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Marktübersicht: Die besten DAW-Controller zwischen 400,- und 999,- Euro

20. Juni 2022

Controller für Plug-ins und die DAW

daw controller ab 400 euro marktübersicht

Marktübersicht: Die besten DAW-Controller zwischen 400,- und 999,- Euro

Vor einigen Wochen haben wir euch im Artikel „Die besten DAW-Controller unter 400,- Euro“ die DAW-Controller des Einsteigersegments vorgestellt. Einzelne Fader, Buttons und Drehregler, meistens gepaart mit einer Transportsektion und ggf. einem kleinen Display, sind hier an der Tagesordnung. Wer mehr steuern möchte, größere Projekte in der DAW umsetzt und gleichzeitig mehrere Spuren/Tracks im Direktzugriff haben möchte, wird um die folgenden DAW-Controller aber nicht herum kommen und muss entsprechend etwas tiefer in die Tasche greifen. Doch bereits für knapp über 400,- Euro bekommt man die ersten DAW-Controller mit mehreren Kanalzügen.

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DAW-Controller – Überblick

Das Grundproblem der flexibel einsetzbaren Controller bleibt auch in dieser Preisklasse bestehen: Wer schon mal einen oder mehrere Controller besessen hat, weiß aus eigener Erfahrung, dass die Umsetzung aller gewünschten Befehle und Funktionen nicht immer einwandfrei und ohne Weiteres funktionierden. Der Grund ist bei den meisten Controllern schnell gefunden: Es gibt mittlerweile die unterschiedlichsten Digital Audio Workstations (DAW): Logic, Cubase, Reason, Live, Pro Tools sind da nur die bekanntesten. Jede DAW ist unterschiedlich aufgebaut, bietet andere Funktionen bzw. Umsetzungen von Funktionen und wurde logischerweise von den unterschiedlichsten Menschen entwickelt. Wie soll da ein einzelner Controller alles abdecken?

Dank diverser Protokolle wie Mackie Control oder HUI gibt es zwar standardisierte Befehle, die die meisten DAW-Controller umsetzen können, doch meist sind diese nur rudimentär oder umfassen bei Weitem nicht das volle Potenzial des Controllers bzw. der DAW. Und da jeder Nutzer unterschiedliche Funktionen nutzt und einen gänzliche anderen Workflow hat als der Nachbar gegenüber, ist es für die Hersteller schwierig, alle unter einen Hut zu bekommen.

Kriterien für den Kauf eines DAW-Controllers

Die wichtigsten Kriterien für den Kauf eines DAW-Controllers sind schnell geklärt. Welche Funktionen sollen vom Hardware-Controller aus gesteuert werden und welche Art von Bedienelementen wird dafür benötigt? Bei den Einsteigermodellen stellt sich zunächst die Frage: Müssen es Fader sein oder reichen auch Potis? Denn virtuelle Lautstärkeregler lassen sich ohne Weiteres auch von Potis steuern. Bei den folgenden DAW-Controller sieht es dagegen schon deutlich mehr nach „Mischpult-Feeling“ aus, denn die meisten bieten mehrere (Motor-) Fader, die zusammen mit Drehregler und Buttons als klassische Kanalzüge aufgebaut sind. Entsprechend gehört auch die Anzahl der Druckschalter und Potis, die auf diverse Funktionen programmiert werden können, zu den weiteren Kriterien beim Kauf eines DAW-Controllers.

Die DAW-Transportsteuerung kann fast jeder Controller übernehmen, doch schon bei der Steuerung von Equalizern oder anderen DAW-internen Plug-ins trennt sich schnell die Spreu vom Weizen. Während die einfacheren Controller oftmals kein optisches Feedback zu Reglerbewegungen oder deren Aktivität anzeigen, bietet das Mittelfeld schon eine bessere Übersicht. Die Anzeige von Werten, Takten, Tempo und mehr sind bei der täglichen Arbeit mit Controllern eine große Hilfe.

Letztlich hängt aber viel vom eigentlichen Einsatzgebiet ab. Welche DAW kommt zum Einsatz und wie wird gearbeitet – all das sollte klar sein, bevor man sich für einen Controller entscheidet.

Welchen Controller nutzt ihr, was sind eure Erfahrungen damit, welche Tipps & Tricks habt ihr für die AMAZONA.de Community?

Die folgende Marktübersicht der DAW-Controller haben wir aufsteigend nach Preisen sortiert.

Icon QCon EX G2

Der QCon EX G2 ist als Erweiterung für den großen Bruder QCon Pro G2 gedacht, lässt sich auf Wunsch aber auch eigenständig als DAW-Controller einsetzen.

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In puncto Verarbeitung, Realisation und Preis-Leistungs-Verhältnis kann der Controller überzeugen. Nicht nur dass sich die Bedienelemente wertig anfühlen, man hat bei Icon auch an den unkomplizierten Tischeinbau gedacht.

Die Evolution der Icon-Serie ist an diesem Modell deutlich zu erkennen. Dabei sind die Motorfader angenehm ruhig und das Jog-Rad gut zu bedienen. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Test.

icon qcon ex g2

Behringer X-Touch

Das Flaggschiff der X-Touch Serie bildet letztlich das X-Touch. Auch hier bekommt man wieder acht plus einen Master-Kanalzug samt Motorfadern geboten, die restlichen Bedienelemente des DAW-Controllers bieten aber noch weitreichendere Kontrollmöglichkeiten als beim X-Touch Compact. So bietet das X-Touch beispielsweise jeweils ein Display pro Kanal, ein großes Jog Dial sowie eine Vielzahl von Funktionstasten, über die Parameter und Funktionen direkt aufgerufen werden können. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Test.

die besten daw controller

Softube Console 1 MK2

Deutlich spezieller, aber dafür nicht weniger zur Steuerung geeignet, ist Console 1 Mk2 von Softube. Zwar handelt es sich hierbei nicht um einen echten DAW-Controller, aber da die Steuerung von Plug-ins beim Arbeiten mit der DAW oftmals im Fokus steht, wollten wir euch diesen Controller nicht vorenthalten.

softube console 1 mk2

Console 1 MKII, Hardware und Software

Mit Console 1 lassen sich Softube-eigene und Plug-ins von Universal Audio steuern. Der Clou daran: Entgegen vieler herkömmlicher Controller, die man oftmals erst an Plug-ins anpassen und darauf programmieren muss, nutzt man bei Console 1 stets die gleichen Bedienelemente für den gleichen Parameter – und das unabhängig vom Plug-in, das man nutzt. Die Programmierung wird dabei vom Hersteller umgesetzt, der Nutzer setzt sich an den Controller und steuert einfach. Wie ihr in unserem Test lesen könnt, geht das Konzept voll auf.

Loupedeck CT

Etwas außer Konkurrenz, da nicht zwingend als reiner DAW-Controller konzipiert, aber für manche sicherlich nicht uninteressant, ist der Loupedeckt CT. In unserem Test haben wir den Controller mit einer Logic Pro Anpassung von der Herstellerwebsite ausprobiert und kamen am Ende zum Schluss, dass selbst ohne native Unterstützung das Arbeiten mit Loupedeck viel Spaß macht. Einer der Clous des Loupedecks ist die automatische Umschaltung wenn man auf dem Computer die Software wechselt. Hier unser Test dazu.

Asparion D400F

Asparion vertreibt sein DAW-Controllersystem als Bundle, bestehend aus dem Basismodul D400T und der Faderbox D400F. Als eigenständiger Controller ist der D400F nicht einsetzbar, soll der Vollständigkeit halber aber in unserer Marktübersicht nicht fehlen. Im Test zum Asparion D400 Bundle erfahrt ihr mehr dazu und ob die Asparion Produkte für euch in Frage kommen.

Asparion D400F von oben

Presonus Faderport 8

Der kleine Faderport ist mit Sicherheit einer der weit verbreitesten DAW-Controller in Homestudios und bietet – vor allem im Hinblick auf den Einsatz mit der Presonus DAW Studio One eine tiefgreifende Steuerung. Gleiches gilt auch für den Faderport 8, wobei sich dieser auch als generischer Controller mit anderen DAWs einsetzen lässt. Hier unser Test dazu.

Die Eckpunkte des Faderport 8 lesen sich wie folgt:

  • 8 berührungsempfindliche 100 mm Motorfader (Dual-Servo Drive Belt) mit 10 Bit Auflösung
  • 57 hintergrund- und statusbeleuchtete Taster, 4 programmierbare User-Taster, 8 Funktionstaster, 78 steuerbare Funktionen
  • 8 hochauflösende LC-Displays als digitale Beschriftungsfelder
  • Timecode- und Pegel-Anzeige
  • Datenrad mit Drucktaster zum Scrollen, Zoomen, Navigieren, uvm.
  • 2 Pfeiltaster zum schrittweisen Navigieren und Einstellen
  • Transportsteuerung, Spursteuerung, Automationssteuerung und Session-Navigator

Icon QCon Pro G2

Wie beim QCon Pro EX G2 bereits beschrieben, bietet der QCon Pro GS/EX GS insgesamt eine gute Verarbeitung, Umsetzung der Funktionen sowie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Test.

icon qcon pro g2

Softube Console 1 Fader

Deutlich mehr in Richtung Mixing orientiert, ist der zweite Controller aus dem Hause Softube, der Console 1 Fader. Auch hier setzt Softube auf eine Hybrid-Kombination, bestehend aus Hardware-Controller und Software-Emulation samt Hochpass-/Tiefpassfilter, Konsolenemulation und Spatializer. In unserem Test erfahrt ihr mehr zum Console 1 Fader.

softube console 1 fader

Faderfox PC12, MX12

Die Hamburger Boutique-Firma Faderfox hat uns bereits in diversen Tests mit ihren Produkten überzeugt. Auch der mit zahlreichen Drehreglern bestückte PC12 bildet da keine Ausnahme.

faderfox pc12

Unmengen von Reglern, extrem vielseitig, kaskadierbar und stabil, so hat sich der PC12 in unserem Test präsentiert. Im Prinzip der perfekte Controller für alle, die in die versteckten Tiefen ihrer Hard- und Software eintauchen und bequem auch an mehreren Parametern gleichzeitig arbeiten möchten, statt einen nach dem anderen mit der Maus abzudrehen.

Alternativ bietet Faderfox mit dem MX12 einen aufs Mixing abgestimmten Controller mit 12 Fadern und zugehörigen Drehregler und Buttons, die als Kanalzüge angeordnet sind.

faderfox mx12

Icon Qcon Pro XS

icon qcon pro xs daw controller

SSL UC1

Wer den SSL-Sound liebt und wünscht, bekommt mit dem UC1 Controller die passende Hardware zur Steuerung der SSL Plug-ins Channel Strip 2 und Bus Compressor 2. Als vollwertiger DAW-Controller geht der UC1 zwar nicht durch, darf in dieser Marktübersicht unserer Meinung nach dennoch nicht fehlen. Der fehlende generische Modus bzw. die fehlende Unterstützung für 3rd Party-Plug-ins sind aber eine klare Limitierung des SSL-Controllers. Weitere Information zum UC1 findet ihr in unserem Test.

solid state logic ssl uc1 plugincontroller test

Icon QCon Pro X

Bereits 2017 hatten wir den größten Icon DAW-Controller der QCon Reihe bei uns im Test. Für einen aktuellen Preis in Höhe von 825,- Euro erhält man hier einen sehr weitreichend ausgestatteten Controller, der zwar weiterhin Verbesserungspotenzial hat, aber im Gesamtkontext ein solides Arbeiten ermöglicht. Genaueres dazu erfahrt ihr in unserem Test.

icon pro x

Presonus Faderport 16

Funktional ist der Faderport 16 baugleich mit dem Faderport 8, bietet aber den Direktzugriff auf 16 Kanäle und ist mit 498 x 302 x 53,6 mm entsprechend auch deutlich breiter als der kleinere Bruder. Die genauen Informationen dazu entnehmt ihr bitte unserem Faderport 8 Test. Die Spezifikationen des Faderport 16 sehen wie folgt aus:

  • 16 berührungsempfindliche 100 mm Motorfader
  • Faderauflösung: 10 Bit/1.024 Schritte
  • 85 hintergrund- und statusbeleuchtete Taster
  • 104 steuerbare Funktionen
  • 16 LC-Displays als digitale Beschriftungsfelder
  • Timecode- und Pegel-Anzeige
  • kleiner Encoder als Panpot und andere angewählte Parameter
  • großes Datenrad mit Drucktaster zum Scrollen, Zoomen, Navigieren etc.
  • 2 Pfeiltaster zum schrittweisen Navigieren und Einstellen
  • Transportsteuerung, Spursteuerung, Automationssteuerung
  • Session-Navigator, Fader-Modi, Mixer-View
  • Undo/Redo, Click Track on/off, Tap Tempo, Marker setzen, Plug-in-Parameter etc.
  • 4 programmierbare User-Taster
  • 8 Funktionstaster
  • native Studio-One-Unterstützung, HUI- und Mackie-Control wählbar

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Forum
  1. Profilbild
    cheesroll

    Danke für den Überblick. Bin gerade auf der Suche nach einem neuen Controller. Manche Geräte hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Mal sehen was es dann wirklich werden wird.

  2. Profilbild
    Basicnoise AHU

    Danke. Ich suche gerade. Für mich sind die meisten Controller aber voller Kompromisse. Im Moment habe ich noch nichts gefunden was meinen Midi Fighter Twister ersetzen könnte.
    Das hier könnte da ein gute Lösung sein —> https://yaeltex.com/
    Die lasst ihr hier gerne aussen vor, aber das Konzept ist extrem spannend. Leider auch recht teuer, weshalb ich mich noch nicht durchringen konnte. Da müsste doch mal ein ausführlicher Test her :)

  3. Profilbild
    mfk

    Ich bin mit dem Faderfox PC12 sehr zufrieden.
    Kommt mit USB und 2 Midi-In, 2 Midi-Out. Mehr Potis, als ich jemals brauchen werde.
    Kann mit anderen Produkten via Extension Port kombiniert werden.
    (Beispielsweise MX12 oder EC4. Mit letzerem hat man sogar „NRPN, control change or pitch bend“)

    Stabil gebaut, sehr guter Kundenservice.

  4. Profilbild
    Anthony Rother AHU

    Als ich ein paar Jahre ohne Mischpult und nur mit der DAW als Mixer gearbeitet habe hatte ich einiges ausprobiert.
    Nichts konnte mich wirklich überzeugen und wie ich sehe können die grundlegenden Probleme einfach nicht gelöst werden.
    Meiner Meinung nach wird es immer ein Kompromiss bleiben.

    Ich bin dann wieder zurück zum echten Mischpult und seit dem glücklich :-)

    • Profilbild
      Klinke

      Was sind denn die grundlegenden Probleme?

      Wenn ich mir einzelnen Tests anschaue, so wird da des öfteren eine unvollständige Unterstützung von Features angesprochen, aber die lässt sich ja Softwareseitig nachrüsten, und je nach DAW ist da in letzter Zeit z.B. Dank Moss (http://www.....tware.html) einiges passiert.

      • Profilbild
        frankste

        Die Vorteile eines echten Mischpults sind m. E.
        – Jeder Kanal ist fix einem Instrument zugewiesen kein umschalten
        – EQ, send, solo etc. haben alle ihre eigenen Regler keine Mehrfachbelegung
        – eingestellte Werte sofort ablesbar und veränderbar keine Endlosregler, Abholmodus
        – funktioniert auch ohne PC/MAC nur mit externen Instrumenten
        Auch wenn ein DAW Controller weitere und Individuellere Funktionen bietet, so ist Übersicht und Bedienkomfort für mich wichtiger.

  5. Profilbild
    AQ AHU

    Ich vermisse den AVID S1 in der Liste. Dies vor allem auch, weil der Vorgänger des S1 (Artist) in der Amazona Charts den klaren ersten Platz belegt.
    Kommt da noch was?

  6. Profilbild
    Garfield Modular

    Hallo Felix und AQ,

    Felix: Herzlichen Dank für das tolle Übersicht, sehr hilfreich! :-)

    AQ: Der Felix hat, meiner Meinung nach, ziemlich deutlich angegeben das es hier um DAW Controllers handelt die sich im Euro 400 bis Euro 999 Bereich aufhalten. Der AVID S1 liegt in ein höheren Liga…

    Lassen wir hoffen das wir nicht lange warten müssen für die DAW Controller-Übersicht ab Euro 1000 ;-)

    Viele Grüße, Garfield.

    • Profilbild
      AQ AHU

      Na ja, es gibt in den Amazona Charts eine Kategorie „Controller bis EUR 400.-„ und eine ab 401.- . Warum jetzt plötzlich die 999.- Grenze? Kann man ja machen, aber dann wäre 1000.- angesagt und dann ab 1001.-, oder bin ich da zu pingelig?
      Mich interessiert einfach der S1.

  7. Profilbild
    Garfield Modular

    Hi AQ,

    Nein zu pingelig nicht, es wäre natürlich schöner gewesen wenn die Charts und die Artikeln, wie dieser zum Beispiel, gleich gehalten worden wurden. Dramatisch finde ich es aber auch nicht ;-)

    Aber da das Artikel nun mal bis Euro 999 geht, freue ich mich trotzdem auf hoffentlich das nächste Artikel mit DAW Controllers ab Euro 1000.

    Ciao, Garfield.

  8. Profilbild
    1stDIVA

    Leider habe ich es verpasst den CC121 zu erwerben. Als Cubase Nutzer wäre der doch die erste Wahl.

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