Alles rund um Studiomikrofone: Tests, Workshops und Tipps & Tricks

25. Februar 2018

Alles rund um Studiomikrofone

Studiomikrofone

Was würden wir nur ohne Mikrofone machen? Auch wenn man heutzutage vieles im Rechner komponieren, produzieren und mixen kann, müssen die geliebten „Preset-Sounds“ ja irgendwo herkommen. Und letztlich sind Aufnahmen von echten Instrumenten (zum Glück) auch im Jahr 2018 noch das „Salz in der Suppe“, von Sprache und Gesang brauchen wir gar nicht erst zu reden. Damit ihr bei der großen Auswahl der erhältlichen Studiomikrofone nicht den Überblick verliert, haben wir für „Alles rund um Studiomikrofone“ zusammengestellt. Neben ein paar wichtigen Basis- und Hintergrundinformationen findet ihr hier alle Testberichte aktueller Studiomikrofone, unsere großen Vergleichstests und Workshops auf einen Blick gebündelt.

Neumann U87

Es muss ja nicht gleich ein (teurer) Klassiker wie das Neumann U87 sein

Im Grunde besteht ein Mikrofon natürlich aus mehreren Komponenten, Herzstück ist aber eine dünne Membran, deren Schwingungen auf unterschiedlichste Art und Weise in elektrische Spannung umgewandelt werden. Per Kabel oder Funk weitergeleitet, verstärkt, bearbeitet und am Lautsprecher bzw. Kopfhörer wieder ausgegeben, hören wir am Ende, was der Sänger, Sprecher, Instrumentalist oder aber der vorbeifahrende Zug akustisch produziert hat.

Möchte man sich ein Mikrofon zulegen, sollte man zunächst überlegen, für was und wen man es einsetzen möchte. Nicht nur rein technisch unterscheiden sich Mikrofone, sondern vor allem auch klanglich. Je nach gewünschtem Einsatzgebiet und klanglichen Vorstellungen stehen also verschiedene Mikrofone zur Auswahl. Größere Tonstudios bzw. Toningenieure besitzen wahre Arsenale an Mikrofonen, je nachdem, was eben gerade klanglich gewünscht ist.

Dynamisches Mikro: Shure SM57

Zu den gängigsten Mikrofonen gehören sicherlich die Bauarten der „Dynamischen Mikrofone“ sowie die „Kondensatormikrofone“. Während die dynamischen nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion arbeiten, gehören die Kondensatormikrofone zu den elektrostatischen. Hier befindet sich gegenüber der Membran eine Metallplatte, Gegenelektrode genannt. Zusammen bilden sie den Kondensator und je nach Abstand zwischen Membran und Platte kann der Kondensator Ladung aufnehmen. Über die allseits bekannte Phantomspeisung erhält der Kondensator eine „Vorspannung“. Wird die Membran nun angeregt und bewegt, ändert sich der Abstand zwischen ihr und der Metallplatte und somit auch die Ladung.

warm audio wa-14

Ein Klassiker als Nachbau: Das Warm Audio WA-14

Die dynamischen Mikrofone arbeiten dagegen wie gesagt nach dem Prinzip der Induktion. Beim gängigsten Modell, dem Tauchspulen-Mikrofon, ist die Membran an einer Spule angebracht. Durch Bewegung der Membran „taucht“ die Spule in ein magnetische Feld ein, so wird per Induktion Signalspannung erzeugt. Durch eine gewisse Trägheit im Einschwingverhalten werden kleinste Details mit einem dynamischen Mikrofon nicht erfasst, daher stehen sie den Kondensatormikrofonen bei Aufnahmen etwas nach. Es spricht aber grundsätzlich nichts dagegen, ein dynamisches Mikrofon für Aufnahmen zu nutzen, dafür haben diese auf der Bühne deutliche Vorteile gegenüber den Kondensator-Modellen.

Eine Abwandlung des dynamischen Mikrofons stellt das Bändchenmikrofon dar. In diesem Fall ist die Membran ein im Zickzack gefalteter Aluminiumstreifen. Dieser wird zwischen zwei Polen eines Magneten eingespannt, so dass das „Bändchen“ bei Anregung durch Schall hin und her schwingt. Die Bewegung induziert eine Spannung, die an den Seiten des „Bändchens“ abgegriffen wird. Da diese äußerst gering ist, muss ein Übertrager nachgeschaltet werden. Aufgrund des sehr dünnen Bändchens sind solche Mikrofone deutlich anfälliger und nicht so robust wie die dynamischen bzw. Kondensatormikrofone.

Bändchen + Großmembran von sE Electronics

Hat man sich für ein Mikrofon entschieden, sollte man den danach folgenden Signalweg nicht unterschätzen. Mikrofonvorverstärker können, sollen dem Sound aber nicht immer ihren Stempel aufdrücken. Beim Thema Kabel scheiden sich in der Regel die Geister. Klar ist, ein Billig-Billig-Kabel sollte es nicht unbedingt sein und ordentlich verarbeitete Stecker sollten auch daran zu finden sein. Ob es aber die „bei -60 Grad gehärteten Kabel mit asymmetrischer Universums-Rotation“ sein müssen, überlasse ich jedem selbst.

Nun aber zu unseren Testberichten, Vergleichstests und Workshops. Nicht nur Anfängern empfehle ich unsere großen Vergleichstests Studiomikrofone. In drei Preisklassen aufgeteilt wurden hier insgesamt 25 Mikrofone getestet, von den meisten existieren zusätzliche Einzeltests mit weiteren Informationen. Aber auch unsere Workshops mit Tipps & Tricks zur Mikrofonwahl und dem nicht zu unterschätzenden Pop-Schutz sind sehr lesenswert.

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