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Klaus Dinger Dokumentation Free TV NEU! La Düsseldorf

TV: Klaus Dinger Dokumentation würdigt sein Schaffen

29. Mai 2024

Klaus Dinger in Action

Der Fernsehsender Arte strahlt die Dokumentation Klaus Dinger – Urvater des Techno aus, die einen der wichtigsten deutschen Krautrocker beleuchtet. Die Dokumentation stammt aus dem Jahr 2019.

Wer war Klaus Dinger? Er wurde 1946 geboren und verstarb 2008. Er ist aus der nationalen und internationalen Musikgeschichte nicht wegzudenken. Sein Schaffen beeinflusst bis heute Musiker, die ihre Inspiration aus dem Krautrock ziehen oder diesen entdecken. Diese Musik erregte Aufsehen, weil sie sich stark von der konventionellen Rock- und Popmusik unterschied.

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In Deutschland entstand durch den Krautrock eine neue musikalische Ausdrucksform, die Künstler wie Brian Eno, David Bowie, Iggy Pop und viele andere anzog und dazu bewog, nach Deutschland zu ziehen. In dieser Zeit entstanden bedeutende Bands wie Tangerine Dream, Embryo, Ash Ra Tempel, Amon Düül, Guru Guru, Can und viele andere.

Klaus Dinger in Action

Klaus Dinger trat erstmals in der Öffentlichkeit als Mitglied von Kraftwerk in Erscheinung, blieb dort jedoch nur kurze Zeit. Neben Klaus Dinger war auch Michael Rother Teil von Kraftwerk. Nachdem beide die Band verlassen hatten, gründeten sie gemeinsam die Band NEU!. Mit der Musik von NEU! erschufen Michael Rother und Klaus Dinger einen einzigartigen Stil.

Besonders das Schlagzeugspiel von Klaus Dinger und sein durchgehender, pulsierender Rhythmus, der als Motorik Beat bezeichnet wird, prägten diesen Stil. Dadurch entstand eine Klangsprache, die auch in der Techno-Musik zu finden ist: Hypnotisch und energetisch war die Musik von NEU!.

Nach dem Ende von NEU! gründete Klaus Dinger die weitaus erfolgreichere Formation La Düsseldorf, die ebenfalls Kultstatus besitzt und von 1976 bis 1980 bestand.

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In der Dokumentation ist viel Musik mit und von Klaus Dinger zu hören, und es wird die These aufgestellt, dass das Ende einer Liebesbeziehung dafür verantwortlich war, dass sich Klaus Dinger der Musik zugewandt hat. Selbstverständlich kommt auch Michael Rother in der Dokumentation zu Wort. Er ist der Meinung, dass sich die Schaffenskraft von Klaus Dinger durch Schmerz erklären lässt. Laut Michael Rother sehnt sich jeder Mensch nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Vieles davon bekam Klaus Dinger, doch er wollte oft auch mehr.

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(8)

In der Dokumentation erfährt man viel darüber, wie Klaus Dinger tickte. Es wird berichtet, dass er einen schwierigen Charakter hatte und sich mit vielen seiner Weggefährten zerstritten hatte. Michael Rother betont mehrfach, dass er und Klaus Dinger keine Freunde waren, aber als Team sehr gut funktionierten. Dies führte dazu, dass die NEU! Alben erst Jahrzehnte später wieder aufgelegt werden konnten. Berichten zufolge gründete Herbert Grönemeyer Groenland Records nur aus diesem Grund.

Michael Rother in der Doku

Klaus Dinger hatte als Künstler eine Vision, der er alles andere unterordnete. Gleichzeitig lernt man viel über die Hochphase des Krautrocks und den Einfluss, den dieser auf die internationale Musikszene hatte. Iggy Pop erinnert sich gerne an seine Zeit in Deutschland zurück.

Ob Klaus Dinger mit seiner Musik ein Urvater des Technos war, darüber lässt sich streiten. Dieses Prädikat wurde auch schon vielen anderen verliehen. Mit Sicherheit hat er jedoch seinen Teil dazu beigetragen, dass sich Techno entwickeln konnte.

Mögt ihr NEU! oder La Düsseldorf? Was denkt ihr über Krautrock?

Screenshot

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Forum
  1. Profilbild
    TobyB RED

    NEU! und Klaus Dinger hatten zumindestens massiven Einfluss auf mehrere Generationen britischer Musiker. Aber Gründervater des Techno? Dinger hatte eine doch eine Starke Abneigung gegen elektronische Instrumente. Ich würde meinen sein Schlagzeugspiel, also der Verzicht auf diese zisseligen Synkopen und der 4/4 Beat, nehmen die Beats aus den 80ern vorweg. Oder wenn man so will, sind die Blaupause für Beats aus der Drum Maschine, gradlinig, treibend und direkt in die Beine. Ich hab da so ein Tribut Album Brand Neu! mit Fink, Mogwai, Stephen Morris(New Order), Primal Scream, etc. . Das hat nun eher weniger mit Techno zu tun. Falls nun Electro aus Düsseldorf neuerdings Techno ist.

    • Profilbild
      Dirk Matten RED

      @TobyB Zitat: Ich würde meinen sein Schlagzeugspiel, also der Verzicht auf diese zisseligen Synkopen und der 4/4 Beat, nehmen die Beats aus den 80ern vorweg.

      Ralf Hütter und Florian Schneider haben ihm dieses Schlagzeugspielen beigebracht.

      • Profilbild
        TobyB RED

        @Dirk Matten , danke Dir. In der historischen Rückschau ist das stimmig. Allerdings und ich schaue da nur auf meine Plattensammlung haben Kraftwerk erst den Hip Hop / Electro aus den USA beeinflusst und das war dann der Nucleus für (Detroit) Techno. Wohin Krautrock eher die Insel UK beeinflusste und dann New Wave, Rave und Acid House raus kam.

  2. Profilbild
    Aljen AHU

    Der Film wäre IMHO großartig, wäre er auf ⅓ der aktuellen Länge verkürzt. So aber hab ich nach dem ersten Viertel schon angefangen, zu skippen; ab der zweiten Wiederholung der Inhalte (etwa ab der Halbzeit) Skippen in noch größeren Sprüngen; bei ⅔ hieß es dann: abschalten. Zu viele Längen mit immer denselben Details dazwischen; so jedenfalls mein subjektiver Eindruck. Schade, denn so sind mir ggf. interessante Details entgangen, aber es ist nun mal so – mit TL;DR ist heutzutage kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Vielleicht ist es bei der Generation, die Krautrock aktiv mitmachte oder bewusst erlebte, anders.

    • Profilbild
      chardt

      @Aljen Neugierige Frage: Kannst Du Dir den Anfang von „Spiel mir das Lied vom Tod“ (die Bahnhofsszene) komplett ansehen? Das scheint der ultimative Test zu sein: Meine Generation geniesst es, wie hier die Atmosphäre aufgebaut wird; die Jüngeren jammern dass nix passiert – „langweilig“

  3. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich war zu der Zeit mit Haut und Haaren Kraftwerk verfallen. Ich habe zwar mal in NEU! und La Düsseldorf hinein gehört, aber das war nicht so ganz meins. Ehrlich gesagt habe ich den Krautrock als Jugendlicher auch nie verstanden. Für mich war das eher beängstigend, wenn da bei komisch lärmender Musik irgendwelche Langhaarigen in spasmische Zuckungen verfallen. Ich sehe das heute komplett anders, aber damals hatte ich da echt Schiss vor. Da war mir die unterkühlte Musikarbeiter-Mentalität der Kraftwerker hundertmal lieber.

    Die Doku werde ich natürlich noch nachholen.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @Flowwater Ich habe die Doku gestern Abend gesehen … und habe sie auch, wie @Aljen, nicht bis zum Ende angeschaut. Immerhin bin ich bis zu 3/4tel gekommen. Ich hatte auch den Eindruck, dass ständig hin und her gesprungen wurde. Das Ganze aufgefüllt mit ein paar psychedelischen Bildern … offenbar hatte arte nicht genügend Originalmaterial. Klaus Dinger war bestimmt ein faszinierender Zeitgenosse … für mich bringt die Doku das aber nicht so richtig rüber. Ungewöhnlich für arte, normalerweise sind deren Dokus deutlich besser. Naja, nicht so schlimm.

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wenn denen bei ARTE nichts Griffiges einfällt, nimmt man halt „Urvater des Techno“ in der Kopfzeile: Bob Moog — Urvater des Techno. Klaus Schulze — Urvater des Techno. Giorgio Moroder — Urvater des Techno. Kaiser Wilhelm — Urvater des T… lassen wir das. Bei ARTE scheint „Techno“ als der Gipfel der Modernität zu gelten, so, wie Klassische Musik bei denen der Gipfel des Schöngeists ist. Dabei ist beides schon längst passé und Schnee von gestern.

    Dinger und Rother haben zwar eine Weile mit Florian Schneider zusammengespielt, was zu einer Phase war, als Ralf Hütter nochmals sein Studium in Angriff nehmen wollte und Kraftwerk auf Eis lag, aber das ist eher unter „NEU! mit Florian Schneider“ zu verbuchen denn unter Kraftwerk.

    Ich habe in meinem Leben einmal mit Dinger zu tun gehabt, und ich war — gelinde gesagt — erschüttert: Nach eigenem Bekunden hatte er in seinem Leben tausende LSD-Trips geworfen, und das merkte man seiner psychischen und emotionalen Konstitution an. Der war einfach nur schräg, in einer für mich sehr unangenehmen Weise. Niemand, mit dem ich gerne länger und mehr zu tun gehabt hätte. Das scheint sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter aufgeschaukelt zu haben, denn der Bruch mit Rother 25 Jahre zuvor wird nicht ohne Grund gekommen sein.

    Die NEU!-Beats waren mir — ähnlich wie die von CAN — immer zu sehr Ephedrin-befeuert. Nicht mein Blues.

    Musikalisch liegen meine Wurzeln ohnehin eher im Berliner Underground derselben Zeit.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @Kazimoto So nennt man das wohl landläufig, ja.

        Obwohl ich frühe Ash Ra Tempel oder Agitation Free nicht unbedingt der dauerbekifften Dudelelektronik zuordnen würde.

        Conny Schnitzler oder Roedelius ebensowenig.

  5. Profilbild
    moon

    Schon einzigartig diese Musiker!
    Aus heutiger Sicht phänominal und echte Musikgeschichte.
    Ich verstehe nicht warum nicht mehr darüber berichtet wird. Unsere Musik-Kultur ist interessant und aufregend zugleich
    vielen Dank für den Artikel !

  6. Profilbild
    Tai AHU

    Bei mir blieb die Doku in der Mitte hängen. Daran war aber eher Internet oder mein taiPäd schuld. Sein Stil erinnerte mich sehr an den von Liebezeit. Der konnte das auch. Weiss nicht wer wen beeinflusste, ist auch nebensächlich. Ich hörte Neu zu der Zeit, als die Musik aktuell war auch, es traf mich aber nicht besonders. Ich empfand es auch nicht als was Besonderes, sondern eher rückwärts gerichtet. Da waren andere Einflüsse entscheidender. Auch heute bringt es nur den Gedanken, das bei Gelegenheit nochmal anzuhören.

    • Profilbild
      chardt

      @Tai Ich mag „Sterntaler“ von Michael Rother nicht missen, aber das leicht monotone Getrommel von Jaki Liebezeit darauf könnte für meinen Geschmack (u.a. durch ProgRock geprägt) durchaus ein paar Abwechslungen vertragen. Buddy Miles hat um 1970 (z.B. auf „Band of Gypsys“) ähnlich monoton – pardon, „hypnotisch“ – gespielt. Neu! und LaDüsseldorf gehen irgendwie an mir vorbei.
      Was Schlagzeugspiel betrifft, sind für mich die drei wichtigen Alben:
      – In-A-Gadda-Da-Vida wg. musikalischem (!) Solo – und dem ultrarelaxten Groove direkt nach dem Solo.
      – Seconds Out – weil dort Chester Thompson und Phil Collins zeigen, wie die Drums ein Lied nicht nur begleiten sondern mitformen können.
      – Rainbow On Stage – weil uns Cozy Powell zeigt, wie man immer wieder Abwechslung reinbringt ohne an schierer Power zu verlieren.

      • Profilbild
        Tai AHU

        @chardt Ich war sehr beeindruckt, als ab Mitte der Siebziger einige Schlagzeuger damit auffielen, dass sie sehr reduziert spielen konnten/wollten. Gerade als Kontrast zum Jazzrock, wo das absolut verpönt war. Bei vielen Trommlern fiel mir erst spät auf wie gut sie sind. Dazu gehört z.B. der von Blondie. Viele wurden da durch die Sängerin abgelenkt, me 2. Von den komplexer spielenden aus D immer wieder Mitteregger (ok, A), Ralf Gustke (u.a. Söhne MA), der mich schon beeindruckte, als er noch unbekannt und Teenie war. Prog höre ich nur noch selten, wenn dann King Crimson, einige der ganz wenigen Gruppen, die heute noch top spielen und nie stehen geblieben sind. Ich lebte schon, als In a gadda da vida ein Hit wurde. War auf jeder Party ein Hit. Das Schlagzeug ist da allerdings nicht meins. Ginger Baker, Keith Moon waren zu jener Zeit die wegweisenden Drummer.

        • Profilbild
          chardt

          @Tai In Punkto Mitteregger, Baker und Moon stimme ich sofort zu und packe noch Paice und Bonham drauf :)
          Die meisten Schlagzeugsoli, die ich gehört habe, sind für mich nur Technikdemonstrationen, deshalb ist es für mich bemerkenswert, wie musikalisch das Solo auf In-A-Gadda ist.
          King Crimson, Yes (bis auf „Yours is no Disgrace“) und Van der Graaf (bis auf „Cat’s Eye Yellow Fever“) haben mich irgendwie nie angesprochen, das war mir dann zu verkopft. Genesis und Jethro Tull waren im Vergleich mehr „down to earth“ und mit einer schönen Portion Humor. Und dann waren da natürlich noch ELO, die mir damals den Weg zum Prog bereiteten. Kennst Du übrigens The Move? (Das Ei, aus dem ELO schlüpfte.) Die hatten auch schön abgefahrene Sachen im Programm wie „Zing went the Strings …“ und „Fire Brigade“.

          • Profilbild
            Tai AHU

            @chardt Als Move die Hitparaden bestimmte war ich Teenie, selbstverständlich kenne ich die. Jetzt sehe ich auch den Unterschied zwischen uns beiden. Sobald Klassikelemente in Rock eingebaut werden, bin ich fast immer weg. Ja, ich war auch auf drei ELP Konzerten, aber ich hatte immer das Gefühl, der Keyboarder hat als Kind zehn Jahre lang alles von Bach bis Schubert spielen müssen und jetzt muss das unbedingt bei seiner Rockgruppe integriert werden. Caravan war eine der Ausnahmen, das könnte ich heute noch hören.

            Oh, wir sind jetzt ziemlich OT…sorry

            • Profilbild
              Kazimoto AHU

              @Tai „der Keyboarder hat als Kind zehn Jahre lang alles von Bach bis Schubert spielen müssen und jetzt muss das unbedingt bei seiner Rockgruppe integriert werden“

              Exakt auch mein Gefühl. Ich dachte immer, die können den Synth nicht bedienen und der dient nur zur Show. Da hat Peter Gabriel auf der Querflöte besser performt.

  7. Profilbild
    Kazimoto AHU

    Das ist für mich keine Doku, eher ein Stimmungsbild mit viel Emotionen im Subtext. Nicht supergut aber auch nicht uninteressant.

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