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Test: Focusrite OctoPre MK II

12. April 2010

OctoPre MkII

Auch Focusrite hat einen im Programm – und das schon in der zweiten Generation: einen achtkanaligen Mikrofonvorverstärker, der auf den Namen OctoPre MkII hört. Mit analogen Ausgängen und zwei ADAT-Anschlüssen steht dieser nicht nur der analogen Welt offen, sondern auch der digitalen und das bis 24BIT/96 kHz – so muss das sein.

Der OctoPre MK II in voller Pracht

Der OctoPre MK II in voller Pracht

Die meisten Soundkarten (egal ob intern oder extern) bieten vergleichsweise wenig analoge Inputs und noch weniger Mic-Inputs. Hier setzt das Konzept vom OctoPre und seinen Kollegen an. Spätestens seitdem native DAWs immer mehr um sich greifen und auch in der professionellen Welt den ein oder anderen Kollegen vom Erwerb einer DSP-basierten Lösung erfolgreich abgehalten hat, steigt die Nachfrage nach Mikrofonvorverstärkern mit integriertem ADC (Analog-Digital Converter) sprunghaft an. Zwar bieten Lösungen wie das Fireface 800 oder die Saffires von Focusrite acht Mikrofon-Eingänge, aber bei der Aufnahme mit oder von einem Schlagzeug sind diese Eingänge schnell belegt, und der Bedarf wächst.

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Ausstattung

Die Rückseite

Die Rückseite

Wie bereits erwähnt hat der OctoPre Mk II acht Mikrofoneingänge. Diese sind als Combo-Buchse (XLR/Klinke) ausgeführt. Zwei auf der Front und sechs auf der Rückseite. Ebenfalls hinten befinden sich acht Klinkenbuchsen, um das verstärkte Signal an den Wandler der Wahl weiterzureichen. Neben den mit „LineOut“ benannten Ausgängen befindet sich der Zugang zur digitalen Ebene: zwei ADAT-Ausgänge. Wird der OctoPre Mk II mit Samplingraten von 44,1 kHz oder 48 kHz betrieben, sind beide Ausgänge identisch. Ab einer Abtastrate von 88 kHz wird das Signal mittels SMUX gesplittet. Die Kanäle 1-4 liegen dann an ADAT-Out 1 an, und die Kanäle 5-8 werden an ADAT-Out 2 bereitgestellt. Neben dem ADAT-Pärchen findet ein Wordclock-Eingang Platz. Dieser ist terminiert (75 Ohm).

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Die Combo-Buchsen auf der Fornt

Die Combo-Buchsen auf der Fornt

Die Front bietet wie bereits erwähnt die Eingänge für die Kanäle 1 und 2, eine Konfiguration, die eher von Soundkarten her bekannt ist. Der „Bruder“ vom OctoPre MkII, der mit Kompressoren pro Kanal ausgerüstet ist, hat alle Anschlüsse auf dem Rücken. Der Grund für diese Entscheidung seitens Focusrite dürfte sein, dass die ersten beiden Kanäle auch als Instrumenteneingänge direkt genutzt werden können (auf der Frontseite findet sich der zuständige Taster zum Umschalten). Hier vorne befindet sich für jeden Kanal ein Gain-Poti, das mit einer Skala bis 10 beschriftet ist. In der realen Welt entspricht diese „10er-Skala“ einer Verstärkung von +10dB bis +55dB. Die fehlende Beschriftung im „Klartext“ stört nicht wirklich, manche Edelmarken haben gar keine Skalierung. Allerdings fände ich es praktisch, über die Verstärkung Genaueres zu wissen. Dem Gain-Poti leistet noch ein „Pad“-Taster Gesellschaft – ein Standard. Die Phantomspannung ist in 4er Gruppen per Taster auf der Frontseite schaltbar. Das ganze Gehäuse inklusive der Potis macht einen soliden und stabilen Eindruck, den die Potis nicht bestätigen. Diese machen einen leicht wackeligen Eindruck – schade. Rechts neben den Gain-Potis bietet der OctoPre Mk II eine einfache „Metering-Sektion“. Selbstverständlich handelt es sich hierbei eher um eine erweiterte „Signal-Present“-Anzeige als um ernstzunehmendes Metering. Das darf man bei diesem Preis und der Bauhöhe des Gerätes aber auch nicht erwarten. Als sehr groben Pegel-Überblick erfüllt es aber seinen Zweck.

Schließlich stehen dem Anwender noch zwei Taster zur Verfügung, davon einer zum Umschalten der Sampling-Rate. Hier sind vier „Zustände“ möglich, die mit dem Taster „durchgesteppt“ werden können und einer um die Taktquelle umzustellen. Dabei geben LEDs oberhalb der Taster über den gewählten Zustand Auskunft. Als Samplingfrequenz sind 44,1kHz, 48kHz, 88,1 kHz sowie 96 kHz wählbar. Leider muss man die Taktrate auch wählen, wenn der Wandler „von außen“, also via Wordclock, getaktet wird. Das ist ärgerlich, wenn auch nicht schlimm, kann allerdings schnelle lästig werden, wenn man oft die Raten wechseln muss. Der Wordclock-Eingang ist nicht selbst terminieren, sondern schließt mit 75 Ohm fest ab. Ich habe eine stabile Clock-Verbindung realisieren können; das ist nicht selbstverständlich, vor allem in diesen Preisregionen.

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