgerlich.
    Letzteres auch gerade deshalb, weil der NL 4 über recht fixe Hüllkurven verfügt, und man mit den Wellenformen, FM und dem flexiblen Noise wirklich hervorragend perkussive Klänge basteln kann.
    Die Bedienung ist ansonsten schlicht hervorragend, ich habe bis dato an keinem Synthesizer so schnell die „gedachten“ Klänge programmieren können, dabei ist dies mein erster Nord und in die Bedienungsanleitung habe ich erst erst schauen müssen, als ich wissen wollte wo der Unterschied zwischen Variation und Mutation beim Mutator ist.
    Kleines „Trostpflaster“ für den Wegfall der LED-Kränze um die Potis, sind LED`s neben jedem Poti, die leuchten, sobald sie mit Morph-Parametern belegt sind. Das macht es nicht so schwer nachzuvollziehen, wie ein Sound programmiert wurde.
    Und klingen tut er wirklich richtig gut!
    Grüsse

  5. Profilbild
    Onkel Sigi RED

    Ich besitze den allerersten Nord Lead 1, für den ich damals stolze 4500.- DM (ca. 2250.- Euro, nicht Inflationsbereinigt) in der Basisversion bezahlt habe. Das waren dann 4 Stimmen, nach drei Monaten kaufte ich mir noch die 8-stimmige Erweiterung für nochmals 1000.- DM (ca. 500.- Euro). Das Gerät läuft heute nach 16 Jahren wie am ersten Tag und klingt immer noch toll. Die Firma Clavia ist von der Verarbeitung erste Sahne, damals wie heute.

    Dass der neueste ohne Aftertouch ausgestattet ist, verstehe ich aber gar nicht, das ist unbestritten eine tolle Modulationsquelle. Da kann ich nur sagen: Hans Nordelius, da hast Du uns enttäuscht!

    Das meutert in Richtung Schweden

    „Onkel Sigi“ Schöbel

  6. Profilbild
    Filterpad AHU

    1. Sensationeller Testbericht. Herr Moogulator: Die Soundbeispiele sind in der tat etwas üppig. Gerade bei einem Synthesizer der klanglich und qualitativ in der obersten Liga mitmischt – zumindest was digitale Synthis (VA´s) anbelangt – möchte ich das voll ausgeschöpfte Klangvolumen bzw. das pure Klangerlebnis bekommen. Fett, fetter am fettesten lautet die Devise. Geiler Sound und eine geile Melodie als Klangbeispiel wenn ich bitten darf! 2. Ich kann die Aufregung über das fehlende Aftertouch nicht ganz nachvollziehen. Welcher Mensch braucht Aftertouch? OK – ich muss gestehen ich bin kein Live-Keyboarder aber Aftertouch habe ich in der Tat noch nie vermisst. Vielleicht liegt es auch einfach daran das ich kein Key mit Aftert. besitze. Na dann – möge die Firma mit dem „Feuerwehr-Rot“ auch in Zukunft gute Synthis bauen. ;)

    • Profilbild
      mhagen1 ••

      Danke für den Test! Ich kenne auch Leute, die nur auf den schwarzen Tasten spielen. Ich würde aber trotzdem deshalb die weißen nicht weglassen ;-)
      Der fehlende Aftertouch ist für mich definitiv ein Grund, den Nord Lead 4 nicht zu kaufen! Wie kann man an einem Synth, der LEAD im Namen trägt und sich somit auch als Lead-Synthesizer eigenen solte, diesen wichtigen Controller für ausdruckstarke Soli weglassen? Ne, das geht gar nicht!

  7. Profilbild
    Saftpackerl

    Schöner test!

    Is es eigentlich mit dem mutator jetzt möglich, zwischen zwei schon abgespeicherten klängen per controller zu morphen?
    Das hätt ich immer sehr spannend gefunden…

  8. Profilbild
    moogulator RED

    ja, zwischen 7 genau genommen, die holt man sich zusammen und macht daraus Mischmatsche™.
    Und Zufall lässt sich einbeziehen.

    • Profilbild
      Artic

      Hi moogulator,
      Habe auch deinen Test des NL A1 (Filter identisch mit dem NL 4)in der neuen Synmag gelesen.
      Der Filter soll in Richtung Jupiter 6 statt TB 303 gehen, sind denn damit auch Rolandflächen ala
      Jupiter /JX möglich ? (Der A1 hat ja auch einen Chorus/Ensemble FX mit dabei).
      Schöne Grüße
      Artic

      • Profilbild
        moogulator RED

        das sollte man nicht so wörtlich nehmen, es ist ja nur eine Annäherung, die zudem natürlich nicht so „echt“ ist..Das ist einfach nur ein Versuch zu erklären in welche Ecke es gehen kann. Das wie nah muss man mit dem eigenen Ohr entscheiden. Anders kann man das nicht allgemein gültig sagen. Als Purist wird es natürlich nie passen, dafür ist noch genug Abstand..

  9. Profilbild
    Insurgent

    für den Preis hätte ein vernünftiges Display drin sein müssen,und das Aftertouch fehlt ..geht gar nicht!

  10. Profilbild
    bolau

    Der Artikel suggeriert dass man beim Nord Lead 4 die Oszillatoren 1 und 2 syncen könnte. Das ist aber falsch, man kann nur OSC1 mit einem versteckten Sync-OSC syncen. Den Sync-„Amount“ kann man per Knopf oder LFO beeinflussen, den Sync-OSC jedoch nicht.
    Ein für mich etwas ungewöhnliches Konstrukt, das in diesem Fall auch nicht wirklich toll klingt…

    • Profilbild
      moogulator RED

      Das ist nicht falsch, es ist aber optional, was eben ein Rückschritt gegenüber Vorgängern ist. Beim A1, dem kleinen Bruder ist es sogar generell nur eine Syntheseform zwischen Oszillatoren, die gleichzeitig möglich ist.

      Ja, der NL4 kann in der Hinsicht weniger als der NL2, was aber im Artikel auch steht…

  11. Profilbild
    Tiberio

    Folgendes Problem, beim Live Jammen wechsel ich zwischen den verschodenen slots, sobald ich jedoch einen Paramter berühre, springt der NL 4 direkt zu dem neuen Paramterwert, er holt also nicht ab sondern springt. Gibt es irgendwo die Funktion, das Werte abgeholt werden und nicht springen, weil ansonsten ist das Ding ja live vollkommen unnütz, man beachte beispielsweise sprünge in der Lautstärke im Club beim Wechsel von einem Slot zum anderen, undenkbar. Über Hilfe würde ich mich sehr freuen, im Manual hab ich dazu nichts gefunden.
    Vielen Dank, TIberio

    • Profilbild
      moogulator RED

      ich glaub Clavia hat keinen Abholmodus, für meine Art live zu spielen ist das nie störend gewesen, bevorzuge das sogar vor Endlosknöpfen.

      Die Methode der Wahl wäre – Sound anwählen und dann einstellen, „blind“ bzw per Kopfhörer. Früher beim G2 fand ich es auch störend, dass beim Umschalten das ganze System stumm wird wegen des Ladens – was aber bei einem so komplexen Modularsynth wohl nicht anders umzusetzen war,.. MAn musste also Kunstpausen haben oder einlegen..

      Habe den NL4 nicht mehr vorliegen, sowas wie klare Schritte könnte ich jetzt schlecht sagen, aber wenn dann gibt es im „Menü“ eine kleine Ecke mit Pot Modes die Namen wie Jump, und Co heißen..

      Ich meine das ginge eher nicht.

  12. Profilbild
    Cornell

    habe den als rack für einen strassen preis von Thomann b-ware für 1200.- erworben.
    ich empfinde es als fast geschenkt für diesen wundervollen klang. es ist mein erster von clavia und ich bin hin und weg. eine sehr gute ergänzung zu anderen synths.

Kommentar erstellen Kommentar erstellen Leser-Story erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.

Über den Autor

Bewertung

Clavia Nord Lead 4

Bewertung: 5 SterneBewertung des Autors
Leserbewertung: 4
Jetzt anmelden und dieses Produkt bewerten.

Hersteller-Report Clavia

Aktion