Workshop: Mastering im Studio, Teil 1

30. Januar 2018

Selber mastern leicht gemacht

Masterin-Workshop-Teil1

Wer kennt es nicht: Der neue Song bzw. das neue Album ist fertig gemixt, damit ist die Arbeit getan. Na ja, nicht ganz, als finaler Arbeitsschritt folgt noch das Mastering. Bei größeren Projekten wird dieser Part in der Regel von einem professionellen Mastering-Studio übernommen, der Künstler braucht sich darum also nicht selbst zu kümmern. Nachteil: Das kostet! Wenn hinter dem Endprodukt nicht ein solider kommerzieller Aspekt steckt, wird’s schnell kritisch.

Die zweite Lösung ist das inzwischen oft günstig angebotene Online-Mastering. Der Track wird per Internet verschickt und auf demselben Weg erhält man das Endprodukt zurück. Allerdings sollte klar sein: „You get what you pay for“. Für Preise um die 10,- Euro/Minute kann sich niemand detailliert mit dem Song auseinander setzen, hier wird in der Regel auf genrespezifische Presets zurück gegriffen. Aber wir wären doch nicht Amazona, wenn wir das nicht selbst hinbekommen würden, oder? Also auf zu unserem Mastering-Workshop.

Im vorliegenden Teil 1 werden wir uns mit den DAW-eigenen Bordmitteln auseinander setzen, im zweiten Teil rücken wir unserem Beispielsong mit externen Editoren und Plug-ins zurecht und im Teil 3 des Workshops dürft ihr am Mastering-Prozess eines interessanten Gesamtprojekts teilhaben, „Turmschatten„, das hier ja schon vorgestellt und entsprechend gewürdigt wurde.

Was ist Mastering?

Wir starten mit ein paar Grundlagen. Zunächst sollte klar sein, was beim Mastering überhaupt passiert. Klar, der Song soll noch besser klingen und lauter werden. Das ist aber nur die halbe Arbeit. Mit dazu gehören rein technische Vorgänge wie Fade-Ins und -Outs, für CD-Produktionen die nötigen Arbeitsschritte wie PQ-Editing, ISRC-Codes, CD-Text und Kopierschutz setzen.

Auch kleinere Restaurationsaufgaben sind evtl. noch zu erledigen, am Ende steht das Wandeln ins Zielformat samt Dithering an, ebenso sind Track-Reihenfolge und Pausenlängen zu wählen.

Wie vorgehen?

Zunächst einmal macht es sicherlich Sinn, dass das Mastering vom Komponieren, Einspielen und Mixen getrennt behandelt wird, denn Ohren und Kopf müssen für die neue Aufgabe frei sein. Wer sich beim Mastern immer noch Gedanken macht, ob nicht ein anderer Basssound besser gepasst hätte oder ob der Übergang bei Minute 1:22 wirklich perfekt gelungen ist, verschwendet seine Zeit. Deshalb ruhig etwas Zeit verstreichen lassen und mit frischen Ohren ans Werk. Falls dann immer noch etwas stört, zuerst nochmals neu mixen.

Wie bei allen Tätigkeiten ist natürlich auch beim Mastering wichtig, dass man weiß, was man tut. Wer sich nicht im Klaren ist, was bestimmte Klangaufbereiter wie Exiter, Stereomanipulatoren und Ähnliches bewirken, bitte einfach weg lassen! Weniger ist oftmals mehr, aber ich werde versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Was ist das und was macht das?

Was ist das und was macht das?

Voraussetzungen

Los geht’s natürlich schon bei der Produktion. Obwohl unser Endprodukt eine CD oder vielleicht auch nur ein MP3-File zur Online-Präsentation sein wird, ist es vernünftig, schon von Anfang an in einer guten Auflösung und Sampling Rate zu arbeiten. 24 Bit dürfen es also schon sein, falls die DAW 32 Bit erlaubt, auch das gerne.

Die Sampling Rate hängt von der der Verwendung ab, für reine Musikproduktionen wird 44,1 kHz oder ein Vielfaches verwendet, für Film-Musik und -Ton kommen 48 kHz bzw. die Multiplikatoren 96 und 192 kHz zum Einsatz. Beim ungemasterten Mix sollten noch keine Fades gemacht werden, das gehört ebenso wie das Dithering ganz ans Ende der Bearbeitungskette.

Unter Umständen ist es ganz vernünftig, beim Mix in die Summe einen Limiter zu setzen, der etwaige Peaks abfängt. Bei der Aussteuerung genügen -3 dB, da das Mastering ja noch Pegel aufholt. Falls schon lauter gemixt wurde, ist das auch kein Problem. Bei Auflösungen unter 32 Bit muss bei den weiteren Bearbeitungsschritten aber dann darauf geachtet werden, dass Plug-ins nicht intern übersteuert werden.

Am Anfang und Ende des Songs kann ruhig etwas Zeit überstehen. Sollte z.B. die Gitarre zu stark rauschen, kann sich ein entsprechendes Restaurations-Plug-in hier seinen Fingerprint einmessen. Wichtig ist natürlich auch ein vernünftiger Arbeitsplatz mit guten Monitorboxen, hilfreich ist sicher ein zweites Paar zum Gegenhören. Unbedingt sollte noch eine Consumerlösung installiert sein, das kann von PC-Lautsprechern bis hin zum Ghettoblaster reichen. Auch ein guter Studio-Kopfhörer kann eine große Hilfe sein, das Mastering sollte jedoch nicht nur damit durchgeführt werden.

Analyzer

Obwohl ich mich in der Regel lieber auf meine geschulten Ohren verlasse, ist es beim Mastering unbedingt anzuraten, einen Analyzer zu nutzen. Folgende Funktionen sollte er mindestens erfüllen:

Pegelmessung Peak und RMS

Der Peak zeigt mir die maximale Aussteuerung an, hier darf die 0 dB keinesfalls überschritten werden, da ansonsten Verzerrungen auftreten. Der RMS-Pegel ist ein Mittelwert, er wird also immer kleiner sein als der Peak-Pegel.

Korrelationsmesser

Er zeigt mir die Verteilung des Signals in der Stereobreite an. Der Wert reicht von +1 für ein Monosignal bis -1, hier ist ein Kanal phasenverdreht. Das optimale, monokompatible Stereoverhältnis sollte sich also immer zwischen > 0 und +1 befinden.

Spektrum Analyzer

Hier wird die Frequenzverteilung angezeigt. So lässt sich leicht eine falsche Gewichtung herausfinden oder auch z.B. unnötige Subbass-Anteile auffinden, die das Lautsprechersystem schlicht nicht abbildet.

DR-Meter

Der DR-Wert stellt die Differenz zwischen Peak- und dem RMS-Pegel dar. Damit wird die Dynamik ermittelt, die der Song zur Verfügung hat. Kleinere Werte bedeuten eine geringere Dynamik. Während in den Zeiten des Loudness-Wars LAUT = GUT war, ist inzwischen wieder etwas Vernunft eingekehrt. Total tot-komprimierte Produkte sind nicht mehr angesagt.

Der DR-Wert richtet sich natürlich auch nach dem Musikstil. Während z.B. für Dance DR-7 ein sehr vernünftiger Wert darstellt (früher wurde hier DR-3 abgeliefert), darf Jazz schon mit DR-14 arbeiten.

Falls die DAW der Wahl keinen Analyzer bereit stellt, der zumindest über diese Funktionen verfügt, gibt es so einiges an Freeware. Aber natürlich auch kommerzielle Produkte, hier im Bild Insight von Izotope.

Izotope Insight

Izotope Insight

Praxis

Genug der schnöden Theorie, nun geht’s ans Eingemachte. Dazu braucht es zuerst einen geeigneten Beispielsong und der wird mir freundlicherweise von Christiano Nicolini zur Verfügung gestellt. Er ist in Berlin als Produzent, Sound Engineer und Ableton Certified Trainer tätig und kennt sich in fast allen Bereichen der Musiktechnologie aus. Seit mehreren Jahren hat er umfangreiche musikalische Erfahrungen sammeln können – angefangen von Live-Auftritten In seiner Heimatstadt Perugia, über die Arbeit in professionellen Tonstudios überall auf der Welt, bis hin zum Sound Design, der Arbeit an der Music Production School ‘helloLIVE’, Live Show Design und musikalischer Beratung.

Eines der vielen Nebenprojekte Cristianos ist ‘Plastik Joy’, ein sich der elektronischen Musik verschriebenes Indie Duo, das er mit dem isländischen Freund und SAE Absolventen Fannar Asgrimsson betreibt. Unser Demosong „Bialistok“ entstammt dieser Kooperation. In Kürze wird das Duo eine neue EP heraus bringe,.

Plastic Joy – Bialistok – das Original

Da wir uns ja das Geld für ein Mastering außer Haus sparen wollen, versuchen wir zunächst direkt mit den Bordmitteln einer DAW zu arbeiten, in meinem Fall Logic X.

Ich habe den Song in einer 24 Bit/48 kHz-Version geschickt bekommen. Für eine Musikproduktion ist das nicht optimal, da die 48 kHz für das Endprodukt Audio-CD in 44,1 kHz gewandelt werden müssen. Nun, aber die Vielfachen sind erlaubt? Ja, denn wenn ich z.B. ein 88,2 kHz-File habe muss der Rechner die entsprechenden Daten zum Schluss einfach halbieren. Das ist wie Kopfrechnen, die Hälfte von z.B. 122 kriegen wir ganz gut hin.

Aber beim 96 kHz auf 44,1 Runterrechnen tritt eine Division von 2,17687.. auf. Klar, kriegen die Meisten von uns auch das auch ohne Schwierigkeiten gerechnet, aber der ein oder andere Rundungsfehler kann schon vorkommen. Im digitalen Universum führt das Störungen. Nun aber zurück zu unserem Song. Zuerst überprüfe ich mit dem Logic-eigenen Analyzer Multimeter meine Datei. Korrelation ist in Ordnung, fast etwas zu monolastig, die Maximalaussteuerung lässt mit -3 dB genug Luft (die hier eingestellte Audiodatei des Originals habe ich in der Gesamtlautstärke an die gemasterte Datei angeglichen, um einen direkten Vergleich zu ermöglichen), die Dynamic Range liegt mit -18,4 auch im angenehmen Bereich. Ebenso zeigt der Frequenzgang eine ausgewogene Verteilung.

Das Logic Multimeter

Das Logic Multimeter

Nachdem die Analyse abgeschlossen ist, beginnen wir mit der Klangverbesserung. Obwohl der Analyzer einen Frequenzgang mit ordentlichen Höhen ausspuckt, könnte die Spur etwas mehr Brillanz vertragen. Dafür rufe ich den Exiter auf, der im Hochtonbereich zusätzliche Harmonische hinzufügt und so das Klangbild auffrischt.

Der Logic Exiter

Der Logic Exiter

Im Grunde arbeitet der Exciter als frequenzselektierter Verzerrer, zuviel des Guten wird also schnell anstrengend. Hier trenne ich bei 5,6 kHz ab und mische den erzeugten Effektanteil mit ca. 10% wieder hinzu. Das tut hier vor allem der Stimme gut, die deutlich nach vorne rückt. Um den Effekt zu verdeutlichen, habe ich die Zumischung im Soundbeispiel auf 30% gesetzt.

ohne Exiter

mit Exiter

Klangbeispiele
Forum
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    Markus Galla  RED

    Eine interessante Serie. Interessant ist aber auch, wie sehr die Einschätzungen eines Mixes auseinander gehen können. Mir persönlich ist der Mix nämlich viel zu breit. Die Stimme kratzt im Refrain an den äußersten Rändern der Lautsprecherbasis, während die Toms in der Mitte spielen. Auch die Effekte liegen alle eher am Rand, kaum etwas spielt in der Mitte. Ein seltsames Klangbild, zumal im Refrain die Stimme in den Effekten versinkt. Dadurch stehen in Bezug auf die Tiefenstaffelung die Toms direkt vorne, während die Stimme aus den unendlichen Weiten von Delay und Hall von ganz hinten (bzw. hinten rechts und links) kommt. Am Ende ist alles dann nur noch Soundmüll…..ein seltsamer Mix, wo selbst das beste Master nicht mehr viel retten kann.

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      jaxson   1

      Gebe ich dir recht….hier zeigt sich, das eigentlich eine Mix Serie vor der Mastering Serie nötig wäre ;-)

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    Armin Bauer  RED

    Hallo ihr Beiden,

    als Mastering-Engineer darf mich natürlich weniger interessieren, ob mir der Song gefällt oder nicht, sonst könnte ich die Arbeit schlicht nicht erledigen.
    In diesem Fall ist es aber so, ich mag den Song. Er ist herrlich oldschool, erinnert mich an alte Joy Division-Sachen mit einem kleinen Schuss Depeche Mode.
    Technisch ist alles in Ordnung, die Korrelation ist durchgehend im grünen Bereich. Da hatte ich schon ganz andere Geschichten, wo breit gezogene Synth-Flächen verwendet wurden, die schlicht nicht mono-kompatibel waren.
    Und wer sagt eigentlich, dass die Panoramagestaltung hier falsch ist? Wer verbietet die Toms mittig zu legen und den Gesang breit zu ziehen? Wären dann alle alten Beatles-Songs mit komplett nach links gepanntem Schlagzeug akustischer Sondermüll?

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      Markus Galla  RED

      Aber darum geht es doch gar nicht. Es geht um die Auffassung, dass das Panorama zu eng wäre, während es aber so breit ist, dass es schon am Rand der Lautsprecherbasis abgebildet wird (auf Kopfhörern übrigens ganz gruselig)! Du schlägst aber eine Stereo-Verbreiterung vor. Wozu?

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        Armin Bauer  RED

        Hi Markus,

        die Stereoverbreiterung habe ich ausprobiert, da sie technisch ohne Probleme möglich war.
        Es soll in meinen Workshops auch darum gehen, Wege aufzuzeigen, auch wenn sie dann, wie in diesem Fall, wieder revidiert werden.
        Von einem Workshop Marke „Ich bin Mister Allwissend-scanne da einmal drüber-weiß sofort was zu tun ist-bitte genau so nachmachen“ hat Keiner was.

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      TobyB  RED

      Hallo Armin,

      super Workshop. Ich glaube nicht das es akustischer Sondermüll ist. Es gibt ja noch weitere Beispiele durch die Pop Historie Beach Boys, FGTH, DM, Jonathan Jeremiah, Johnny Cash, NIN. Und ich finde Toms in der Mitte gut, so ein paar Töne über der Kick gibt das noch mal richtig Groove. Von Online Mastering Diensten halte ich persönlich nichts. Logic z.b. hat eine Mastering Sektion an Bord mit der man nicht mehr viel falsch machen kann und deckt 90 % ab. Die restlichen 10% kann man sich erarbeiten.

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        swellkoerper  AHU 1

        Genau. Wichtig ist, sich seine persönliche PlugIn-Kette zu erarbeiten und zu beherrschen. Das funktioniert dann auch für`s Album, wo alle Songs möglichst wie aus einem Guss klingen sollen. Bloss keine Presets oder für jeden Song die PlugIns neu zusammenwürfeln. Beim Workshop würde ich noch vor allen anderen Effekten eine Levelling-Stufe und Hochpassfilter schalten, um einen Referenzpegel zu erhalten und den Subbass-Bereich zu entrumpeln.

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          Armin Bauer  RED

          Ist eine Geschmacksfrage, ob man Leveller/Kompressor vor oder hinter dem EQ will, ich mag´s i.d.R dahinter.
          LowCut setze ich normalerweise, hier war es schlicht nicht nötig.

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          TobyB  RED

          Hallo Swellkoerper,

          ich hab für mich festgestellt, das mit Logic es sinnvoll ist das der EQ nach den Levellern in der Kette kommt und man so möglich den Subbass vor der DAW wegfiltert. Was ich vor jeder Session halt mache, ist einpegeln. Insbesondere Bässe und Leads. Ich denke das sich jeder seinen Sound erarbeiten sollte, zumal damit geht man ja in die Welt hinaus.

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            swellkoerper  AHU 1

            Hallo Tobi & Armin,
            klar kommt das EQing in der Regel vor der Kompression. Ich baue halt vor der eigentlichen Kette gerne einen Limiter ein, der je nach Dynamik des Materials ein paar Pegelspitzen abfängt. Das kommt meinem Workflow sehr entgegen, da ich i.d.R. live arrangiere & abmische und DAW-Arrangements nicht so mag. So lassen sich in der Folge unerwünschte Kompressions-Effekte vermeiden. BTW, nutzt hier niemand Automation um das Mastering der Songdynamik anzupassen? Ich dachte immer, damit liesse sich noch viiieeel mehr rausholen, war bloss immer zu faul dazu..

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              Armin Bauer  RED

              Ah, ok…
              ist bei meinen eigenen Songs auch im Master, das zählt dann aber zum Mix, da hier noch die Einzelspuren vorhanden sind.
              Automation? Klar, wenn das Material in Teilen stark unterschiedlich ist. Hast aber recht, ist aufwendig, wenn es so geht, spart das echt Zeit.

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              TobyB  RED

              Hallo swellkoerper,

              ich denke das macht bei deinem Setup / Workflow auch Sinn. Nicht das hier der Eindruck entsteht ich bin der DAW Überflieger. Logic hab ich, weil es auf der einen Seite einfach zu bedienen ist. Und auf der anderen dennoch komplexe Werkzeuge hat. Ich würde auch lieber vollanalog arbeiten, wenn es denn überhaupt noch geht. Derzeit gibt das Budget aber nur Motu 828, Dbx’e und 2 x WA-76 her und halt die Plug-Ins in Logic. So lange ich bei der Aufnahme nicht viel falsch mache, geht der Downmix und das (Pre) Mastern ganz gut. Schwierig sind für mich Stücke die Dynamik vollausreizen. Und da wirds in Logic schwierig. Ich hab mal einem Mastering-Ingenieur bei der Arbeit über die Schulter gucken dürfen, danach hatte ich echt Respekt. Zumal ich dachte, naja der macht noch ein bischen Voodoo und Psychoakustik. Pustekuchen, der hat den ganzen Track noch mal mit Fadern und Reglern bearbeitet und dann wirklich noch mal „geMastert“.

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                swellkoerper  AHU 1

                Hallo Tobi,
                dein analoges Mastering-Eqiupment kann sich doch sehen lassen. Damit könntest Du, DAW-unterstützt, bereits Multiband- oder M/S-Geschichten machen. Hab ich mit meinem Charisma 8 schon ausprobiert – das schiebt gewaltig. Das Umkabeln und Routing lohnt sich definitv, eine Patchbay vorausgesetzt.
                Cheers!

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                  TobyB  RED

                  Hallo Swellkoerper,

                  das ist über die letzten Jahre gewachsen, ich bin da noch am lernen. Momentan bin ich dran meine Recordingkonsole A&H ZED 420 auszutauschen. Und dann werde ich mir auch einige Patchbays hierherstellen. Über kurz oder lang will ich auch weg von der DAW. Das ist allerdings eine Budgetfrage :-)

                  Cheers

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              Coin  AHU

              Hi swellkoerper,
              beim Mixing automatisiere ich gern Eq, Gain, Comp oder Deesser um dynamisch auf Pegelexzesse reagieren zu können.
              Das sind aber Sachen die vor dem Mastern passieren, glaube.
              Da bin ich mir jetzt net sicher.
              Aber Danke für die Serie Armin,
              die mach ich auf jeden Fall mit.
              Bin noch am lernen mit den ganzen Analysern umzugehen.
              Da seid Ihr sehr hilfreich.
              PS: Würd gern noch wissen, warum und wie Mitten und Seiten unterschiedlich komprimiert werden.
              Gruß

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        Armin Bauer  RED

        Hi Toby,

        ich war selbst überrascht, wieviel doch schon mit Logic raus zu holen ist.
        In der nächsten Folge schauen wir uns an, was mit externer Software machbar ist.

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          TobyB  RED

          Hallo Armin,

          bitte drum. Logic und GB sind halt meine Haus und Hof DAW. Ich arbeite mich grade mit Reaper ein. Schwierig wird es bei Logic X eigentlich nur, wenn der Mix eine große Dynamik hat. Zumindest fällt es mir dann schwer dies in den Griff zubekommen. Aber generell, wenn das Mischpult und die nachfolgende Kette bis zum Endprodukt in Logic eingestellt und eingemessen wurde, erzielt man schon sehr gut Ergebnisse, solange man auf Tipps aus „Your mix sucks“ by Marc Mozart verzichtet. Ich hab mir auf Basis der Presets für Multipressor, Adaptive Limiter und Linear Phase EQ – Channel EQ meine Settings ermittelt, die zu meinem Spiel und meiner Musik passen. So klingt das dann,

          https://soundcloud.com/tobybybot/traveller-in-time-cxw-progressive-uplifter

          Mit externer Software und mit einem hybriden Ansatz geht sicher noch mehr, ich hab habe da nur Erfahrung mit „Final Touch“, hier ist mir aber der Workflow mit der Cloud / iTunes zu aufwendig. Und ich mische und master immer noch mit Kopfhörern. Falls Siggi wieder fragt.

          Grüße ToB :)

  3. Profilbild
    80salive  

    Es ist echt komisch, stelle einen Mix zur Verfügung 1000 verschiedene Meinungen. Ich finde erstmal, daß es ziemlich schwierig ist, so einen Brachialsound überhaupt in den Griff zu kriegen, daß die einzelnen Parts sich im Gesamtmix gut durchsetzen, welches Mittel ( Lautstärke;Pan etc) man dafür auch immer verwendet… Witzig finde ich dann so Sachen wie, auf meinen Genelecs 8260, habe ich bei 2:13 am äußersten Rand eine Verzerrung festgestellt..
    Hey hier soll es darum gehen AMATEUR mäßig sein eigenes Mastern umsetzen zu können, wenn man nicht auf Umsatz ausgelegte Musik produzieren will…
    Ich sage Danke für die vielen Tipps und die Arbeit die Zeit und das KOSTENLOSE zur Verfügung stellen….

  4. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Danke für den Aufwand. Du hast deine Schritte gut erläutert, Armin. Die letztliche Reduzierung in Logic auf einige wenige Maßnahmen, ist sympathisch. – Ob man die Toms in der Mitte mag, sie erklingen vom Zuhörer aus betrachtet gleichsam ganz vorne, ebenso die Stimme in einem psychodelischen Spread, wäre eine ganz andere Frage, auch und besonders des Geschmacks. Da ich ohnehin ganz andere Musik höre als auch mache, lasse ich es außen vor. – Aber der Multipressor macht nicht nur Druck, er holt die Toms noch stärker als der Opti nach vorn und macht den Vocalspread im Gesamteindruck noch präsenter. Ob man mag oder nicht. Ich hätte die Musik schon ohnehin ausgeschaltet.

  5. Profilbild
    Filterpad  AHU

    Klasse Workshop, ich habe lange darauf gewartet. Vielleicht könntest du beim nächsten mal ein wenig auf diverse Free-Plugs eingehen oder auf Plug-ins der gängigsten DAW’s und deren Unterschiede. Ebenso würden mir ein paar Tipps & Tricks helfen (Retter in der Not) bzw. wie unterscheiden sich die einzelnen Genres beim Mastering (Rock & Electro etc..).

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Hi Filterpad,

      der Workflow für die nächsten zwei Folgen ist leider schon vor gegeben und teilweise auch schon geschrieben.
      Aber Vorstellung von Freeware PlugIns wäre schon interessant, ich mache mich da auch immer kundig, obwohl bei mir zu 99% kein Bedarf besteht. Mal schauen…
      Tipps habe ich hier hoffentlich schon gegeben, die Basics sind die Grundvoraussetzung.
      Abhandlung verschiedener Genres wird zu speziell, da gibt es leider zu viele, sorry. Das geht dann auch schon wieder Richtung Presets, das wollwn wir eigentlich vermeiden.
      Ich hoffe, du hast an den restlichen Folgen deinen Spaß.

      • Profilbild
        Filterpad  AHU

        Da mache dir mal keine Gedanken, den werde ich haben. ^^ Die ganzen Fragen bezogen sich auf die Tatsache, dass ich bei dem Thema noch relativ neu bin und dennoch möchte ich bestmöglich alles selber machen. Ich bräuchte auch nicht noch unbedingt zusätzliche Free Plug-ins, aber vielleicht ist das eine oder andere nützliche Tool dabei, was den letzten Feinschliff gibt. Ich persönlich lege wert auf „edel“ klingende Musik, auch wenn es – mal unter uns – an der Umsetzung noch hapert.

  6. Profilbild
    patcassady  

    Mir fehlt hier eigentlich, dass überhaupt nicht auf das mächtigste aller Masteringwerkzeuge eigegangen wird – das M/S-Processing. Bevor ich mit Stereoverbreiterern und ähnlichen Tools in den Mix eingreife, würde ich zunächst alle Möglichkeiten der Mitte-Seite-Bearbeitung ausreizen.

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