Test: Zplane Vielklang

23. Juli 2007

Zplane Vielklang

Stimmige und interessante Harmonien für Chöre zu erstellen, ist oft nicht ganz einfach. Das Berliner Softwarebüro Zplane, das sich bereits für zahlreiche Lizenztechnologien für Branchengrößen wie Steinberg, Ableton etc. verantwortlich zeigt, nimmt mit dem neuartigen nativen PlugIn Vielklang den unbedarften Musikschaffenden an die Hand und zaubert im Nu Chorlinien und harmonisiert nach allen Regeln der Arrangeurkunst Bläsersoli – bei Bedarf auch in mixolydisch bis lokrisch… Selbstverständlich greift auch jede andere Solostimme. Das Ganze passiert im eigenen Sequenzer ohne zusätzliche Hardware. Ist der perfekte Chor nun auch im Rechner möglich?

Vielklang Harmonizer mit Intelligenz

Vielklang Harmonizer mit Intelligenz

 

Installation

Vielklang gibt es ausschließlich online über die Zplane-Website zu kaufen. Das PlugIn läuft unter einem VSTi und AU kompatiblen Host. Voraussetzung ist Mac OSX (ab 10.4) oder für den PC (2000/XP/Vista). Die Freischaltung erfolgt problemlos über den Registrierungsdialog, der sich beim Erststart der Demoversion zeigt. Die Software kann nur auf einem Rechner installiert werden. Auf Wunsch stellt Zplane aber eine zweite Lizenz für z.B. den Mobilrechner kostenfrei zur Verfügung. Der Test findet auf einem G5 mit 1.8 Ghz Single CPU und unter Logic 7.2.3 statt.

Übersicht

Vielklang erlaubt innerhalb einer Hostsequenzer-Umgebung die intelligente und weitestgehend automatisierte Erzeugung von bis zu drei zusätzlichen Stimmen zu einer (monophonen) Leadstimme, um z.B. Backgroundchöre oder neue Bläsersätze zu schaffen. Natürlich ist auch Experimentieren mit anderen Soloinstrumenten oder Harmonien erlaubt. Mit Vielklang lassen sich schnell Melodien umformen und Harmonien in verschiedensten Umkehrungen spielen. Lt. Zplane soll das Ganze ohne großartige Kenntnisse in grauer Harmonielehre und jahrelangem Skalenstudium auch für Laien möglich sein. Die intelligente Harmonieprogression in Verbindung mit der intuitiven Bedienführung macht es möglich. Vielklang berücksichtigt bei der Berechnung der Harmonien zuerst die komplette Melodieführung und benötigt daher vorher immer eine Analyse der Leadstimme. Ist dies geschehen, schlägt Vielklang eine Harmonisierung vor, die nun bei Bedarf angepasst werden kann. Dies unterscheidet Vielklang auch von den Mitbewerbern, die eine explizite Eingabe der Harmonien per Midikeyboard erwarten oder ansonsten eine parallele Harmonisierung anbieten.

Komplettansicht

Komplettansicht

Arbeitsprinzip

Vielklang wird im Hostsequenzer in eine Instrumentenspur geladen. Es handelt sich also um einen eigenständigen Klangerzeuger und nicht um ein Insert-PlugIn. Da Vielklang über sein eigenes Zeit und Klangkontinuum verfügt, muss ihm die Art und Weise der Synchronisation zur Außenwelt – sprich Sequenzer – beigebracht werden. Diese eigenständige Arbeitsweise sollte man im Geiste erst einmal durchgehen, denn die Bedienung verhält sich völlig anders als z.B. ein Standard-Pitchshifter-Effekt, der in den Insert geladen wird. Um eine Melodie zu harmonisieren muss erst einmal ein Audiofile geladen werden. Das passiert über den 'Load' Button. Einige Sequenzer unterstützen Drag and Drop aus dem Arrangefenster – Logic leider nicht. Nach einer kurzen Analyse der Files erscheinen gleich alle vier Stimmen als Vorentwurf im Pitch-View-Fenster.

Bedienung

Klangbeispiele
Forum

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