Test: Electro-Voice, ZXA1-90 und ZXA1-Sub, Aktivboxen

Konserven

Der erste Testlauf mit Musikkonserven von CDs überzeugt bereits im Ansatz. Die Anlage klingt richtig rund und satt. Die Subwoofer zaubern ein kräftiges Fundament, alles klingt klar und deutlich, so richtig HiFi-mäßig. Die Abstimmung und hochwertige Qualität der verbauten Komponenten lässt die Songs meiner beliebten Testkandidaten sehr ordentlich klingen. Der Hörtest ohne Subwoofer, also im Fullrange-Betrieb der ZXA1-Topteile, beschert natürlich deutlich weniger Tiefbässe. Dennoch ist es erstaunlich, was aus den kleinen 8-Zoll Tieftönern in den Kompaktboxen an Bässen herauszuholen ist. Die Durchsetzungsfähigkeit von Stimmen ist ausgezeichnet, was die kleinen Lautsprecher als Gesangsboxen oder für den Monitorbereich prädestiniert. Mit 800 Watt pro Box ausgestattet, braucht man sich auch keine Gedanken über zu geringe Leistung machen – auch wenn der Subwoofer an dieser Stelle etwas weniger in den Ring wirft.

Live

Im Proberaum einer Liveband fühle ich der Anlage weiter auf den Zahn. Schon die Fahrt dorthin, beziehungsweise das Packen meines Pkw, ist diesmal ein Kinderspiel. Subwoofer, Topteile und Distanzstangen passen ohne Probleme in den Kofferraum meines Kombis. Nicht einmal die Rücksitze muss ich dazu umklappen.

Im Bandgefüge interessiert mich vor allem die abgenommene Bassdrum. Bringen die Subwoofer mit ihren 12-Zoll Treibern den gewünschten Punch? Auch bei Livemusik mit einer klassischen Besetzung (Gitarre, Bass, Drums, Gesang) macht sich die ausgezeichnete Wiedergabe der Stimme im gesamten Bandgefüge deutlich bemerkbar. Selbst ohne Regelungen am Mischer-EQ ist der Gesang klar und durchsetzungsfähig. Ein paar EQ-Einstellungen am Mischpult sind beim Schlagzeug allerdings nötig, und auch die Bassdrum klingt knackig und mit gutem Punch.

Gegen Ende der Probe werden langsam die Grenzen der Anlage ausgelotet. Die Gesamtlautstärke wird deutlich erhöht. Ab einem bestimmten – zugegeben sehr lauten – Punkt wird es schwammig in den Bässen. Die Bassdrum verliert an Kontur, fängt an zu wummern. Schließlich sind es „nur“ zwei 12-Zöller, die bei der Rockband jetzt im Tieftonbereich ganz ordentlich rackern müssen. Scharfe Konkurrenz kommt zudem vom Bass, der aus einer Ampeg-Anlage brüllt.

Subwoofer bei der Arbeit

Subwoofer bei der Arbeit

Abhilfe und Entspannung im Tieftonbereich könnten jetzt zwei weitere ZXA1-Subs bringen. Dann wäre nicht nur die Membranfläche verdoppelt, sondern auch die gerade im Tieftonbereich benötigte Leistung wäre höher und würde die Anlage nicht so schnell ans Limit bringen (wohlgemerkt, im sehr lauten Umfeld einer Rockband).

Zwei Subwoofer bringen mehr Dampf im Tieftonbereich

Zwei Subwoofer bringen mehr Dampf im Tieftonbereich

Fazit

Wenn sie nicht am Limit gefahren wird, klingt die Anlage ausgewogen und spielt ihre Stärke besonders in der Wiedergabe von Stimmen aus. Kleine Abstriche muss man bei sehr lauter Rockmusik machen. Da wären zwei weitere Subwoofer angemessen. Aber das viel größere Plus ist die Größe – oder besser gesagt Kompaktheit, und das geringe Gewicht der einzelnen Komponenten. Dadurch ist die Electro-Voice Anlage ideal für den mobilen Einsatz. Transport, Aufbau und Abbau der Anlage ist kein Problem. Erstaunlich auch, welche Klangfülle die kleine ZXA1 zu bieten hat. Wenn es nicht gerade Hardrock ist, kann ich einen Testlauf nur empfehlen.

Plus

  • Gewicht
  • Größe
  • Leistungswerte
  • Klang
  • drehbares Horn
  • Mikrofoneingang mit eigenem Regler

Minus

  • Tragegriff der ZXA1
  • Bässe werden bei sehr hohen Pegeln schwammig
  • Feststellschraube am Topteil nur mit Schraubendreher zu bedienen

Preis

  • Listenpreise
  • ZxA1-90: 593,- Euro
  • ZxA1-Sub: 684,- Euro
  • Verkaufspreise
  • ZxA1-90: 539,- Euro
  • ZxA1-Sub: 599,- Euro
Forum

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