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Test: Behringer X-Touch, DAW-Controller

10. Juni 2016

X-treme Kontrolle

-ouch-Titelbild

Gleich mal vorab, der Behringer X-Touch ist ein heisses Eisen. Warum und wesehalb? Los gehts:

Egal ob mit der Maus oder per Touchscreen, so richtig Spaß will beim Mischen nicht aufkommen. Ein Fader muss her oder am besten gleich mehrere davon und wenn’s geht auch noch motorisiert und Touch-sensitiv!
Schon vor mehr als zehn Jahren haben sich Emagic und Mackie dem Problem angenommen und die sogenannte Logic Control auf den Markt gebracht, einen DAW-Controller mit neun Motor-Fadern, Endlos-Drehreglern und einer ganzen Menge an Funktionstasten. Heute heißt das Ganze Mackie Control Universal und wird noch immer fast unverändert gebaut, aber auch der Preis ist unverändert hoch.
Hier kommt Behringer ins Spiel, denn mit dem X-Touch ist gerade eine Eigeninterpretation des DAW-Controllers auf den Markt gekommen. Doch begnügt sich Behringer nicht damit, einfach eine Kopie für weniger Geld anzubieten. Der X-Touch ist mehr als ein DAW-Controller, denn er lässt sich auch als Controller für die digitalen Rackmischer der X Air-Serie einsetzen und fungiert nebenbei als vollwertiger USB-Hub. Überhaupt hat Behringer seit dem Erscheinen des X32 einiges an Reputation selbst in Profi-Kreisen zurück gewonnen. Ob sich dieser positive Trend auch mit dem X-Touch fortsetzt, wird der ausführliche Testbericht hier bei Amazona zeigen.

Auf den ersten Blick

 

X-Touch

X-Touch

Die Verwandtschaft zu seinem noch recht jungen Urahn, dem Behringer X32 Digital-Mixer, ist nicht zu leugnen, die Optik und Materialanmutung des X-Touch bezeugen das. Der X-Touch ist erstaunlich groß, größer als man anhand der Produktfotos vermuten würde. Die Gehäuseoberfläche und die Unterseite bestehen aus Metall, nur die Seitenteile sind aus Plastik. Die Druckknöpfe sind bis auf die größeren Transport-Tasten aus verhältnismäßig weichem Gummi und besitzen einen guten Druckpunkt. Die motorisierten 100 mm Fader besitzen silbern glänzende Faderkappen, doch davon sollte man sich nicht blenden lassen, denn sie bestehen aus Plastik.

 

die Faderkappen des X-Touch

Die Faderkappen des X-Touch

Davon abgesehen laufen sie ausreichend geschmeidig. Über den acht Kanal-Fadern des Behringer X-Touch befinden sich jeweils vier Funktionstasten nebst einer achtstufigen LED-Kette zum Anzeigen des Pegels. Darüber befinden sich die vom X32 bekannten Scribble-Displays zum Anzeigen von Parameterwerten und Kanalnamen. Ganz oben liegen acht Endlos-Encoder, die von einem LED-Kranz umgeben sind. Die Encoder scheinen denen vom X32 zu gleichen, doch so richtig überzeugen sie mich von der Haptik nicht. Das mag vielleicht Geschmacksache sein, aber gerasterten Potis, die auch noch recht wackelig daherkommen, kann ich nicht viel abgewinnen.

 

die Encoder des X-Touch

Die Encoder des X-Touch

Als positives Beispiel für Endlos-Encoder möchte ich hier mal den Novation Circuit anführen. Da wackelt nichts und die Potis drehen sich schön sahnig, vollkommen ohne Rasterung. Trotzdem lassen sich problemlos feine Parameteränderungen bewerkstelligen, so mag ich das. Aber auch mit den Behringer-Encodern lässt sich problemlos arbeiten.

Forum
  1. Profilbild
    mikesilence

    Wer Logic Pro X mit 10.9 (bitte mindestens 10.9.5) betreibt muss sich nicht wundern dass evtl Probleme auftreten. Logic Pro X sollte am besten unter 10.10 oder 10.11 laufen. Abgesehen davon ist das heute erschienene Update 10.2.3 von Logic nicht mehr mit Mavericks kompatibel…

    • Profilbild
      r.biernat  AHU

      Ich benutze Mac OS 10.9.5, da hatte ich das .5 wohl unterschlagen;) Auf 10.10 oder 10.11 hab ich schlicht nicht aufgerüstet, da ich schon beim letzten Wechsel einige Probleme mit der Kompatibilität von Programmen hatte und ich es mir nicht leisten kann, durch unausgereifte Betriebssysteme Zeit zu verlieren. Die Nutzerberichte im Apple App Store haben mich auch nicht unbedingt ermuntert, das Update zu machen. Never change a running system!
      Da Apple mich mit dem neusten Logic-Update nun wieder einmal zum Update nötigt, muss ich wohl in den sauren Apfel beißen.

  2. Profilbild
    gaffer  AHU

    Ja, Robert, da muss ich mich mikesilence anschliessen. Nicht dass ich glauben würde, dass 10.10 oder 10.11 die beschriebenen Probleme unbedingt löst, aber 10.9 ist ja wirklich der Sitz zwischen allen Stühlen. Die Verbindung zu alten OSX bereits gekappt, aber vieles noch nicht richtig umgesetzt. Probier mal eine externe Festplatte, ich habe meine 3-fach partitioniert. Oldschool, ich weiss, aber mit 10.6.8, 10.8.5 und 10.11.6 auf jeweils einer Partition bekomme ich Rechner jeden Alters gestartet (PPCs natürlich nicht ;). Am Mini liegt’s sicher nicht, eher an LogicX, das ich ansonsten übrigens sehr gelungen finde.

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      r.biernat  AHU

      Das mit der Partition ist eine gute Idee, muss ich glatt mal ausprobieren. Und auch beim Thema Logic X kann ich nur beipflichten, nicht umsonst ist Logic meine Haus und Hof-DAW. Dass Mac OS 10.9 (ich benutze übrigens 10.9.5) so sehr zwischen den Stühlen steht, war mir gar nicht bewusst. Für mich ist nur wichtig, dass es funktioniert und zwar reibungslos, was bisher auch der Fall war, mal von der Kombination mit dem X-Touch abgesehen. Nun wirds wohl doch Zeit für ein Update, Logic 10.2.3 sei Dank.

  3. Profilbild
    erol

    Hat jemand Erfahrung ob das Gerät in Verbindung mit Cubase 8.5 auf einem Mac funktioniert?

  4. Profilbild
    Eric

    Hallo, vielen Dank für den tollen Testbericht. Ich spiele auch mit demGedanken, mir einen Controller für Logic zuzulegen. Dachte aber eher an eine gebrauchte LogicControl. Die kostet ja nun deutlich weniger. Wo ist denn im Vergleich zur LogicControl der Vorteil der Behringer X-Touch? Danke.

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      r.biernat  AHU

      Der Hauptvorteil des X-Touch liegt im Neupreis und der Möglichkeit die Mixer der X-Serie von Behringer zu steuern. Funktional unterscheiden sie sich ansonsten kaum. Der X-Touch kann auch als USB-Hub genutzt werden. Die Mackie Control MCU hat dafür drei separate Midi-Ports. Da die Logic/Mackie Control eine Art Meterbridge hat, sind die angezeigten Werte eventuell etwas besser im Sitzen abzulesen.

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