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Green Box: Ensoniq TS-10 & TS-12


Ensoniq TS-10/12

Über den Ensoniq TS-10 bzw. TS-12 könnte man 10 bzw. 12 Testberichte verfassen und noch immer nur einen kleinen Bruchteil all ihrer Features durchleuchtet haben.

Ensoniq TS-12

Ensoniq TS-12

1993 auf den Markt gekommen, unterscheiden sich beide Instrumente letztlich nur durch ihre Tastatur (und die damit zusammenhängenden Features): Während der TS-10 über 61 Keyboardtasten mit 9 Velocity-Kurven und polyphonem (!) Aftertouch verfügt, bietet der beachtlich große (und entsprechend schwere) TS-12 76 gewichtete Tasten mit „Hammermechanik“ (was auch immer das bei einem elektronischen Keyboard heißen mag), 14 Velocity-Kurven und einfachem Aftertouch.

Als kurzen, positiven Einstieg in die Welt vieler Synthesizer eignen sich die Erfahrungsberichte von Julian Colbeck bestens. Sein Resümee zu Ensoniq TS-10/12 lautet wie folgt:

“FLEXIBILITY IS THE name of the TS-10’s [TS-12’s] game. This is not just another Ensoniq VFX clone; it is an expandable, adaptable, workstation combining powerful synthesis, sampling and sequencing in an easy-to-upgrade package.” (Julian Colbeck: Keyfax 4, 1993)

Ein Teil des mitgelieferten Materials

Ein Teil des mitgelieferten Materials

Dass TS-10/12 enorm leistungsfähige Synthesizer / Workstations sein müssen, wird schon beim Durchblättern der Bedienungsanleitung klar ersichtlich. Mit 400 (!) Seiten ist das Haupt-Manual einem Telefonbuch ähnlicher denn einer Gebrauchsanweisung. Und … es gibt „einige“ solcher Bücher / Manuals / Appendixe etc, die man mit dem TS-10/12 geliefert bekommt. Das Gute daran ist, dass derjenige, der eine Abneigung gegen „zu viel“ Information hat, dank der logischen Benutzerführung der Instrumente auf die dicken Bücher nicht unbedingt angewiesen ist. Derjenige aber, der etwas weiter hinter die Kulissen blicken möchte, bekommt mit den Manuals exzellent geschriebene Nachschlagewerke, die beim Erarbeiten der enorm leistungsfähigen Synthesizer / Workstations TS-10/12 tatsächlich sehr hilfreich sind.

Peripherie

Wir beginnen diesmal „von außen“. Das, was den Synthesizer / die Workstation umgibt, sagt ja oftmals schon sehr viel über die Firma, den Service, das betreffende Produkt und letztlich auch über das Potenzial des Instrumentes aus.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    gaffer AHU

    Guter Test. Ich habe auch einen 12er und kann die angesprochenen Punkte nur unterstützen: schwer, klingt prima, quietscht. Kurz für mich ein typischer Amerikaner, viele gute Ideen, teilweise lausige Umsetzung. Bei zwei Dingen bin ich anderer Meinung. Spiel mal das Instrument, während noch jemand im Zimmer ist mit Kopfhörer, der schlachtet dich. Das DP4 hatte ich auch mal und fand es furchtbar, 3 LEDs zur Aussteuerung waren da das geringste Problem. Der Klang war OK, die Programmierung hat mir überhaupt nicht gefallen. Zu den Sounds ist zu sagen: ich hörte vor sagen wir 4 Jahren nochmal einen EPS Sampler. Da waren auf einer 800k Disk die Samples von einer Nylongitarre UND die Sequenz dazu. Das klang super. Ich denke gleichzeitig daran, dass eine Terabyteplatte (mehr als eine Million mal grösser) heute für ernstes Musikmachen gerade mal ausreicht, wenn die Drumlib schon ein Drittel wegfrisst… Also die haben einen gnadenlosen Job gemacht, ich spiele ihn heute noch gern, versuche aber nicht gross zu editieren, die Tastatur ist eine Fatar meines Wissens (ziemlich sicher), vielleicht tausche ich da mal.

    • Profilbild
      Bloderer RED

      … ja, das ist richtig. Das Spielen mit Kopfhörern wurde hier ausschließlich für den „Spielenden“ empfohlen, der dann einen (einigermaßen) reinen Ensoniq-Klanggenuss bekommt. Weitere, anwesende Zuhörer werden durch das bloße Quietschen der TS-12 Tasten mit großer Wahrscheinlichkeit verrückt … (was zwar eventuell beabsichtigt sein kann, aber davon gehen wir nicht aus … (o:).

  2. Profilbild
    Sebastian B.

    Ich hatte dieses Keyboard und warne bei Gebrauchtkäufen vor der (wichtigsten) internen Waveform, der Sawtooth!!
    Sie ist ein so schlechtes Multisample (man hört Sample-Sprünge; klingt in unteren Oktavlagen nach „Gummiband“; unterschiedl. Frequenzen; u.ä.). Überhaubt nicht zu vergleichen mit der (wertigen) Saw eines ESQ1 !!
    Nur aus diesem Grund hatte ich das ansonsten gut klingende Gerät verkauft.
    Wer ihn kauft, muss damit rechnen, dass typisch programmierte Analog-Klänge mit Saw-Waves nicht nur besonders in Basslagen wirklich nach Billig-Sampler-Input klingen.

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Green Box: Ensoniq TS-10 & TS-12

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