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Test: Asparion D700, DAW-Controller

Modularer Controller – nicht nur für die DAW

1. Dezember 2023
Asparion d700 ft controller für die daw

Asparion D700, DAW-Controller

Computer sind eine feine Sache. Mit einer DAW bilden sie heute ein komplettes Tonstudio inklusive umfangreicher Effekte und Klangerzeuger ab. Das einzige Problem bleibt das Eingabegerät. Für uns Tontechniker ist das in der Regel ein Mischpult mit Fadern und Drehreglern sowie zahlreichen Schaltern. All das nur am virtuellen Mischpult auf dem Bildschirm mit einer Maus und der Computertastatur zu bedienen, macht wenig Freude. Erleichterung schaffen DAW-Controller, die es mittlerweile zahlreich zu kaufen gibt. Der Asparion D700 DAW-Controller ist einer von ihnen und wir haben ihn für euch getestet.

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Asparion

Viel zu erzählen gibt es zum jungen Hersteller Asparion nicht, Infos finden sich weder auf der Website noch auf der Social-Media-Präsenz des Unternehmens. Der Hersteller hat seinen Firmensitz in Keltern und wird als Geschäftsführer von David Schmidt und Patrick Seitz vertreten. Neben dem hier getesteten Asparion D700 DAW-Controller gibt es noch den schon einige Jahre länger am Markt erhältlichen D400 Controller, der auch bereits von AM;AZONA.de getestet wurde.

Asparion D700 DAW-Controller

Asparion D700 DAW-Controller freigestelltWie schon beim D400, handelt es sich beim D700 um einen modularen Controller, der aus der Haupteinheit Asparion D700 FT, der Erweiterung D700 F mit weiteren Fadern und Reglern sowie der Display-Erweiterung D700 S besteht. So lässt sich aus einem kleinerem Setup bei Bedarf ein größerer Controller-Verbund bauen.

Asparion D700 FT Modul

Das Basismodul Asparion D700 FT

Die Verarbeitung wirkt aufgrund des stabilen Metallgehäuses hochwertig und die Controller sind ausreichend schwer, sodass sie nicht auf dem Studiotisch verrutschen können. Hat man den Asparion D700 FT Controller durch einen oder mehrere D700 F erweitert, lassen sich diese mit Schrauben aneinander fixieren. Alternativ kann man sie aber auch getrennt voneinander aufstellen. Doch dazu später mehr.

Die Erweiterung Asparion D700 F lässt sich nicht ohne den D700 FT Controller nutzen, was schade ist, denn nicht jeder benötigt Laufwerksfunktionen.

Montage des Controllers

Um beide Geräte miteinander zu verbinden, benötigt es ein kleines CAT-Kabel. Ein kurzes Kabel für die Montage nebeneinander und ein etwas längeres Kabel für eine Aufstellung getrennt voneinander liegen bei.

Unserem Testgerät lagen außerdem zwei D700 S Displays bei. Diese werden ebenfalls über ein kurzes CAT-Kabel mit dem Controller verbunden. Hier liegt eine deutliche Verbesserung zum älteren D400 vor. Gestaltet sich die Display-Montage beim D400 noch schwierig (siehe Testbericht), ist sie beim D700 schnell erledigt. Das liegt vor allem daran, dass das Display nur eingesteckt wird und nichts verschraubt werden muss. Allerdings ist die Verbindung des Displays zum Gehäuse im Fall des D700 auch nicht sonderlich stabil.

Asparion D700 S Display Modul

Das Display-Modul D700 S wird einfach in den Controller eingesteckt

Sehr fragil ist die Verbindung von D700 FT und D700 F. In der Gebrauchsanleitung wird zu Recht darauf hingewiesen, dass nach der Verbindung mit den beigelegten Schrauben das Konstrukt nicht mehr angehoben werden darf, weil es sonst auseinanderfallen könnte.

Für all diejenigen, die den Controller in eine Aussparung im Studiotisch oder wie ich auf einen Auszug unterhalb des Tischs stellen wollen: Leider gestaltet sich das schwierig. Für die Montage reicht der Platz nämlich nicht und es ist eine recht fummelige Angelegenheit, wenn man das nicht irgendwo macht, wo man gut an alle Anschlüsse und die entsprechenden Stellen für die Verschraubung herankommt. Die Displays sind ein weiteres Hindernis, denn alle Anschlüsse liegen dahinter. Hier sollte man mit äußerster Vorsicht vorgehen.

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Asparion D700 FT Modul Rückseite

Die Anschlüsse befinden sich alle auf der Rückseite

Insbesondere das Einstecken der kurzen CAT- sowie des USB-Kabels gestaltete sich zum Geduldsspiel. Ich habe mich am Ende dazu entschlossen, die beiden Controller nicht miteinander zu verschrauben und einfach nur nebeneinander zu stellen und habe anstelle des kurzen CAT-Kabels das etwas längere CAT-Kabel genutzt, um beide miteinander zu verbinden. So konnte ich sie für die Verkabelung auseinanderziehen und drehen. Doch wie gesagt: Das alles gilt nur dann, wenn man den Controller nicht freistehend aufstellt. Schöner wäre eine stabilere Verbindung, um die Montage erst freistehend vornehmen zu können und ihn dann anschließend an den gewünschten Ort zu bewegen.

Stromversorgung des DAW-Controllers

Obwohl beide Controller mit dem CAT-Kabel miteinander verbunden sind, benötigt jede Erweiterung eine eigene Stromversorgung. Diese erfolgt jeweils über ein externes Netzteil. Bei einem D700 FT und einem D700 F benötigt man entsprechend zwei externe Netzteile. Bei einem D700 FT und zwei D700 F sind es bereits drei externe Netzteile.

Nun stellt sich mir die Frage, warum man eine komfortable Weiterleitung der Steuersignale über CAT-Anschlüsse einrichtet, dabei aber die Stromversorgung der Erweiterungen, die ohnehin nicht ohne den D700 FT genutzt werden können, integriert? Jeder Gitarrist hat auf seinem Pedal-Board nur eine zentrale Stromversorgung und nicht für jedes Pedal ein eigenes Netzteil. Hier sollte unbedingt nachgebessert und ein für mehrere Geräte ausreichend dimensioniertes Netzteil samt Verteilung angeboten werden.

Asparion D700FT
Asparion D700FT
Kundenbewertung:
(1)

Interessant ist, dass einige Teile des D700 FT auch dann noch funktionieren, wenn man die Stromversorgung über das Netzteil kappt. Sie werden dann über das USB-C Kabel mit Strom versorgt. Dokumentiert ist das allerdings nicht und das Display funktioniert in diesem Fall auch nicht mehr.

Vermutlich reicht der von der USB-C Buchse zur Verfügung gestellte Strom dafür nicht aus. Benutzt man den Controller an einem Laptop, sollte gegebenenfalls im Akkubetrieb das USB-Kabel abgezogen werden, wenn man den Controller gerade nicht benötigt, damit der Akku nicht unnötig belastet wird. Leider gibt es keinen Betriebsschalter für den Controller.

Installation und Konfiguration des Asparion D700

Nach dem Aufbau erwartet uns die Installation und Konfiguration am Computer. Zur Verbindung nutzt man eines der beiliegenden USB-C Kabel (USB-C zu USB-C und USB-C zu USB-A). Die Konfiguration geschieht am besten über die Asparion Configurator App, die von der Website des Herstellers heruntergeladen werden kann. Bei dieser Gelegenheit sollte man auch gleich das Handbuch und die Installationsanleitung für die jeweilige DAW herunterladen.

Über die Software lässt sich nicht nur der Controller-Verbund mit einer aktualisierten Firmware versehen und für die Zusammenarbeit konfigurieren, sondern auch die Belegung der Fader, Regler und Taster vornehmen. Für die gängigsten DAWs gibt es allerdings Presets.

Eine Besonderheit ist, dass auch Nicht-MIDI-Programme mit dem Controller zusammenarbeiten können. Dazu gibt es eine gesonderte App. Die Liste der fertigen Anpassungen für DAWs und auch Lichtsteuer-Software ist allerdings lang und die bekanntesten Kandidaten enthalten:

  • Cubase / Nuendo
  • Audition
  • Premiere Pro
  • Digital Performer
  • Live
  • Samplitude / Music Studio / Sequoia
  • Logic
  • Studio One
  • Tracktion / Waveform
  • Reason
  • Reaper
  • Vegas
  • ACID Pro
  • Sonar / Cakewalk
  • FL Studio
  • Bitwig
  • Mixbus 32C
  • LV1
  • DMX Joker
  • MADRIX
  • Daslight

Hinsichtlich der Kompatibilität zu Betriebssystemen werden Windows, MacOS, Linux, Android, iOS und iPadOs genannt. Allerdings fehlen genauere Angaben zu den Betriebssystemversionen und Geräteanforderungen.

Auf meinem Apple Mac Mini M1 mit MacOS Sonoma gab es zunächst ein paar Abstürze, doch nach einer kurzen Rücksprache mit Asparion und Einsendung des Fehlerberichts wurde mir noch am selben Tag eine neue Software-Version zur Verfügung gestellt, die nun nicht mehr beim Auswählen des Controllers abstürzt. Während des Tests lief die Software dann einwandfrei.

Asparion D700F
Asparion D700F Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Für das Zusammenspiel von D700 FT und D700 F muss zunächst die Zahl der Extensions eingestellt und jeder Erweiterung (bis zu sieben) eine eigene ID zugewiesen werden. Dies ist im Benutzerhandbuch entsprechend beschrieben und auch auf den jeweils im Karton liegenden Zetteln mit der Kurzanleitung erklärt.

Nachdem das alles erledigt ist, bleibt die Einrichtung in der ausgewählten DAW. Zu diesem Zweck gibt es zu den genannten Software-Produkten eigene Anleitungen, die auf der Internetseite des Herstellers erhältlich sind. Doch dazu später mehr.

Bedienoberfläche

Die Mischpultsektionen von D700 FT und D700 F sind identisch. Der D700 FT Controller verfügt zusätzlich auf der rechten Seite über eine Sektion zur Auswahl von Pan, EQ, Send, FX, Metronom, Loop, Record, Play, Stop und zwei Pfeiltasten für die Navigation im Mischpult. Außerdem entdecke ich eine „Sternchentaste“ und einen Lautstärkeregler (Endlosregler).

Asparion D700 DAW-Controller Produktfoto nah

In Aktion: Der Asparion D700 DAW-Controller

Die Mischpultsektion besteht aus insgesamt acht Kanälen. Jeder Kanal besitzt einen Endlosregler mit Push-Funktion, einen berührungsempfindlichen 100 mm Motor-Fader mit einer Auflösung von 12 Bit und vier Tasten für Mute, Rec. Arm, Solo und Select. Hat man das Display D700 S installiert, kommt jeweils noch ein OLED-Display mit zwei Zeilen Text mit 12 Zeichen, einer Zeile Text mit 6 Zeichen und Mono/Stereo-Metering samt Clipping-Anzeige hinzu. Außerdem wird die Spurnummer angezeigt. Die Auflösung beträgt 1024 x 64 Pixel.

Weitere Anschlüsse und Besonderheiten

Noch nicht erwähnt habe ich die beiden Klinkenanschlüsse am D700 FT Controller. Hier lassen sich je ein Sustain- und Expression-Pedal anschließen, deren Signale dann ebenfalls auf Funktionen in der zu steuernden Software geroutet werden können.

Die Protokolle des Asparion D700 DAW-Controllers sind MIDI, OSC (Open Sound Control) und MQTT. MQTT steht für „Message Queuing Telemetry Transport“ und wird gerne bei Smart Home-Anwendungen genutzt.

Die Produkt-Website zum D700 nennt auch Smart Home-Anwendungen als Einsatzbereich. Auf Nachfrage bekam ich vom Hersteller die folgende Antwort:

„Sie können unser Gerät mit der Asparion Connector App über MQTT mit einem Smarthome verbinden. Dadurch lässt sich z.B. mit einem Fader oder Encoder das Licht dimmen oder Rolläden, Vorhänge oder Fenster bewegen. Mit den Tastern kann man Licht oder ähnliches an/ausschalten. Die LEDs im Gerät können den Status verschiedener Smarthome Elemente anzeigen, z.B. offene Fenster.

Für die Einrichtung sollte man sich natürlich etwas mit dem Smarthome Thema auskennen. Den Nutzern bereitet dieses Feature aber scheinbar recht viel Freude. Wenn man z.B. das Studiolicht mit dem Fader dimmen kann. Auch das Feature welches es erlaubt, Windows/Mac mit unserem Gerät zu kontrollieren scheint gut bei den Kunden anzukommen. So kann man das Gerät auch nutzen wenn keine DAW geöffnet ist.“

Ebenso eine Besonderheit ist die 3-jährige Garantie seitens des Herstellers.

Asparion D700: Praxiseinsatz im Tonstudio

Für den Test habe ich die beiden DAWs Logic Pro und Ableton Live genutzt. In beiden DAWs wird der Controller als Mackie Control für den D700 FT und Mackie Control XT für den D700 F hinzugefügt.

Asparion D700 DAW Controller Heimstudio 2

Asparion D700 DAW Controller im Test mit Logic Pro und Ableton Live

Der Controller verhält sich eigentlich wie jeder andere Controller auch: Das Display zeigt entweder die Spurnamen, die Positionen der Panoramaregler, die EQ-Einstellungen des selektierten Kanals, die Send-Lautstärke oder die FX-Parameter im selektierten Kanalzug. Wählt man einen Parameter an, öffnet sich in Logic zum Beispiel das dazugehörige Fenster und man kann alles am Bildschirm nachvollziehen.

Wie beim Mackie Control Protokoll üblich, sind die Bezeichnungen teilweise recht kryptisch. Das ist nicht dem Asparion D700 Controller anzulasten, sondern auch bei allen anderen Controllern so, die mit dem Mackie Control Protokoll arbeiten. Eine native Unterstützung gibt es bereits für Cubase, Nuendo, Waveform, FL Studio und Bitwig. Für Ableton Live ist sie in Vorbereitung.

Natürlich kann das Mapping der Bedienelemente entsprechend angepasst werden. Mit den vorgefertigten Presets kommt man aber schon sehr weit.

Kinderkrankheiten

Der Asparion D700 Controller verfügt noch über einige Kinderkrankheiten. Nach Rücksprache mit dem Hersteller wurden diese größtenteils bereits behoben und sollten bei den Serienmodellen nicht mehr vorhanden sein.

Negativ aufgefallen ist mir zum Beispiel die Kalibrierung der Fader, die beim Anfahren der 0 dB-Marke nicht alle auf gleicher Höhe stehenbleiben. Hier war durchaus ein Spiel von ca. 3 mm drin.

Asparion D700 DAW Controller Fader

So sehen die Fader beim Asparion D700 DAW Controller aus …

Behringer X-Touch DAW Controller Fader

… und so beim preisgünstigen Behringer X-Touch Controller

Der Controller hat im Testzeitraum öfter einmal träge reagiert, wenn in rascher Folge hintereinander Kanäle selektiert oder Parameter verändert wurden. Laut Aussage des Herstellers könnte das an der Geschwindigkeit des Computers und der DAW liegen.

Da der Test allerdings auch auf einem Apple Mac Mini mit M1 Prozessor und 16 GB stattgefunden hat und ein zum Vergleich herangezogener Behringer X-Touch Controller keinerlei Auffälligkeiten zeigte, ist das meiner Meinung nach eher auszuschließen.

Alternativen

In seiner Preisklasse bieten sich zahlreiche hochwertige Alternativen zum Asparion D700 Controller. Zu nennen wären zum Beispiel die Controller von SSL wie der SSL UF8 Controller und Avid wie der Avid S1. In der Preisklasse unter 1.000,- Euro tummeln sich auch interessante Kandidaten, zum Beispiel der Presonus Faderport 16 Controller.

Natürlich darf auch der gute alte Mackie Control Universal Pro Controller nicht vergessen werden. Der Icon QCon Pro X bietet sehr viel für den günstigen Preis und Behringer hat mit dem Behringer X-Touch Controller, der sich ebenfalls erweitern lässt, auch einen brauchbaren Kandidaten im Programm.

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Fazit

Der Asparion D700 Controller ist eine Fortsetzung des Konzepts des bereits länger am Markt erhältlichen D400. Sein modularer Aufbau ermöglicht das Erstellen größerer Setups. Mit 12 Bit Auflösung für die Fader hat der Controller ein weiteres Alleinstellungsmerkmal in seiner Preisklasse, die noch nicht einmal SSL bietet. Wie bei allen Controllern steht und fällt die Zusammenarbeit mit der DAW mit dem Protokoll. Das schon recht alte Mackie Control Protokoll wird zwar von fast jeder Software am Markt unterstützt, schränkt jedoch auch ein. Aus diesem Grund arbeitet man bei Asparion an einer nativen Unterstützung des D700, ist hier aber auf die Mitwirkung der Software-Hersteller angewiesen. Dass sich mit dem D700 auch das Smart Home über das MQTT-Protokoll steuern lässt, ist ein schönes Extra-Feature.

Alles in allem ist der Asparion D700 ein guter Controller mit einer hohen Verarbeitungsqualität und einer sehr hohen Fader-Auflösung, die schon fast einzigartig ist. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft mehr DAWs nativ unterstützt werden, um das volle Potenzial zu entfalten.

Bleibt zuletzt noch der Preis: Dieser ist schon für die Basiseinheit D700 FT plus Display D700 S mit 1.468,- Euro recht hoch. Greift man zum Bundle, bestehend aus D700 FT, D700 F und Display, liegt man bei 2.599,- Euro. Das ist ein wirklich stolzer Preis für einen Controller mit 16 Fadern, den meines Erachtens auch die 12 Bit Auflösung nicht rechtfertigt.

Plus

  • Qualität der Hardware
  • 12 Bit Auflösung für Fader
  • modulare Bauweise
  • platzsparendes Design

Minus

  • hoher Preis
  • Stromversorgung bei mehreren Modulen

Preis

  • D700 FT Basiseinheit: 1.299,- Euro
  • D700 F Erweiterung: 1.149,- Euro
  • D700 S Display: 169,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Eibensang

    Mit den ganzen aufgelisteten Kinderkrankheiten kämen mir die Dinger auch dann nicht ins Haus, wenn ich das Geld dafür und noch Platz auf dem Tisch hätte. Das insgesamt wohlwollende Fazit kann ich in seiner Nachsicht kaum nachvollziehen – angesichts der beschriebenen Fragwürdigkeiten und der offensichtlichen praktischen Undurchdachtheit der ganzen Konstruktion – von „am Einsatzplatz zusammenbauen müssen, weil nicht von Tisch zu Tisch tragbar“ übers Erzwingen mehrerer Wandwarzen (Netzteile) bis hin zu unschön genullten Fadern und fragwürdigen Displaydarstellungen inklusive Pixelfehler?

    Dafür berappe vierstellige Summen, wer sonst nix mehr auf der Wunschliste hat. Ich fände das schon für weit weniger Geld unzumutbar. Schon klar, dass Motorfader wirklich was kosten. Das entschuldigt aber nicht den genannten Murks.

    (Acoustica Mixcraft taucht nie in DAW-Listen auf. Keine Kritik hier, da es mir überall auffällt. Nutzen das so wenige? Anderes Thema.)

    Aber danke für den aufschlussreichen Bericht!

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Eibensang Ich sehe das im Prinzip auch so wie du. Die Pixelfehler sollten mittlerweile behoben sein. Laut Hersteller war auf meinen Displays noch eine veraltete Firmware. Ich hätte sie jetzt zurückschicken und dort updaten lassen können (geht leider nicht selbst). Das wäre mir jetzt aber zu viel Aufwand gewesen, deshalb habe ich das in diesem Fall durchgehen lassen. Zu den Fadern hat mir der Hersteller ein Video geschickt von einem anderen Gerät, das besser kalibriert war. Deshalb taucht das in der Negativliste auch nicht auf. So wie das Gerät hier bei mir ankam, hätte ich es allerdings auch zurückgeschickt. Der Hersteller war aber sehr kooperativ in Sachen Fehlerbehebung, was auch mit in die Bewertung gezogen wurde. Die mechanische Konstruktion gefällt mir persönlich auch nicht. Aber wie du an dem Kommentar weiter unten siehst, ist das recht subjektiv. Mich hat das Verschrauben jedenfalls genervt. Bleibt zum Schluss noch die Notwendigkeit mehrerer Netzteile. Das verstehe ich nicht, deshalb wurde es von mir auf die Negativliste gesetzt. Dass angeblich eine Lösung mit einem kräftigeren Netzteil nicht möglich wäre, wie mir vom Hersteller gesagt wurde, ist für mich eher eine Ausrede. Das hat dann auch schlussendlich zur Abwertung geführt. Ob man so viel Geld ausgeben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Ich bin mit meinem X-Touch sehr zufrieden und der hat nur einen Bruchteil gekostet.

  2. Profilbild
    Kstreck

    Ich habe das alte Modell D400F+T, welches mit Cubase hervorragend läuft.
    Es ist hochwertig verarbeitet.
    Das hier kritisierte mech.Verbinden der Komponenten gibt es da auch, finde ich aber eher unwichtig..da diese schon durch ihr Gewicht stabil auf dem Tisch liegen.
    Was sehr schade ist, dass ein Mischbetrieb von 400er und 700er Modulen bisher nicht möglich ist.
    Ich hätte gerne das alte Display/Meterbridge durch ein neues ersetzt.Ja, und der Preis ist seeehr sportlich….

  3. Profilbild
    ollo AHU

    Der Preis ist halt einfach zu hoch. Die Console von Softube kostet da doch weniger und für 2.599 würde man bei Behringer ein X32 bekommen, was auch als DAW Controller funktionieren kann (habe ich aber nie ausprobiert) und das ist dazu eben noch ein echtes Mischpult. Zwischendurch lag der Preis für ein X32 sogar mal bei 1500€, da ist der Preis hier für „nur“ einen Controller wie gesagt einfach zu hoch.

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