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Test: Sterling by Music Man JP 50, E-Gitarre

9. März 2010

Würdiges Duplikat

Die bestmögliche Qualität auch zu einem erschwinglichen Kurs anbieten – das ist das, was sich viele Firmen mit Instrumenten der gehobenen Preisklasse im Sortiment vorstellen. Dass so etwas funktionieren kann, zeigen u.a. die Korea-Versionen des US-Herstellers Paul Reed Smith, die mit der SE-Serie ein durchaus konkurrenzfähiges Produkt am Markt platziert haben. In diese Nische preschen möchte auch Music Man, die unter dem Namen Sterling by Music Man auf der NAMM ’09 eine neue Instrumentenserie fernöstlicher Herkunft präsentierten. Im Sortiment befinden sich neben unserem Testkandidaten auch günstige Versionen der MusicMan-Dauerbrenner Silhouette und Axis, sowie die Fernost-Version des Bass-Klassikers Stingray.

Hatte man sich mittlerweile ja schon fast an „made in korea“ oder „made in china“ gewöhnt, so betritt mit der Sterling by Music Man JP 50 nun eine Gitarre aus indonesischer Fertigung das Amazona-Testlabor.

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Vorbild der JP 50 ist das in den USA gefertigte Music Man John Petrucci-Modell, das schon in der einfachsten Ausführung (ohne Piezo-System unter der Bridge) ziemlich exakt das Dreifache der hier getesteten JP 50 kostet, ganz zu schweigen von den Ball Family Reserve-Instrumenten, für die wiederum gut das Doppelte gegenüber den USA-Standardmodellen aufgerufen wird.

-- Die Sterling by MusicMan JP 50 --

— Die Sterling by MusicMan JP 50 —

Facts & Features

Geliefert werden sämtliche Sterling-Modelle in einem Gigbag mit großer Außentasche, in der eine Menge nützlicher Dinge ihren Platz finden. Beim ersten Betrachten unserer Sterling by Music Man JP 50 bleibt der Blick auf einem kleinen, unscheinbar wirkenden Sticker auf der Rückseite der Kopfplatte hängen: Ein Original USA Music Man-Aufkleber deutet an, was die Recherche ergeben wird. Sämtliche Sterling-Instrumente werden nach der Fertigung in die USA nämlich zu MusicMan importiert, um dort einem letzten genauesten Check unterzogen zu werden. Ein beträchtlicher Aufwand, zeigt dies aber doch wie ernst es die Leute aus San Luis Obispo mit ihrer Qualitätssicherung meinen – hier gilt es immerhin einen sehr guten Ruf zu verlieren.

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Der nach John Petruccis Wünschen gestaltete Korpus der JP 50 besteht aus Linde, aus wie vielen Teilen er zusammengesetzt wurde, lässt sich aufgrund der deckenden Lackschicht leider nicht bestimmen. Das Finish ist hervorragend gelungen, die Lackierung mit der Bezeichnung „Glossy Pearl Red Burst“ wirkt sehr hochwertig und ist bis in jede kleinste Ritze sauber aufgetragen. Die stark konturierte Decke der Gitarre bietet zudem einen idealen Auflagepunkt für den Unterarm, was für ein ermüdungsfreies Spielen nur von Vorteil sein kann. Auch die Rückseite bietet mit einem angenehmen Shaping beste Voraussetzungen dafür.

Kenner werden beim genaueren Betrachten sicher erkennen, dass das Design des Bodys aus einer Mischform der populären MusicMan-Modelle Silhouette und Axis entsprungen ist, wenn auch mit feinen Detailverbesserungen.

-- Konturierte Armauflage --

— Konturierte Armauflage —

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Firebird

    Hallo Stephan,

    erstmal eine herzliches Dankeschön für deine vielen guten Testberichte. die ich schon eine ganze Zeit lang begeistert verfolge.
    Ich habe eine Frage zur JP 50. Welche splitbaren PUs würdest du mir empfehlen, um meine Sterling in Richtung LP Standard zu tunen – und: geht das überhaupt?

    beste Grüße Firebird

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Hi FB,

      danke für die Blumen :)

      Das wird nicht einfach, da es sich ja bei deiner Sterling um eine Schraubhalskonstruktion handelt und auch die Hölzer beider Klampfen unterschiedlich sind … fetter machen geht in jedem Fall, die eingebauten PUs deiner JP sind halt echt nicht der Knaller .. der Markt ist sooo voll mit Replacement-Pickups, da kann ich kaum was empfehlen. Gut und modern klingen in jedem Fall die DiMarzios, ich nehme an, du willst mit der Gitarre Metal spielen?

      Lg, Stephan

  2. Profilbild
    Firebird

    Hey Stephan,

    Danke für die schnelle Antwort! In erster Linie möchte ich damit fett klingende Solos im Rock+Bluesbereich spielen, und ja, für Metal dürfen sie auch gerne geeignet sein. Ich hatte mit den Burstbuckern Pro von Gibson geliebäugelt, weil mir der Klang der LP Standard so gut gefällt, mir die Gitarre aber ehrlich gesagt zu teuer ist. Zumindest in die Richtung sollte es gehen.

    Andere Frage: Liessen sich denn auch 4-adrige PUs einbauen?

    BG

    • Profilbild
      Stephan Güte  RED

      Die BB gelten ja im Allgemeinen als sehr bassig und voluminös, könnte also passen. Musst halt nur schauen, wie Du das mit der Singlecoilschaltung löst, ich würde da nen guten Push-Pull-Poti verwenden ;)

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