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Blue Box: Roland Alpha Juno 1, Juno 2, MKS50, PG300


Roland Junos zweite Generation

Parallel zum Testbericht des Juno-Clones ReDominator von Audiorealism, möchten wir auch nochmals die Roland-Originale von 1985 in den in den Fokus Ihrer Aufmerksamkeit rücken. Die Alpha-Juno-Familie, quasi Nachfolger der berühmten Juno 6, 60 und Juno 106, waren so etwas wie die Budget-Varianten der Ur-Junos, mit denen Roland nochmals versuchte gegen die FM-Domäne des Wettbewerbers Yamaha anzugehen.  Und auch wenn sie nie den Kultstatus ihrer Vorgänger erreicht haben, so sind die Alpha-Junos – zu denen auch die Rackversion MKS50 gehört – interessante, analoge Klangerzeuger, bei denen man sich nicht von ihrem schlichten Äußeren täuschen lassen sollte.

Dank Polyphonie, Midi und moderatem Gebrauchtmarktpreisen (ca. 300 € – Stand 12/2014)  stellen Sie auch heute noch eine attraktive Alternative zu aktuellen Analogsynthesizern dar. Lesen und Suchen lohnt sich also ;-)

Ihr Peter Grandl

Roland Alpha Juno 2

Roland Alpha Juno 2

Der Roland Alpha Juno 2 ist einer der letzten “Junos”, denen ich quasi als “Neu-Entdeckung im Bereich Roland der Mitt-80er Jahre” begegnen durfte. Und obwohl das Instrument weder spektakulär noch imposant aussieht, war und bin ich vom Potenzial des schlanken Roland in vielerlei Hinsicht sehr positiv überrascht. Die Alpha Juno Serie ist eine musikalisch äußerst beachtliche und ebenso inspirierende Instrumentenfamilie.

Alpha Juno 1

Um die Lorbeeren nicht falsch zu verteilen, muss zunächst der Alpha Juno 1 ins Rampenlicht gerückt werden. Das 1985 erschienene Instrument besticht durch seine kompakte, schlanke Linie (die bei Roland Synthesizern bis dato nicht bekannt war) und natürlich durch seine optische Nähe zum Yamaha DX7: Softbuttons und LC-Display, Alpha Dial Rad und kombinierter Pitch-/Modulations-Bender. Alles “auf dem neuesten Stand”, von 1985 aus betrachtet. Unter der Bezeichnung HS10 gab es den Alpha Juno 1 übrigens auch mit eingebauten Lautsprechern und „richtigen“ Druckknöpfen statt Softbuttons. Die 4-oktavige Tastatur des Alpha Juno 1 Konzepts war jedoch ebenso ausbaufähig wie die dynamischen Möglichkeiten, was zur Erweiterung der Familie durch den hier vorgestellten

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Klangbeispiele

  1. Avatar
    Markus

    Sehr gelungener Testbericht über diesen Roland-Klassiker. Leider ist der doch empfehlenswerte Programmer PG-300 selten zu finden und wird somit sehr teuer gehandelt. Jedoch kann man hierfür z.b. auch einen BCR2000-Controller verwenden indem man diesen einfach auf den Juno anpasst ;-)

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      mhagen1

      Da möchte ich doch noch auf den genialen Synth Controller von Gregor Zoll (www.stereoping.de) hinweisen, der hier bei Amazona schon getestet wurde (http://www.....ontroller/). Da gibt es einen Controller speziell für die Alpha-Juno-Serie.

      Was die Probleme mit Aftertouch angeht, möchte ich auf folgende Reparaturanleitung hinweisen:
      http://ana.....;Itemid=54

      Ich übernehme natürlich keine Gewähr dafür, habe damit aber schon erfolgreich einen Aftertouch-Sensor repariert.

  2. Avatar
    Markus

    Guter Bericht! Leider fehlen in den Klangbeispielen die Sounds die den Alpha erst richtig berühmt gemacht haben, ich meine diesen Hoover-Sound.

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    Atomicosix

    Früher (= 80er) waren die Junos sehr beliebt, wahrscheinlich wurden von Roland inkl. MKS50 größere Stückzahlen verkauft. Leider sind es bloß Billigprodukte und in der Zwischenzeit merkt man es ihnen auch an. Die Junos waren für den Live-Einsatz gut geeignet und auch transportabel. Das die Presets sehr gut sein sollen (…) kann ich nicht verstehen, aber das ist wohl Geschmacksache.
    In der heutigen Zeit würde ich sie nur noch für Bässe und Acid Sachen benutzen, wenn sie nicht schon verkauft bzw. von einem Glas Bier gekillt worden wären.

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    Dreitagebart

    Meiner Meinung nach ist der Roland-Alfa-Juno einer der meist unterschätzten Analog-Synthesizer. Mir gefällt sein Klang besser als beispielsweise der des JX-10 ! Der Alfa klingt genau so breit und fett, aber direkter, er hat schnellere Hüllkurven und einen gnadenlosen Bass ! Dafür lasse ich so manchen VA oder VST-Synth links liegen.

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    Laubi

    zum alpha-juno 1: am Instrument selbst kommt durch die fehlende Anschlagsdynamik vintage-feeling auf; über Midi angesteuert ist der 1er genauso velocity- und aftertouchfähig und damit in den Funktionen absolut identisch wie der 2er.

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    bollich

    Von sehr guten Presets mag ich – wie beim JX-8P – bei aller Liebe nicht sprechen. Der Juno-2 kann zwar an einigen Stellen gut drücken, aber insgesamt find‘ ich ihn dann doch klanglich langweilig. Nach inzwischen knapp 20 Jahren Nutzungsdauer bin ich da vielleicht etwas abgestumpft.

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    mummstyle

    Der Alpha Juno ist mit seiner SAW-PWM eine Ausnahme unter den Synthesizern! Mit den anwählbaren „Wellenformen“ wird’s auch nicht so schnell langweilig und sogar der Chorus ist modulierbar!

    Hat Charakter – für mich absolut TOP!

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    exciter999

    Schöner Bericht! Der JU-2 ist ein klasse Analogsynth. Auch wenn man sich zum editieren mehr Regler, Fader, Taster, etc. wünscht, geht es doch recht zügig voran.
    Was mir nur nicht ganz klar ist, warum gibt man z.B. für einen Juno-60 horrende Summen aus, wenn man einen kleinen JU-1 schon für 200,-Euro bekommt? Ist es nur wegen der Bedienbarkeit, oder weil er so schöne Holzseitenteile hat? Klanglich jedenfalls stehen die „Alfis“ mit den Junos 6/60/106 auf einer Höhe und lassen gelegentlich auch so manchen VA Synth blass aussehen!
    Ich haben meinen Ju-2 schon über 25 Jahre und kann mich bzgl. der Hardware nicht beklagen – einzige Ausnahme: die Hintergrundbeleuchtung vom Display, diese wird mit der Zeit schwächer und das Display „pfeift“ dann, bzw. der Inverter. Ist aber kein Problem dies zu tauschen.

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      andreas2

      Mittlerweile sind die Alpha Junos kein „Geheimtip“ mehr, wurde vermutlich häufig für einen Digitalsynth gehalten. Ich hatte das grosse Glück, einen Alpha Juno 2 mit Cartridge für 250€ zu erstehen, war beim Händler in Kommission gegeben. Gestern hab ich ihn mal wieder angespielt, das hatte ein breites Grinsen zur Folge. Mittlerweile fehlen mir auch die Regler nicht mehr, ein Pad verändert man mit dem Datenrad sehr schnell, reine Übungssache :) . Besonders gut gefällt mir die angenehme Tastatur und die platzsparende Größe, ein wirklich toller Synth, der mich die Juno Geschwister nicht vermissen läßt.

      PS: Mein Display pfeift auch :( , ist aber noch gut abzulesen.

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      c.hatvani AHU

      Der Unterschied ist der Sound! Der Juno-6/60 sind die bestklingenden Junos. Für ihre Budget-Verhältnisse klangen sie einfach zu gut. Diesen ausgewogenen Sound, diese knackigen Juno-60 Bässe und Sequencer-Sounds bekommt man mit den Alpha unmöglich hin. Selbst ein Juno-106 hat da Schwierigkeiten, und dann noch die Bedienung…. der Preisunterschied ist durchaus nachvollziehbar.

      Aber trotzdem ist der Alpha Juno ein gut klingender und kompakter Analogsynth, dafür hat er mehr Möglichkeiten als seine Vorgänger.

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    Fab

    Ich bin verwundert, dass der Mididesigner für iPad und co in diesem Beitrag nicht erwähnt wird:
    Diese App kann ich allen iPad- und iPhone-Besitzern nur wärmstens zur Soundprogrammierung der Juno-Reihe ans Herz legen! Zumal hier schon fertig Templates für die Juno 1/2 MKS-50 u.a. existieren. Innerhalb der App kann man auch eigene Presets speichern und dann per SysEx direkt an den MKS 50 übertragen – funktioniert einwandfrei. Am iPhone isses etwas fummelig, aber auf dem iPad genial!

    Auch ein sehr geniales Feature der App: Man kann eigene x/y Felder anlegen und so z.B. wunderbar Resonanz und Cutoff mit einem „Fingerwisch“ steuern. Oder eben beliebige andere Parameter „gemeinsam“ steuern. Die Flexibilität ist – auch wenn man keine echten Regler in der Hand hat – ungeschlagen.

    Die eingebaute Speicherkapazität ist mir völlig egal, da ich so oder so den SysEx-Dump meines MKS 50 für die Speicherung von Sounds verwende, oder eben die oben genannte Speicherung in der App.

    Für den Preis des PG 300 kann man sich ein älteres iPad kaufen und dann die App installieren. Ist zwar nix für Puristen, aber für mich perfekt!

  10. Profilbild
    Despistado ••

    Ich hab den MKS-50 damals für 150€ erstanden (dürfte aber auch schon wieder 10 Jahre her sein) und finde den bis heute gut!

    Die Bedienung ist nicht direkt lustig, aber wer mit Software-Editoren keine Berührungsängste hat, wird da sehr schnell fündig, es gibt einige Editoren.

    Am genialsten finde ich einen Editor der für das gratis Universal-Editor-Programm Ctrlr entworfen wurde, denn mit der Software lassen sich auch Editoren im VSTi-Format erstellen und damit lassen sich die im Editor gebastelten Sounds direkt als Cubase-Preset speichern.

    Leider ändern die auf deren Seite ständig was, deswegen kann ich keinen Link posten, aber wer den Editor will soll mir vllt. einfach schreiben, ich kann dann die dll-Datei senden.

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Bewertung: Roland Alpha Juno 1<br /> Sterne

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