Test: Warwick LWA 500 + WCA 408 LW + WCA 115 LW, Bassverstärker

9. Juni 2017

Kleiner Stack ganz groß?

Der Markt der leichten, aber leistungsstarken Amps und Boxen ist heiß umkämpft – und seit einiger Zeit mischt auch Warwick im Segment der Class-D-Verstärker mit und hat auch die dazu passenden Boxen im Angebot. Zum Test liegt uns ein kompletter Fullstack vor, bestehend aus dem Warwick LWA 500, einer Warwick WCA 408 LW und einer Warwick WCA 115 LW. Wie die Namen erahnen lassen, handelt es sich um den „Light Weight Amplifier“ mit 500 Watt, eine 4 x 8″ und eine 1 x 15″ Box. Bei beiden steht „LW“ auch wieder für „Light Weight.“ Zu haben ist der Spaß für insgesamt 1197,- Euro, wovon 399,- auf den Amp, 449,- auf die 4 x 8″ und 349,- auf die 1 x 15″ Box entfallen. Nicht besonders teuer für einen Fullstack, aber auch nicht im ganz billigen Segment angeordnet.

— Motor des kleinen Warwick-Stacks: der kompakte LWA 500 —

Während Warwick bei den Bässen absoluten Weltruf genießt – selbst Musiker, die keine Fans des charakteristischen Sounds sind, werden die Qualität der in Deutschland gebauten Instrumente kaum leugnen können – sind die Verstärkeranlagen der deutschen Firma nicht überall geliebt. Fast alle in Fernost gefertigt (in diesem Fall China) und zu relativ günstigen Preisen angeboten, scheiden sich die Geister an den Geräten. Kaum jemand ist völlig des Lobes voll, aber man sieht besonders die Cabs öfter mal vor allem bei jüngeren Bands. Dass ich selber mal eine davon gespielt habe, ist so lange her, dass ich mich kaum dran erinnern kann. Bis auf den teuren Signature-Stack von Jonas Hellborg bietet Warwick eher untere Mittelklasse an, mit vor allem jungen Musikern als Zielgruppe. Apropos Hellborg, der Kollege soll wohl an der Entwicklung des zweikanaligen LWA 1000 und seines hier zum Test stehenden kleinen Bruders LWA 500 mitgewirkt haben. Schauen wir mal, was das gibt.

Facts & Features

Fangen wir mal mit dem Amp an. Der Warwick LWA 500 ist wirklich „Light Weight“ und gerade mal 1,3 kg schwer, bei Außenabmessungen von 22 x 21 x 5 cm. Wirklich ein kleines Gerät, das aber im Metallgehäuse wertig anmutend daher kommt. Das Bedienfeld ist im Gehäuse etwas zurückgesetzt, sodass kein Regler heraussteht und beim Transport einen Schaden davontragen könnte. Gute Idee! Eben dieses Bedienfeld leuchtet blau auf, wenn man den Verstärker einschaltet, was optisch tatsächlich einiges hermacht. O.k., man hat sich etwas von der typischen (allerdings grünen) Beleuchtung von Trace Elliott inspirieren lassen, aber gut ausschauen tut es jedenfalls.

An Bedienelementen finden sich Regler für Gain, vier EQ-Bänder, Kompressor und Mastervolume sowie zwei Minikippschalter, von denen einer den Verstärker stumm- und der andere den Kompressor ein- und ausschaltet. Vier LEDs sind ebenfalls verbaut, zwei zeigen Clipping in Vor- und Endstufe an, einer den Betriebsstatus des Amps (an oder mute) und einer den des Kompressors (an/aus) an. Außerdem Miniklinkenbuchsen für Aux-In und Kopfhörer. Nichts völlig Abgefahrenes, alles, was hier verbaut ist, scheint seinen Sinn zu haben.

— Das versenkte Front-Bedienfeld des Warwick LWA 500 —

Weiter auf der Rückseite, auf der es doch etwas beengt zugeht. Schalter, Kaltgerätekabelanschluss mit kleinem Sicherungskasten darunter, Warnhinweise, Lüfter, Line-Out, Effektweg. Moment mal, nur eine Buchse für den Einschleifweg, was ist da los? Ganz einfach, da kein Platz für zwei Klinkenbuchsen war, läuft das Ganze über eine Stereobuchse mit mitgeliefertem Y-Kabel. Elegant gelöst, mag man meinen, dazu später mehr. Daneben ein Dry/Wet-Regler, der Effektweg ist nämlich parallel. DI-Box mit XLR-Out, daneben ein Speaker-Anschluss mit der inzwischen üblichen Speakon-Klinken-Multibuchse. Außerdem kann der Line-Out zwischen „Line“ und „Tuner“ umgeschaltet werden, mit dem Unterschied, dass der Pegel im „Tuner“-Modus konstant bleibt und auch bei Betätigen des Mute-Schalters aktiv bleibt. Nettes Feature, aber auch irgendwie ein bisschen unnötig – einzig mit einem Racktuner ergibt so was Sinn. Die DI-Pre- oder Post-EQ geschaltet werden, und einen Ground-Lift gibt es auch.

–Rückseite des Warwick LWA 500 —

Die beiden Boxen sind ähnlich aufgebaut. Beide besitzen ein Bassreflexgehäuse, ein Metallgitter vorne, zwei Speakon-Klinke-Kombibuchsen hinten, einen vierstufig regelbaren Hochtöner und sind mit schwarzem Filz bezogen. Tolex mag ich persönlich lieber, sieht schöner aus und ist einfacher zu reinigen, allerdings ist Filz widerstandsfähiger gegen Beschädigung. Die seitlichen Griffe liegen gut in der Hand und sind weit genug ausgeschnitten, um einem beim Heben nicht das Handgelenk zu brechen. Mit 25 kg ist die mit 400 W belastbare WCA 408 LW etwas schwerer als die 22,9 kg schwere und mit 300 W ans Limit gehende WCA 108 LW, die dafür etwas tiefer ist. Damit ist leider vorgegeben, dass im Stack die 4 x 8″ nach oben muss – das ist auch die klassische Anordnung, manche Leute, wie beispielsweise Billy Sheehan oder meine Wenigkeit, bevorzugen es aber gelegentlich anders herum. Nun gut.

— Die WCA 408 LW, 4 x 8″ Cabinet mit Tweeter —

Beide Boxen sind wie gesagt relativ leicht, gut zu transportieren und mit 53 x 57 x 50 cm bzw. 53 x 57 x 41 cm auch etwas kleiner als die üblichen Maße. Solange es auch nach etwas klingt, sind geringes Gewicht und hohe Transportabilität durchaus gute Dinge. Neben den vier 8-Zoll-Speakern ist in der WCA 408 LW ein Hochfrequenzhorn mittig angeordnet, während ein baugleiches bei der WCA 115 LW in der linken oberen Ecke sitzt. In der Mitte ist dank des einzelnen 15-Zoll-Speakers natürlich kein Platz. Will man den Komplettsound beider Boxen abnehmen, braucht man schlappe vier Mikrofone – das Problem hat man aber immer, wenn man mit Tweetern arbeitet und das ist auch der Grund, warum ich inzwischen keine mehr benutze. Aber prinzipiell sind Tweeter erst mal auch keine schlechte Sache, etwas zusätzliche Höhen-Response steht vor allem günstigeren Boxen oft ganz gut.

Interessanterweise gibt es die Boxen der WCA-Serie übrigens optional auch mit Celestion Lautsprechern anstatt der hier verbauten Warwick Typen, zu einem Aufpreis von um die 50,- Euro. Wie sich im Praxistest gleich zeigen wird, braucht es die tatsächlich gar nicht unbedingt, aber die Option ist sicher interessant.

–Die Warwick WCA 115 LW, 1 x 15″ Cabinet mit Tweeter —

Zwischenfazit

Wertiger Eindruck beim Warwick LWA 500 und den Boxen, offensichtlich durchdachtes Konzept, geringes Gewicht bei solider Bauweise – was will man mehr? Speakon-Kabel! Neben dem Amp beiliegenden Y-Kabel für den Effektweg wird zu jeder Box ein Speaker-Kabel mitgeliefert, allerdings Klinke – warum liefert man zu Equipment, das komplett mit Speakon ausgerüstet ist, Klinkenkabel mit? Die passen zwar auch, Kombibuchsen sei Dank, aber klar, hier wurde gespart. Ansonsten, erster Eindruck gut!

— Lieferumfang des Warwick LWA 500 mit Kaltgerätekabel und Y-Kabel – Letzteres ist nicht zum Anschließen von Boxen, sondern für den Effektweg gedacht —

Praxis mit dem Stack

Der zum Test stehende Fullstack ist ja an sich kein einzelnes Produkt, sondern eine Kombination aus drei auch einzeln erhältlichen Komponenten. Ein Test des Gesamtsystems allein würde daher etwas zu kurz greifen – es wäre ja möglich, dass das System an sich nicht gut funktioniert, aber eine der Komponenten einzeln überragend ist, oder anders herum. Entsprechend habe ich den Test in vier Teile aufgegliedert.

Zunächst wurden die beiden Cabs einzeln auf Herz und Nieren getestet, unter Verwendung meines eigenen TC Electronic Rebelhead 750, einem 750 Watt starken Class-D-Verstärker. Der rangiert eine gute Klasse höher als der Warwick LWA 500, auch preislich und soll daher keine direkte Referenz darstellen, aber es ist interessant zu hören, was die Boxen mit einem solchen Gerät angeblasen zu leisten vermögen. Danach war der Amp dran und zwar mit meinen eigenen in den 90ern in den USA gefertigten Ampeg SVT-Cabinets, deren Verhalten ich gut kenne und entsprechend einschätzen kann. Auch hier gilt, dass diese Boxen durchaus eine Klasse höher angeordnet sind als die Warwicks. Am Ende folgt dann der Test der Kombination aus Warwick LWA 500 und beiden Warwick Cabs einzeln und zusammen. Das Ganze sollte ein einigermaßen repräsentatives Bild der einzelnen Komponenten und des Gesamtsystems geben.

— Rückwärtiges Anschlussfeld beider Boxen, mit vierstufig regelbarem Tweeter und zwei parallel geschalteten, kombinierten Klinke-Speakon-Anschlüssen —

Um die Anzahl der Hörbeispiele nicht völlig zu eskalieren, habe ich dieses Mal für alle dasselbe, quer übers Griffbrett wandernde Riff verwendet und auf „Slap-Eskapaden“ und Plektrum verzichtet. Zum Einsatz kam mein Frankenstein-Flying V mit Delano-Tonabnehmer und Glockenklang-Elektronik. Für einen ersten Eindruck zunächst mal das DI-Signal des V-Basses aus dem Pre-EQ des Warwick LWA 500 abgenommen. Damit ein Eindruck entsteht, was für ein Signal der Verstärker beim Großteil der Hörbeispiele verarbeiten musste. Bestätigt auch gleich, dass die DI sauber arbeitet und nicht brummt.

Warwick LWA 500

Zunächst mal den kleinen Warwick LWA500 an meine Ampeg 4×10 angeschlossen, Gain halbwegs eingepegelt, EQ auf neutral, Kompressor aus und los. Oha. Flach, farblos und bei halb aufgedrehtem Master kommt auch nicht viel Lautstärke, dafür blinkt die Clipping-LED der Endstufe auf. Erster Eindruck: Versagt, Drecksding, weg damit!

Nach kurzem Überlegen kam mir dann aber die Erinnerung an meinen ersten größeren, auch recht preisgünstigen Amp wieder hoch und der klang neutral eingestellt auch so – mit Einsatz des EQs waren dem aber durchaus schöne Töne zu entlocken und er sollte mich auch viele Jahre treu begleiten, bis ihn auf einer Schweizer Bühne bei 40 Grad und 90 % Luftfeuchte dann doch der Schlag traf. Nun gut, also beherzt zu den Reglern gegriffen und mal Bässe und Tiefmitten etwas geboostet, aber auch das bringt den LWA500 nicht zum Glänzen. Eher zum Hupen, da beide Bänder relativ hoch (100 und 800 Hz) angesetzt sind. Der Hochmitten-Regler bringt den Attack schön nach vorne, aber danke, ohne Fundament bringt mir das herzlich wenig. Treble macht auch nicht viel. Einen Regler weiter rechts lauert der Kompressor, auf 12 Uhr gesetzt, aber dank Kippschalter noch überbrückt. Kippschalter umgelegt, und – na also, geht doch! Plötzlich erwacht der LWA500 zum Leben und klingt gar nicht mal übel!

Wie kommt denn so was zustande? Anscheinend passt hier die Auslegung der Schaltung nicht ganz. Mit dem Kompressor opfert man dann etwas Dynamik, aber dafür klingt es um Klassen besser. Ich rede nicht von Nuancen, sondern von einem Quantensprung! An der Stelle muss man erwähnen, dass der Warwick LWA 500 unter 400,- Euro kostet – ich denke, da kann man solches Verhalten noch halbwegs ignorieren, bei einem teureren Amp wäre so was schlicht inakzeptabel. Aber nun gut, es klingt endlich – nur wie?

Relativ ausgewogen sogar, nur die ganz tiefen Bässe fehlen. Durch den hoch angesetzten Bassregler lassen die sich leider auch nicht hervorkitzeln und ein beherzter Griff zum Aktiv-EQ bringt auch nicht viel. Aber mit dem Sound kann man für den Preis erst mal arbeiten und vor allem mit Hochmitten- und Kompressorregler kann man hier relativ viel erreichen – zur Ehrenrettung des Warwick LWA 500 muss man hier auch sagen, dass beide Ampeg Boxen eben typische Ampegs sind und damit der Höhenregler mit seinen 10 kHz schon aufgrund der Boxencharakteristik ins Leere greift. Dem fühlen wir aber später mit den Tweeter-bestückten Warwick-Cabs noch mal auf den Zahn.

Mit der Ampeg 1×15″ Box kann sich der LWA500 hingegen nicht so ganz anfreunden. Das Ding klingt ziemlich knackig für eine 15-Zoll-Box, was der Warwick LWA 500 auch gut unterstützt. Den Schub unten rum, der dazugehört, den bringt er allerdings eher weniger. Generell bleibt vom LWA500 somit zunächst ein durchwachsener Eindruck zurück – aber es gibt ja auch so was wie Boxen, die nicht zum Verstärker passen. Wer weiß, vielleicht drückt er ja an den dazugehörigen Warwick Cabs gescheit?

Warwick WCA 408 LW

Drücken können die Warwick Cabs nämlich. Vor allem die 1 x 15″, zu der wir gleich kommen – als Erstes habe ich aber die 4 x 8″ mit dem schönen Namen WCA 408 LW unter die Lupe genommen. Die Bestückung mit vier 8-Zoll-Lautsprechern ist kein völlig absurdes Konstrukt, aber sie als weithin gebräuchlich zu bezeichnen, wäre sicher auch übertrieben. Die kleinen Speaker in Kombination mit dem Horn hätten locker in die „Höhen-Hochmitten-Hölle“ ausarten können, tun sie aber keineswegs. Mit meinem Rebelhead angeblasen, kommt ein Sound aus dem wie eine geschrumpfte 4 x 10″ anmutenden Kasten, der einen kaum was vermissen lässt. Glasige Höhen (Horn!), schöner Knack, saubere Mittenresponse und zugegebenermaßen etwas gezügelte Tiefbässe.

Dreht man das Horn zu, kommen die tiefen Frequenzen durch die Höhendämpfung etwas besser zur Geltung. Vielleicht nicht unbedingt das optimale Gerät für eine kellertiefe Doom-Metal-Combo, aber für den Hausgebrauch macht die WCA 408 LW Anstalten, auch als Standalone-Box brauchbar zu sein!

Warwick WCA 115 LW

Okay, die 4 x „8 konnte überzeugen – die 1 x 15″ auch? Kurz gesagt, ja. Hier treten bei gleichen Einstellungen vor allem die hohen Mitten etwas zurück, während Tiefmitten und Bässe für ein grummelndes Gewitter sorgen. Das Horn setzt ein feines Nispeln oben drauf – muss man mehr sagen? Gefällt mir sehr, sehr gut, die Bässe stechen sogar die meiner wie gesagt für eine 1 x 15“ recht knackigen Ampeg aus. Standalone könnte die WCA 115 LW besonders im rockigen Bereich sogar die bessere Wahl sein, während sich die WCA 408 LW natürlich im Bandkontext natürlich besser in den Vordergrund schiebt, dafür aber eben nicht das fette Fundament liefert.

Ohne Horn wird’s dann vollends dick, die ebenfalls recht kleine und leichte Box lässt meinen V schon fast wie einen Preci klingen!

War der Amp vielleicht kein kompletter Griff ins Klo, aber doch recht nah dran, muss man konstatieren, dass Warwick mit den beiden Lightweight-Cabs alles richtig gemacht hat. Gerade für den Preis kann man die definitiv empfehlen.

Die Kombination Warwick LWA 500 und WCA Boxen

Wollte der Warwick LWA 500 mit meinen Ampegs nicht so richtig überzeugen, bleibt doch die Möglichkeit, dass er in Kombination mit den darauf ausgelegten WCA-Boxen wieder Boden gut macht. Und in der Tat tut er das, wenn auch nicht in dem Maße, dass es wirklich eine Offenbarung wäre. An der WCA 408 LW macht er eine ordentliche Figur, aber ihm fehlt sowohl in den Höhen als auch in den Bässen etwas im Vergleich zum, zugegebenermaßen doppelt so teuren, TC Rebelhead. Aber mit dem Sound – immer noch mit aufgedrehtem Kompressor, wohlgemerkt – lässt sich vorerst arbeiten, als Standalone würde ich das aber nicht empfehlen, weder mit noch ohne Horn. Zumal der Warwick LWA 500 natürlich nur an 4 Ohm seine volle Leistung abgibt und für eine einzelne 8-Ohm-Box doch leicht unterdimensioniert ist, was man ihm aber nicht zum Vorwurf machen kann.

Auch mit der WCA 115 LW klingt er durchaus nicht übel, zumal hier die „Bassigkeit“ der Box etwas das fehlende Low-End des Verstärkers auffängt. Beide Cabs färben nicht übermäßig, aber haben doch ihre eigene Charakteristik, die dem Amp gut tut. Der dicke Punch, den die 1 x 15″ adäquat angeblasen abzuliefern vermag, fehlt aber auch hier etwas.

Schließt man jetzt beide Boxen an, ergibt sich tatsächlich so etwas wie ein rundes Gesamtbild, das die Schwächen des Warwick LWA 500 in den Hintergrund treten lässt. Die beiden Cabs sind gut aufeinander abgestimmt und ergänzen sich vorzüglich, was übrigens auch mit dem TC befeuert schon der Fall war. Das folgende Hörbeispiel verdeutlicht das mit einem MD441 an der 4 x 10″ und einem SM57 an der 1 x 15″, die in etwas gleich laut zusammengemischt sind. Als kompletter Fullstack scheint die Warwick-Kombination stimmiger als der Amp alleine an anderen Boxen oder jede Einzelkombination.

Fazit

Der Test des kleinen Warwick Fullstacks hinterlässt ein deutlich gespaltenes Bild. Die beiden Boxen sind je nach Anwendungsfall jeweils einzeln oder zusammen ohne Wenn und Aber zu empfehlen. In Kombination mit dem Warwick LWA 500 ergibt sich ebenfalls ein recht stimmiges Gesamtbild. Allerdings hinterlässt der Verstärker an anderen Boxen betrieben keinen starken Eindruck und auch die Boxenkombination klingt mit ihm gut, bleibt aber doch etwas hinter dem Potenzial zurück, das in den kleinen und dazu recht günstigen Warwick Boxen steckt.

Wer auf der Suche nach einem erschwinglichen Fullstack ist, dem sei es ans Herz gelegt, die WCA 408 LW und die WCA 115 LW anzutesten, damit kann man durchaus sehr glücklich werden. Allerdings gibt es in der Preisklasse um 400,- Euro und dem Leistungsbereich um die 500 W von fast jedem namhaften Hersteller inzwischen Class-D-Topteile und unter diesen stellt der LWA 500 sicher nicht die beste Wahl da.

Die optimale Kombination für den Preis werden sicher die beiden Boxen mit einem anderen Amp darstellen – hier muss man schließlich auch drüber nachdenken, ob es wirklich ein kleines Digitalgerät sein muss, denn für 400,- Euro oder leicht darüber werden auch ordentliche analoge Transistorverstärker angeboten. Und wenn man sich auf dem Gebrauchtmarkt umsieht, kann man für den Preis vielleicht sogar etwas Stärkeres und Höherklassiges erwerben. Damit bleibt mit Mühe und Not ein Stern für den Amp und ganz klar drei Sterne für die Boxen. Da die in der Überzahl sind, gibt das nach Adam Riese zwei Sterne.

Plus

  • Preis
  • Gewicht
  • handliche Abmessungen
  • Boxen: Sound
  • Amp: Features

Minus

  • Sound LWA 500

Preis

  • Ladenpreise:
  • LWA500: 399,- Euro
  • WCA408LW: 449,- Euro
  • WCA115LW: 349,- Euro
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