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Test: SPL DynaMaxx

19. Oktober 2009

SPL DynaMaxx

Zur Einleitung direkt mal die Preisfrage des Tages: Bei welcher Prozessor-Komponente, mal abgesehen von einem vollparametrischen Equalizer, bedarf es der größten Lern- und Einarbeitungszeit, bis es zu einem praxisgerechten Ergebnis kommt? Na…?

Richtig, der Kompressor ist gemeint! Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich zu Beginn meiner Karriere mit der korrekten Handhabung eines ADSR-Kompressors schlicht weg überfordert war. Die Zeitkomponenten Attack (Ansprechzeit), Decay (Abfall), Sustain (Haltedauer) und Release (Ausschwingdauer) waren in ihrer Komplexität ein Buch mit sieben Siegeln für mich und führten in meinen Anfangstagen nicht selten zu kapitalen Einstellfehlern, welche die jeweilige Produktion zur Strafe mit massivem Pumpen oder dem Durchschlagen von schnellen Transienten versah.

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Ein perfekt eingestellter Hardware-Kompressor ist ein mächtiges Werkzeug und in unserer tot-komprimierten Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken, selbiger jedoch mit falschen Zeitkomponenten versehen, verstümmelt einen durchsichtigen Mix zu einem amputierten Klangerlebnis und raubt jeder Einzelspur ihre Identität und ihr Durchsetzungsvermögen.

Was also liegt näher, als dem ambitionierten User ein Tool zur Verfügung zu stellen, was mit möglichst praxisnahen Werten die oben genannte ADSR-Technik in einen Automatismus zusammen zu fassen, ohne mit Presets, wie sie im Software-Bereich in mehr oder minder hohen Qualität eingesetzt werden, hantieren zu müssen.

SPL hat mit dem DynaMaxx eine eben solche Hardware-Lösung entwickelt und schickt sich an, den komplexen Mechanismus mit einem Mindestmaß an Einstellmöglichkeiten in den Griff zu bekommen.

 

1_DynaMaxx.jpg

 

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Konstruktion

Der DynaMaxx kommt mit einer 1 HE, einer Einbautiefe von 23,7 cm und einem Gewicht von 3,4 kg daher. Als erster Kompressor arbeitet der DynaMaxx mit 2 THAT 2181 VCAs in Parallelschaltung, welche im Ruf stehen, besonders neutral und verzerrungsarm zu klingen.

Optisch in einer ansprechenden blau-schwarzen Lackierung gehalten, kommt das auf Stereo ausgelegte Gerät tatsächlich nur mit einer Anzahl von drei Drehreglern und vier Druckknöpfen pro Kanal aus, um nicht nur die ADSR-Funktionen zu übernehmen, sondern zusätzlich auch noch ein Noise-Gate zu verwalten.

Das Noise-Gate verfügt über eine ARS (Auto-Release-Schaltung), ist wie der Kompressor automatisiert und soll über ein besonders weiches Ausblenden verfügen. Hierzu „merkt“ sich die ARS-Schaltung den Pegelsprung zwischen dem Musiksignalpegel und dem über dem Noise-Gate-Regler eingestellten Threshold.

Ist die Differenz groß, so wird eine schnelle Release-Zeit eingeregelt, ist sie hingegen klein, werden eher langsamere Release-Zeiten gefahren.

Des weiteren verfügt der DynaMaxx über eine De-Kompressionsschaltung, um die Funktion des Kompressors zu invertieren. Durch diese Funktion erhalten zum Beispiel hoch komprimierte Samplersounds ein dynamischeres Klangbild, da ihre Lautheitsamplitude zurück gearbeitet wird.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Electric

    ein prof. Musiker und Tonmeister sollte wissen, das man bei Tonbeispielen und Soundvergleichen die Pegel angleichen sollte.

  2. Profilbild
    Jesterhead

    Hallo,

    die Drums Beispiele sind OK… aber beim Bass wurde stark komprimiert, man hört das Grundrauschen bereits sehr stark :-)

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Der SPL Dynamaxx ist wirklich ein Wolf im Schafspelz, mit seinen wenigen Bedienungselementen kann man nach kurzer Einarbeitungszeit wahre Wunder vollbringen.
    Man kann ihn aber auch sehr professionel dezent einsetzen.

    Ein wirklich gutes Studio-Tool made in Germany!!!

  4. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Den SPL Dynamaxx gibt es schon länger und das hat seinen Grund, er ist einfach gut. Seine Aufgaben sind automatische Kompression oder er kann auch als „deluxe“ Limiter verwendet werden. Die anderen Betriebsarten wir „De-Kompression“ sind wohl mehr zum spielen geeignet. Weiterhin hat er ein geregeltes Noisegate an Board. Das Ganze dann in zwei mal Mono oder natürlich in Stereo.

    Bei entsprechender Einstellung ist der Dynamaxx vorallem für komplexes Material geeignet, es gibt kein lässtiges Pumpen oder einen matschicken Sound. Für Extrem- oder Spezialkompressionen sollten man lieber die Klassiker benutzen.

    Er arbeitet völlig unauffällig, aber wenn man die Bypasstaste drückt wird der Sound meistens kleiner und undurchsichtiger. Also ein sehr gutes Studio Tool.

    Also ich möchte meine Geräte nicht mehr hergeben, sie sind immer im Einsatz ohne das sie großartig auffallen. Ein Dankeschön an SPL.

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