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Vergleichstest: Sequential Prophet-6, Prophet-5, DSI Prophet 08PE

19. September 2015

Wer ist der wahre Prophet?

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Die Präsentation des neuen Sequential Prophet-6 kürzlich hat uns veranlasst, ihn mit seinem hauseigenen Kollegen Prophet ’08 im Vergleich antreten zu lassen. Sie sind sich ja irgendwie ähnlich. Doch wer hat wo die Nase vorn? Natürlich wissen wir, dass es neben den harten Fakten, ausgehend von der Spezifikationsliste bis hin zum Tastaturumfang, auch andere Aspekte gibt, wie etwa das Filterverhalten oder ein bestimmter Soundcharakter bei Bässen oder Flächen, auf den es jemandem ankommt. Die Summe der einzelnen Komponenten macht es also, und genau das ist hier nun thematisch jeweils zusammengepackt und gegenübergestellt. Und um sich wirklich zu behaupten, haben wir den beiden zusätzlich ihren Urahn mit in den Ring geschickt: Vintage Keys Legende Prophet-5. Der hat mehr als 30 Jahre auf dem Oszillatorenbuckel und ist weder neu zu haben, noch ist er technisch auf aktuellem Stand. Daher startet er hier außer Konkurrenz. Aber es ist ja vor allem sein Sound, um den es geht.

Schauen wir uns zu diesem Zweck die drei Instrumente mal im Schnelldurchlauf an, mit Blick auf die Komponenten, und beginnen beim äußeren Erscheinungsbild.

Sequential Prophet-6

Er ist recht kompakt und von den Proportionen her mit den Maßen Breite 83 cm x Tiefe 32 cm x Höhe 11 cm ziemlich schlank geraten. Und das bei etwas weniger als 10 kg Kampfgewicht. Möglich ist das mit einer für die Instrumentenklasse eher untypischen 4 Oktaven Tastatur, wofür er sich im Vergleich mit den beiden anderen Prophets den ersten Punktabzug einhandelt. Ganz traditionell am linken Ende sind die beiden Pitch Bend und Modulation Wheels positioniert. Ein Hinweis zu den Tasten: Die weißen sind zu den Seiten hin leicht abgerundet, was zu einer tollen Bespielbarkeit führt. Schnelle Läufe gehen damit wunderbar. Auch das Tastenbett ist bestens gelungen, es fühlt sich richtig satt an. Hier hat der Prophet-6 definitiv die Nase vorn. Der Aftertouch reagiert bereits bei mäßigem Druck etwas arg beherzt, eine passable Dosierung muss man sich aneignen.

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Die Drehregler und Bedientaster sind vom Typ und Anordnung auf dem Panel her ziemlich am Vorbild Prophet-5 orientiert, auch wenn sich die Parameter in einigen Details von ihm unterscheiden. Die optischen Anzeigen beschränken sich auf mehrere LEDs und Taster mit LED-Indikator z.B. für deren on/off Zustandsanzeige. Die Controller Ausstattung: die beiden genannten Wheels sowie je 2 Foot Pedals und Switches. Diese Basis verhilft dem Prophet-6 zu einer auffallend einfachen Bedienung und kassiert dafür ebenfalls Pluspunkte.

DSI Prophet ’08

Auf den ersten Blick scheint er die gleichen Abmessungen wie der Prophet-6 zu haben, doch das täuscht. Beim genauen Hinsehen gibt es einen wesentlichen Unterschied: Er hat immerhin eine 5 Oktaven Tastatur. Allerdings sind die Pitch Bend und Modulation Wheels oberhalb davon auf der linken Panelseite untergebracht. Die Tastatur ist guter Durchschnitt, bietet aber nicht ganz den angenehmen Flow wie die des Prophet-6. Dafür ist die Ansprache von Aftertouch etwas sensitiver gelungen. Dem gegenüber ist er mit 89 cm auch nur einen Tick breiter geraten. Tiefe (31 cm) und Höhe (9 cm) sind nur geringfügig anders. Das gilt genauso fürs Gewicht, sind hier ebenfalls knapp 10 kg. In Sachen clevere Raumnutzung ein Vorteil gegenüber Prophet-6.

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Die Bedienelemente sind zwar auch hauptsächlich Drehregler, nur haben die keine kreisrunde Skala als Orientierung. Ist eine kleine Einschränkung beim Komfort. Doch es gibt was anderes: Ein beleuchtetes Display, und hier werden Parameter samt deren Werte dargestellt und die Sounds haben Namen. Anschließen kann man nur je 1 Foot Pedal und Switch. Für das Display gibt’s Extrapunkte, denn alleine den Sounds Namen geben und Parameterwerte ablesen zu können, gilt als willkommener Komfort. In diesem Punkt der Bedienung hat der Prophet ’08 also die Nase vorn.

Sequential Prophet-5

Er ist größenmäßig ganz klar der Typ wuchtiges altes Schlachtschiff, auch wenn das von anderen Instrumenten der Legenden-Ära wie Matrix-12 locker getoppt wird. Mit den Maßen Breite 94 cm x Tiefe 41 cm x Höhe 12 cm ist er verglichen mit den beiden neuen Prophets ziemlich ausladend. Die Proportionen sind stimmig, vielleicht sogar eher als bei den neuen Prophets, und das reichlich verbaute Holz trägt zur edlen Gesamterscheinung bei. Und auch zum Gewicht von etwa 18 kg. Er hat ein 5 Oktaven Keyboard, die beiden typischen Prophet Wheels sind links davon. Die Tastatur ist weder anschlagsdynamisch, noch ist Aftertouch vorgesehen. Gegenüber den neuen Prophets natürlich eine Einschränkung. Allerdings hat der Umstand, eben ohne diese Eigenschaften zurechtzukommen, dennoch tolle Keyboardparts und Sounds hervorgebracht.

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Der Zustand der Tastatur selber ist natürlich je nach Gebrauch des Instrumentes unterschiedlich und reicht von katastrophal bis nigelnagelneu. Findige Experten bieten nämlich neue im Ersatz an, gegen ordentliche Servicepreise dafür. Bei dieser Gelegenheit kann auch der Wunsch nach Anschlagsdynamik und Aftertouch erfüllt werden. Der Besitz eines Prophet-5 erfordert ein gewisses Servicebudget, was einem bei den neuen Modellen erspart bleibt.

Die Regler sind erkennbar Vorbild für den Prophet-6 gewesen, das betrifft auch die Taster. Das größere Panel lässt mehr Luft zu zwischen den einzelnen Parametergruppen und auch zur Tastatur hin, wo es einen breiten eigentlich ungenutzten Holzstreifen gibt. Man hat es damals wohl buchstäblich nicht so eng gesehen. Diesen Umstand kann man als vorteilhaft ansehen, denn das Auge findet sich auf dem Panel gut zurecht. Allerdings gibt es lediglich eine Program LED Anzeige, verglichen mit dem Prophet ’08 landet er in Sachen optischer Überblick damit dennoch hinten.

Der nächste Aspekt ist der Sound. Alle drei Kandidaten besitzen eine analoge Klangerzeugung. Bei den Details aber gibt es einige Unterschiede, die machen sich klanglich bemerkbar. Zwar vielleicht je nach Soundtyp mal mehr und mal weniger, aber immerhin. Und auch die Extras wie interne Effekte, Anzahl der Envelopes und dergleichen spielen eine Rolle.

Sequential Prophet-6

Er bietet eine 6-stimmige Polyphonie und das mit je 2 Oszillatoren plus Sub-Oszillator via Mixer. An Waveforms stehen bereit: Triangle, Sawtooth, Pulse (und Width), sowie Waveshaping. Der maximale Wiedergabebereich liegt bei 9 Oktaven (16 Hz bis 8 kHz). Mit Slop lässt sich eine – typisch Vintage Synthesizer – gewisse Instabilität der Oszillatorenstimmung simulieren. Mit OSC 2 als Master kann OSC 1 hart synchronisiert werden. Der OSC 2 kann wahlweise auch auf LFO Betrieb geschaltet werden. Und es gibt regelbares White Noise.

Bei der Filter Section haben wir es mit den beiden resonanzfähigen Low Pass 4-Pol 24 dB/Oct und 2-Pol High Pass 12 dB/Oct Typen zu tun. Selbstoszillation gibt es für die Sine Wave. Punkteführer beim Filter ist damit der Prophet-6.

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Zwei Envelopes stehen bereit : Einer für Amplitude und der zweite für die Filter Section. Mit der anschlagsdynamischen Tastatur lassen sich Filter und Amp ansprechen. Für umfangreiche Modulationen gibt es die Poly Mod Section, dazu noch einen LFO. Wie oben beschrieben kann auch OSC 2 als zweiter LFO herangezogen werden.

Der Prophet-6 ist mit internen Effekten ausgerüstet. Dabei handelt es sich um zwei Blöcke mit Delay, Phase Shifter, Chorus, Reverb (nur Block 2). Als Mittel zur Durchsetzungskraft hat es eine Distortion Funktion, die nicht mit Verzerrern aus der Gitarrenabteilung zu verwechseln ist. Vielmehr werden hier zusätzliche Harmonische erzeugt. Beide Funktionsgruppen sind ein echtes Extra und verhelfen ihm zu neuartigen Sounds, jedenfalls seinen Brüdern gegenüber.

Der recht großzügige Soundspeicher liefert 500 Factory Presets im ROM, sowie Platz für 500 User Presets im RAM. Die Abteilung Arpeggiator stellt 5 Patterns und einen Wiedergabebereich von 3 Oktaven bereit, der Sequencer 64 Steps. Beiden sind mehrere Clock Varianten zugeordnet. Die Potis können in 3 verschiedenen Modes arbeiten, um die Werte wunschgemäß anfahren und verändern zu können. Für die Tastatur gibt es einen Transpose Schalter für +/- 2 Oktaven. Diese Lösung der Erweiterung des Spielbereiches ist so eine Sache, denn Transpose wird nicht mit dem Preset gespeichert, ist also übergeordnet. Folgt einem nach unten transponierten Bass etwa eine Fläche, kann man sich schnell mal in der Oktavlage vertun und schon brummelt es unvermittelt rum statt in hoher Lage sternenklar zu beflächen. Neben Master Volume kann auch das Panning des Stereo Out geregelt werden. Das Pitch Bend Wheel ist programmierbar. Die Oszillatoren können per Unison gestackt werden und nebenbei dient das auch als Chord Memory Funktion. Zusätzliche Toneffekte: Glide, Hold

Der Data Dump erfolgt via USB und MIDI Anschlüsse. Für eine initial grundlegend saubere Stimmung gibt es den Calibration Mode. Ergänzend zur normalen Instrumentenstimmung in Halb- und Ganztonschritte werden 16 Alternate Tuning Tables bereitgestellt. Der Prophet-6 verfügt über eine umfangreiche MIDI Implementation, worunter auch das Senden und Empfangen von CC-Daten fällt. All das zusammen nennt man eine moderne Ausstattung, korrekte Angelegenheit also.

Das klangliche Potential all dieser Features liegt verglichen mit den anderen Prophets ziemlich genau in der Mitte.

DSI Prophet ’08

Hier haben wir eine 8-stimmige Polyphonie, wobei die Klangerzeugung auch für Split und Layer herangezogen werden kann. Je Stimme gibt es 2 Oszillatoren mit den mischbaren Waveforms Sawtooth, Triangle, Saw-Tri, Pulse (und Width). OSC 2 kann als Master OSC 1 hart synchronisieren. Für die Mischung gibt es einen OSC Mix, dazu noch White Noise.

Beim Filter handelt es sich um ein resonanzfähiges Curtis 2/4-Pol Low Pass.

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Gleich drei Envelopes bietet der Prophet ’08: Je einen für Amp, Filter, Additional. Dieser Envelope 3 ist auch loopbar. Mit der anschlagsdynamischen Tastatur können Amplifier und Filter angesprochen werden. Ähnlich der typischen Poly Mod Section ist auch die Modulationsmatrix des Prophet ’08 aufgebaut. Gleichzeitig werkeln hier gleich 4 LFOs, das nenne ich mal eine ordentliche LFO Ausstattung. Vorteil des ’08er.

Als Soundspeicher dienen 2 Bänke zu je 128 Sounds. Das ist nur die Hälfte gegenüber Prophet-6, der zusätzlich noch das Factory ROM hat, aber immerhin doppelt soviel wie beim Prophet-5. Die Abteilung Arpeggiator bietet 5 Patterns sowie 10 verschiedene Oktave Modes, der Sequencer 4 x 16 Steps. Für die gewünschte Ansprache der Regler gibt es zwei Pot Modes. Außerdem sind einige Parameter mit Endlosreglern ausgestattet. Das Keyboard kann in die Betriebsarten Normal, Stack, Split geschaltet werden und verfügt über eine +/- 2 Oktaven Transpose Funktion. Neben Master Volume ist auch das Panning der beiden Stereo Outs regelbar. Das Pitch Bend Wheel ist programmierbar. Die 16 Oszillatoren können via Unison gestackt werden. Zusätzlicher Toneffekt: Glide.

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Der Data Dump erfolgt via USB und MIDI Anschlüsse. Für eine initial grundlegend saubere Stimmung gibt es den Calibration Mode. Auch der Prophet ’08 verfügt über eine umfangreiche MIDI Implementation, worunter auch das Senden und Empfangen von CC Daten fällt. MIDI Multimode: 1 bis 4 und 5 bis 8. Polychain: Kombi mit Prophet, Tetra für mehr Voices.

Die Möglichkeiten der Klanggestaltung sind bei ihm an einigen Stellen umfangreicher als bei den Kollegen, auch wenn er gegenüber Prophet kein High Pass Filter besitzt. Er macht das aber mit seinen anderen Features wieder wett. Damit liegt er hier an der Spitzenposition.

Potentiometer Edition, Rotary Encoder Edition – dabei handelt es sich den Namen entsprechend um eine jeweils unterschiedliche Drehregler Ausstattung.

Sequential Prophet-5

Bevor es mit dessen Details losgeht, erst ein Hinweis zu den verschiedenen Versionen des Prophet-5. Er wurde während der laufenden Produktion weiterentwickelt und die Instrumente erhielten dann die Zusatzbezeichnung Revision 1 bis 3.3. Sehen Sie hier zunächst die wesentlichen Unterschiede innerhalb der Produktion:

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  • Rev. 1: SSM Chips, in der Garage gebaute Modelle (Branchenjargon)
  • Rev. 2: Autotune, SSM2050 Envelopes, kein MIDI Retrofit möglich
  • Rev. 3: Curtis CEM Chips (Klang etwas braver und dünner als Rev. 1 und 2)
  • Rev. 3.1: Micro Tuning, Cassette Interface, Auto Tune, Single Trigger in Unison Mode
  • Rev. 3.2: analoge und digitale Buchsen auf der Rückseite
  • Rev 3.3: 120 Speicherplätze

Hier haben wir nur eine 5-stimmige Polyphonie, das ist für heutige Begriffe wirklich etwas knapp. Hier toppt der ’08er mit seinen 8 Stimmen. Je Stimme gibt es 2 Oszillatoren mit den mischbaren Waveforms Square, Pulse, Saw, Tri. OSC 2 kann als Master OSC 1 hart synchronisieren. Dazu gibt es noch Pink Noise.

Das Filter ist ein resonanzfähiges Low Pass 24 dB/Oct.

Es gibt zwei Envelopes für Amp und Filter, wobei Release mittels Button ausgeschaltet werden kann. Die 5-Oktaven Tastatur ist nicht anschlagsdynamisch. Neben der Poly Mod Section gibt es für Modulation einen LFO.

Der Soundspeicher für die ersten Revisions bietet 40 Plätze, ab Rev. 3.1 sind es 120. Das ist heutzutage nicht viel, zumal die Sicherung mittels Cassette Interface bewerkstelligt wird. Es gibt einen Master Volume Regler. Das Pitch Bend Wheel hat einen festen Regelweg, die Mod Wheel Section kann für mehrere für Modulationen gleichzeitig herangezogen werden. Die Oszillatoren können via Unison gestackt werden. Zusätzlicher Toneffekt: Portamento.

Für die Archivierung der Klangdaten gibt es die Data Dump Funktion via Cassette Interface. MIDI gibt es nur als Retrofit Kit. Da es im Inneren des Prophet-5 recht eng zugeht, kann es unter Umständen zu hoher Hitzeentwicklung kommen. Darunter leidet unter anderem die Stimmstabilität und es ist ein offenes Geheimnis, dass manche Instrumente im Scheinwerferlicht enorm rumzicken, vor allem die Stimmung schnell im Teich ist. Dem kann abgeholfen werden: Es gibt Vintage Synth Services, die neue Netzteile einbauen.

Es ist keine Überraschung, dass der gute alte Prophet-5 weniger klanggestalterische Features mitbringt, als es seine modernen Nachfolger tun. Beim 6er hat man zwar nicht ganz, aber immerhin einen doch deutlich hör- und sichtbaren 5er Faktor bereits drin, und auf der Habenseite dazu noch eine ordentliche Portion klangliches Neupotential. Unterm Strich: Nur der originale Prophet-5, gleich welcher Revision, bietet unmissverständlich genau den Vintage Synthesizer Sound, der ihm einen Platz im Olymp der Legenden eingebracht hat. Hören Sie einfach noch mal in die Audio Tracks im Blue Box Artikel (Link siehe unten) und den Instrumententests.

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Kleines Zwischenfazit

Der Überraschungskandidat im Vergleich heißt Prophet ’08, er bietet nämlich klar die meisten Klangmöglichkeiten. Und das bei einem durchaus prophetischen Vintagecharakter. Samt einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, denn der Unterschied zu den beiden anderen deutlich teureren Optionen ist auffallend, mehr Prophet fürs Geld ist wohl kaum zu kriegen. Der Prophet-6 nimmt wie seine Brüder trotz gemeinsamen Vornamens eine individuelle Position ein und dessen Punktlandungseffekt ist sicherlich die geschickte Kombination von Neu und Vintage. Bei Sound und Look.

Die Verbindung zur Außenwelt wie Computer und andere Instrumente, da hat sich seit dem Erscheinen des Prophet-5 eine Menge getan. Sehen Sie hier, welche Anschlüsse es jeweils gibt und was man damit machen kann.

Sequential Prophet-6

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Das Anschlussfeld auf der Rückseite des Prophet-6 ist zwar nicht allzu umfangreich ausgestattet, jedoch bietet es die wichtigen Verbindungen zu anderen Instrumenten, Controllerpedalen und Computer. Der Netzanschluss erfolgt mittels Eurokabel. Es gibt einen Stereo Audio Out für Left und Right sowie eine Buchse für Kopfhörer. Bei den optionalen Pedalen handelt es sich um Expression Pedal LP Filter und Volume, im Falle Foot Switch Sustain und Sequence. Die Ausrüstung für MIDI Verbindung ist komplett mit In, Out und Thru. Mit USB kann der Prophet-6 ganz zeitgemäß mit Computern verbunden werden.

DSI Prophet ’08

Auch der Prophet ’08 zeigt sich in Sachen Anschlussoptionen modern: Stereo A und Stereo B Audioausgänge, dazu die Buchse für Kopfhörer. Das Netzteil ist extern, oha! Und kommt mit drei Steckeraufsätzen, man muss sich das eigene landestypische dann noch aussuchen und montieren. Das gibt einen Minuspunkt. Gegenüber Prophet-6 gibt’s auch bei den Pedalen kleine Unterschiede: Pedal CV, Sustain und Poly Chain Out. Etwas spartanischer also und wegen der Sache mit dem Netzteil letzter Platz.

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Sequential Prophet-5

Obwohl Ende der 70er entwickelt, ist das Anschlussfeld des Prophet-5 ziemlich reichhaltig bestückt. Es gibt Buchsen für CV In Filter und CV In Amplifier. Außerdem Sequencer Interface Out für Trigger und Voltage, sowie Sequencer Interface In für Gate und Voltage. Nur bei den Foot Pedals und Switches geht es sparsam zu: Ein Release Footswitch, das war’s dann schon. Neben dem obligatorischen Audio Out und der Netzkabelbuchse findet sich noch das gute alte Cassetten Interface für die Archivierung der Sounddaten. Die Generation Y mag das belächeln, aber mit dem richtigen Cassettenrecorder klappt das völlig passabel. Nötig ist lediglich ein ordentlicher Signalpegel, wenn die Sounds in den Prophet-5 gesendet werden. Meistens tut es der Kopfhörerausgang.

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Da ein Instrument unseres Vergleichstrios schon in die Jahre gekommen ist, spielt die Servicesituation eine besondere Rolle. Hier steht, welchen Problemen Sie sich eventuell stellen müssen.

Sequential Prophet-6

Der ist so neu, bisher sind keinerlei Probleme bekannt. Außer vereinzelter Hinweise auf etwas unrund eingepasste Potis.

DSI Prophet ’08

Bei der Version mit Rotary Encoder Drehreglern kann es zu Wertesprüngen kommen, davon berichten User in einschlägigen Foren. Dann ist Austausch fällig oder der Upgrade zu Pots.

Sequential Prophet-5

Es ist keine Überraschung, dass bei weit über 30 Jahre alten Instrumenten zu technischen Problemen kommen kann. Deshalb nochmals betont: Ein guter Service mit Spezialgebiet Vintage Synthesizer oder noch besser Sequential Circuits Produkte ist mehr oder weniger unerlässlich, wenn man auf Dauer mit einem Prophet-5 glücklich werden will. Bei den typischen Schwachstellen handelt es sich um die Tastatur, deren Gummidämpfer defekt sein können. Das reicht von einfachem Taste bleibt hängen bis zu komplettem Zerfall. Ebenso kann es bei verbauten SSM2050 Hüllkurven zu Ausfällen kommen. In späteren Revisions SSM2056 verbaut, wodurch die Probleme dauerhaft behoben wurden. Gibt’s auch bei einzelnen Oszillatorenstimmen. Und Netzteile können heiß werden, was zu einer unangenehm instabilen Stimmung führt. Das sind Beispiele ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Und allgemein wird der Rev. 1 eine generelle Unzuverlässig nachgesagt, allerdings betrifft das nur einige hundert Instrumente.

Aktuelle Preislage

Die aufgerufenen Preise der drei sind ganz schön unterschiedlich:

Prophet-6: 3.086,- Euro

Prophet ’08: 2.333,- Euro

Prophet-5: 3.000,- bis 5.000,- Euro oder höher (Gebrauchtpreise je nach Zustand des Instrumentes)

Zwar beleuchtet dieser Vergleich der drei Instrumente die wichtigen Features und Unterschiede, doch falls Sie an weiteren Detailinformationen und Soundbeispielen interessiert sind, schlagen Sie einfach bei den Testberichten nach (siehe Linkfeld im Anschluss).

Fazit

Alle drei Instrumente machen insgesamt eine sehr gute Figur, was nun wirklich keine Überraschung ist. Sie haben einen stimmigen und aufgeräumten Look, der sich teils nur marginal unterscheidet, denn vor allem Prophet-5 und 6 sind sich auffällig ähnlich. Abgesehen davon, dass der Prophet-6 dem Vorbild gegenüber etwas geschrumpft ist und nur 4 Oktaven hat. Letzteres ist ein klarer Nachteil gegenüber den beiden anderen. Klanglich unterscheiden sie sich in Nuancen und man erkennt zunächst in jedem von ihnen den grundsätzlichen Prophet Charakter. Die Details der jeweiligen Klangerzeugungen und Parameter schaffen einen gewissen Unterschied innerhalb der Familie. Der neue Sequential Prophet-6 kommt etwas brachialer rüber als der DSI Prophet ’08, der erstaunlich warm und mit Fülle anrückt. Die Effekte im 6er tragen zu einer gewissen Eigenart bei, genauso wie dessen Distortion. Der Vergleich mit dem Sequential Prophet-5 ist nicht so leicht auszumachen, denn ihn gibt es in mehreren Revisions, wobei die ersten beiden klanglich näher am Prophet-6 sind als die Rev. 3. In der Fülle übertrifft der alte Prophet-5 etwas den Prophet ’08. Modernität bei den Extras und Anschlüssen bieten Prophet ’08 und 6, da ist das alte Vorbild schon alleine ohne MIDI das Schlusslicht. Allerdings gibt’s das als Nachrüstung, wenn auch dessen Funktionen dann verglichen mit den neuen Instrumenten spärlich sind.

Sicherlich spielt auch der Preis eine Rolle, denn der Prophet ’08 kostet bald einen Tausender weniger als der neue Prophet-6. Und gegenüber dem muss man beim 08er keinerlei Klangeinbußen hinnehmen, eher im Gegenteil. Die Layer- und Split-Optionen sind sogar willkommen, mit Layer und Unison ist er auf dem Gebiet Superfett klar auf dem ersten Platz. Er kommt aus dem Karton geholt mit etwas mehr an typischen 80er Jahre Klängen an, während der 6er Content meist eher in Richtung neuartige und ungewöhnliche Sounds tendiert.

Der Prophet-5 ist die Messlatte, an der sich die beiden anderen orientieren, und das betrifft wiederum den Klangcharakter. Er toppt auf dem Gebiet sanfter Edelmut speziell bei Flächen und Typ Synth Horns. Bei ihm darf es allerdings in der Brieftasche nicht allzu übersichtlich zugehen, und das betrifft nicht nur den Gebrauchtkauf selber. Auch eventuelle Servicemaßnahmen müssen einkalkuliert werden und da es sich hier um Spezialistenarbeit handelt, wird das nie so richtig billig sein. Im Detail knackiger und auch etwas stämmiger dagegen zeigen sich die beiden neuen Prophets, vor allem der 6er. Will man es diffizil und ausgefuchst in Klangdetails, dann ist der 08er mit seinen 4 LFOs und 3 Envelopes in Betracht zu ziehen. Auch ist sein deutlich geringerer Preis gegenüber dem Prophet-6 ein nicht zu verachtendes Argument. Man bekommt viel fürs Geld. Der schnelle Zugriff mit gleich drei Poti Modes und super Übersicht, das ist der Prophet-6. Auch tritt er sehr deutlich in die Fußstapfen des großen Vorbildes, bringt aber zusätzlich noch sehr hübsche neue Features mit. Spielt dagegen Liebhaberei eine besondere Rolle, auch eine Vorliebe für den wirklich klassischen Look, wobei großartige MIDI Features sowie anschlagsdynamische Tastatur egal sind, dann greift der Interessent wohl zum guten alten Haudegen, der halt nicht weniger als richtig Musikgeschichte geschrieben hat.

Preis

  • Prophet-6: 3.086,- Euro
  • Prophet '08: Euro 2.333,- Euro
  • Prophet-5: ca. 3.000,- bis 5.000,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    filterfunk  

    Vielen Dank für den umfangreichen, wie aussagekräftigen Test!
    Die Facette des P8, gelegentlich „gepresst“, zu klingen, wird im „Horn“-Beispiel sehr gut dargestellt.
    Das hatte mich lange Zeit davon abgehalten, mir den P8 zu holen. Das ich es dennoch tat, habe ich jedoch nicht bereut.
    Für meinen Geschmack klingt der P6 noch edler, wenn auch nicht ganz so flauschig wie der P8. Die fehlende Oktave hält mich aber definitiv vom Kauf ab.
    5 Oktaven sind einfach das Minimum für meine Einsatzzwecke.
    Der P8 klingt auch mit einfachen Butter und Brot Sounds ohne EQ Eingriff breit, und dennoch transparent, Eine Grundeigenschaft, die ich von einer analogen Klangerzeugung erwarte, aber mitnichten jeder Analoge bietet.
    Mein Andromeda kann diesbezüglich überhaupt nicht mithalten, obwohl dieser natürlich ganz andere Qualitäten hat…

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    Tyrell  RED 2

    Ich hatte nach diesem Test, die Gelegenheit beide Synthesizer ausfrührlich zu testen, da die Geräte vor dem Rückversand an den Hersteller, erst mal bei uns zwischengelagert wurden. Mein Urteil: Die Ähnlichkeit zwischen 6er und 5er ist höher als zwischen 6er und 8er. Und auch wenn der 8er mehr Möglichkeiten besitzt als der 6er, so könnte ioch nie auf den HP-Filter verzichten im 6er. UNd mal ganz global: Der 6er lässt sich irre leicht bedienen YDNTFM (you dont need…)

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      WRodewald

      Die Bedienung ist für mich tatsächlich der größte Grund gewesen, nicht Geld in den P8 oder sogar 12 zu investieren. Das Warten hat sich gelohnt, soweit ich das einschätzen kann. :)
      Das Bedienkonzept vom 6er gibt dem Nutzer vielleicht weniger Freiheit, das wirkt sich meiner Meinung nach aber immer positiv auf die Kreativität aus.

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    Filterpad  AHU

    Meine Frage ist eigentlich nur, warum der aktuelle -12er-Kandidat nicht mit einbezogen worden ist. Das der -5er hier kaum was verloren hat (wie eingangs erwähnt) finde ich völlig in Ordnung, da er 30 Jahre auf dem Buckel hat. Aber ich finde es trotzdem OK das er erwähnt wird. Genau das denke ich IMO eben über den -12er auch. MfG

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      arnimhandschlag  

      stimmt, das wäre interessant gewesen. zwar ist der 12er ja hybrid aber was zählt ist der klang.

      die soundbeispiele sind super. irgendwie hat der 8er seinen ganz eigenen charakter. man hört ihn in produktionen auch sofort raus (z.b. james blake). ob einem der nun gefällt ist gegenstand der geschmacksache. werd wohl mal die nächsten monate etwas geld zur seite legen.

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    Viertelnote  AHU

    Danke für den super ausführlichen Vergleichstest. War sehr gut zu lesen und hören.
    Es ist schwer, eine Entscheidung zu treffen, da die Geräte untereinander individuelle
    Stärken und Schwächen haben.
    Soundmäßig kommt mir der 08er schon sehr entgegen, weil schön 80s.
    Was ist speziell, ausser den Encodern, beim Gebrauchtkauf noch zu beachten?(P08)

    mfg

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      arnimhandschlag  

      interessiert mich auch. weiß jemand woher die großen preisunterschiede für die bei ebay kleinanzeigen angebotenen exmeplare herrühren? von 1200 bis 2000 ist da alles dabei für anscheinend top erhaltene geräte

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      TZTH  

      definitiv keinen mit endlos encodern kaufen, also vintage potis sind wichtigund möglichst aktuelles Produktionsdatum. Meiner (hatte einen 2009/2010) ist dreimal zur Reparatur, inklusive controller board tausch. Hatte nie mit eine Synth soviel Ärger. Soundtechnisch vermisse ich das Teil schon ab und zu.

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    AMAZONA Archiv

    Für mich zählt meist wie hoch die Bandbreite an Sound ist und da hätte ich mir mehr Soundbeispiele zur Mod-Sektion gewünscht. Wie sieht es z.B. mit FM aus? Stichwort AudioMod in der Filtersektion beim P8.
    Ist der P6 da nicht etwas flexibler anstatt „nur“ die Cutoff per OSC1 zu modulieren?
    Mir fehlt noch ein guter analoger FM-Sound im Regal und nachdem ich den dünn klingenden Nord3 verkauft habe bin ich noch unschlüssig.

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      Mike Hiegemann  RED

      FM können nur der Prophet-5 und der Prophet-6. Der Prophet ’08 bietet nur eine FM-Option für das Filter (AudioMod), liefert aber keine Möglichkeit dafür, die Frequenz eines Oszillators mit einem anderen zu modulieren. Man kann das mit ein paar Tricks nur mittels der LFOs ansatzweise emulieren.

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      TZTH  

      Der P08 kann zwar filter mod (ist der audio mod knopf in der filter sektion) durch einen der Oszillatoren, das war’s aber schon. Wenn Du analoge FM suchts kann der P08 zu wenig. Die LFO’s gehen knapp in den audio bereich und Du könntest die LFO Geschwindigtkeit in der modmatrix mit keyfollow modulieren, um quasi einen sehr langsamen OSC nachzuahmen, das ist aber nicht wirklich mit einem Oscillator als Modulationsquelle zu vergleichen. Geht halt in die Richtung. Die LFO’s können max 261 Hz.

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    falconi  RED

    Macht doch bitte noch ein paar mehr Klangbeispiele. Und programmiertechnisch auch besser vergleichbare. Der P8 ist zudem lauter aufgenommen. Nice try;)

    Mein Eindruck: Der P’08 hat einen netten 80’s Sound (uaah. die Strings…) und klingt dabei (Zitat s.o.) etwas „gepresst“.
    Der P6 tönt aus voller Kehle, edler, runder, geiler, hat einfach mehr Eier, 70er.

    Der P6 soll heute mein Prophet sein.

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      t.walter  AHU

      Ja, wäre schön wenn alle drei zum Zuge kommen würden. Also auch der Prophet 5 – einfach um mal einen direkten Vergleich zu bekommen. Mein Prophet5 ist grade in Reparatur .. :-( Wenn er wiederkommt wollte ich ihn mal im Direktvegleich zum Prophet 6 antreten lassen (rein klanglich versteht sich, dort wo sich die Schnittmenge bildet).

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        falconi  RED

        Ja, in Reparatur fühlt sich der P5 heuer besonders wohl.
        By the way: Der P12 ist auch ein schönes Instrument, im wochenendlichen Propheten-Shootout habe ich ihn aber nicht vermisst. Nennt sich zwar so, ist aber eher ein falscher Prophet.

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      k.rausch  RED

      Die Sounds sind mit gleichen Pegeln aufgenommen, wurden wie üblich normalized, und sprechen jeweils für sich. Die Methodik bei den Soundbeispielen ist Absicht und schließt an die beiden Filterfahrten und den Verlauf von Distortion im Prophet-6 Test an. Damit die Leser weiterführende Klangeindrücke bekommen, die dann im Package der jeweiligen Features anrücken, verweist der Artikel auf die zahlreichen Audio Tracks der jeweiligen Tests.

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        falconi  RED

        Danke in jedem Fall für den interessanten Test und den großen Aufwand, den Du getrieben hast.

  7. Profilbild
    Mike Hiegemann  RED

    Dankeschön für den Test!

    Was noch erwähnt werden könnte, ist die Tatsache, dass der Prophet-6 – ähnlich der letzten Revision des Prophet-5 – noch über 16 alternative Stimmungen verfügt, die man mittels SysEx-Dateien beliebig modifizieren kann. Das kann der Prophet ’08 nicht.

    Hinzu kommt, dass man beim Prophet-6 noch die Stimmenanzahl für den Unisono-Modus festlegen kann. Beim Prophet ’08 hat man nur die Wahl zwischen einer Stimme und acht Stimmen (bzw. vier im Stack- oder Split-Modus).

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    Renton

    Was habe ich auf diesen Testbericht gewartet. Vielen Dank dafür. Ich bin wirklich überrascht wie gut der 08PE abschneidet. Und die Frage die hier auch schon gestellt wurde ist mehr als berechtigt: Wieso der 6er knapp 1000,- Stutz mehr kostest. Welcher nun „besser“ klingt ist…nun das ist doch ein rein subjektives Empfinden. Muss jeder für sich selber entscheiden. Für mich gewinnt der 08PE

    Cheers

  9. Profilbild
    acmeyer

    Danke für den ausführlichen Test… Aber eines wundert mich immer wieder: Bin nur ich so beschränkt oder kennt ihr das auch. So schön wie es ist aus 500 Presets und x-hundert user setups zu wählen. In der Regel komme ich mit einer Handvoll Presets bei jeden meiner Instrumente aus. Und die kann ich mir merken, ob als Name oder als Nummer. Letztendlich habe ich ziemlich genaue Vorstellungen von „meinem“ Sound, der im Umkehrschluss ja auch dafür sorgt, dass man mich wiedererkennt. Insofern halte ich diesen Trend zu immer mehr Presets eher für einen Aspekt der „Spieler“ nicht der Musiker… Aber kann ich natürlich auch vollkommen falsch liegen…

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    Pflosi  

    Danke für den Vergleichstest. Einige Aussagen sind allerdings ein bisschen irreführend, wie ich finde:

    „Der maximale Wiedergabebereich liegt bei 9 Oktaven (16 Hz bis 8 kHz).“ (P6)

    Das ist natürlich nur der Bereich, in dem man die Base Frequency setzt. Wäre ja noch schöner, wenn bei 8kHz einfach fertig wäre.

    „Als Mittel zur Durchsetzungskraft hat es eine Distortion Funktion, die nicht mit Verzerrern aus der Gitarrenabteilung zu verwechseln ist. Vielmehr werden hier zusätzliche Harmonische erzeugt.“ (P6)

    Interessant. Soweit ich weiss erzeugen aber auch die Verzerrer aus der Gitarrenabteilung hauptsächlich zusätzliche Obertöne.

    „Der Überraschungskandidat im Vergleich heißt Prophet ’08, er bietet nämlich klar die meisten Klangmöglichkeiten.“

    Ernsthaft? Dafür hätte auch ein Blick in die Specs gereicht… Mit 3 Envelopes, 4 LFOs sowie einem 16×4 Modulations-Sequenzer vs. 2 Envelopes und 1 LFO (plus natürlich Polymod) ist das nicht weiter erstaunlich…

    Gruss

  11. Profilbild
    digital-synthologie  AHU

    Wie sieht es eigentlich aus, wenn man schon andere Tiere aus dem DSI-Zoo hat? Lohnt es sich dann überhaupt noch?

    Momentan habe ich einen Poly-Evolver und ein Mopho-Keyboards (als Bassmaschine). Gibts was beim Prophet, was der Evolver nicht kann?

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      Tyrell  RED 2

      Ich besitze den Poly-Evolver und der ersetzt den Prophet 8 nach meinem Geschmack gänzlich. Der Prophet 6 klingt aber deutlich anders.

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        digital-synthologie  AHU

        Danke. Schon seltsam, dass es das eigentlich innovativere Produkt Evolver nicht mehr gibt, statt dessen aber tausend Prophetvarianten.

        Mich als Käufer schreckt diese Vielfalt eher ab. Pro 2, 6, 8, 12? Alle irgendwie etwas anders, aber was genau?

        Deshalb ja auch euer Vergleichstest. Ihr liefert das, was man bei DSI eingentlich hätte finden sollen.

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          TZTH  

          Prophet 12 und pro 2 sind mit dem hybrid Ansatz die evolver Nachfolger, zumindest auf dem Papier. Hier wäre mal ein vergleich ganz interessant ob der P12 auch so aggressiv und rauh klingen kann wie der evolver. Theoretisch ja, da im p12 & Pro2 auch ne Menge overdrive & co verbaut sind.

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      laubi  

      ..finde ich übrigens schade, daß der T8 (verständlicherweise, da selten) keine Erwähnung findet und wenn, dann wird er (unverständlicherweise) als Schaf im Wolfspelz (Vergleich mit P600) gehandelt – dabei hat der T8 wirklich was los – man braucht einfach Zeit, sich in diesen (ungewohnt flexiblen) Analogsynth einzuarbeiten! Ich wage sogar zu behaupten, daß er in Sachen Flexibilität/Ausdrucksstärke & sound der beste Prophet bis dato ist. Vom Verhalten her würde ich sagen Sportwagen (Prophet-5) vs. Luxus-Limo (T8).. :)

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    Atomicosix  

    Ich hatte mal einen Prophet 8 aus der ersten Serie von 2007. Leider hat er meine Erwartungen nicht erfüllt. Vom Design fand ich ihn total unübersichtlich, das Display in Orange konnte man auch nur sehr schlecht ablesen. Die Räder über der Tastatur waren auch nicht so doll und das exterene Netzteil fand ich für diesen Preis nicht sehr passend. Auf dem Stereo-Out war immer eine Seite lauter als die andere. Wenn man ein echtes Monosignal benötigte, mußte man beide Kanäle über einen Adapter laufen lassen. Am schlimmsten waren aber die Decoder. Wenn man zu heftig in Tasten gehauen hat wurde plötzlich der Sound umgeschaltet. Ansonsten sprangen die Decoderwerte wild umher und wurde natürlich über Midi ausgegeben. Insgesammt eine große teure Enttäuschung.

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    Atomicosix  

    Wenn ich den Sound des Prophet 8 mit dem Oberheim Matrix 1000, dem DSI Morpho X4 vergleiche, steht der Prophet 8 an letzter Stelle. Der Morpho X4 hat mir wesentlich besser gefallen. Leider mußte ich ihn aus Platzgründen wieder verkaufen. Den Homestudio-Klassiker Matrix 1000 behalte ich natürlich. Übrigens konnte der auch schon Vieles machen, wenn man Anschlagsdynamik, Aftertouch und die Modulationsräder programmiert hatte. Der Prophet 6 ist einer der besten Synthesizer die bisher gesehen und gehört habe. Im Grunde genommen erfüllt er die Erwartungen die ich beim Prophet 8 hatte.

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    sähkö

    Auch für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum der P12 nicht inkludiert ist. Dieses Palaver um den Signalweg oder wer analoger als andere und so dem P5 näher ist, damit also mehr Prophet als der Rest ist – geht es nicht um einen Vergleich der P-Serie allgemein?

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    steme  

    Hallo,

    koennte man die Soundbeispiele nochmal mit etwas besserer Aufloesung hochladen ? Die bestehenden (Januar 2016) haben eine menge artifakte/stoergeraeusche. Das ist ganz K.P.Rausch-untypisch. ;-)

    Danke !

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    joachim@pearldiver-records.com  

    Wenn man 2 Tetra’s miteinander über Poly Chain verbindet hat man sogar einen P08 mit zusätzlichen Sub Oszillatoren und Feedbackwegen. Das wär natürlich mal als Vergleich interessant. Klar können die mit der Oberfläche dieser hier vorgestellten Synth’s nicht mithalten. Aber es wäre interessant wie diese Konstellation im Vergleich mit dem P06 klingt. Die Bedienbarkeit kann man heutzutage mit guten Controllern für kleines Geld erreichen.

    Gebraucht gibt es diese Teile für ca 450 Euro, mit nem Behringer BCR2000 als Controller bist du mit nem starken Tausender im Rennen. Viel Luft wäre da nicht mehr zur Desktop Version des P08, aber da hätte man auch nicht die Suboszillatoren. Jetzt stellt sich die Frage, sind Suboszillatoren nur für Basssounds wichtig? Das gilt es noch heraus zu finden.

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    arnimhandschlag  

    So hab mir vor einiger Zeit den 08er zugelegt. Wahnsinnsgerät. Mir gefällt der Sound viel besser als vom 6er, Curtis Filter halt. Und die Möglichkeit zwei Layers zu stacken ist ja auch übertrieben geil. Außerdem reize ich die acht Stimmen gut und gerne Mal aus, 6 wären mir da zu wenig. Ich verstehe auch die Preispolitik nicht so ganz; warum ist der 8er bei den Soundmöglichkeiten viel billiger als der 6er? Das einzige was der 6er noch kann ist nen Oszi als Modulator zu schalten. Dafür hat er jede Menge Dinge nicht. Wenns jetzt diskrete Schaltungen wären, aber so…? Und an der Optik wirds ja nicht liegen…

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    Maxim  

    Hier wird schön an der Pointe vorbeiargumentiert.

    Das Filter der Prophet 6 ist weltklasse und dünnt mit höherer Resonanz nicht aus, anders als das Filter des Prophet 08. Die Oszillatoren klingen auch deutlich lebendiger. Warum gibt es soviele Acts, die mit dem P06 ganze Alben aufnehmen? Kein Wunder.

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