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Bluebox: Sequential Circuits Prophet 2002, Sampler


Ein Prophet im Rackformat

Prophet 2002 G

Bevor Sie diesen Artikel lesen, möchten wir Sie noch auf eine umfassende Marktübersicht ALLER Sequential Prophet Modelle hiknweisen (von Prophet 2000 bis Prophet 3000), die Sie auf AMAZONA.de finden – und zwar HIER.

1985 brachte auch Sequential Circuits, die mit dem Prophet-5 zu Ehre und Umsatz gekommen waren, einen Hardwaresampler auf den Markt, den Sequential Circuits Prophet 2000 und ein Jahr später, mit einigen Verbesserungen, auch die Rackversion Sequential Circuits Prophet 2002, die vor allem in der Techno-Ära Jahrzehnte später auf sich Aufmerksam machte, dank der analogen, resonanzfähigen Filter und der crispen 12 Bit Auflösung.

Es war im Jahr 1986. Gerade 17 Jahre alt, stand ich vor der ersten großen Anschaffung meines Lebens. In einem damals noch kleinen Musikinstrumentenfachhandel standen sie vor mir. Die Amerikaner, in Form von Emu Systems Emax 1, Ensoniq Mirage, Sequential Circuits Prophet 2002 sowie 2000 und gleich daneben die Japaner mit Korg DSS-1, Akai S-900 und dem Roland S-50. Sampling war voll angesagt und mittlerweile einigermaßen erschwinglich geworden. So ein Tausendsassa sollte nun mein Heimstudio um all die Sounds bereichern, die mein einziger anderer Klangerzeuger, nämlich ein Roland Alpha Juno 1, nicht im Stande war zu produzieren.

Aber wie viele Leser hier sicher wissen, klingt der Juno zwar klasse, hat aber mit seinem einfachen DCO Konzept doch ein recht übersichtliches Klangformungspotenzial. Ein Sampler dagegen kann eine schier unerschöpfliche Soundquelle darstellen. Ich habe mich übrigens für den Roland S-50 zum Preis von 6700,- Deutschen Mark entschieden, obwohl der über nicht resonanzfähige digitale Filter verfügte, aber, und das war mir sehr wichtig, über eine zusätzliche Software (SYS-503 Director-S) einen vollwertigen Sequencer mit an Bord hatte. Es war die Zeit, als die meisten Instrumente noch nicht multitimbral waren. Der S-50 hatte mir aber mit einem Megademo eine ganze Kapelle vorgeklimpert. Da ich auch noch keinen Sequencer hatte, war das für mich die Wohlfühlpackung. Außerdem konnte man an den Roland einen Bildschirm anschließen und hatte damit eine grafische Benutzeroberfläche par excellence.

So, und bei grafischer Benutzeroberfläche leite ich nun Back to the Future über zum Sequential Circuits Prophet 2002 Praxistest und seinem größten Manko vorweg. Eine dreistellige Segmentanzeige ist doof. Ich habe während meines Tests immer wieder das Benutzerhandbuch aufschlagen müssen, um nachzusehen, was die kryptischen Anzeigen bedeuten. Bei dauerhaftem Arbeiten mit dem Gerät würde es wahrscheinlich besser werden, aber es ist und bleibt ein fetter Minuspunkt.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Gul Dukat

    Sampler mit analogen Filtern in dieser Preisklasse gibt es sonst nicht. Um das zugegebenermassen lästige Problem des UI einigermassen zu lindern hier der Hinweis, dass es einen Free SW-Editor für den Propheten gibt:
    http://pro.....systems.de

    • Profilbild
      dilux AHU

      doch, e-mu emax, die ganze „dreistellige“ akai s-familie, ensoniq mirage…da gibt es schon ein paar…

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        Gul Dukat

        Bitte bemerke, dass ich „in dieser Preisklasse“ betont habe. Die E-Mus sind preislich weit weg und der Mirage…ist da nicht ernsthaft eine Konkurrenz.

        • Profilbild
          dilux AHU

          laut syntacheles trennen den emax und den 2002 100 € und die akais bekommst du teilweise noch günstiger.

  2. Profilbild
    Tyrell RED

    Die Bedienung ist hakelig, aber man wird mit einem großartigen Sound belohnt. Für meinen Geschmack klingt der Prophet 2 auch besser als z.B. ein Emax I oder Mirage.

  3. Profilbild
    gaffer AHU

    Zitat: „Außerdem konnte man an den Roland einen Bildschirm anschließen und hatte damit eine grafische Benutzeroberfläche“

    Konnte gefällt mir, man musste! Anders war die Kiste unbedienbar. Das konnte hat Roland damals grossartig verkauft

  4. Profilbild
    olivgrau

    Oh, mein erster Sampler! Günstig Mitte der 90er über eine Kleinanzeige bekommen. Die Anleitung dann als Kopie vom SSB besorgt. Sweet memories! Klar, bedienungstechnisch nicht der Knaller mit seiner Anzeige. Meiner „leierte“ jedoch ab zu. Bei jedem zweiten Tastendruck wurde das Sample eine Note höher wiedergegeben. Anfang der 2000er dann verkauft und vom Sampling eigentlich verabschiedet.

  5. Profilbild
    THEXCEE RED

    ich habe 1986, und zwar ohne mit der Wimper zu zucken, voller Überzeugung, W.Samolak (SSB-München) sage und schreibe 6000DM in die Hand gedrückt ;)) verließ den Laden mit der Riesenkartonage wie im Rausch – der P2000 war einfach magisch! LINN OBERHEIM JUPITER alles an Sounds teuerster Maschinen war nun möglich…
    die Matrix war nach Einarbeitung dermaßen schnell zu bedienen, für mich hakelt da nichts.
    mit ca. 512kB auskommen zu müssen förderte damals wie heute zusätzlich den Spaß zum Experimentieren. Radio FM abzusamplen..omg!
    Tolle Filter, tolle Velocity Funktionen, toller Klang.

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Sequential Circuits Prophet 2002

Bewertung: 4 Sterne Bewertung des Autors
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