Test: Cort Garage 2 Mathias Jabs Signature, E-Gitarre

Lieferumfang/Aufbau/Verarbeitung

Ausgeliefert wird die Cort Garage 2 Mathias Jabs Signature trotz des günstigen Preises mit einem Gigbag, was schon mal einen Pluspunkt darstellt. Nach dem Auspacken aus der Hülle erscheint eine eher zierliche und leichtgewichtige Stratkopie, deren Korpus aus massiver Sumpfesche gefertigt und in einem matt-dunklen Graumetallic lackiert wurde. Das Design ist zweifellos an Fenders Klassiker angelehnt, allerdings mit einem deutlich verlängerten oberen Cutaway und einem insgesamt kleineren Korpus. Shapings auf der Decke und auf der Rückseite sorgen für ein Anschmiegen des Instrumentes an den Körper, und der ergonomisch gestaltete Hals/Korpusübergang erleichtert das Erreichen der oberen Lagen am Hals. Dieser besteht aus kanadischem Ahorn, besitzt ein separat aufgeleimtes Ahorn-Griffbrett mit 24 Bünden im Jumbo-Format und wurde mittels vier Schrauben bombenfest im Korpus verankert.

Die Bundierung wurde äußerst sauber ausgeführt, es sind keinerlei scharfe Kanten oder irgendwelche anderen Unsauberkeiten auszumachen. Weiterhin sorgt ein sauber eingesetzter Graphtech-Sattel für eine einwandfreie Intonation und möglichste geringe Reibung. Zusammen mit den sechs an der Kopfplatte angebrachten verchromten Die Cast-Mechaniken hielt das Instrument während der Testdauer auf jeden Fall brav die Stimmung!

Der Hals wurde samt Griffbrett mit Klarlack versehen, schlichte schwarze „Dots“ sorgen für die Orientierung beim Bespielen der Gitarre. Und damit das Bespielen auch wirklich gut gelingt, wurde das untere Cutaway großzügig gefräst – damit auch Musiker mit etwas größeren Handmaßen die oberen Lagen jenseits des fünfzehnten Bundes auch noch wirklich gut und problemlos erreichen können.

Die Brücke mit ihren sechs Saitenreitern wurde bei der Garage 2 verchromt und basiert auf einer „String-through-Body“-Konstruktion. Bis auf die etwas scharfen Kanten der herausstehenden Madenschrauben der Reiter macht sie einen guten Eindruck und sollte Attacken von Handschweiß und sonstigen Umwelteinflüssen lange zuverlässig trotzen können.

-- String-through-Body Bridgedesign --

— String-through-Body Bridgedesign —

Elektronik

Die Garage 2 besitzt zwei sogenannte „Scorpu“ Humbucker-Pickups, welche in einem weißen Pickguard schräg eingesetzt und unter der Mitwirkung des Meisters entworfen wurden. Geschaltet werden die Tonabnehmer über einen Dreiwege-Schalter, ein Volume- und ein Tone-Poti sorgen für die klangliche Abrundung, welche das Instrument in Richtung angeschlossenem Amp verlässt. Die Humbucker lassen sich in allen drei Positionen mittels des Tone-Potis (das als Push/Pull-Variante ausgelegt wurde) auch im Singlecoil-Modus betreiben. Und das Tone-Poti besitzt zudem ein nettes Feature: Eine aufgeklebte Scheibe verhindert wirkungsvoll das Abrutschen beim Schaltvorgang. Früher klebte sich Mathias Jabs hierfür übrigens ein Geldstück auf die Potikappe, bei der Garage 2 ist das nun eleganter gelöst – und nun sogar serienmäßig. Ebenso war es der Wunsch der Konstrukteure, das Signal unbeeinflusst durch die Schaltung direkt an der Ausgangsbuchse anliegen zu lassen. Hierfür dient ein kleiner Miniswitch zwischen den beiden Potis, der den Sound der Pickups entweder der Schaltung oder aber direkt dem Klinkenoutput zur Verfügung stellt.

-- Ergonomisch geformter Hals/Korpus-Übergang --

— Ergonomisch geformter Hals/Korpus-Übergang —

Klangbeispiele
Forum
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    wolftarkin  

    Wenn auch etwas spät entdeckt, aber im ersten Absatz hätte Vierteljahrhundert mit Halbjahrhundert ersetzt werden sollen.
    Inzwischen kann sogar das „fast“ gestrichen werden.
    Allerdings war das ja schon vor fünf Jahren.

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