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Test: Fender Player Plus Telecaster, E-Gitarre

31. Oktober 2021

Die Tele mit dem Plus

Fender Player Plus Tele

Fender Player Plus Tele in „Silver Smoke“

Fender hat erneut Hand angelegt und ihren Zugpferden ein Update gegönnt – aus der Player Serie wird nun die Player Plus Serie, die neben neuen Farben auch einige technische Verbesserungen mit sich bringt. Mit am Start ist natürlich auch die Telecaster, als wohl eines der erfolgreichsten Instrumente, die der Hersteller in seinem Portfolio führt. Was kann man an der Tele noch verbessern und wie zeigt sich der aktuelle Jahrgang des Klassikers? Schauen wir mal genauer hin!

Fender Player Plus Tele

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Fender Player Plus Tele – Facts & Features

In vier neuen Farben ist sie zu bekommen, die Fender Player Plus Telecaster. Neben einem klassischen 3-Color-Sunburst-Finish hat man die Qual der Wahl zwischen einer „Aged Candy Apple Red“-Lackierung, einem grünen Metalliclack mit dem Namen „Cosmic Jade“ oder einem Modell mit einer schwarz-silbernen Lackierung, die Fender als „Silver Smoke“ bezeichnet und die uns zum Test zur Verfügung gestellt wurde. Dabei wird die untere Hälfte des Korpus auf beiden Seiten von einem tiefen Schwarzton bedeckt, der ab der Hälfte in eine graue Lackschicht übergeht – sehr schön anzusehen und wahrlich ein echter Eyecatcher für die Bühne oder den Platz im Wohnzimmer neben der Couch.

An den Zutaten hat sich grundsätzlich nichts verändert, nach wie vor besteht der Korpus aus Erle und besitzt einen eingeschraubten Ahornhals mit 22 Bünden. Im Detail jedoch hat es im Vergleich zum Vorgänger ein paar Änderungen gegeben: So verfügt der Body nun über ein ausgeprägtes Shaping auf seiner Rückseite, während der Hals eine Überarbeitung des Griffbretts erhalten hat. Nicht nur, dass der Radius des aufgeleimten Pau-Ferro-Griffbretts von 9,5″ auf 12″ ein Stück weit flacher und somit moderner ausgeführt wurde, auch die Kanten wurden für ein noch besseres Spielgefühl abgerundet. Das ergibt zusammen mit dem schlanken C-Profil und der nur satinierten Halsrückseite das angenehme Spielgefühl, für das die Telecaster traditionell bekannt ist.

Essenziell für eine gute Bespielbarkeit ist ja bekanntlich die Saitenlage. Im Falle des Testinstruments gibt es diesbezüglich nichts zu meckern: unsere Fender Player Plus Tele war ab Werk perfekt eingestellt, weder Korrekturen am Halswinkel noch an der Saitenlage waren nötig. Auch die Oktavreinheit präsentierte sich in Bestform.

Fender Player Plus Tele backside

Fender Player Plus Tele Rückseite

Hardware-Upgrade mit Locking-Tunern

Eine weitere Neuerung erwartet uns an der Kopfplatte, denn die Player Plus Tele verfügt nun über einen Satz Klemmmechaniken, die aus eigener Fertigung von Fender stammen. Das beschleunigt zum einen den Saitenwechsel enorm, zum anderen wirkt sich dieses neue Feature natürlich auch auf die Stimmstabilität aus. Nicht etwa, dass die klassische Tele mit Stimmproblemen zu kämpfen hätte, hier wird es aber nun doch noch ein Stückchen sicherer. Das höhere Gewicht der Tuner wirkt sich keinesfalls negativ auf die Balance des Instruments aus, auch die Fender Player Plus Tele pendelt sich sehr ausgeglichen am Gurt ein und ruht ohne Kopflastigkeit auf dem Schoß des Benutzers. Dabei arbeiten die Mechaniken ohne nennenswertes Spiel auf ihren Achsen, was ein schnelles und präzises Stimmen ermöglicht. Am anderen Ende der Drähte warten sechs Saitenreiter aus Stahl in der klassischen Tele-Bridge; sie führen die Saiten durch den Korpus hindurch hin zu den sechs Hülsen auf der Rückseite.

Fender Player Plus Tele – jetzt mit Klemmmechaniken

Player Plus Noiseless Pickups

Wer sich bislang durch Brummen oder andere Nebengeräusche davon abhalten ließ, seine Telecaster auch mal mit einem kräftigen Overdrive einzusetzen, dem wird nun durch die zwei Noiseless-Pickups geholfen. So lautet zumindest die Theorie bzw. das Versprechen von Fender über die beiden Tonabnehmer, die wie gewohnt über einen Dreiwegeschalter angesteuert und mit Volume und Tone geregelt werden. In der Praxis jedoch wird das Versprochene nicht so ganz gehalten; nach wie vor muss man speziell bei höheren Verzerrungen mit Nebengeräuschen rechnen, so viel sei schon mal vorab verraten. Die elektrische Schaltung wurde ebenfalls ein Stück weit überarbeitet, denn durch das Anheben des Tone-Potis werden beide Pickups nun in Reihe geschaltet, was als spürbare Erweiterung des Klangbilds gewertet werden kann und was es so bislang bei der Fender Tele in der Serienausstattung meines Wissens nach nicht gab.

Oft lagen die Kritikpunkte bei einer „Fender made in Mexiko“, wie unsere Tele ja eine ist, im Bereich der Hardware. Das scheint sich aber geändert zu haben, denn sowohl die beiden Regler mit ihren griffigen Metallknöpfen als auch der Dreiwegeschalter, die wie gewohnt zusammen auf der verchromten Blende ihren Platz eingenommen haben, hinterlassen insgesamt einen guten Eindruck und sollten den neuen Besitzer über Jahre hinweg keine Probleme bereiten.

Fender Player Plus Tele Pickups

Fender Player Plus Tele Noiseless-Pickups

Die Fender Player Plus Tele in der Praxis

Akustischer Grundsound / Handling

Bereits trocken angespielt zeigt die Fender Player Plus Tele den typischen Charakter einer echten Telecaster aus dem Hause Fender. Ihr Klang ist brillant und resonant zugleich, bestückt mit einem kräftigen Mittenbild und ausgerüstet mit einer gesunden Portion Sustain dazu. Die Neuerungen in Form der abgerundeten Kanten und des 12″ Radius des Griffbretts machen die Bespielbarkeit des Halses noch ein Stück weit besser und sind daher wahrhaftig kein Marketing-Gag, sondern durchaus eine sinnvolle Verbesserung im Detail. Hinzu kommt die vorbildliche Verarbeitung der 22 Bünde sowie natürlich das seidenmatte Finish des schlanken C-Profils; das alles trägt zu einer Performance bei, die kaum besser gelungen sein könnte und dem Tele-Fan ein nahezu perfektes Werkzeug an die Hand gibt. Man kann nur staunen, wie gut die Verarbeitung auch von Instrumenten mexikanischer Produktion aus dem Hause Fender mittlerweile gelungen ist. Man sollte allerdings auch nicht vergessen zu erwähnen, dass die Preise der Instrumente aus der Player Plus Serie doch deutlich gegenüber der vorherigen Serie angezogen haben, so kostet unser Testmodell rund 200.- Euro mehr als sein Vorgänger, bleibt aber dabei knapp unter der magischen 1000-Euro-Marke.

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Elektrischer Sound

Auch die Noiseless-Pickups sind ein deutlicher Schritt nach vorne, fangen sie den potenten Grundsound der Erle-Ahorn-Kombination doch gut ein und ergänzen ihn mit einem leichten Vintage-Touch. Für alles das, was es im unverzerrten oder leicht angezerrten Bereich zu verstärken gibt, bieten sie den typischen „Twang“, ebenso wie saftigen Crunch, mit einer sehr guten Durchsetzungskraft. Mit zunehmendem Gain vom Verstärker steigt aber dann doch die Anfälligkeit für Nebengeräusche und das Klangbild wirkt dann nicht mehr sonderlich differenziert. Durch die Möglichkeit, mit Anheben des Tone-Potis die beiden Singlecoils simultan zu nutzen, entstehen ganz neue Möglichkeiten im Sound. Fast hat man das Gefühl, es sei ein echter Humbucker im Spiel, dermaßen kraftvoll steigt die Lautstärke, verbunden mit einem deutlichen Schub in den Mitten. Weiterhin ist zu bemerken, dass das Klangbild und die Dynamik des Signals in keiner Weise leiden, wenn man die Lautstärke mit dem Volume-Poti absenkt. Auch wenn Fender nichts von einem „Treble-Bleed“ in der Schaltung der Player Plus Tele erwähnt.

Fender Player Plus Tele – Klangbeispiele

Für die nun folgenden Klangbeispiele habe ich die Fender Player Plus Tele zusammen mit einem Mesa/Boogie Studio 22+ Combo eingesetzt. Vor dem Amp war ein AKG C3000 Mikrofon platziert, ehe das Signal ohne weitere Effekte in Logic Audio aufgenommen wurde.

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Fazit

Kann man Gutes noch verbessern? Im Falle der Fender Player Plus Tele ist das eindeutig mit ja zu beantworten. Dinge wie die abgerundeten Kanten des Griffbretts, die Locking-Tuner und die erweiterte Schaltung heben den Klassiker auf ein neues Niveau und sorgen dafür, dass die Telecaster auch nach mehr als sieben Jahrzehnten ihrer Produktion keineswegs Staub angesetzt hat!

Plus

  • Klang
  • Verarbeitung
  • Bespielbarkeit
  • Optik

Minus

  • Pickups nicht ganz frei von Nebengeräuschen

Preis

  • 949,- Euro
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Klangbeispiele
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