Test: Allen&Heath Xone:DB2, DJ-Mixer

13. September 2012

Digitaler DJ-Mixer

Der Allen&Heath Xone:DB2ist eines der DJ-Mixer Flaggschiffe der britischen Mixer-Schmiede. Der digitale Mixer, der intern mit einer 24Bit/48kHz Auflösung arbeitet, bietet neben vier Stereokanälen und zwei einzeln zuweisbaren FX-Sektionen auch die Möglichkeit einer MIDI-Steuerung über USB. Was den Mixer auch für den Studiobetrieb interessant macht, ist die integrierte Soundkarte mit 8in/8out sowie digitalen Ein- und Ausgängen im S/PDIF-Format. Im gehobenen Preissegment bei 1400 Euro tritt er also in Konkurrenz mit Pioneer DJM 850-K oder /S, Rane Sixty One oder Vestax PMC580.

Allen & Heath Xone:DB2

Allen & Heath Xone:DB2

Digitale Welten – Allen&Heath Xone:DB2

Der Allen&Heath Xone:DB2 ist komplett digital ausgeführt, lediglich der Kopfhörerregler, der Mic-Gain und der Mic/Line-Schalter regeln tatsächlich analog und geben deswegen auch kein MIDI aus. Gewandelt wird direkt hinter den analogen Eingängen, danach läuft alles digital. Das betrifft vor allem eben auch die Gain-Regler der Kanäle! Dadurch soll verhindert werden, dass der A/D-Wandler zu heiß angefahren wird und so die ‚tödlichen‘ digitalen Übersteuerungen auftreten. Das ist also keineswegs als Manko anzusehen. Jedoch fand ich den DB2 etwas leise an der Endstufe – insgesamt also der Preis für die Übersteuerungssicherheit. Da der DB2 extrem rauscharm ist und wirklich gute Wandler in beide Richtungen beherbergt, ist das Nachregeln der Endstufe aber problemlos.

Durch die komplett digitale Ausführung können an den Allen&Heath Xone:DB2 auch 4 Plattenspieler angeschlossen werden, obwohl nur zwei analoge RIAA-Filter im Gerät verbaut sind. Über das Menü der Systemeinstellungen kann man die beiden anderen Kanäle, die eigentlich nur Line-Signale akzeptieren mit einem digitalem RIAA-Filter versehen. Da hier beträchtliche digitale Gain-Anhebung im Spiel ist, rauschen die Eingänge ein wenig mehr, was jedoch zu vernachlässigen ist.

Eingänge

Anschlüsse des DB2

Anschlüsse des DB2

Eingangsmäßig gibt es keine Überraschungen: vier analoge Stereoeingänge auf der Rückseite, zwei davon Line/Phono schaltbar. Dazu noch zwei S/PDIF-Eingänge. Auf der Oberseite befindet sich dann noch ein XLR-Eingang für den MC, wahlweise kann aber auch über Stereo-Cinch eine Linequelle angeschlossen werden. Als Regler gibt es hier Gain, ein HF- und LF-Filter mit einem Regelweg von -15dB bis +15dB.

Es gibt symmetrische XLR-Masterausgänge, symmetrische Klinken-Boothausgänge, Cinch-Recordausgänge und einen S/PDIF Recordausgang. Zum Schluss sei noch angemerkt, dass der DB2 ein integriertes, geerdetes Netzteil besitzt, von dem ich keinerlei Störstrahlung wahrnehmen konnte.

Der RJ-45-Port, mit X-Link bezeichnet, ist für eine Erweiterung mit dem Xone:K2 gedacht, einem MIDI-Controller. Dieser kann über X-Link mit Strom versorgt werden. Alle MIDI-Daten gehen dann über einen USB-Port. Interessant macht das ganze Mischpult dann der USB 2.0 Audio-Port, der vier Stereoein- und -ausgänge bereitstellt. Allen & Heath setzen bei den Treibern dabei auf den bekannten Hersteller Ploytec, der für viele Firmen die ASIO-Treiber bereitstellt. Leider hatte ich persönlich immer schon ein paar Probleme mit den Ploytec-Treibern, egal für welches Gerät. Diese Aussage bezieht sich jedoch nur auf die WinXP 32Bit Treiber. Das Problem war, dass das Gerät z.B. mitten in der Aufnahme einfach den Audiostream abbricht. An- und Ausschalten des Mixers brachte die Audiostreams wieder an den Start, wodurch ich eben den Treiber, nicht jedoch den Mixer im Verdacht habe.

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Das der EQ wechseln mit Audiopausen vonstatten geht kann ich leider nicht bestätigen. Bei mir kann ich den EQ im laufenden Betrieb durchwechseln ohne das man irgend eine Art von Artefakt oder Aussetzer hören kann. Evtl lag es beim Test an einer älteren Firmware Version?

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