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Meine neusten Kommentare

Wenn ich die Wahl hätte, mir für 4000 Euro den Genos zu kaufen oder eine analoge Tröte mit einem simplen Tongenerator aus der elektronischen Steinzeit, würde ich mich ganz klar für den Genos entscheiden. Damit lässt sich sicherlich etwas produzieren, was man ein "musikalisches Werk" nennen kann.
Ich arbeite schon immer mit Cubase Pro. Es ist mir unwichtig, ob es die einzig wahre DAW ist oder nicht. Mir gefallen die Features, vor allem die Verarbeitung von Midi-Daten, und die Oberfläche finde ich sehr ansprechend. Das einzige, was mich stört, ist der miese Kunden-Support, den man als solchen gar nicht bezeichnen dürfte. Steinberg lässt seine Kunden bei Problemen einfach im Regen stehen, und glänzt anstelle von Support mit Ignoranz. In solchen Fällen ist man dann auf mehr oder weniger hilfreiche Informationen im User-Forum angewiesen. In Anbetracht des stolzen Preises ein ständiges Ärgernis.
Die Firma UHE stellt sehr gute Plugins her. Ich nutze fast alle Plugins selbst und habe analoge Synthesizer schon seit Jahrzenten in die Vitrine gestellt. Sie sind im Rahmen einer Musikproduktion zu unhandlich und nicht praktikabel. Nur eines verstehe ich nicht. Warum werben Hersteller wie UHE immer wieder damit, sie würden einen bestimmten analogen Synthesizer emulieren ? Diese Behauptung ruft sofort die Vergleichs-Junkies der analogen und der digitalen Welt auf den Plan. Warum reicht es nicht, das Plugin einfach XYZ zu nennen ? Der Anwender kann dann gerne zu dem Schluss kommen, dass das Plugin fast so klingt wie einer der instabilen Transistor- und Kondensator-Friedhöfe samt dem externen Kabel-Spaghetti.
Die immer wieder angeführte Kritik am Resourcenverbrauch von Plug-Ins halte ich für nicht gerechtfertigt. Die digitale Erzeugung von Sounds wird immer besser, aber auch komplexer und das gilt nun mal auch für reine Samples. Welche Rolle spielen 30GB auf der Festplatte, wo doch schon jeder Aldi-Rechner über eine 2TB Platte verfügt? Auch die völlig lautlosen SSDs werden immer kleiner und billiger. Mir kommt das vor, als würde sich ein Klavierspieler einen Steinway wünschen, aber doch bitte ohne diesen klobigen, schweren, schwarzen Holzkasten, der um die Klaviatur herum verbaut ist und einfach zuviel Platz im Wohnzimmer verbraucht.
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