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Test: Icon QCon Pro X, DAW-Controller


Voll bedient - der Remote-Alleskönner

Beim Gang durch das heimische Musikgeschäft oder beim intensiven Studium des Online-Shops könnte man den Eindruck gewinnen, dass es unendlich viele DAW-Controller auf dem Markt gibt. Einige Hersteller kopieren das Konzept der Marktführer und verändern es leicht – man muss sich ja unterscheiden, ob es sinnvoll ist oder nicht. In den letzten Jahren sind ja so einige Fader- und Poti-Boxen erschienen und auch wieder gegangen.

Umso erfreulicher ist es, wenn ein durchdachtes Konzept in einer neuen Version frisch aufgelegt wird: Der Icon QCon Pro X ist so ein Beispiel. Der neue Schwarze ist die logische Weiterentwicklung des „kleinen“ Weißen: Das Grundkonzept bleibt bestehen – also keine konzeptionelle Innovation – aber dafür wurden Verbesserungen untergebracht, das haben wir uns genauer angesehen.

Icon QCon Pro X

Icon QCon Pro X

Eins vorweg: Kürzlich hatten wir den kleinen Bruder des QCon Pro X bei uns zum Test, alles Wichtige zu Platform M und D findet ihr in unserem Test.

Unboxing

Schon beim Schälen aus der Verpackung fällt die verbesserte Optik des Icon QCon Pro X auf. Das mag sich unwesentlich anhören, aber höchstens weil das Thema Arbeitsergonomie ein deutlich unterschätztes Thema ist. Nicht nur, dass der Icon QCon Pro X – im Vergleich zu seinem Vorfahren – schwarz und nicht weiß ist, er ist auch schlanker und nicht so klobig – er wirkt zumindest nicht mehr so. Auf Fotos mag das schwer zu erkennen sein, der Unterschied ist jedoch deutlich bemerkbar, er wirkt weniger wuchtig. Besonders bei der Nutzung mehrerer kaskadierter Controller ist das ein klarer Vorteil.

Noch völlig boxed: Der QCon Pro X

Noch völlig „boxed“: der Icon QCon Pro X

Mit der DAW-Welt Kontakt bekommt der Icon QCon Pro X über USB. Nichts Neues, sondern altbewährtes. Prinzipiell wird jeder Sequencer unterstützt, dem Mackie Control-Protokoll sei Dank. Spezielle Modi zur Softwaresteuerung und Overlays für die Drucktaster gibt es für die üblichen Produkte: Cubase/Nuendo, Logic Pro, Samplitude, Reason, Studio One, Reaper, Ableton Live und Bitwig – auch nicht ganz alltäglich, vor allem die Overlays.

Lieferumfang, sogar eine Cubase LE und Samplitude Silver-Lizenz, sehr schön!

Lieferumfang: Sogar eine Cubase LE und Samplitude Silver Lizenz ist mit dabei, sehr schön

Der Icon QCon Pro X Controller wird als MIDI-Ein- und Ausgang automatisch erkannt, das ermöglichen die USB-Geräteklassen. Für den Mac gibt es eine Steuersoftware, die auch das Firmwareupdate ermöglicht. Aber was macht der PC-User? Besagte Software gibt es auf der Hersteller Website auch für Windows. Schade ist nur, dass das Handbuch das nicht zu wissen scheint.

Wahrscheinlich ließe sich der Qcon Pro X auch an einem Linux-Rechner nutzen, den USB-Geräteklassen sei Dank. Getestet habe ich das jedoch nicht. Soviel nennenswerte Sequencer- und Audio-Software ist für Linux auch nicht verfügbar. Bitwig gehört da zu den großen Ausnahmen.

Overlays für (fast) alle Sequencer!

Overlays für (fast) alle Sequencer

Im Sequencer wird das gute Stück als Mackie-Control angemeldet (in Pro Tools als Mackie HUI). Zwar steigert das die Kompatibilität, lässt aber keinen Spielraum für eigene Adaptionen und Features zu. Klar muss jedoch auch sein, wenn die Software-Gurus bei Icon ein eigenes Übertragungsprotokoll entwickeln sollten, um mehr Features zu implementieren, würde das den Preis deutlich in die Höhe treiben. Auf Standards zu setzen, ist in diesem Fall also gut!

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  1. Profilbild
    Leverkusen

    Interessanter Bericht – wo finde ich denn was zu den möglichen Kanalerweiterungen und Joystickexpandern? Bei Thoman oder iCon irgendwie nicht.

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    Filterpad AHU

    Optisch ein absoluter Hingucker für jedes Homestudio und ab diesem Zeitpunkt sieht das Zimmer jedenfalls für jeden erkennbar nach Musikstudio aus. Ob man 800€ für ein externes Mischpult ausgibt, muss jeder für sich beantworten. Wie sieht die Langlebigkeit in Verbindung mit den Softwares aus? Das Gerät sollte ja in ~10 Jahren auch noch kompatibel mit der DAW sein, sonst lohnt sich das Geld wirklich nicht.

  5. Profilbild
    q3tommy

    Ich finde es erstaunlich dass die DAW-Hersteller oder meinetwegen andere Firmen bisher keine bzw wenig hochwertige, moderne und bezahlbarere Motorfadercontroller bauen. Den alten Icon fand ich haptisch und von der Verarbeitung sehr enttäuschend. Der hier sieht schon wirklich sehr viel besser aus.

  6. Profilbild
    Marco Korda

    Lieber Florian,
    Danke für Deinen tollen Bericht. Ich finde es sehr gut, wenn Gear auch mal wirklich kritisch bepunktet wird, denn in der Gearszene scheint es ja Usus zu sein, immer etwas zu beschönigen an dieser Stelle (womöglich um niemanden wehzutun?). Nun denn, was mich interessieren würde wäre, mit welcher der DAWs es denn einigermaßen funktioniert hat oder gab es bei jeder „dicke Bugs“? Soweit ich es verstanden habe, war das der Fall. Also raus damit :-)…
    Lieben Dank im Voraus

  7. Profilbild
    stephan

    ich vermisse immer noch eine Neuauflage des Tascam US 2400 DAW Controllers bzw. endlich mal einen Hersteller der sich das Ding zum Vorbild nimmt und etwas mehr innovation rein packt.

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