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Test: Behringer X-Touch & X-Touch Compact, DAW-Controller

X-treme Kontrolle für die DAW

24. Juli 2023
Behringer X-Touch & X-Touch Compact

Behringer X-Touch & X-Touch Compact, DAW-Controller

Vorwort

Auch wenn der X-Touch von Behringer schon einige Jahre erhältlich ist, gehört er weiterhin zu den aktuell interessantesten DAW-Controllern. Schon alleine seine 9 Motor-Fader stellen viele andere Controller in den Schatten. Entsprechend gehört der X-Touch immer noch zu den „heißen Eisen“. Deshalb haben wir uns den X.Touch einmal näher für euch angeschaut.

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Schon vor langer Zeit haben sich Emagic und Mackie dem Problem des Controller-Mixens angenommen und die sogenannte Logic Control auf den Markt gebracht, einen DAW-Controller mit neun Motor-Fadern, Endlos-Drehreglern und einer ganzen Menge an Funktionstasten. Heutzutage heißt das Ganze Mackie XT Pro oder Universal Pro und wird noch immer fast unverändert gebaut, aber auch der Preis ist unverändert hoch.

Hier kommt Behringer ins Spiel, denn mit dem X-Touch bietet der Hersteller eine Eigeninterpretation des DAW-Controllers an. Doch begnügt sich Behringer nicht damit, einfach eine Kopie für weniger Geld anzubieten. Der X-Touch ist mehr als ein DAW-Controller, denn er lässt sich auch als Controller für die digitalen Rackmischer der X Air-Serie einsetzen und fungiert nebenbei als vollwertiger USB-Hub. Überhaupt hat Behringer seit dem Erscheinen des X32 einiges an Reputation selbst in Profi-Kreisen zurück gewonnen.

behringer x touch

Behringer X-Touch – First Look

Die Verwandtschaft zum Behringer X32 Digital-Mixer, ist nicht zu leugnen, die Optik und Materialanmutung des X-Touch bezeugen das. Der X-Touch ist erstaunlich groß, größer als man anhand der Produktfotos vermuten würde. Die Gehäuseoberfläche und die Unterseite bestehen aus Metall, nur die Seitenteile sind aus Plastik. Die Druckknöpfe sind bis auf die größeren Transport-Tasten aus verhältnismäßig weichem Gummi und besitzen einen guten Druckpunkt. Die motorisierten 100 mm Fader besitzen silbern glänzende Faderkappen, doch davon sollte man sich nicht blenden lassen, denn sie bestehen aus Plastik.

Behringer X-Touch & X-Touch Compact

Die Faderkappen des X-Touch

Davon abgesehen laufen sie ausreichend geschmeidig. Über den acht Kanal-Fadern des Behringer X-Touch befinden sich jeweils vier Funktionstasten nebst einer achtstufigen LED-Kette zum Anzeigen des Pegels. Darüber befinden sich Scribble-Displays zum Anzeigen von Parameterwerten und Kanalnamen. Ganz oben liegen acht Endlos-Encoder, die von einem LED-Kranz umgeben sind. Von der Haptik können mich die Encoder nicht so richtig überzeugen. Das mag vielleicht Geschmacksache sein, aber gerasterten Potis, die auch noch recht wackelig daherkommen, kann ich nicht viel abgewinnen.

Behringer X-Touch & X-Touch Compact

Die Encoder des X-Touch

Als positives Beispiel für Endlos-Encoder möchte ich hier mal den schon länger nicht mehr erhältlichen Novation Circuit – den ich aber weiterhin gerne nutze – anführen. Seit Jahren wackelt da nichts und die Potis drehen sich schön sahnig, vollkommen ohne Rasterung. Trotzdem lassen sich problemlos feine Parameteränderungen bewerkstelligen, so mag ich das. Aber auch mit den Behringer-Encodern lässt sich problemlos arbeiten.

Behringer X-Touch & X-Touch Compact

Ein- und Ausgänge satt

Auf der Rückseite des Behringer X-Touch zeigt sich die ganze Anschlussfreudigkeit des X-Touch. Hier liegen neben der Netzbuchse und dem MIDI Ein- und Ausgang auch drei USB-Anschlüsse. Ein USB-Port repräsentiert das USB-MIDI-Interface zur Verbindung des X-Touch mit dem Computer, die anderen beiden sind zum Anschluss von weiteren USB-Geräten gedacht. Falls die USB-Anschlüsse am Computer knapp werden, lässt sich daran problemlos eine Festplatte betreiben, aber auch weitere Controller der X-Touch Serie können dort angeschlossen und somit kaskadiert werden. Diejenigen, die gerne Hand und Fuß bemühen, können an den X-Touch zwei Fußschalter und ein Expression-Pedal anschließen. Drei Klinkenbuchsen auf der Rückseite sind dafür vorgesehen.

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Netzwerken ist heutzutage Pflicht und der X-Touch macht da keine Ausnahme. Ein DAW-Controller im Netzwerk? Genau hier kommen ein paar weitere Geräte der X-Serie ins Spiel, nämlich die Digitalmixer der X Air-Reihe. Behringer trennt hier die Kontrolloberfläche vom eigentlichen Digitalpult, was ein kluger Schachzug ist. Nun kann man einfach den Rackmixer wie eine Stage-Box auf die Bühne stellen, während der X-Touch als Controller beim FOH steht. Für drahtloses Mischen im Zuschauerraum oder auf der Bühne lassen sich alle Digitalpulte der X-Serie natürlich auch gleichzeitig per iPad, Android-Tablet oder alternativ per Windows-PC, Mac und sogar über Linux steuern. Eine tolle und vor allem breite Unterstützung von Endgeräten.

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Behringer X-Touch
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(385)

Behringer gibt seinen Nutzern die Möglichkeit, erst einmal klein anzufangen und nach und nach zu erweitern. Leistet man sich beispielsweise nun das X Air XR 18, den X-Touch, einen Router und ein beliebiges Tablet, dann bekommt man für unter 2.000 Euro nahezu alle Annehmlichkeiten, die ein Live-Tonmann heutzutage haben kann, vorausgesetzt die 16 Mikrofonkanäle genügen.

Installation und Update des X-Touch

Der X-Touch wurde unter Apple Logic Pro X sowie testweise Cockos Reaper getestet. Unter macOS müssen dank Core MIDI keine Treiber installiert werden, hier ist Plug and Play angesagt. Für Windows gibt es alle benötigten Treiber auf der Produktseite des X-Touch.

Bevor man nun in der DAW beginnt, sollte die neueste Firmware geladen werden. Zur Installation braucht man einen Sysex-Player wie z.B. den kostenlosen Sysex Librarian. Der X-Touch muss vorher mit gehaltener Display-Taste beim Einschalten in den Update Modus versetzt werden. Das Update dauert etwa eine Minute und funktionierte bei mir tadellos. Die aktuelle Firmware ist Version 1.22.

Die Konfiguration des Behringer X-Touch

Behringer X-Touch & X-Touch Compact

Konfiguration des X-Touch

Hält man beim Einschalten die Select-Taste des ersten Kanals gedrückt, dann kommt man ins Konfigurationsmenü. Hier lässt sich auswählen, in welchem Modus der X-Touch starten soll. Zur Auswahl stehen Mackie Control (MC), HUI und seit Firmware 1.15 auch die Steuerung eines der X Air Mixers, wahlweise sogar mit der Möglichkeit, im Betrieb auf Mackie Control oder HUI umzuschalten. Das heißt, man kann mit einem Knopfdruck einfach zwischen der Steuerung seiner DAW und der Fernbedienung z.B. des X Air XR18 umschalten – klasse!

Weniger gut ist hingegen die schriftliche Dokumentation des X-Touch, denn eine Bedienungsanleitung sucht man – abgesehen von Behringers typischem Quick Start Guide – vergeblich. Dafür hat Behringer eine ganze Reihe an How To-Videos zum X-Touch bei Youtube hochgeladen, da werden die Möglichkeiten und die Bedienung des X-Touch ausführlich erklärt, aber nur für die, die der englischen Sprache mächtig sind.

Im Konfigurationsmenü des Behringer X-Touch muss man zunächst auswählen, ob der X-Touch über USB, MIDI oder Netzwerk verbunden wird. Für Logic Pro und die meisten anderen DAWs sollte hier Mackie Control (MC) und USB ausgewählt werden. Bei der Nutzung der MIDI-Ports sollte beachtet werden, dass MIDI In und Out benötigt wird, da die Kommunikation bidirektional erfolgt.

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Behringer X-Touch Compact
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In Logic Pro erfolgt die Einbindung über USB vollkommen automatisch, da der X-Touch sofort als Mackie Control erkannt wird und gleich eingesetzt werden kann. Für den Fall, dass es nicht automatisch klappt, lässt sich der X-Touch im Bedienoberflächen-Setup manuell hinzufügen.

Behringer X-Touch & X-Touch Compact

Der Behringer X-Touch Compact

Die Bedienung des X-Touch DAW Controllers

Was soll ich sagen!? Der X-Touch ist wie für Logic gemacht. Kein Wunder, denn der X-Touch basiert ja auf der altehrwürdigen Logic Control und die wurde genau für Logic konzipiert. Daher stimmt auch die Beschriftung auf dem X-Touch in vollem Umfang mit den dazugehörigen Funktionen in Logic überein. Beim Mischen kann fast alles über den X-Touch vorgenommen werden – und damit meine ich nicht nur die Kanal-Pegel, das Panning und die Transport-Funktionen. Auch das Kanal-Routing, die Send-Effekte und Plug-ins lassen sich steuern. Die Funktion der Encoder wird dabei über die sechs Encoder-Assign Buttons ausgewählt. Hier hat man die Auswahl zwischen Track, Pan, EQ, Send, Plug-in und Instrument. Plug-ins und Software-Instrumente lassen sich nicht nur bedienen, sondern auch direkt über die Encoder auswählen und laden. Unter den acht Funktionstasten, die standardmäßig die voreingestellten Fensterkonfigurationen aufrufen, gibt es mit Shift, Alt, Control und Option auch die bekannten Modify-Tasten.

Daneben liegen die Automationstasten, die mit Read/Off, Write, Touch, Latch und Trim vollzählig sind und die Aufzeichnung von Automationsdaten sehr komfortabel gestalten. Nicht vergessen sollte man aber, nach dem Schreiben der Automation auch wieder auf Read zu schalten, sonst wird die Automation unter Umständen gleich ungewollt wieder überschrieben. Über dem ausladenden Jog-Wheel liegen die Transporttasten. Neben den alten Bekannten (Play, Stop, Record, Vor und Zurück) gibt es auch Schalter für weitere Funktionen wie Autopunch an/aus, Cycle an/aus und auch die Aktivierung des Metronoms.

Behringer X-Touch & X-Touch Compact

Jog-Wheel des X-Touch

Das Jog-Wheel des Behringer X-Touch ist zum Navigieren auf der Zeitleiste bestens geeignet und lässt sich recht gut drehen, vor allem wenn man nicht die dafür vorgesehene Fingereinwölbung benutzt. Per Knopfdruck kann die Scrub-Funktion aktiviert werden. Links daneben findet sich eine Art Steuerkreuz, das in der Funktion den Pfeiltasten auf der Tastatur entspricht. Drückt man den zentralen Knopf, wird das Steuerkreuz hingegen zum Zoom-Werkzeug, das horizontal oder vertikal die Spurenansicht im Arrangierfenster vergrößert sowie verkleinert. Gerade diese Funktion ist mir beim Editieren sehr wichtig, um schnell zwischen detaillierter Wellenformansicht und Gesamtüberblick wechseln zu können.

Darüber liegen jeweils zwei Channel- und Fader Bank-Tasten. Hier kann man entweder in Einer- oder Achter-Schritten die Kanäle auf dem X-Touch weiterschalten. Der einsame Master-Fader ist in der DAW nicht unbedingt nötig, bleibt doch der Master hier normalerweise auf Null. Steuert man hingegen eins der X Air-Geräte im Live-Betrieb, dann ist der Master-Fader eine gute Sache.

Behringer X-Touch & X-Touch Compact

Der X-Touch besitzt berührungsempfindliche 100 mm Motorfader

Wo wir schon bei den Fadern sind – ja, sie machen Geräusche. Gibt es viel Automation im Mix, kann es schon etwas lauter werden, zumal die Fader beim Abspielen ein ruckelndes, fast schon schnurrendes Geräusch von sich geben. Der ein oder andere dürfte sich im Studio davon gestört fühlen, zumal es keine Funktion gibt, die Fader-Motoren im Play-Betrieb abzuschalten. Doch etwas Entwarnung möchte ich hier geben, denn lauter als die Fader gängiger Digital-Pulte sind Fader des X-Touch nicht. Wer mehr über die Fernsteuerung der X Air Mixer mit dem X-Touch wissen möchte, wird in einem der How To Videos fündig.

Die Implementierung des Mackie Control Protokolls ist von DAW zu DAW leicht unterschiedlich, d.h. manche Funktionstasten stimmen in ihrer Beschriftung nicht mit der Funktion in der DAW überein, da jede DAW funktionell etwas anders ist. Für die meisten DAWs gibt es im Nutzerhandbuch eine genaue Dokumentation der Implementation des Mackie Control Protokolls. Bei Logic heißt das Ganze Control Surface Support. Aus diesem Grund gibt es für die Mackie Control auch Overlays für die verschiedenen DAWs. Der X-Touch mit seiner metallenen Oberfläche ließe sich ebenfalls problemlos mit einem Overlay versehen.

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Fazit

Der Behringer X-Touch ist ein wirklich gelungener DAW-Controller und sogar mehr als das. In Verbindung mit Logic wird das Arbeiten wirklich sehr komfortabel, da alle wichtigen Funktionen über den X-Touch bedient werden können und die Maus nur noch selten gebraucht wird. Echte Fader sind im Studio und vor allem live nicht zu unterschätzen. Wer auf einem iPad schon einmal versucht hat, mehrere Fader gleichzeitig  zu bewegen, der weiß, was ich meine. Und wer nach sporadischen WLAN-Verbindungsabrüchen schon die ein oder andere Schweißperle auf der Stirn hatte, wird auch die Möglichkeit der Verbindung per CAT5-Kabel schätzen.

Die Fader und Encoder des X-Touch sind vielleicht nicht unbedingt eine Offenbarung in Sachen Anfassgefühl, aber dafür kostet der X-Touch auch nur etwas mehr als die Hälfte einer Mackie-Control, die in der Hinsicht auch nicht wesentlich besser ist. Alles in allem ist der X-Touch ein gelungener Controller, der sich auch noch bestens mit den faderlosen Pulten der X-Serie versteht. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wären das Click-freie, cremig-drehende Encoder und eine ausführliche Bedienungsanleitung. Sonst muss man Tante Google alles mühevoll aus der Nase ziehen.

Plus

  • volle Mackie Control Funktionalität
  • berührungsempfindliche Motorfader
  • LED-Kanal-Metering
  • LCD-Scribble Strips für Anzeige von Namen und Parametern
  • Fernsteuerung von X Air Mixern über Netzwerk möglich
  • HUI-Emulation integriert
  • USB-Hub an Bord
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • Endlos-Encoder etwas wackelig
  • keine Bedienungsanleitung verfügbar

Preis

  • Behringer X-Touch: 525,- Euro
  • Behringer X-Touch Compact: 378,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    bluebell AHU

    Ich habe noch nie verstanden, warum man Kunststoffteile metallisiert. Es sieht immer billig aus, weitaus billiger als durchgefärbter Kunststoff.

  2. Profilbild
    moinho AHU

    Gefühlt mehr als 7 Jahre verwende ich den X-Touch mit Cubase, und im Großen und Ganzen ist es ein „yeah, what he (r.biernat) said“-Erlebnis.

    Für Cubase ist freilich die Belegung ein bisserl anders. Es ist nicht so, daß Behringer aktiv Overlays unterstützt (mechanisch oder vom Konfigmanagement), aber man findet solche zum Selberausdrucken/ausscheiden/draufkleben im geneigten Internet.

    Erwähenswert ist das die Channel Strips außerhalb des „genau von schräg oben“-Winkels eher schlecht sichtbar sind (aber hey, wie ist das beim Original?). Und grade wenn ich bei Mix auf der Gruppenebene bin und mir ansich acht Fader mit Pan reichen, wird das sowieso zweitrangig.
    Ich teile die Vorbehalte bzgl. der Fader (die fühlen sich ziemlich genauso wie bei ner SSL BigSiX an) und der Encoder (aber ich mag gerasterte Encoder gern) nicht, mein Nörgeln wäre dabei auf hohem Niveau. Umgekehrt finde ich das Jogwheel und die Transporttasten vom Gefühl mau…aber:

    Für den Preis gibts meines Wissens nix besseres und auch nicht so viel bessere Sachen für mehr Geld. Hervorzuheben ist für mich noch, daß es eben 9 Fader gibt (und nicht 8 wie bei manchem Konkurrenten), d.h. ich hab‘ einfach einen Fader, der immer „Master“ ist.

  3. Profilbild
    komabot

    Inwiefern unterscheidet sich ein „DAW“ Controller von zbsp. dem lang erwarteten „BCR“ Clone/Nachbau…so großartig komplizierter kann das doch nicht sein!

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      Phoenix

      @komabot Der BCR von Behringer hat keine Fader sondern 32 Endlos-Encoder. Dadurch ist er nur bedingt als DAW Controller geeignet. Ich benutze meinen BCR2000 (also den „Alten“) als VST-Controller.
      Dafür ist er gut ausgestattet. Wenn man dazu dann noch die passenden Overlays dazu kauft, hat bekommt man ein haptisches und optisches Feeling für die VSTs

      Etwas geeigneter als DAW Controller wäre dann der alte BCF2000 – der besitzt nur 8 Encoder, dafür aber auch 8 Motorfader. Allerdings fehlt hier auch die Transporteinheit. Die könnte man zwar selbst auf die verbliebenen Tasten legen, man muss hier aber alles selbst einrichten. Konfortabel ist das nicht, denn gerade die Tasten sind bei beiden Geräten sehr begrenzt.

      Wenns nur darum geht, Fader zu bedienen und ein Transportfeld zu haben, ist die günstigste brauchbare Alternative der Nanocontrol2 von Korg. Vorteil hier: 8 (x4) = 32 Fader und Transporttasten auf kleinsten Raum für ca. 50€. Aber: ganz klar – bei dem Preis gibt`s nichts motorisiertes und der Faderweg ist aufgrund der Kompaktheit eben nur die Hälfte.

      Wer Komfort will, muss eben etwas mehr investieren oder Kompromisse eingehen.

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    AMAZONA Archiv

    Nachdem ich nur Ärger mit den ganzen Controllern hatte, habe ich mich endgültig entschlossen mich davon zu verabschieden. Meine Tastatur und ich zusammen mit der Maus sind nun inzwischen glücklich geworden und ein top Team. Das einzige was mich vielleicht noch probieren könnte wäre dieser Cubase Controller der total überteuert ist aber jeder schwärmt davon….? Ob ich das wagen will?

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @moinho Den cc121 von steinberg, den gibt es nach, ich glaube mehr als 12 Jahren jetzt leider nicht mehr neu. Aber ehrlich gesagt, nach den ganzen Misserlebnissen traue ich keinem Controller mehr.

        • Profilbild
          moinho AHU

          Meine Erfahrung (in ich glaube auch bald 12 Jahren ;):
          Erstmal ist es das, was es vor ca. 12 Jahren in der Channel-Ansicht im Mixer gab, plus den damaligen EQ, 4 Taster, ein gerasterter Encoder und ein netter Drehknopf.
          Der Fader fühlt sich richtig gut an, und die ganzen Taster vom Channel auch an der richtigen Stelle und in der richtigen Farbe zu haben ist praktisch, nur eben ohne die Funktionsmehrungen der Jahre seitdem. Gleiches gilt für den EQ.

          Ich hatte den damals ziemlich günstig gebraucht gekauft und dachte mir immer „naja, für das Geld ok, aber für den vollen Preis oder auch nur die Hälfte hätte ich eher ein schlechtest Geschäft gemacht“.

          Müßte ich (für Cubase) entweder den X-Touch oder den CC121 hergeben, wäre die Entscheidung einfach: Der X-Touch müßte nicht gehen.

  5. Profilbild
    Fredi

    Hallo Robert,

    danke für Deinen ausführlichen Test!
    Ich benutze das X-Touch zusammen mit Reaper und dort mit der sogenannten Control Surface Integration, die eine sehr feine und weitgehende Konfiguration der Oberfläche ermöglicht (beispielsweise auch für die Steuerung von Plugins).
    Generell ist das Gerät für seine Leistung – wie Du auch schreibst – sehr preiswert, aber man merkt das auch an manchen Stellen (z.B. bei den Encodern und Motorfadern). Auch die Firmware ist nicht absolut stabil und schmiert in Extremfällen ab, das wäre in einer Live-Situation ärgerlich.
    Eine Schwäche finde ich auch, dass Behringer nicht richtig darüber nachgedacht hat, wie man die Geräte kaskadiert. Ich hätte erwartet, dass man bei zwei Geräten gegenüberliegende Seitenpanele abschraubt, die Geräte dann zusammensteckt, fixiert und dann eine einheitliche Arbeitsoberfläche hat. Derzeit stellt man die Dinger einfach irgendwie nebeneinander und braucht dann pro Extender ein weiteres Netzteil und auch eine USB-Verbindung: das ist ziemlich unschön. Es gibt zwar Bastellösungen bei Youtube, aber das ist schon etwas frickelig…

    Gruß
    Fredi

    • Profilbild
      casterTele

      @Fredi Mein setup ist fast das selbe ( Reaper + CSI) . Nur, dass ich den großen xtouch schlussendlich gegen den xtouch One getauscht habe. Ganz ohne einen Controller ohne Motor fader möchte ich nicht arbeiten.

  6. Profilbild
    Schneum 1

    ja, wie vieles bei behringer nicht ausentwickelt…

    Ich hatte mit meinem X-touch auch Ärger und habe ihn wieder zurückgeschickt. Er hat sich ständig verzettelt und die Fader gingen dann ins chaotische bis dahin, daß sich die Motorfader gegen Bewegung von aussen gewehrt haben… Die Potis mit scribblestrips: nicht lesbar und kaum zu gebrauchen, jedenfalls für eq oder plugins.

    2020 kostete er übrigens noch 398.-€ bei thomann.

    Habe seitdem den x-touch one. Läuft stabil und das Navigieren, Zoomen, Anspringen von Markern ist klasse und eine echte Arbeitserleichterung. Habe mir gleich angewöhnt ihn mit links zu bedienen und rechts mit der Maus zu arbeiten.

  7. Profilbild
    dAS hEIKO AHU

    Als Mackie vor 20 Jahren eine (im Verhältnis zu Digidesign) preiswerten HUI im Digi-8-Bus Design vorstellte, gab es kaum Konkurrenz. Dennoch war der damalige Preis, meine ich, immer noch weit über Homestudioverhältnissen (hat da noch jemand ne olle Preisliste?).
    Ein nicht ungleiches Konzept hatte die Presonus Faderbox8, die Felix Thoma (auch schon wieder) 2017 testete. Wäre interessant, inwieweit diese und die zahlreichen Icon Produkte, die sich preislich auch hier einpendeln, mit dem Behringer schlagen. Icon zähl ich jetzt mal frech zu den „biligheimern“. Presonus würde ich aber gefühlsmäßig mehr Qualität zutrauen.

    b.t.w.: Würde eine Mackie HUI (gebraucht ~350€) heute überhaupt noch funktionieren?

  8. Profilbild
    TheWhistler

    Danke auch für den Test.
    Interessant, dass sich da jetzt erst jemand damit beschäftigt.
    Ich habe das X-touch seit 2018 und habe es in Kombination mit einem XR-18 gekauft.
    Dass es sich hervorragend mit Reaper versteht und ich es als Controller (sowohl für das XR-18 als auch für Reaper parallel) verwenden kann, habe ich erst im Nachhinein bemerkt.
    Ich verwende für die Integration in Reaper die sog. Klinke-Extension als ControlSurface.
    Das ist etwas proprietäres für Reaper. Ohne weiteren Extender funktioniert das ganz wunderbar.
    Ich muss auch sagen, dass ich für manches auch weiterhin die Maus verwende bzw. eine andere Erweiterung für Reaper (ReaLearn), weil das einfach auf dem X-touch doch schnell ein bisschen unübersichtlich wird.
    Andererseits weiß ich es wirklich sehr zu schätzen, dass das Channel Volume und z. B. die Attack Zeit eines Kompressors gleichzeitig (!!) verändern kann.
    Das ist soviel intuitiver/musikalischer, weil man sich einfach auf sein Gefühl verlassen kann.
    Sonst springt man ja immer mit der Maus von Parameter zu Parameter.
    Ich schließe bei der Benutzung der Combi X-touch/Faderfox EC4 manchmal sogar die Augen und verlasse mich dann echt auf meine Ohren.
    Ob das besser ist weiß ich nicht, aber es fühlt sich besser an und das reicht mir.
    Ich bin auf jeden Fall zufrieden soweit.
    And die CSI-User: Welches Template verwendet Ihr?

  9. Profilbild
    efsieben

    Da Lob ich mir mein ollen CM Lab Motormixer, den es schon lan ge nicht mehr gibt. Hatte das Glück einen zum guten Preis bekommen.
    Hatte den ersten solo von Presonus und wollte einen mit acht Federn. Dann Icon und Behringer ausprobiert. Behringer X -touch machte nur zicken in Apple Logic und die Fader waren laut und machten oft was sie wollten nur nicht das was sie sollten. Dann, durch einen Artikel auf CM gestossen und siehe da Apple hatte für das Teil eine genau Beschreibung der Funktionen. Das Teil läuft über Midi und funktioniert einwandfrei. Fader sind üblicher Weise auch nicht die leisesten doch für meine Mixerei voll in Ordnung. Kann nur empfehlen schaut ob Ihr so ein Teil auftreiben könnt. Preislich sollte sich das Angebot bei max 200€ bewegen dann zuschlagen.

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