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Test: Propellerhead Reason 9, Digital Audio Workstation


Willkommen im Universum

Nach nur zwei Jahren ist nun Propellerhead Reason 9 erschienen. Es gibt einige neue Funktionen, aber generell hat sich seit der Version 8 am Handling nicht viel verändert. Statt einfach nur auf die Neuerungen einzugehen, soll dieser Test Reason 9 von einer anderen Seite betrachten. Es geht um die Frage, für wen Reason geeignet ist, welche generellen Unterschiede zu den bekannten „Einsteiger“ DAWs (z.B. Cubase oder Sonar) bestehen und ob es sich als Einsteiger lohnt, mit Reason anzufangen.

Propellerhead Reason 9Die Neuheiten

Trotzdem zunächst hier alle neuen Funktionen im Schnelldurchlauf.

  • Es gibt ein neues Rackgerät, den Pulsar Dual-LFO, dessen Steuerausgänge mit allen möglichen Parametern von anderen Geräten verkabelt werden können. Dieser war vorher nur als kostenpflichtige Rack-Extension erhältlich.
  • Verschwunden sind leider die Gitarrenamp-Simulationen von Line6. Beim Laden älterer Patches werden die neuen Softube-Amp-Simulationen ins Rack geladen.
  • Hinzugekommen sind die drei sogenannten Players, die die Noteneingabe des Keyboards manipulieren. In anderen DAWs würde man dazu MIDI-Effekte sagen. Es gibt einen Tonarten- und Akkord-Erzeuger, der aus einer gedrückten Taste ganze Akkorde macht und die Eingabe auf die einstellbaren Noten-Skalen trimmt. Dann wäre da der Dual-Arpeggiator, der nicht nur zwei Arpeggios gleichzeitig liefert, sondern auch wie ein Sequencer rhythmische Phrasen enthalten kann sowie ein Note-Echo, das eben nur die gespielten Noten wiederholt und eben kein Audio-Effekt ist. Diese Player können dann vor beliebige Klangerzeuger gesetzt werden. Und deren Ausgabe auch direkt auf eine Noten-Spur aufgenommen werden.
zwei der neuen Player

Zwei der drei neuen Player

  • Es gibt nun verschiedenen Clip- und Stretch-Typen und diese können per Audio-Clip festgelegt und manuell bearbeitet werden. Zur Verfügung stehen Slice, Pitch und Comp-Clip-Types. Neu ist der Audio-Pitch-Editor, mit dem man nach Melodyne-Art die Performance eines Künstlers in der Tonhöhe nachbearbeiten kann.
Reason 9 - der Pitch-Editor

Reason 9 – der Pitch-Editor

  • Klein aber fein: Es können nun Audio-Clips auf Noten-Spuren gebounced werden. Ein Pitch-Algorithmus sorgt für die Umsetzung in Noten. Bei Drum-Sequenzen wird einfach der Rhythmus auf eine Note übertragen
  • Neu ist auch die Möglichkeit des „Bounce in place“, mit dem der Ausgang eines Klangerzeugers oder eines Effekt-Racks in Audio überführt werden. Gemeinhin nennt man das „freezen“
  • Für die Optik wurde auch etwas getan, man kann auch dunklere Themes verwenden, die bei längerer Benutzung die Augen schonen
  • Daneben gibt es kleinere Verbesserungen im Edit Workflow
  • Und natürlich gibt es einen ganzen Batzen neuer Presets für alle Klangerzeuger und Effektgeräte
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    xhanibalx

    Keine VST oder AU Plugins. Halte ich für ein no go. Das mit der Stabilität des Programms klingt da wie eine ausrede. Auch ist fraglich ob die ganze Fotorealistische Rackoptik so gut für Anfänger ist. Was gut zu sein scheint ist der Workflow. Beim Autorouting werde ich als FL Studio nutzer schon etwas neidisch.
    Grundsätzlich mal die Frage. Was ist denn eine Einsteiger DAW (genannt wurde Cubase und Sonar) und was sind dann andere DAWs wie Ableton, teure DAWs Profi DAWs? Die Einteilung ist mir nicht ganz schlüssig.

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      TheDiePie

      Sehe ich genau so – no VST, no go, es verschließt ein ganzes Universum an Möglichkeiten. Wie Systemstabilität geht, hat es imo am besten Bitwig realisiert mit seiner Sandbox.

      Cubase als Einsteiger-DAW zu bezeichnen ist echt gewagt. Bis man als Anfänger eine VST-Verbindung verstanden hat, sein Interface, seine Sync und das ein oder andere externe Midi-Gerät konfiguriert hat, ist man m.E. bei Live schon mitten in der Produktion.
      Aber es kommt der Tag, da will man genau diese Funktion und jenes Feature, und bitte genau angepasst an die eigene Studio-Umgebung und überhaupt, dann ist Cubase wirklich unschlagbar.

      Das Reason-Konzept ist wirklich interessant und es braucht sicher seine Zeit, bis man an die Grenzen kommt und sich doch ein VST wünscht. Aber davon abgesehen schwächelt hier auch Live, mit seiner felhlenden VST3-Unterstüzung.

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        A.Vogel AHU

        Nicht zu vergessen, dass die DAWs, die sich vornehmlich auf die Produktion von EDM fokussieren, schon allein aus diesem Grund weniger komplex (insbesondere für Anfänger) sind.
        Daher ist es m.E. auch leidlich sinnfrei, Live mit z.B. Logic oder Cubase zu vergleichen.
        Der Singer/Songwriter, virtuos an der Holzgitarre, aber blutiger Anfänger in Sachen Computer&Musik, wird mit Live zwar schnell ’nen kessen Beat hinkriegen, aber für seine Musik vielleicht dann doch schneller an Grenzen stoßen, wo er eigentlich keine vermutet hat.
        Es macht halt nicht jeder DAW-User flotte 4/4-Tanzmusik mit Transistoren.

  2. Profilbild
    und

    Hallo,

    ich hatte damals die Version 3 (merke grad wie doch die Zeit vergeht).
    Als ich erfuhr das es nun schon Version 9 gibt hatte ich mich an die grundzätzlich positiven Erlebisse erinnert.
    Dann wollte ich mir doch einfach mal eine aktuelle Demo laden um herauszufinden ob ich mir Reason 9 zulege.
    Doch dann fing das völlige „No Go“ an.

    Evtl. liest Propellerhead hier auch die Kommentare mit.

    1. Wenn ich mich, nur um eine Demo zu laden, erst registrieren muss dann hat man mich als potenziellen Kunden schon fast verloren!
    Ich wurde aber dann doch ausnahmsweise von meiner neugierde getrieben, das zu akzeptieren.

    2. Dann die Demo installiert. Gestartet und … Peng! Ohne Online Verbindung ist kein Start der Demo möglich!

    Ab den Moment bin ich völlig raus!
    Folge … Deinstallieren des ganzen Mülls.
    Sorry Propellerhead, aber ich werde mich nie nie mehr für eines eurer Produkte interessieren!

    Bestimmt werden Kommentare folgen, wie das ist doch kein Problem, stell dich nicht so an, die Firma will doch „NUR“ seine Interessenten zur Kundengewinnung binden.

    Ich sage N E I N !!
    Schon einen Interessenten zu gängeln überschreitet alles akzeptale.

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      Marius Seifferth AHU

      Na, da hast Du aber einiges verpasst und wärest sicher auch überrascht gewesen sein. Ab Version 4 wurde der Sequencer überarbeitet und hatte einen anderen Look, ausserdem kam der Thor Synth dazu und ein bisschen Kleinkram. Seit Version 6 hat man Sequencer und Mixer aus Propellerhead Record übernommen und einen anderen Kopierschutz eingeführt. Folgend wurden mehrere Kopierschutzmechanismen ausprobiert und da hörte für mich der Spaß auf, denn entweder war es per Dongle, was clever ist, wenn man nur 2 USB-Ports hat und da noch Controller und Interface anschliessen will, oder man musste permanent online sein, was natürlich völlig genial wäre, wenn man z.B. mal draussen in der Abgeschiedenheit musizieren will, oder auf einer Insel in Südost-Asien. Die neue Oberfläche hat eine andere Strukturierung, an die man sich erst gewöhnen muss, wenn man noch den Workflow von den alten Versionen inne hat. Ich hab deshalb bis zuletzt noch Version 5 im Dauerbetrieb gehabt.

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      Miguel-da-Wu

      So ein herumgejammere und dann auch so dermaßen desinformiert sein, aber hauptsache danch gleich alles abhacken und schlecht reden. Kann ich echt nicht nachvollziehen, solch ein verhalten.

      Erstens müsstest du ja schon durch Reason 3 bei Propellerhead registriert sein, dadurch müsstest du dir die 9er Demo einfach herunterladen können und zweitens brauchst du für die Demo weder nen Dongle noch ne Internetverbindung, die kannst du einfach starten.

      Auch brauchst du später, falls du die Vollversion erworben hast, weder eine Internetverbindung noch nen Dongle um Reason zu verwenden. Es gibt auch noch ne dritte Variante, die sogenannte Computerauthorisation, mit der du quasi das Reason mit EINEM Computer authorisieren kannst, danach kannst du Reason dauerhaft offline verwenden. Klar, für die einmalige Authorisation braucht mal halt Internet.

      Aber Leute, wir leben im Jahr 2016, da sollte Internet eigentlich immer vorhanden sein.

  3. Profilbild
    tantris ••

    Ich schliesse mich den anderen Lesern an, keine VST-Anbindung ist ein Nogo. Das dient nur dazu, dem User Geld für die eigenen Produkte aus der Tasche zu ziehen.

    Stabilität ist eine Ausrede, weil ich mit sehr vielen, sogar kostenlosen VSTs arbeite und keine Probleme mit Abstürzen habe. Und sollte das Betriebssystem abstürzen, nutzt die Stabilität der DAW auch nichts.

    Die Qualität der virtuellen Geräte von Reason entspricht dem Stand der Technik, ist auch kein Grund, sich Reason auszuliefern.

    Mir war das Lizenz-Konzept von Reason bei einem Rechnerwechsel unklar, und kontaktierte den Support. Eine Antwort habe ich nie erhalten. Vielleicht nur ein Einzelfall, aber seitdem lasse ich das Produkt ebenfalls links liegen.

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      TobyB RED

      Guten Morgen,

      Reason mit VST nicht viel anfangen kann, hat andere Gründe. Die Unterschiede zu den Sandboxen, RE, RTAS, AAX, AU und VST sind im Netz gut zu finden und sehr gut dokumentiert. Dadurch das Reason so ist, wie es ist, ist man da als Entwickler flexibler und der Anwender merkt es am ehesten an Features wie Patchen und Rewire. VSTi hebt zwar die grössten Schranken aber der Entwickler muss zumindest einen Wrapper oder Container bauen, um hier durch die Schranke zu kommen.

  4. Profilbild
    bscooper ••

    Ja, nee.. is klar! Leute, jetz jammert doch nicht, das man seine email-Adresse irgendwo eintragen soll, oder ein Programm nach Internet fragt! Hallo, jeder von Euch hat mindestens 1 Smartphone in der Hand. Bitte etwas Relation! Reason kann man auch ohne Internet benutzen, nachdem man es installiert hat. Also, der kreative Workflow ist in Reason meinem Anspruch nach bestens gelöst! Nicht umsonst sind wir bei V9 angekommen. Ich arbeite mit Reason 8.3. Die 9-er Version benötige ich auch nicht. Sind eh viel zu viel Möglichkeiten in der Software.

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    Marius Seifferth AHU

    Alle die sagen „No VST – No go!“ haben sicher das Konzept nicht ganz verstanden. Reason ist wie ein virtualisiertes ‚echtes“ Studio, wo man eben alles in Racks packen und auch neu verkabeln kann. Nehmen wir mal an, Propellerheas hätte tatsächlich gesagt „Ok, wir nehmen VST mit rein!“ – wie hätte das funktionieren sollen? Man hätte die VST’s bestenfalls seperat in einem Extrafenster laufen lassen können, aber das Rack dann umdrehen und mit den anderen Geräten verkabeln? Ein VSTi mit anderen Reason-Plugs zusammen in den Combinator stecken? Was die Stabilität angeht: Zumindest bis Version 5 stürzt Reason eigentlich niemals ab! Ausser man hat einen defekten Ram-Riegel im Laptop… was noch dazu kommt ist, dass nahezu alle Reason-Plugs, auch die meisten neuen RE’s unglublich Resourcenschonend sind! Man muss sich keine Sorgen machen, wenn man mal abdreht und 38 Synthspuren stacken will, das geht ohne dass die CPU abraucht. Der größte Vorteil war für mich allerdings, dass man mit Reason sehr intuitiv und extrem schnell arbeiten konnte! Wenn Kollegen gerade mal 2 Spuren eingespielt und die Sounds dafür kreirt hatten, stand bei mir meist schon das grobe Song-Gerüst mit allen Spuren und Effekten. Klar, an die Qualität einer DIVA oder PolyAna kommt Reason nicht ran, aber besser als die Arturia-Plugs klingt es allemal, vor allem die neuen RE’s ;)

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      xhanibalx

      Also
      1. Das mit dem Verkabeln ist ja alles ganz toll. Dennoch könnte man VSTs unterstützen. Sind dann halt nich verkabelbar. Im übrigen können das andere auch man kaufe sich einfach nen NI Realtor und dann kannste verkabeln schalten und walten wie du magst.
      2. Der “combinator“ scheint mir auch nichts besonderes zu sein. Andere bieten das genau so an. FL studio hat eine solche patcherfunktion wo man jeden Synth mit Effekten Eqs und wirklich allem Plugins egal wo her Routen kann, den Signalweg festlegen das ganze abspeichert und das ganze dann auch wieder so aufrufbar ist incl. Aller gemachten Einstellungen. Nennt sich FL Patcher und ist quasi wie ein Modular Rack für alle Plug Ins die man auftreiben kann. Man kann damit sogar ein UI erstellen und quasie neue Effekte erstellen die 100e Plug ins enthalten und sich dennoch über nur einen Knopf bedienen lassen…wenn man das will.
      Also.

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        bscooper ••

        Propellerhead wird auch irgendwann VSTs einbinden. Das ist genauso wie es vor einigen Jahren mit dem ansteuern von externen Midi Geräten war. Und ganz oben auf der Liste steht seit vielen Jahren bei allen Usern die VST Schnittstelle. Ich bin mir auch sicher, das dafür ein perfektes Konzept in der Schublade bereit liegt. Programmieren kann man alles, und in elegant können die Propellers sowieso, das steht ausser Frage. Solange der eigenen „App-Shop“ funktioniert, gibt es auch keinen Grund am Konzept etwas zu ändern.
        Schön wäre es schon mal die ein oder andere VST in Reason zu probieren. Gerade die kostenlosen Plugins von monatlichen Magazinen.
        Aber nochmal zurück zu Reason: Schön wäre ein Konzept, bei dem die VST Lieferanten die GUI nach Vorgaben von Reason anlegen und gestalten. Der Aufwand ist für den Hersteller gering, aber es wäre in das Rack integrierbar. So wird es jetzt im Prinzip auch schon praktiziert. Die technische VST Anbindung, bzw eine Verwaltung in Reason zu integrieren, ist auch nicht der Akt. Dann würde das genauso übersichtlich sein, wie bisher ohne tausend Fenster in anderen DAWs aufhaben zu müssen.

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            bscooper ••

            Rechnen bzw. auszahlen würde es sich in keinem Fall. Es ist eine schwere Entscheidung für Propeller, deswegen bewegsich da auch nichts. Auch ein zusätzliches Addon für VST gegen Entgelt wäre denkbar, jedoch nicht mit dem All in one Konzept vereinbar. Andererseits wäre es schon verlockend in den Rackextensions eine VST schnitstelle kaufen zu können, die sich schön ins Rack integriert. Ich glaube viele würden da 200 Eur locker machen für. Ich zumindest schon. Ich glaube, das wäre echt die Lösung. Reason würde reputiert, und alle Rufe würden verhallen.

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              TobyB RED

              Hallo,

              ich denke mal die reiten ihr Pferd ReWire bis zum Nimmerleinstag. Ich denke persönlich, das es nicht sinnvoll ist, auf RE als Plattform zu beharren, dem Anwender bringt es nichts. Der Firma schon. Ich meine Image Line hat zwar Minihost als Beta am Start aber solche Lösungen fressen halt Rechenzeit und RAM. Mal abgesehen von der Ergonomie. Aber davon ab, die Jungs von Propellerhead haben da eine eigene Sichtweise. Und insofern, entweder löst das ein Fremdentwickler oder es tut sich nichts.

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        Marius Seifferth AHU

        Sorry, aber wer sagt, dass der Combinator nichts besonderes zu sein scheint, der hat damit anscheinend noch keine abgefahrenen Patches gebastelt. Er ist so einfach, wie auch effektiv, hat mir viel Zeit und Arbeit abgenommen und mich nebenbei zu interessanten Patches inspiriert, wie z.B. der Plug-Sound in meinem Remix für Toby.

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          TobyB RED

          Hallo MixMaster M.

          exakt und der Plucksound knallt :-) Ich hab zwar nur Thor auf dem Ipad. Finde aber die klanglichen Ergebnisse und den Workflow so gut, das ich es immer wieder gerne nehme und in Samplerinstrumente fliessen lasse oder live einsetze.

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            Marius Seifferth AHU

            Beim Thor fand ich gut, dass man einzelne Module austauschen konnte. Meine Favoriten waren zum Schluss der Wavetable-Oszillator und der Comb-Filter, der von gewöhnlichen über Plucked und Bowed, bis hin zu richtig kranken LSD-Klängen einiges rauskitzeln konnte :) Sollte ich irgendwann wieder neu einsteigen, kommt mir das sicher noch mal per ReWire oder notfalls iPad wieder rein :)

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              TobyB RED

              Jo Bro,

              deshalb setze ich Thor ja ein. Zumal ich dann in Verbindung mit dem Stepsequencer das Ganze schön animieren kann, a la Sequenced Sound oder Arp inklusive Transponierung. Vom iPad nimmt man die Muxxe(Midi und Audio) geht am simpelsten, dann hast es im Mac auch immer in der richtigen Spur.

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      A.Vogel AHU

      Hallo Marius.
      Dein Beispiel zeigt leider erneut, dass es sich bei Reason eben nicht um ein (echtes) Studiokonzept handelt, denn in einem Studio kann ich jederzeit neues Geräte via Patchbay einbinden und muss keinesfalls „ein Rack umdrehen“.
      Reason ist eine kleine abgeschirmte Insel, weit draußen, an die ich allenfalls mit einer Fähre, die alle zwei Wochen fährt (Rewire) herankomme. Das ist auch OK, und es scheint ja für etliche User zu funktionieren.
      Nur denjenigen, die die fehlende Konnektivität anmerken, zu unterstellen, dass sie das Konzept nicht verstanden haben ist leider etwas daneben.
      Denn sie haben das Konzept exakt verstanden, denn das „Konzept“ sieht vor, in der eigenen kleinen Welt zu bleiben.
      Quasi die DDR unter den DAWs….

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        Marius Seifferth AHU

        Demnach müsste Apple Logic und (soweit ich weiss) Pro Tools auch DDR sein, weil die ja nur AU bzw. RTAS können :D Nebenbei, Reason hat seit einigen Versionen auch Midi und somit kann man dann auch tatsächlich echte Hardware anschliessen und einbinden. Man sieht ja an den ganze RE’s dass da doch einige Hersteller auch Plug’s für Reason veröffentlichen. Dass es halt N.I. oder Arturia nicht als RE gibt, ist nicht unbedingt die Schuld von Propellerhead. Immerhin konnte Rob Papen ja auch schon seine VSTi für Reason RE umbauen. In der DDR hätte man so viel ‚Fremdeinwirkung‘ gar nicht zugelassen, der Vergleich hinkt also ‚ein bisschen‘ ;)

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          A.Vogel AHU

          Sorry, ich vergaß, dass Reason ja AU und RTAS kann :)
          Es ist doch OK, dass du mit Reason glücklich bist. Aber es bleibt nun mal Fakt, dass es eine durch und durch proprietäre Software ist. Und das funktioniert ja auch für viele User.
          Wenn man aber mal VST und AU als de-facto-Standards sieht, dann ist Reason halt vom Rest der Welt abgeschnitten, und Logic (wie von dir angeführt) eben nicht.
          Nicht mehr und nicht weniger hab ich sagen wollen; mir geht es nicht um einen DAW-Flamewar. Unfrieden gibt’s schon genug, da brauchen wir keinen Musiksoftware-Hooliganism….

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            Marius Seifferth AHU

            Scroll doch bitte noch mal hoch. Die Aussage war „No VST, no go!“ und nichts anderes. Logic kann kein VST, also no go! Pro Tools kann kein VST, ebenfalls no go! Natürlich gibt es wrapper, die teilweise sogar ganz gut funktionieren, so etwas ähnliches gab es aber für Reason damals auch schon (ReWuschel ging in eine ähnliche Richtung), und dann ist da noch ReWire. Reason ist also DDR. Dann ist Logic Nord-Korea, Pro Tools ist Russland und Cubase steht dann sicher für gesamt Europa, denn Cubase kann ja VST :D Nebenbei, ich benutze derzeit kein Reason mehr, aber dadurch dass ich es viele Jahre intensiv nutzte, weiss ich halt um die Vorzüge gegenüber anderen DAW’s. Wenn jemand anderes diese Vorzüge nicht erkennt, sieht oder braucht, ist das eine andere Geschichte, aber deshalb muss ich nicht alles unkommentiert stehen lassen :)

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              A.Vogel AHU

              Scroll du jetzt bitte nochmal hoch :)
              Deine Aussage war „Reason ist ein virtualisiertes echtes Studio“, und dem habe ich widersprochen.
              Ich schrieb, dass Reason eine proprietäre Insel ist und exakt NIX&NULL anbindet. Wenn Logic und ProTools (die du ins Spiel gebracht hast) ebenfalls NIX&NULL einbinden würden (was sie nicht machen) und ich diese trotzdem verteidigen würde (was ich nicht gemacht habe), könnte ich deine Einlassung ja verstehen.
              Fakt ist (und damit mache ich das Fass zumindest für mich zu): Reason ist proprietär, sicherlich nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen, um die eigenen REs loszuwerden, und genau aus diesem Grund ist Reason alles Mögliche, aber keinesfalls ein „virtualisiertes echtes Studio“ (dein Terminus). Es ist eine (mal abgesehen von Third-Party-Gewurschtel) closed box und fertig.
              „No VST = No Go“ war und ist nicht meine Aussage.

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                TobyB RED

                Morsche ihr Beiden,

                also ganz so verschlossen, wie die DDR ist Reason nun auch nicht. Ändert aber nichts an der Tatsache das die RE ein proprietäres Format sind. Das man damit den Kunden binden kann ist klar. Ist aber nur ein Seiteneffekt. Primär gehts für mich um die Kontrolle im Rack, ist also eine Designentscheidung. Vst ist zwar ein Industriestandard, Aber die Lizenzbedingungen halten Steinberg eine Tür offen. Und damit haben die Karlsons vom Dach ein Problem. Nun zur Technik, hier die Windows Ebene, falls das immer noch so ist, es wird ein virtuelles Instrument zur Laufzeit des Host als DLL geladen. Wenn der Entwickler nicht sauber programmiert, kann der Host mit abstürzen. M.e hat man da bei Propellerhead Bauchweh mit und geht hier andere Wege. Was okay ist. Knackpunkt für jeden Entwickler sind die SDKs und da haben Steinberg und Propellerhead nun nicht wirklich die Nase vorn, ich setz mich im Jahr 2017 nicht mehr hin und klacker den Code zu Fuss. Hab ich keinen Bock drauf und keine Zeit zu.

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                electro3000

                + AU ist ebenfalls NO GO, da man aber 99% aller VST, die es gelegentlich nicht auch als AU gibt, mit einem Wrapper umwandeln kann, ich aus freien Stücken mittlerweile auf fast alle Dritt-Anbieter Plug ins für mein MAC – Logic X 10.3 Pro System verzichte, weil ich diesen Wahnsinn mit hunderten Plug ins nicht mehr mitmache, was wohl an der Qualität der Logic X eigenen Plug Ins liegt, habe ich mich von allem anderen Schrott befreit. Siehe da, man nutzt die Bord eigenen Mittel intensiver und ich bin vollends zufrieden. Nebenbei habe ich auch noch eine beträchtliche Anzahl an guten Hardware Synths + FXs. Begriffen habe, das man z.B. Synthesizer jahrelang benutzen sollte, um sie wirklich gut einsetzen zu können – bei der den Hardware Synths wäre da der Alesis Andromeda A6 zu nennen. Bei den Softsynths viele der Logic Riege, die mittlerweile so gut in Qualität und Sound sind, z.B. Sculpture + Alchemy, man sich aber vor allem mit ersterem länger beschäftigen muss, um wirklich was besonderes damit anzustellen, da hört die Geduld der meisten doch schon auf. – Aber:vom eigenen System gehindert zu werden, andere Plug In Formate zu nutzen hat einen offensichtlichen Grund… Geld verdienen, das ist ja auch ok, aber nicht in dieser Weise. Dazu sind mir viele der Reason / Propellerhead Softsynths einfach zu schlicht, zu schlecht im Sound. Sorry ;-I

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      ruduhudi

      In einem echten Studio kann ich dank Standards ja auch Geräte einbinden, die nicht vom selben Hersteller kommen wie z.B. das Mischpult. Was Propellerhead hier macht ist statt der XLR-Buchse einen eigenen Standard zu verbauen mit dem man nur noch ihre eigenen Geräte (oder unter Lizenz produzierte) nutzen kann.

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    utopia3000

    Richtig.. und was meiner Meinung nach überhaupt nicht geht ist dieses kleine Interface. Für mich sind die extensions viel zu unübersichtlich..

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    Pfau_thomas

    Ich benutze Reasen 2,8er und 9er Beta Essential
    eigentlich hauptsächlich über Rewire unter Cubase oder Samplitude.
    Was ich cool finde ist es läuft auch auf meinem Tablet für Windows. Und da kann ich wenn ich bei Baden bin Modelle unter Reasons Essential machen und sie am PC 1zu1 dann weiter verarbeiten.
    Bei der 9er version finde ich es schade das man den lin6 Amp rausgenommen hat.Der Softube Amp kingt meiner Meinug nach etwas schlechter .

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      Marius Seifferth AHU

      Wie stabil läuft die 9er Version bei Dir? Als ich noch FB intensiv nutzte, hab ich aus meiner Reason-Gruppe (Reason-Techniques) hin und wieder gehört, dass Version 8 wohl doch öfter mal kleinere Abstürze oder Hänger hatte. Ist das bei der 9er wieder behoben?

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        Pfau_thomas

        Also bei mir läuft Reason offiziell Stabil , sogar auf meinem Tablet (es hat nur 1Gb ram Arbetisspeicher) .
        Nur der Softtube Amp im gegensatz zum Lin6 Amp bringt zum, Schluß beim Ausklingen ein Paar Trop outs..

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    tantris ••

    Warum das Verkabeln ein Vorteil von Reason sein soll, erschliesst sich mir nicht, oder ich bin zu doof. Geräte kann man in jeder x-beliebigen DAW verkabeln, der Vorgang hat nur einen anderen Namen, z.B. „input und „output“. In jeder x-beliebigen DAW kann man einen virtuellen Klangerzeuger mit einem Mixer verbinden und N Effektgeräte davor oder dahinter schalten. Und das wesentlich übersichtlicher als das gesamte Rack herumzudrehen und einen Kabelsalat entwirren zu müssen. Wenn ein Gerät als Output ein Audiosignal liefert, kann man das natürlich nicht an einen Input senden, der nur Midi-Signale versteht, aber selbiges wird wohl auch Reason nicht können. Aber es gibt nun mal viele VSTs, die als Input auch Audiosignale verarbeiten.

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      TobyB RED

      Hallo Tantris,

      aus Anwendersicht hast du recht. Aber als Entwickler hängt das auch von anderen Faktoren ab. Und ist m.E. kein triviales Problem. Ich frag mich z.b. auch, warum es dermassen kompliziert ist, den Audio Output von Logic Mainstage in einen Audio Input Logic X zu verfrachten.

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      Marius Seifferth AHU

      Das ist soweit korrekt, aber auch nur teilweise, da es innerhalb von Reason eben nicht nur auf Audio-In und -Out beschränkt ist, sondern auch CV-Signale rein und rausgeschickt werden könne. Beispiel: Du bräuchtest in einem Synth noch einen LFO mehr, den er aber leider nicht hat. Lade einen 2. Synth rein, verkabel beide passend, nehm aus den LFO von diesem per CV-Out raus, und schick ihn in den 1. Synth rein. Zweites Beispiel: Nimm das Signal des LFO’s raus und moduliere damit den Pan-Regler im Mixer… oder den Effektanteil, oder eine Modulation in einer FX-Einheit, und und und… Es gibt nahezu zahllose Möglichkeiten und ich hab hier jetzt nur einen simplen LFO als Beispiel genannt. Schau Dir mal die Screenshots, von den Rackrückseiten einiger Plug’s im RE Shop an, dann kannst Du in etwa erahnen, wie viele Möglichkeiten es gibt. Das ist schon ein modularer Ansatz :) Klar kann man mit Reaktor ähnliches, aber auch nur innerhalb des geschlossenen Reaktor-Systems. Du kannst z.B. keinen LFO aus Reaktor rausholen und z.B. in Absynth reinschicken. Insofern ist Reaktor ein bisschen wie Transnistrien…

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    Delilah

    Reason hat sicher Vor- und Nachteile – -wie die meisten anderen DAWs auch. Was mich als langjährigen Reason-Nutzer mehr stört sind die recht häufigen kostenpflichtigen Updates. Zwar kann man jetzt von jeder Vorgängerversion zum Einheitspreis auf Version 9 upgraden – wer aber so wie ich brav für vorherige Updates gezahlt hat, würde in Summe ein Vielfaches für das „Upgrade“ auf Version 9 zahlen. So verprellt man selbst langjährige treue Nutzer bzw. Fans.

  10. Profilbild
    Coin AHU

    Achtung nur Erfahrung:
    Habe mit Reason 2.5 – 4.0 in 6 Jahren
    einen halben Song zusammen bekommen.
    Danach mit Ableton 8, in einem Jahr so 50 – 60 Songs gebaut.
    Was ich damit sagen will?
    Wenn Ihr Anfänger seid, besorgt Euch Demos
    von ein paar DAW´s und sucht Euren persönlich besten Workflow.
    Gruß – Coin

  11. Profilbild
    Wellenstrom AHU

    Ich habe in den frühen 2000ern eigentlich gute Erfahrungen mit Reason sammeln können. Weniger als für sich alleinstehende DAW, denn als Slave im Rewire Mode. Für damalige Verhältnisse gute, ressourcenschonende Klangererzeuger und Effekte, gut bedienbar. Das war in Pentium 3 Zeiten noch durchaus relevant. Auch viele VSTs und VSTis waren in jenen Jahren oftmals schlampiger und fehlerhafter programmiert, als wir es heute gewohnt sind. Insofern machte Reason als „geschlossenes System im System“ wirklich Sinn. Heute ist das Programm und die Philosophie dahinter m.E. überholt, ist obsolet geworden, da a) knappe Rechnerressourcen heute quasi nicht mehr vorhanden sind (nebenher ist Reason ja mittlerweile auch nicht mehr genügsamer dahingehend als die Konkurrenten) und b) weil das Angebot an Plugins seit ’nem Jahrzehnt qualitativ und quantitativ ’nen enormen Sprung gemacht hat.
    Trotz allem verbinde ich heute durchaus noch „nostalgische“ Erinnerungen und produktive Klanggestaltung mit dem damaligen Reason.

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    MarioScore

    Ich bin wohl einer der wenigen, der von einer „modernen“ VST DAW, sogar von 2, auf Reason 9 umgestiegen ist. Ich hatte früher schon mal mit Reason gespielt, fand aber die Oberfläche zu altbacken, zu wenig Drag and Drop, zu statisch und ein paar wichtige Funktionen hatten mir gefehlt. Außerdem fand ich das VST Konzept damals schon überzeugender. Also entschied ich mich für FL dann und später kam Live hinzu. Aus Spaß, und ohne Not, hatte ich mir am Ende letzten Jahres mal Reason 9 auf einem neuen Gaming Notebook installiert. Und aus Spaß wurde Ernst. Habe mich von FL und Live verabschiedet, und arbeite jetzt exklusiv mit Reason 9. Reason 9 hat für mich aktuell einfach den besten Workflow. Hinzu kommen folgende Gründe.

    Die Pitch-Edit Funktion ist das Beste, welche ich auf diesem Gebiet kenne. Mangelnde Polyphonie? Stört mich nicht. Brauch ich nicht. Die Player, vor allem in der Kombination, sind ein Alleinstellungsmerkmal, das ich nicht mehr missen möchte. Generell ist der Workflow mittlerweile nahezu perfekt. Ich bin teilweise bis zu 40% schneller, als früher. Mein Aufgabengebiete sind hauptsächlich EDM, Schlager und Scores für Games. PS: Dass die Reason Sounds altbacken klingen, ist einfach Schwachsinn. Klar, gibts alte Sounds, aber die Auswahl der neuen Sounds entsprechen dem Zeitgeist. Hinzu kommen gute Synth Rack-Extensions, die durch Serum Wavetables kaum noch Wünsche offen lassen und zukunftssicher sind. Ich vermisse wirklich absolut nichts.

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    don_looney

    Ich hab früher mal ein bisschen mit Reason rumgespielt und finde die DAW wirklich gut. Gerade die Verschaltung auf der Rückseite hat etwas sehr kreatives und bringt ein eventuell auf Ideen die man sonst nicht hat. Die Aussage „no VST no go“ kann ich nicht verstehen. Reason als solches brauch kein VST und wird es niemals haben. Meine Meinung. Man kan es über Rewire in andere DAWs´s einbinden. Ich nutze Bitwig und hoffe auf eine Rewire Schnittstelle :) dann würde ich es mir sofort kaufen. Linker Monitor Bitwig – Rechter Monitor Reason. Bamm :D
    Oder eine einfache Art wie JackAudio Kanale hin und her zu routen und das auf Windows.

    Also Coole DAW. Guter Bericht!
    Danke

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          Atarkid AHU

          Auf jeden Fall! Schon interessant wie das dann letztendlich eingebunden ist. Ist schon ne große Nummer für Reason. Gefallen hat mir das schon immer, optisch und generell der Reason-Workflow, jetzt noch mit VST? Reizvoll :)

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Propellerhead Reason 9

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