Workshop: Kreativer Einsatz von Halleffekten

16. Februar 2018

Hall hören und lernen

Kreativer Einsatz von Halleffekten

Kreativer Einsatz von Halleffekten

Kreativer Einsatz von Halleffekten

Wer einmal in einem schalltoten Raum gestanden hat, weiß wie wichtig die Rauminformation für das Wohlbefinden und das Orientierungsvermögen ist. Deshalb ist Reverb der wichtigste Effekt in jeder Art von Klangaufzeichnung. Er gibt Aufschluss über den Ort der Aufzeichnung und ermöglicht die Orientierung. Aber muss Hall immer natürlich sein? In diesem Workshop „Kreativer Einsatz von Halleffekten“ soll es darum gehen, wie sich der Effekt auch abseits ausgetretener Pfade gewinnbringend einsetzen lässt.

Kreativer Einsatz von Halleffekten

Manchmal um die Ecke denken

Was ist Hall?

Ich versuch’s mal kurz und unwissenschaftlich:

Der produzierte Schall, egal aus welcher Quelle, trifft beim Hörer ein. Aber damit nicht genug, der Schall ist ja kein Laserstrahl. Er breitet sich also aus, trifft auf Wände, Decken und Säulen, wird reflektiert und so treffen nach einer gewissen Zeit unzählige Antworten des Direktsignals beim Hörer ein. Die ersten Rückwürfe sind noch als einzelne Signale zu erkennen, die sogenannten Early Reflexions, im Grunde dicht aufeinander folgende Bouncing Delays. Die Zeit, die vergeht, bis nach dem Direktsignal die Early Reflexions eintreffen, ist das Early Reflexion Delay.

Ab einem gewissen Zeitpunkt sind diese Reflexionen aber nicht mehr einzeln auszumachen, sondern verschwimmen zu einem dichten Klangbrei, dem Nachhall. Über die Zeit, die der Nachhall braucht, um sich um 60 dB abzuschwächen, ist die Reverbtime definiert. Die Zeit zwischen dem Direktsignal und dem Nachhall ist das Predelay.

Kreativer Einsatz von Halleffekten

Der Hallaufbau

Weitere Faktoren sind für das Reverbsignal verantwortlich. Da wäre zunächst die Entfernung des Schallgebers zum Hörer. Ist der weiter entfernt, nimmt seine Intensität im Verhältnis zum Effektsignal ab. Ganz wichtig auch die Beschaffenheit der Wände und sonstige Einbauten. Je härter und glatter eine Fläche ist, umso höher ist die Reflexion, der Hall nimmt also zu. Gleichzeitig wird er höhenreicher, da hohe Frequenzen eine geringere Schwingung haben und daher bei porösen Stoffen stärker absorbiert werden. Auch die Raumstruktur ist wichtig, parallele Wände führen bei bestimmten Frequenzen zu störenden Flatterechos.

Das Schöne an all diesen Betrachtungen ist: Unsere heutige Aufgabe ist „Kreativer Hall“, d.h. wir dürfen die Naturgesetze also einfach mal außer Acht lassen!

Gleichzeitig zu diesem Special stand ein Test von fünf Meilensteinen der Hallsimulation an, die der Hersteller Universal Audio unter dem Namen Classic Reverbs für seine hauseigene Plattform emuliert hat. Was lag also näher, als zu überprüfen, ob und wie sich die von fast 35 bis über 50 Jahre alten Konzepte auch heute noch kreativ einsetzen lassen. Der Test der Classic Reverbs folgt in Kürze.

Historie

Zu Beginn der Tonaufzeichnung war der Raumeindruck fest an die benutzte Örtlichkeit gekoppelt. Wenn es nach Kirche klingen sollte, wurde eben in der Kirche aufgezeichnet.

Kreativer Einsatz von Halleffekten

Der natürliche Hallraum

Dies hat solange gut funktioniert, wie vorwiegend mit Raummikrofonen aufgenommen wurde.

Mit dem Aufkommen der Mehrspurtechnik und dem entsprechenden Heranrücken der Mikrofonie an einzelne Schallquellen ging der Raumeindruck weitgehend verloren und musste nun entsprechend ersetzt werden.

Schritt 1 dazu war der Hallraum. Das aufgenommene Signal wurde über Lautsprecher in einen dafür vorbereiteten Raum eingespielt und auf der Gegenseite über Mikros wieder abgegriffen. Das gewonnene Signal wurde der Originalspur zugemischt. Eine schöne, wenn auch kostenintensive Lösung, denn jeder Raum entsprach einem „Preset“, das nur marginal veränderbar war.

In den 50er Jahren wurden dann Federhallgeräte entwickelt. Das Signal wurde durch eine oder mehrere Stahlfedern geschickt und wieder abgenommen.

Einfache Vertreter dieser Gattung verrichten auch heute noch in vielen Gitarrenamps ihren Dienst. Die erste professionelle Studiolösung brachte in den 60ern AKG mit der BX20 auf den Markt. In Format und Gewicht einer 2×15″ Bassbox war die Einheit als durchaus handlich anzusehen.

Kreativer Einsatz von Halleffekten

Die BX 20 „Truhe“

Wirklich natürlich war der Federhall nie, so fehlten ihm die Early Reflections und er klang recht metallisch und scheppernd. Für einige Signale war und ist er aber die Idealbesetzung, Gitarre und Orgel werden immer noch gern damit veredelt.

Die nächste Entwicklungsstufe folgte mit der Hallplatte. Hier wurde die Hallspirale durch eine dünne Metallplatte ersetzt. Durch eine Dämpfungsplatte konnte erstmals die Reverbtime beeinflusst werden. Der Klang geriet deutlich natürlicher als mit der Spirale, bot aber immer noch keine Early Reflections und war unnatürlich höhenreich. Die Firma Elektromesstechnik Wilhelm Franz aus dem Schwarzwald brachte 1957 das EMT 140 heraus.

Zwei EMT 140 Hallplatten

Zwei EMT 140 Hallplatten

Die Platte war 2 x 1 m groß, mit 170 kg wurde das Effektgerät als transportabel eingestuft. In späteren Entwicklungen wurde die Platte durch Metallfolie ersetzt, jetzt waren tatsächlich Reverbsysteme realisierbar, die auch im Ü-Wagen Verwendung finden konnten.

Ab 1976 hatten die mechanischen Reverbs weitgehend ausgedient. EMT kam mit dem ersten professionellen digitalen Hall, dem EMT 250, die legendäre Weltraum-Heizung auf den Markt. Dem folgte recht schnell aus den USA das Lexicon 224, bevor The British Empire 1981 mit dem AMS RMX16 zurückschlug.

Kreative Ideen

Oft möchte man ja seinen Hall so natürlich als möglich haben, es soll sich echt anhören. Aber es lassen sich mit dem Effekt noch ein paar nette Spezialgeschichten basteln, von denen ich einige mal hier zusammen gestellt habe.

Mono-Hall

Eindeutig ein Effekt, der in der Natur so nicht vorkommt, der Raumeindruck geht völlig verloren. Aber gerade deshalb ist der Mono-Hall da gut einsetzbar, wo zwar der Klang geschätzt wird, auf die Breite aber verzichtet werden möchte. Typisches Beispiel ist immer noch der E-Gitarren Amp oder ein Snare-Hall.

Sound 1a Gitarre_Stereo Hall

Sound 1b Gitarre_Mono Hall

Gated Reverb

Ein Effekt, den jeder, der wie ich schon in den 80ern Chartmusik gehört hat, zu Genüge kennt. Der Nachhall wird durch ein Gate abgeschnitten, d.h. er klingt nicht bis auf Null aus. Bekannt geworden vor allem durch die berühmte Phil Collins-Snare. Wenn das eigene Hallgerät diesen Effekt nicht anbietet, lässt er sich natürlich sehr einfach durch ein nachgeschaltetes Gate realisieren.

Gated Reverb

Gated Reverb

Sound 2 Snare_Gated Reverb

Reverse Hall

Hier wird die Hallfahne umgedreht, steigt also von Null zur Maximallautstärke an, um abrupt zu enden. Sicher kein Effekt, den man einen kompletten Song durch genießen kann, aber als einzelner Spannungspunkt ist der Reversehall immer gut einsetzbar. Auch im Sounddesign wird der Effekt gerne verwendet.

Reverse Hall

Reverse Hall

Sound 3 Becken_Reverse Hall

Vorgestellter Hall

Hier wird ein Reverse Hall vor das eigentliche Originalsignal gesetzt. Das ist so direkt mit keinem Hallgerät zu realisieren, es müsste ja voraus denken können. Für einzelne Samples kann man hier in der DAW einfach das Hallsignal separieren und zeitlich passend anordnen. Bei längeren Passagen ist es einfacher, die Originalspur zu kopieren und diese zeitlich vorgezogen ohne Direktausgang in den Reversehall zu führen. Eignet sich sehr schön für Songübergänge und für absolute Psychedelic-Produktionen.

Sound 4 Gitarre_vorgestellter Hall

Ducking Reverb

Meines Wissens nach bietet diesen Effekt kein Hallgerät an, er lässt sich aber in der DAW ganz einfach basteln. Hinter dem in einem Auxweg liegenden Hallgerät wird ein Kompressor geschaltet. In dessen SideChain wird die zu bearbeitende Audiospur ausgewählt. Nun lässt sich mit Threshold und Ratio einstellen, wie weit das Hallsignal unterdrückt werden soll, solange ein Nutzsignal anliegt. Ein schöner Effekt, um in den Spielpausen den vollen Effekt zur Verfügung zu haben und das Originalsignal trockener und durchsetzungsfähig zu erhalten.

Ducking Reverb

Ducking Reverb

Sound 5 Saxofon_Ducking Reverb

Frequenz bearbeiteter Hall

In der Natur werden die hohen Frequenzen schneller geschluckt, weshalb das Hallsignal immer dumpfer erscheint wie das Ausgangssignal. Dadurch erscheinen höhenlastige Instrumente in der Tiefenstaffelung auch immer weiter vorne. Hier lässt sich durch die Klangbearbeitung des Halls eine gute Abstufung erzielen. Ein recht höhenreicher Effekt holt das Signal weiter nach vorn (auch deshalb ist Plate Reverb auf Stimmen und Soloinstrumenten immer noch so beliebt), ein extrem dumpfer Hall rückt zu spitze Signale nach hinten.

Sound 6a Tambourin_höhenreicher Hall

Sound 6b Tambourin_dumpfer Hall

Falsche Zuordnung im Panorama

Das geschieht oft unabsichtlich, da oft nicht mit einem True-Stereo-Hall, sondern mit einem Mono-To-Stereo Gerät gearbeitet wird. So wird die Anordnung des Instruments in der Stereobreite nicht mit übernommen, das Hallsignal erscheint immer mittig. Das kann natürlich auch bewusst genutzt werden bzw. kann in einer True-Stereo-Anordnung das Hallsignal absichtlich räumlich vom Originalsignal getrennt werden.

Sound 7 Snare_Panorama

Unnatürliche Hallräume

Ein Hallsignal ist, wie wir wissen, folgendermaßen aufgebaut. Auf den direkten Schall, der den Hörer erreicht, folgen die Early Reflexions, die noch nicht als diffuse Hallfahne auftreten, sondern im Prinzip einzelne Echos sind. Darauf folgt nach einer bestimmten Zeit, die als Pre Delay bezeichnet wird, der Nachhall. Diese drei Komponenten sind abhängig von der Raumstruktur und -größe. Hier kann man nun manipulieren, um unnatürliche Räume zu erzielen. Wie wäre es z.B. mit einem riesigen Pre Delay und danach mit einer ultrakurzen Hallfahne? Oder die Early Reflexions in der Lautstärke ansteigend, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Sound 8a Female Voice_natural

Sound 8b Female Voice_unnatural

Kein Hall

Hört sich vielleicht etwas seltsam an, aber es muss nicht immer Reverb sein. Viele Geräte bieten auch die ganze Palette der Modulationseffekte an, Chorus, Flanging, Ensemble usw. Hier ist Ausprobieren angesagt. Ein Ensemble-Effekt lässt z.B. die Stimme sehr schön breit und groß werden, ohne sie vom Zuhörer zu entfernen.

Sound 9a Male Voice_Reverb

Sound 9b Male Voice_Ensemble

Ich hoffe, ich habe mit dem Workshop ein wenig Interesse geweckt, sich nicht nur durch die Presets der verfügbaren Reverbs zu klicken, sondern auch mal Eigenkreationen in Angriff zu nehmen. Sicher ist es mir hier auch nicht geglückt, sämtliche Möglichkeiten aufzuzeigen. Wer also noch Ideen beisteuern möchte, immer her damit.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    m.leicht

    Für viele dieser kreativen Hallexperimente bieten Gitarren-Tretminen eine sehr gute Spielwiese.
    So findet sich der erwähnte Ducking Hall in diversen Line 6 Geräten, sowie im TC Nova. Die Strymon Timeline bietet ein Ducking Delay, welches man auch in Richtung reverb sound biegen kann.
    Ganz vorne in Sachen kreativer Hall sind Strymon Big Sky und Eventide Space/H9.

  2. Profilbild
    TobyB  RED

    Hallo Armin,

    sehr lehrreich! :-) Ich gehe mehr oder minder einen ähnlichen Weg, nur das ich mich noch nicht an Software gewöhnen mag. Ich habe ein Lexicon MX 200 und ein Lexicon MX400. Vorteil ist sie lassen sich als USB Aggregate Device in die DAW einbinden und ich habe via MIDI CC Zugriff auf die Parameter. So kann ich für meine Sounds immer schön die einzelnen Presets ändern und den Sound heraus arbeiten. Wenn es dann mal „schräg“ werden soll, ist z.B. ein Alesis Nanoverb auch eine gute Wahl.

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Toby,

      wenn du noch ein paar Tricks hast, lass hören!

      Ja, das gute alte Nanoverb. Passt genau in eine CD-Tasche, der ich die Einsätze raus geschnitten habe und ist so immer dabei, wenn evtl. noch ein zusätzlicher Effekt benötigt wird.

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Hallo Armin,

        ich geh mal in mich ;-) Ich hab die Lexicons grade und trotz 24bit Verarbeitungstiefe gekauft. Auschlaggebend war das Signalrouting und das USB Feature. Damit erfahren vermeintliche LoFi Instrumente wie die Volcas und Monotribe eine klangliche Aufwertung. Wenn dann der Hall/Delay/Reverb Raum nicht reicht, setze ich auf das BOSS SE 70, Boss RCE 10, RDD 10 oder eine eingeschleifte Hallspirale https://www.amazona.de/test-accutronics-hallspirale/ Was am Nanoverb erwähnenswert ist, sind die Plattenhalle und Tremolohalle. Wenn dies nicht reicht, in Logic X 10.2 sind bei den zusätzlichen Downloads Impulsantworten aus der Abbey Road, Berliner Hansa Studio und diverse andere versteckt. Mit dem Logic Bussen, kann man sich ja in Verbindung die abgefahrensten Sachen bauen.

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    TobyB  RED

    Bin in mich gegangen Armin,

    Variante 2 ist etwas komplexer, wie Kollege m.leicht vorschlug bedienen wir uns aus der Gitarrenecke, mit Delay, Verb und nehmen die Pedale mit Expression oder CV Eingang. Hier wäre das EHX Holy Stain, Memory Man Deluxe. Die EXP/CV Eingänge hängen wir an Pedale und/oder steuern die über einen Stepsequencer. Hier hat EHX den 8Step und Clockworks im Programm. Ein Korg SQ 1 geht auch so man in analog ansteuert. Wenn gewünscht kann man das ganze auch mit einem LFO „fernsteuern“. Grade bei Delays kommen da sehr interessante Sachen raus. Hier muss man gucken, welche Kombination sinnvoll ist und ein wenig experimentieren.

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    CLRS

    Sehr schöner Beitrag! Habe mir einiges an Anregungen mitgenommen, muss aber auch etwas dalassen – sprich – eine kleine Korrektur: der Nachhall oder auch die Nachhallzeit ist in der Akustik definiert als die Zeit, die benötigt wird, bis sich der Pegel – nach Abschalten einer Signalquelle um 60dB verringert. Der Nachhall setzt sich dabei aus frühen und späten Reflexionen und dem Diffusschall zusammen, den Du vermutlich gemeint hast. ;)

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    jaxson   1

    Was mich mal interessieren würde: Du sprachst von Mono to Stereo Hallplugins/Geräten…ich arbeite schon seit langem mit Plugins und habe immer das Gefühl, das der jeweilige Halleffekt nichts für die Stereobreite und die damit verbundene Lebendigkeit eines Songs tut….Wenn ich nun ein Instrument auf sagen wir mal Rechts außen schiebe und den Hall auch von dort haben will, muss ich dann zwei Hallplugins aufmachen und diese jeweils links und rechts Pannen und dann mit dem Auxwegen regeln ?

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi jaxson,

      True-stereo Hallplugins gibt es durchaus. Logic´s Spacedesigner arbeitet z.B. so.
      Wenn der Hall im Panorama dem Signal folgen soll, musst du darauf achten, dass dein Auxweg auf „Post-Pan“ steht.
      Im Spacedesigner lässt sich der Eingang übrigens auch stufenlos zuordnen, du kannst also ganz leicht dein Signal nach rechts schieben und den Hall von links kommen lassen.

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      Coin  AHU

      Zunächst mal ist der Reverb-Effekt eine Rauminformation,
      die man für die Tiefenstaffelung nutzen kann.
      Was von der Schallquelle gesendet wird breitet sich in ALLE Richtungen aus
      und wird somit von allem was in den Weg kommt reflektiert.
      Dann ist das immer mindestens Stereo.
      Anders ist es, wenn Du z.B. auf einem Feld stehst und jemandem was zurufst.
      Dann ist der Schall Mono, weil keine Reflektionen dabei sind.
      Ausser vom Boden evtl., also ist nicht mal das „Feld-Beispiel“ richtig Mono.
      Reverb-Plugins sind somit Stereo.

      Übrigens kann man auch mit Delay´s Rauminformationen erzeugen.

      Bei der Tiefenstaffelung nimmt man idealerweise ein Send-Reverb,
      welches dann auf mehreren Spuren eingesetzt werden kann.

      Ich habe früher gern zwei auf Mono gedrehte Send-Reverbs
      für jeweils links und rechts erstellt und die Räume über kreuz gespielt.
      Also z.B. eine Instrumentenspur auf links gepannt bekommt
      das rechte Send-Reverb.
      Andere Spur rechts gepannt, bekommt linkes Send-Reverb. usw.
      Dabei kommen sich nämlich die Effekte nicht so leicht in die quere.

      Korrigiert mich, falls ich falsch liege.

  6. Profilbild
    Ashatur  

    Ein sehr toller Bericht. Dankeschön :-)

    Ich finde es immer spannend was die frühen Tontechniker für einen Aufwand betrieben um ein Ergebniss zu erzielen obwohl es noch groß keine Technik gab. Und es ist auch heute noch kreativ wenn man Hallräume benutzt. Denn es hat seinen eigenen chaotischen Charme. Kreative Fieldrecorder nutzen ja auch die spezielle Raumatmosphären von bestimmten Gebäuden wie Kirchen, Hallen Industriekomplexen usw.
    In einem namenhaften Keyboardmagazin gab es mal ein Interview mit Ben Burtt und es war spannend zu lesen wie er die ursprünglichen Special FX für Star Wars erstellt und aufgenommen hat.

  7. Profilbild
    Coin  AHU

    Habe meine Send-Kanäle im Ableton noch auf eine extra Audiospur geroutet,
    bevor sie in den Master gehen.
    Damit kann man dann die Send-Effekte samplen.
    Macht sich gut mit Hallfahnen, aber auch mit Delays,
    halt so für experimentelle Sachen.
    Oder man legt noch weitere Effekte über die Send-Effekte.
    Zum Beispiel Distortion, oder Panning Sachen können
    auf Hallfahnen interessant klingen.

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