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Projekt: TURMSCHATTEN, 10 Komponisten, 1 Roman

8. Mai 2016

10 Komponisten, 10 Songs, 10 Interviews

Turmschaden Opener

Das Musik-Projekt

TURMSCHATTEN ist sicher einzigartig in der Geschichte unseres Magazins.

Zum ersten Mal haben wir eine Gruppe von Komponisten gebeten, für AMAZONA.de an der Umsetzung eines musikalischen Werkes mitzuwirken. Das war vor ca. 8 Wochen, den Grundstein dafür legte aber unser Autor Klaus Peter Rausch schon 2014:

Klaus Peter hatte damals einen Roman seiner Lebensgefährtin Kathrin Elfman musikalisch interpretiert und das Ergebnis auf Soundcloud hochgeladen. Das Projekt fanden wir so spannend und auch hörenswert, dass wir die beiden zum Interview gebeten hatten.

Zeitsprung – eineinhalb Jahre später: Unser Chefredakteur Peter Grandl schreibt an einem  Roman, den man auf WATTPAD kostenfrei lesen kann. Die ersten Kapitel lesen sich vielversprechend und spontan entsteht in der Redaktion ebenfalls die Idee einer Vertonung. Nur diesmal weniger im Stile einer musikalischen Umsetzung einzelner Szenen bzw. Kapitel, sondern vielmehr als Interpretation der Protagonisten.

Der Roman

„TURMSCHATTEN“ basiert auf dem Drehbuch „WER WIND SÄT…“ von Peter Grandl aus dem Jahr 2012. Dazu muss man wissen, dass Peter ursprünglich Regie gelernt hat und Ende der 80er Jahre bei mehreren TV-Filmen und einem Kinofilm Regie führte. Im Jahr 2000 gründete er nicht nur AMAZONA.de, sondern auch eine Werbefilmproduktion, führte schließlich bei zahlreichen Werbefilmen Regie, gewann Preise für seinen Kurzfilm DAS LETZTE WORT (2005), wurde gebeten, die Dokumentation zum 50-jährigen Jubiläum der ALBERT SCHWEITZER KINDERDÖRFER (2007) zu drehen und erhielt 2012 den 99-Fire-Films-Award für das beste Drehbuch (WÜRDE). Nebenbei unterrichtet er seit fast 10 Jahren auf der SAE den Kurs Dramaturgie und Script Writing in München.

Das Drehbuch WER WIND SÄT wurde in namhaften deutschen Produzentenkreisen sehr heiß diskutiert. Bislang wagte es aber niemand, den radikalen Stoff umzusetzen. Aus dieser Situation heraus entschied sich Peter, den Stoff in einen Roman umzuwandeln. Zur Veröffentlichung wählte er dafür die Plattform WATTPAD, da sich dort Romane bereits in der Entstehungsphase veröffentlichen und vor allem auch kostenlos lesen lassen.

 

Forum
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      Andreas Stadelmann  AHU

      Du musst ja nicht LESEN! … sondern Hören!
      Hier haben sich 10 Musiker viel Mühe gegeben um Charaktere aus einem Buch zu vertonen. Da steckt viel Vorbereitung und Arbeit drin … und auch viel Kreativität.

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      Armin Bauer  RED

      Ja, ist schon harter Stoff.

      Ich finde aber, dass sich ein Blick ins Buch lohnt, die handelnden Charaktere werden recht tiefgründig beschrieben.

      Insofern widerspreche ich Andreas hier etwas, die Songs bauen auf den Figuren auf, die Kompositionen können nur im Zusammenhang richtig gewürdigt werden.

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      k.rausch  RED

      Auf Trigger Worte zu reagieren, ist keine gute Idee. Besonders im Fall Turmschatten. Das Werk ist jenseits von Stereotypen und zieht „die Sache“ ganz anders auf, als man das gerade vom Mainstream kennt. Lesenswert und mit vielen Überraschungseffekten ausgestattet regt es zum Denken an, ganz abgesehen vom anregenden Lesevergnügen. Der Soundtrack ergänzt das auf eine sicherlich unübliche Weise, und das unterstreicht die Individualität von Turmschatten.

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    Tyrell  RED 2

    Nun nochmal ganz offiziell:
    Ich möchte mich bei allen Beteiligten dieses Projekts extrem bedanken!!!! Die Musik – und damit meine ich wirklich jeden einzelnen Titel – hat mich tief berührt!!!! Danke dafür!!!

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    TobyB  RED

    Hallo Gemeinde,

    mal davon ab, ich habs immer noch nicht gelesen. Aber die Musik gehört. Und ich fand alle Tracks Klasse. Jeder der 10 hat seinen Stil und seine Sichtweise auf eine Figur und bringt das technisch, künstlerisch auf den Punkt.

    @Peter, mach ein Hörbuch draus ;-)

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    SpotlightKid  

    Ich bin gestern abend bei SoundCloud über die Tracks gestolpert. Der von Robert Wittek hat mir besonders gefallen. Eine Mischung aus Bolero und Tangerine Dream mit eigenem Charakter. Die meisten der anderen Tracks hatten mir zu viel ungelenken Einsatz von Sample-Bibliotheken.

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    costello  RED

    Heute morgen habe ich nur kurz reinhören können, aber jetzt habe ich den Computer an die Stereoanlage angeschlossen und das ganze Opus „Turmschatten“ am Stück in angemessener Lautstärke über meine schönen Spendor-Boxen gehört: Von den ersten drohenden Basstönen von Peter M. Mahr bis zu Armin Bauers zwischen Kinderlied und Maschinengewehrgeknatter oszillierender Klangcollage. Und auch Martin Anderssohns „Esther-Suite“, die alleine eine halbe CD füllen würde. Und immer wenn ein Stück lief, habe ich mir das zugehörige Interview durchgelesen und so einen Einblick in das Buchprojekt wie auch in die verschiedenen Herangehensweisen der Komponisten bekommen. Ein richtiges Gesamtkunstwerk ist euch da gelungen. Ich bin schwer begeistert! Und obwohl die Kompositionen ja einen ziemlich weites Feld abdecken von Piano-Jazzimprovisationen bis zu experimenteller Synthi-Musik sorgt das Mastering von Armin Bauer für einen inneren Zusammenhalt. Chapeau! Und nur am Rande bemerkt: manchmal werden hier auf den amazona-Seiten ja regelrechte Glaubenskriege geführt, ob Hardware oder Software. Und hier ist nun alles vertreten: ARP 2600, Workstation, Softwareinstrumente bis zu Konzertgitarre und Bassklarinette. Und am Ende ist wirklich die Musik entscheidend, die man damit macht.

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      Armin Bauer  RED

      Sich die Zeit zu nehmen das Projekt auf diese Weise wahrzunehmen verdient höchsten Respekt. Ich denke, genau so war es auch gedacht. Danke dafür

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    olduser  

    Tolles Projekt, ich würde ein Hörspiel daraus machen, das wäre der nächste Schritt, Musikmaterial in erster Güte ist ja vorhanden, fehlen nur noch die passenden Sprecher

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    MidiDino  AHU

    Gemessen an den industriell üblichen Score-Musiken gar nicht schlecht. Gefreut hat mich die phasenweise Integration orientalischer Skalen, je nach Abhängigkeit von den Figuren, die als Vorlage dienten. Nicht ganz so glücklich war ich über die Instrumentierungen. Ein Beispiel: Eine Konzertgitarre ohne Nagelspiel? Das hat Schlagerniveau. Und die Kompression der Stücke ist mir zu heftig, die entstandene Undifferenziertheit, der Pegelgewinn. Ich fühle mich vor allem in den Unterleib getreten ;-)

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      Armin Bauer  RED

      Hi Helge,

      tu dir bitte selbst einen Gefallen und sei nicht ganz so selbstgefällig.
      Dies ist ein No-Budget-Projekt und wenn da ein Künstler ein Naturinstrument einspielen kann, dann ist das klasse. Hätte ich bei meiner Komposition auch gerne gemacht, aber Holzbläser ist jetzt so nicht mein Ding.
      Und wenn der Instrumentalist der Meinung wäre, die Saiten mit einer Banane zu malträtieren wäre die optmale Herangehensweise, dann ist das auch zu respektieren. der Schlagervorwurf ist albern.
      Über das Mastering unterhalten wir uns beim entsprechenden Workshop, da wirst du auch Zugang zu dem Ausgangsmaterial erhalten und entsprechned beurteilen können, einverstanden?

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        MidiDino  AHU

        Sorry Armin, ich kenne halt so manche Instrumentierung in den Stücken nur von Schlagern. Vielleicht hätte ich gar nichts sagen sollen. Auf den Mastering-Workshop freue ich mich. Ich hatte durchaus überlegt, wie ich eine Rückmeldung geben könnte … Verletzten wollte ich nicht.

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          r.wittek

          Hallo!
          Eigentlich wollte ich mich aus der Diskussion halten und die Reaktionen einfach nur beobachten. In diesem Fall möchte ich jedoch gerne eine Lanze für euch beide brechen. Denn wie ich das sehe, habt ihr beide recht.

          Zunächst einmal finde ich Kritik sehr willkommen vor allem, wenn sie in diesem Fall korrekt und berechtigt ist. Deine Ohren täuschen dich nicht und es ist der Beweis, dass du gut hingehört hast. Ich finde das prima. Jede Kritik ist willkommen, denn sie ist Zeichen, dass sich der/die ZuhörerIn mit der Materie auseinander gesetzt hat – und das zählt für jede/n KünstlerIn.

          Für meinen konkreten Fall (und nur für diesen!) möchte ich auch Armin recht geben und in Schutz nehmen, denn ich habe ihn eine für meine Verhältnisse recht „matschige“ Abmischung abgeliefert, die zu mastern vermutlich eine besondere Herausforderung war. Die Mischung, mit ich selbst nicht wirklich zufrieden bin, resultiert aber auch aus einer anderen Geschichte, die hier jetzt zu weit führen würde. Peace und danke für das qualitative Feedback. :)

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            Armin Bauer  RED

            @Helge: Akzeptiert!

            @Robert: Natürlich soll hier Jeder seine Meinung sagen dürfen und ich diskutiere durchaus gern mit MidiDino über verschiedene Themen. Er hat seinen eigenen Ansatz, der aus seiner Praxis resultiert und das gefällt mir. Es gibt aber ein paar Schlagworte, die schnell als Beleidigung aufgefasst werden können :-(

            Zum Mastering: Würde ich gern dann anhand des Workshops abhandeln. Vorab aber schon mal: Mastering spiegelt nur in den seltensten Fällen den primären Geschmack des Engineers wieder, sondern ist eine Kompromislösung zum angebotenen Material. In so einem Projekt, dass weitgehend ohne vorgegebene Grenzen abläuft ist das wirklich nicht so einfach. Ich hatte hier Songs, die in der durchschnittlichen Gesamtlautstärke um über 12 dB differierten. Das gilt es (u.a.) anzugleichen. Leider ist es schwierig bis fast unmöglich überkomprimiertes Material wieder zu dekomprimieren, also muss da leider der Rest nachgezogen werden.
            Sieh das mal so: Hier ist der Mastering-Engineer sowas wie der Schiedsrichter im Fußball, macht sich selten Freunde und steht doch jedes Wochenende wieder auf dem Platz. Ich hoffe, du bist mit deinem Ergebnis trotzdem zufrieden.

            Grüße
            Armin

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              MidiDino  AHU

              Danke Armin.
              Ein 12 dB durchschnittlicher Unterschied in der Lautstärke des Ausgangsmaterials, das hört sich grauenvoll an. So etwas würde ich nicht mal unter Freunden akzeptieren ;-) Mein Beileid!
              Gruß Helge

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                Armin Bauer  RED

                Na ja,
                das gibt doch Material für den Workshop.
                Was soll ich da sonst schreiben, wenn Alle 1A nach meinen Vorstellungen abliefern?

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                  costello  RED

                  Hallo Armin, da lag ich mit meinem Kommentar, wonach Dein Mastering die klanglich doch recht heterogenen Stücke zusammenhält, doch gar nicht so falsch. Heute gibt es so viele Beispiele gerade aus dem Elektronikbereich, wo die Produzenten sogar bewusst digitales Clipping in Kauf nehmen, dass ich so ein bisschen Überkompression nicht so schlimm finde. Aber vielleicht brauche ich auch einen Satz neue Ohren ;-) Jedenfalls sehe ich Deinem Mastering-Workshop schon mit Vorfreude entgegen. Ist für mich bisher ein Buch mit 7 Siegeln.

  7. Profilbild
    lena  

    Habe mir gerade alle Stücke angehört und bin total begeistert. Habe mir nun vorgenommen auch mal in das Buch reinzulesen. Tolles Projekt. Gratulation an alle!!!!

  8. Profilbild
    SimonChiChi  

    Hab mal auf WP geklickt, der Roman ist ja nun schon ein ganzes Stück weiter. Wie wäre es denn, wenn es eine zweite Runde gäbe aus Lesern?

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