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Test: M-Audio – Oxygen 8

28. Februar 2002

M-Audio - Oxygen 8

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Es gibt Situationen, da kann man als Keyboarder einfach kein Keyboard gebrauchen!!!

Mit Oxygen stellt die Firma MIDIMAN eine Tastatur für Musiker zur Verfügung die entweder

· keinen Platz mehr haben

· mit dem Laptop unterwegs sind und Musik machen wollen

· mit einem kleinen LIVE Equipment auftreten wollen

· aufs Equipment-Gewicht achten müssen

· oder einfach nur 2 Oktaven benötigen

Denn Oxygen ist eine anschlagdynamische Einspieltastatur ohne eigene Klangerzeugung, mit lediglich 2 Oktaven, einem geringen Gewicht und ein paar speziellen Eigenschaften, die mich zu diesem Test bewogen haben. Ihren 8 freibelegbaren Controllern und der USB Schnittstelle.

Zur Tastatur:

Das wichtigste an einer Einspieltastatur ist das Ansprechverhalten der Tastatur. Das Velocity-Verhalten der Oxygen vermittelt beim Spielen einen runden Eindruck. Ohne große Umstellung vermag ich mit leichter Spielweise niedrige Velocitywerte sauber zu spielen und es gibt auch keine Sprünge, wenn ich dann anfange etwas fester bis fest zu spielen. Einen dynamischen Pianopart kann man also gut spielen. Die Tastatur umfasst 2 Oktaven und die Tasten haben die Größe eines normalen Keyboards. Die Oktavlage lässt sich natürlich per Knopfdruck umschalten und somit ist man in der Lage im Oktavbereich von -2 bis +2 zu spielen.

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px; ma rgin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica“>Zu den Controllern:

Die Oxygen verfügt über ein paar nette Besonderheiten zur Manipulation von Daten. Neben den üblichen Spielhilfen wie Pitchbend (Tonhöhen Beeinflussung) Modulationwheel (Modulation/LFO Steuerung) sowie einem Schnellzugriffschieberegler (Data Entry) hat die Oxygen 8 freibelegbare Drehregler auf der rechten oberen Seite. Aber fangen wir mal mit einem kleinen Ausflug zu normalen Keyboards und ihren Eigenschaften an. Wenn man mit Musikern spricht die Musik mit richtigen Synthies/Keyboards machen hört man immer wieder das Argument „Freier Zugriff auf die Parameter des Instruments“ und das stimmt natürlich auch. Es macht erst richtig Spaß, wenn man in Echtzeit an einem Gerät Sounds manipulieren kann. Für die sogenannten VST Freaks oder auch Computermusiker (zu denen ich zweifelsfrei gehöre) gibt’s diesen Spaßfaktor nur noch mit fremder Hilfe. Den sogenannten MIDI-Controller Boxen. Die wichtigsten Klangmanipulationen eines Instruments lassen sich per MIDI-Controllerdaten beeinflussen. Viele Funktionen sind sogar fest definiert, wie z.B. die Anschlagsdynamik, Lautstärke, Aftertouch, Modulationstiefe sowie die positive oder negative Tonhöhenänderung per Pitchwheel.

Darüber hinaus gibt’s nicht definierte freie Kanäle zur freien Verwendung. Dazu gehören z.B. die Controllerdaten zur Veränderung von Cutoff, Resonance, der ENV Hüllkurve, Effekten, Oszillatorstimmung, Mischerkanälen und was sonst noch so ein Instrument zu bieten hat.

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Zurück zur Oxygen. Mit ihren Drehreglern kann ich per MIDI meinen Instrumenten Daten übermitteln. Was ich verändern kann, ist natürlich abhängig von den Instrumenten und wird in den meisten Fällen im Bedienungshandbuch beschrieben.

Besonders schlaue Geräte verfügen über einen MIDI LEARN Befehl der, einmal aktiviert, sofort merkt auf welchem Kanal der Drehregler sendet. Ich habe noch nicht alle VST PlugIns getestet, kann aber positiv REASON von Propellerheads herausnehmen. Denn Oxygen und Reason könnte man glatt verkuppeln, so gut arbeiten sie zusammen.

Habe ich erst einmal einem Instrument die Controller zugewiesen (oder umgekehrt Oxygen die richtigen Controller Kanäle eingestellt) kann ich jetzt in Echtzeit die Parameter des Instruments verändern. Die Bedienung eines kleinen Synthie PlugIns sowie auch VST Kanäle oder natürlich auch Hardwaregeräte die keine Knöpfe haben (wie manche Expander oder Sampler) können jetzt geregelt und somit auch aufgezeichnet werden.

Jeder Regler kann einen eigenen Midikanal und eine eigene Controllernummer haben.

Installation und Betrieb

Die Installation ist auf MAC und PC wie gewohnt durchzuführen. Den Anweisungen folgen und danach einen Neustart machen. Auf beiden Plattformen kann ich nun in den Voreinstellungen als Midieingang die USB Schnittstelle wählen und sofort losspielen. Für Musiker die Oxygen an anderen Keyboards betreiben wollen sei gesagt, natürlich gibt’s auch noch 2 normale Midiausgänge. Beim Betrieb mit einem Rechner und USB wird das Keyboard von der USB Schnittstelle mit Strom versorgt. Beim Betrieb als Keyboard können entweder Batterien oder das mitgelieferte Netzteil verwendet werden.

Oxygen hat natürlich noch einen Eingang für das Haltepedal.

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 Fazit:

Oxygen ist eine gelungene Mischung aus Tastatur und Controllerbox. Mit einem 2 Oktavenumfang und den Controllern lässt sich alles machen wofür man sich eine solche Tastatur zulegt. Die Verarbeitung ist robust und sollte auch einige LIVE Aktivitäten gut überstehen. Das Design ist mit der silbernen Oberfläche sehr technoid und gefällt mir sehr gut. Für das sogenannte „Portable Studio“ also der Labtop als Produktionsmaschine ist die Tastatur ideal, denn in dieser kompakten Bauform passt sie mit ein bisschen Glück auch schon mal in eine Computertasche und mit 1,4 Kg hebt man sich keinen Bruch!!

Plus

· Niedriges Gewicht

· Größe

· 8 frei belegbare Drehregler

· USB Anschluss

· Fungiert gleich als MIDI-Interface

Minus

Systemvoraussetzungen

MAC

Mac OS 8.6 oder höher (für System 9.+ benötigt man noch einen speziellen „Pace Floppy Enabler“ der kostenlos auf der Website von MIDIMAN zu finden ist.

PC

98/ME/2000/XP mit einem Rechner ab 300 MHz aufwärts

Preis: ca. 170,- EURO

Wertung: 8 Punkte

Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Danke für diesen Test! Es wurde alles sehr gut erklärt und ich habe mich nach diesem Review zu einem Kauf entschlossen!

  2. Profilbild
    gaffer  AHU

    Florian W, seit 2006 Mitglied bei amazona hat 2002 einen Test geschrieben….

    Da müsste irgendwo ein Fehler sein :)

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