Mixing Workshop: Vorbereitungen für die Audiomischung

15. Oktober 2018

Die professionelle Vorbereitung auf den Mix

Vorbereitungen für die Audiomischung

Vorbereitungen für die Audiomischung

In unserem dreiteiligen Studio Workshop Mix erfahrt ihr alles über das Thema Mixing. Von Grund auf widmen wir uns dieser Aufgabe, geben Tipps und Tricks und zeigen euch, auf was ihr achten solltet. Wir starten mit den Grundlagen und Vorbereitungen für den Mix.

Und los geht’s:

Ich vergleiche Mixing mit kochen. Du hast verschiedene Zutaten, die es miteinander harmonisch zusammenzubringen gilt. Manche Zutaten sind ein Hauptbestandteil des Gerichts, andere brauchst du nur um abzuschmecken. Die Qualität und der Umgang mit diesen Zutaten und Gewürzen trennt den 5-Sterne Koch vom Kantinen-Mitarbeiter.

Bei der Musikproduktion ist es dasselbe. Auch hier hast du eine Hauptzutat, eine Beilage und zusätzlich unterschiedliche Farben und Geschmäcker. Anhand deiner benutzten Tools und Klängen kannst du bestimmen, ob das Projekt nach Post-Punk oder nach New-Wave klingen soll.

Wichtig dabei ist, dass du nur das benutzt, was auch wirklich notwendig ist. Nur weil du Muskatnuss zu Hause hast, heißt das nicht, dass du es in jedem Gericht verwenden sollst. Trotzdem gibt es Speisen, die ohne dieses exotische Gewürz nicht auskommen.

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Vorbereitungen für die Audiomischung

Um ein ausgewogenes Gericht respektive einen ausgewogenen Mix herzustellen, ist es unabdingbar zu wissen, wohin das Ganze führen soll.

  • Was ist mein Ziel? Wie soll es am Ende klingen und welches ist mein Zielpublikum? Möchte ich einen Party-Song oder einen Mix, der im Auto gut funktioniert? Soll er modern klingen oder einen Vintage Touch haben?
  • Welches Gefühl möchte ich vermitteln? Soll der Song hart und präsent klingen und deshalb treibend sein oder soll weich und flauschig daherkommen und zum Chillen animieren?
  • Was ist wichtig? Wer spielt die Hauptrolle und wer ist Nebendarsteller? Ist es ein Hiphop-Track, bei dem die Stimme und die Drums im Vordergrund stehen oder ein Dance-Track, bei dem die Synthesizer und der Bass die Vorfahrt haben?

Die wichtigste Regel lautet: «Mache alles aus einem bestimmten Grund». Setzte bitte nicht dein neues Plugin ein, nur weil du es teuer gekauft hast. Stichwort: Muskatnuss. Und auch nicht, weil der geniale Mixing-Engineer XY ein Preset für seinen Signature-Prozessor gemacht hat, das er anscheind immer braucht. (Marketing Fake News!)

Letzthin war ich bei einem befreundeten und sehr bekannten Mastering-Engineer im Studio. Mancher denkt sich, dass das eine Mastering-Studio dem anderen stark gleicht, doch das ist ein Irrtum. Obwohl ich sehr begeistert war von seinen Geräten, Techniken und seinem Workflow, könnte ich niemals seine Vorgehensweise kopieren. Es würde bei mir nicht funktionieren. Obwohl das Resultat meinst sehr ähnlich wäre, ist der Weg dahin grundverschieden. Hüte dich deshalb davor, einfach gewisse Techniken und Tricks eines Star-Mischers isoliert zu kopieren. Vielleicht funktioniert es zum Teil in deinem Projekt, aber wenn du nicht genau weißt, weshalb du das machst und wie es genau funktioniert, lass lieber die Finger davon.

Mischen ist kein Zufallstreffer.

Mischen ist kochen.

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Vorbereitungen für die Audiomischung

Es gibt keine allgemein gültige Regel beim Mischen. Nur klassische Techniken, die jedoch jederzeit bewusst gebrochen werden können. Das einzige, was du dir bewusst sein musst ist, dass es unabdingbare akustische Gesetze gibt. Musik ist Physik, das hat niemand erfunden, das ist von der Natur so definiert.

Studio Mixing Workshop – Grundlagen

Die Fletcher Munson Kurve

Das menschliche Gehör nimmt einen Frequenzgang zwischen 20 Hz und 20 kHz wahr, wobei die Obergrenze mit fortschreitendem Alten abnimmt. Wenn du 35 Jahre alt bist, hörst du vermutlich über 15 kHz nichts mehr. Ab 50 ist deine Hörgrenze auf 13 kHz gesunken. Alle Frequenzen, die sich oberhalb der hörbaren Grenze befinden, werden Ultraschall, die unter 20 Hz Infraschall genannt. Diesen Infraschall nehmen wir nur noch körperlich war.

Die Wahrnehmung der Frequenzen ist jedoch auch von der Lautstärke des Audiosignals abhängig. Je lauter ein Signal ist, desto linearer hören wir.

Dieses Phänomen ist als die Fletcher Munson Kurve bekannt.

Vorbereitungen für die Audiomischung

Das Diagramm beschreibt den empfundenen Frequenzverlauf unseres Gehörs im Verhältnis zur Lautstärke des abgespielten Audiosignals. 0 dB definiert ein leises Signal von 1 kHz, das wir noch knapp hören können. Würden wir noch leisere Signale wahrnehmen, könnten wir unser Blut im Körper durch die Adern fliessen hören.

Um eine Frequenz von 30 Hz genau so laut hören zu können wie einen 1 kHz Ton bei 0 dB, müssen wir den Bass um satte 65 dB anheben. Genau so, wenn nicht ganz so extrem, verhält es sich in den Höhen. 18 kHz müssen wir um 25 dB lauter machen als das 1 kHz Signal.

Wir hören zwischen 1 kHz und 6 kHz am genauesten. Die größte Sensibilität besitzen wir bei 3 kHz. Das ist genau die Frequenz von Babygeschrei. Unsere Kinder gut hören zu können, ist überlebenswichtig. Ohne den Fokus auf diesen Frequenzabschnitt wären wir wahrscheinlich ausgestorben.

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Die Einheit Dezibel

Was bedeuten 25 dB oder 65 dB? Dazu müssen wir die Einheit Dezibel verstehen. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen zwei Pegeln. Die Größe dB bezieht sich immer auf einen Referenzwert. 6 dB Anhebung bedeutet eine Verdopplung der Amplitude deines Signals. Ein Audiosignal mit zweifachem Schalldruck (SPL) gegenüber einer Referenz ist also 6 dB lauter.

Erhöhst du die Lautstärke um 12 dB, erzeugst du ein Signal, das viermal so laut ist wie die Referenz [(X*2)*2 = X*4]. Bei einer Anhebung von 18 dB erzeugst du die achtfache Amplitude. Eine Anhebung in den Höhen um 25 dB entspricht demnach mehr als einer Versechzehnfachung des Signals. Bei 65 dB sprechen wir über eine 2000-fache Verstärkung des Ursprungssignals. Die Einheit dB ist demnach logarithmisch aufgebaut.

Überträgt man das auf den effektiven Schalldruck im Raum, sieht es ein wenig anders aus. Eine Verdopplung der gefühlten Lautstärke entspricht etwa 10 dB. Die ist wiederum abhängig von der Fletscher Munson Kurve. Eine Verdoppelung der gefühlten Lautstärke im hörempfindlichsten Bereich beträgt weniger als 10 dB, eine gefühlte Verdoppelung in den Bässen mehr.

Vorbereitungen für die Audiomischung

Am linearsten hören wir bei einem Schalldruck von 85 dB. Das ist auch genau die Lautstärke, der wir über längere Zeit ausgesetzt werden dürfen, ohne einen Schaden davon zu tragen. Es lohnt sich deshalb, ein kalibriertes Schallpegel Messgerät zu besitzen . Du kannst damit genau eruieren, wie laut du deine Anlage aufdrehen musst, um 85 dB zu erreichen. Das ist ziemlich laut und ich bezweifle, dass du längere Zeit mit dieser Lautstärke mischen möchtest. Die Schallpegel-Messgeräte, die du in Mobiltelefonen findest, taugen nicht viel. Diese sind weder kalibriert, noch besitzen sie ein akkurates Mikrofon. Zudem haben sie meist nicht die gewünschte Ballistik und die Gewichtung der Frequenzen ist auch verschieden.

Raummoden

Die größten Probleme beim Mixing in den eigenen vier Wänden findest du im Bass- und Höhenbereich. Durch Raummoden (stehende Wellen) sowie zu starker Dämpfung der Höhen verzerrt sich das Frequenzspektrum. Vor allem im Bassbereich schaukeln sich gewisse Frequenzen auf und einige Noten klingen deshalb lauter, als sie wirklich sind. Gleichzeitig löschen sich andere aus, da sie phasengegenläufig zueinander im Raum reflektiert werden. Es ist also notwendig, deine Regie akustisch zu optimieren. Dafür gibt es verschiedene Optionen. Du findest online sogar kostenlose Websites, die dir Raumanalysetools zur Verfügung stellen. Die einfachste Methode ist folgende:

Du setzt dich an deinen Abhörplatz und ein Kollege oder eine Freundin hält einen Spiegel an die Wände und die Decke. Überall wo du von deinem Platz aus über den Spiegel deine Lautsprecher sehen kannst hast du direkte, frühe Reflektionen. Diese sogenannten Early Reflections werden wir zu einem späteren Zeitpunkt ausführlicher besprechen. Die mit dem Spiegel gefundenen Positionen solltest du dir merken und an diesen Stellen Wand- und Decken-Absorber beziehungsweise Diffusoren anbringen. Achte aber darauf, dass du nicht all zu stark dämpfst. Ein einfacher Vorhang genügt schon, um zu viele Höhen zu absorbieren. In meinem Studio sind über jeden Absorber dünne Plastikfolien (ca. 2 µm dick) gespannt. Solche Folien findest du im Baumarkt beim Malerbedarf. Diese Plastikfolien nennt man Höhensperre, denn sie werfen die hohen Frequenzen in den Raum zurück. Somit wird vermieden, dass du zu viele Höhen in deinen Mix reindrehst.

Vorbereitungen für die Audiomischung

Eierkartons und Konsorten sind keine gute Wahl. Sie dämpfen den Raum genau dort, wo wir eigentlich Klarheit möchten und lassen die Problemzonen unangetastet. Um was du nicht herum kommst, sind Bassabsorber. Doch mittlerweile gibt es sehr schöne Designs, die dein Studio sogar noch optisch bereichern.

Studio Workshop Mix – Vorbereitung des Mix

Jeder Mixing-Engineer hat seine eigenen Vorstellungen und Wege, um ans Ziel zu kommen. Ich stelle dir in den nächsten Abschnitten meine Philosophie und meinen Workflow vor.

In der modernen Produktion, vor allem im elektronischen Bereich (dazu zähle ich auch Hip-Hop, EDM, Techno und Chill Out) gehen die Komposition bzw. das Recording Hand in Hand mit dem Mixing. Trotzdem solltest du die beiden Arbeitsschritte voneinander trennen.

Während du die Bassdrum designst, mischt du sie gleich ab und gibst ihr den spezifischen Sound. Jeder Equalizer, Kompressor oder Effekt, den du auf deinem Signal verwendest, ist eine klanggestalterische Komponente. Es ist ja auch so, dass du gewisse Instrumente schon abmischst, während andere Elemente im Mix noch gar nicht vorhanden sind. Wenn du das auf die alte analoge Technik überträgst, kommt das dem Einstellen des Gitarren-Amps und der Mikrofonierung des Schlagzeugs gleich. Du machst einen Sound. Diese Effekte lässt du beim eigentlichen Misch-Schritt natürlich in der Spur, da sie ja soundgestalterisch sind. Einzig Hallräume und Delays, die als Send-Effekt deinem Signal Tiefe und Breite geben, kannst du getrost ausschalten. Auch Bus-Kompressoren, die du eventuell eingesetzt hast, würde ich entfernen. Schaue, dass du ein ganz neues Projekt erstellen kannst, in das du die Spuren einzeln einfügst.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Coin  AHU

    Ein (für mich) essentieller Mixing-Tipp von Pensados-Place, ist:
    „Hi-Pass überall“ – bei allen Instrumentenspuren, bis auf den Bass
    und die Kick kann man den Lowcut bei ca. 150 Hz machen.
    Wirklich Bass hat nur der Bass und ein bissl die Kick,
    die bei ca. 50 Hz am dominantesten ist.
    .
    Je spitzer das das Knie des Cuts vom Equalizer, desto unnatürlicher.
    Also bessere weichere Kurven equalizen.
    .
    Für die Kick gibt es Bassenhancer, wie den Waves LoAir, oder MAxxbass,
    die sehr gute Ergebnisse liefern und mehr Druck im Bassbereich schaffen.
    .
    Wenn man z.B. die Synthspur auf die Drums sidechained,
    kann man das Frequenzabhängig machen.
    Die Snare zum Beispiel geht nicht unter 150 Hz,
    also braucht sich die Synthspur unter 150 Hz auch nicht ducken.
    (hat ja eh nen Lowcut)
    .
    Mit Mitten/Seiten Eq´s kann man einzelne Frequenzbänder
    im Stereofeld bzw. im Monofeld hervorheben, oder absenken.
    .
    Beim Layering von Drums, kann man mittels „Ringing“
    die Eigenfrequenzen von Samples pushen.
    Also man fährt mit einem schmalen Band im Eq den Frequenzbereich ab.
    Und hört dann wo sich die Eigenfrequenz befindet.
    .
    Bei der Kick, oder Bass kann man neben Phasendrehen
    noch DC-Offsett (Gleichspannungfilter) ausprobieren.
    Damit kann man die Transienten runder/gleichmässiger formen.
    Ausprobieren.
    .
    Es ist besser Frequenzen abzusenken, als anzuheben.
    Ein Eq-Filter kann keine Frequenzen erfinden.
    .
    Nicht zu vergessen, wenn man mehrere Compressoren in der Kette
    benutzt, addiert sich die Gain-Reduction.
    10 – 12 db Absenkung reichen aus, damit es nicht zu sehr verwurstet.
    .
    Mit Chorus/Phaser/Flanger sollte man sparsam umgehen.
    Sonst verschmiert das Signal zu sehr, oder ist nicht mehr Monokompatibel.
    Ich nutze einen Phaseneffekt nur einmal in der Kette.

    • Profilbild
      Thom Wettstein  RED 1

      Hi Coin.

      Die Geschichte mit den Low-Cuts ist eine gängige Technik, doch in benutze lieber Shelf Filter um Bässe ab zu senken, da die Phasenrorationen nicht so stark ausfallen.
      Bei Kompressoren in Serie multiplizieren sich die Ratios. Wenn Du einem Kompressor mit 2:1 einen weiteren mit 4:1 hinterher schaltest, entsteht eine Ratio von 8:1, nicht 6:1. Da muss man schon aufpassen.
      Chorus, Phaser, etc. fahre ich meist parallel dazu, damit es eben nicht so verschmiert.

      LG Thom

      • Profilbild
        Coin  AHU

        Hi Tom,
        ja shelving Eq ist noch schonender, als ein Cut.
        Wenn man dann noch einen eher färbenden Eq hat,
        kann das gute Ergebnisse bringen.
        Kompressoren kennen wir ja :)
        Bei Comps sollte man schon das beste einsetzen was man zur Verfügung hat.
        Man wird dafür belohnt, ich hab blos noch 2 Waves C1 Parallel aufm Master.
        Hab letzten die Waves API 2500 gehört, kann ja doch gute Obertöne auch erzeugen.
        Ich war positiv überrascht, für ~ 30 Euro bei T.
        Chorus, bei sowas gibts ja Dry/Wet.
        Gruß

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          arnimhandschlag  

          Je nachdem ob man am Bus oder am Master eqt: es gibt mittlerweile ja jedemenge linear phase EQs. Damit kann mann (auf kosten von Latency und Rechenleistung) ohne Phasenverschiebung EQen. Von FabFilter gibt es dazu bei Youtube ein schönes Video, welches auch den Zusammenhang zwischen Verstärkung / Absenkung und Phasenverschiebung erklärt. Einfach mal suchen wen es interessiert.

  2. Profilbild
    Coin  AHU

    Einige Leute mischen dem Mix gern einen Vocoder zu.
    Dazu legt man den auf den Master und nimmt als Carrier-Signal Rauschen.
    Ich nehme dafür Tape-Rauschen vom Kramer Master Tape.
    .
    Für Intros und Outros, oder Breaks kann man alle Sidechainkompressoren
    mit nem Low-Cut auf der Kick-Gruppe koppeln.
    Wenn keine Tiefen da sind, brauchts auch kein Sidechain.
    Das gibt dem Mix mehr „Air“
    .
    Der Snare kann man einen leisen, kurzen „Snap“, oder „Nachschlag“ zumischen.
    Dazu kann man ein simples Delay mit 126 sek und ganz kurzes Feedback nehmen.
    Das hat bis jetzt auf allen Bpm´s funktioniert.
    (wirkt sich dann auch auf das Sidechaining aus)
    .
    Das s(m)exoscope ist ein sehr gutes Oszilloscop.

    • Profilbild
      Coin  AHU

      äh, Snaredelay 126 ms sek.
      Überhaupt, gute Seite ist sengpielaudio,
      wo man Delayzeiten ausrechnen kann.
      Also für 16tel Bsp. auf 94 Bpm per Note, sind 239 ms.
      Damit und Feedback kann man so Twist-Sounds machen.
      Aber dann eher mit 64tel …
      .
      Finde Mixing ein schönes Thema.
      Danke übrigens für den Artikel,
      ergänzt sich gut mit meinem (Halb-)Wissen :D

    • Profilbild
      Thom Wettstein  RED 1

      Snaredalay ist cool, ich benutze oft die Haas Technik. Bei dieser Technik benutzt Du ein Stereo Delay. Du setzt den linken Kanal des Delays auf 16ms und den Rechten auf 14ms. Da diese Zeit zu kurz ist um für unser Ohr als Laufzeitunterschied wahrgenommen zu werden, bekommt das Signal (durch die unterschiedlichen Delay Zeiten) einen schön breiten Charakter. Das ist eine sehr einfache und elegante Variante.

    • Profilbild
      arnimhandschlag  

      das mit dem vocoder muss ich mal ausprobieren. klingt spannend. Genau so der Haas Effekt mit Delay. Kenn den schon ein weilchen aus der Theorie habs aber seither immer Manuell gemacht, Spur kopieren und rechts und links verschieben

      • Profilbild
        Coin  AHU

        Jo Spur duplizieren, Links / Rechts pannen und leicht verzögern kenn ich auch.
        Das kann man mit Signalen mit etwas Attack machen,
        funktioniert aber nicht mit kurzen percussiven Signalen, klingt schlimm.
        Denke es ist mit dem Snarelay gemeint mit trockenem Signal und etwas Wet-Anteil.
        So mache ich es jedenfalls, leise zumischen.

  3. Profilbild
    tonvibration  

    Hallo, zunächst mal Danke für den toll geschriebenen und sehr informativen Text. Tatsächlich hatte ich mich auf den Workshop gefreut (gestern schon gesehen, aber keine Zeit), da ich vom mixing und mastering – obwohl ich seit 30 Jahren Musik mache – keine Ahnung habe. Ich mische nach Gefühl und Gehör aber ohne Plan und leider zeigt sich das in den Details meiner Abmischungen immer. Ehrlich gesagt, denke ich dass das vielen hier so geht. Wir sind Bedroom Producer und Musik ist unsere Leidenschaft, aber eben auch nur ein „Hobby“. Um in der Metapher vom Anfang des Textes zu bleiben – wir haben ne Currywurst Bude und keine Sterne Küche. Und klar ist es toll, wenn man von einem Sternekoch dann ein paar Tipps bekommt. Aber es bringt nur dann was, wenn die in der Currywurst Bude mit realistischen Aufwand auch umsetzbar sind. Und da habe ich das Gefühl, dass der vorliegende Text an den meisten Usern hier vorbeigeht. Wird denn irgendjemand anfangen jetzt irgendwelche Absorber an die Wand zu kleben, nur dass der Mix besser wird? Wieviele von Euch verwenden denn Lexicon Hallgeräte und Co? usw…. Bitte nicht falsch verstehen. Toller Text und ein paar Sachen kann ich vielleicht mitnehmen. Ich hätte mich aber über ein Mixing für Einsteiger mehr gefreut… (z.B. Mixing nur mit Ableton Lite-version und darin enthaltenen Effekten / Möglichkeiten auf günstigen Kopfhörern – auch wenn das jetzt echt ne kleine Currywurst Bude wäre, trifft das wahrscheinlich eher die Situation der meisten Leser, oder?)

    • Profilbild
      tammy

      Also ich kann hier schon einiges mitnehmen, auch wenn ich selbst kein High End Studio habe. Absorber habe ich sehr wohl in meinem kleinen Home Studio Keller, das macht schon was aus. Freue mich auf die nächsten Teile, da wird es hoffentlich viele Praxistipps geben.

    • Profilbild
      MichBeck  

      Da Kompressoren, Hallgeräte, etc. in ihren grundlegenden Funktionen gleich sind, kann man schon immer auch viel aus Workshops mit „gehobenem“ Equipment mitnehmen und auf die eigene Auswahl übertragen. Der Rest ist wie immer nur eine Frage des persönlichen Geschmacks mit der bevorzugten klanglichen Charaktereigenschaft oder Haptik des Gerätes.

    • Profilbild
      Thom Wettstein  RED 1

      Hi Tonvibration

      Danke für dein Feedback. Ich habe versucht alle Stufen anzusprechen. Ich dachte mir, dass ich manchmal für Newbies zu hoch einsteige. Es lohnt sich jedoch trotzdem, sich beispielsweise mit der Raumakustik auseinander zu setzten. Man kann da mit Möbeln und Vorhängen schon einiges erreichen. Von Hofa beispielsweise gibt es sehr formschöne mobile Absorber/Diffusoren.

  4. Profilbild
    elektrock  

    Super Workshop samt den Photos und echt gute Idee diese Thema anzuschneiden!
    Bin schon auf den zweiten Teil gespannt und am meisten auf den Analyzer.

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