
Pioneer CDJ-350
Mit dem Einzug der Computer in die Studios dieser Welt wurde es eng für Hardware Sampler. Kaum jemand, der noch ernsthaft mit Hardware Samplern hantiert. Einzig die Sample-Grooveboxen konnten durch ihre Vorteile auf der Bühne und durch straffes Timing überleben. Und so verwundert es nicht, dass neben Produzenten auch DJs als Zielgruppe entdeckt wurden, die mit der Sampletechnologie ihre Sets bereichern sollen.
Roland hat mit der SP Familie eine ganze Reihe von attraktiven SamplePlayern vorgestellt, die durch handliches Format, schnellen und direkten Zugriff auf die Samples und vielen Performance Möglichkeiten glänzten. Der neuste Spross ist der SP-555, der auf der Sommer NAMM vorgestellt wurde und sich speziell an DJs wendet. Mit dem SP-555 möchte Roland ein Bindeglied zwischen Computer und DJ-Set bereitstellen.
Grundsätzlich handelt es sich beim SP-555 um einen Hardware Sampler mit 44,1 kHz Samplingfrequenz und mit 24bit AD/DA Wandlung. Die Samples werden vom internen Sequencer gesteuert und die so gewonnenen Kreationen können mit 37 verschiedenen Effekten veredelt werden.
Sampling
Futter für den Sequencer bekommt durch den Line Eingang (Cinch), über den Mic Eingang oder über den USB Anschluss. Leider ist ein direkter Austausch von WAV oder AIFF Dateien zwischen Computer und SP-555 nicht möglich. Samples müssen dafür in das eigene SP-Format gebracht werden. Das übernimmt das Converter Programm, dass auf CD mitgeliefert wird. Der Converter kann sowohl WAV/AIFF in den Sampler als auch gesampelte Passagen in den Computer transferieren.
Für ein direktes Sampling steht der Line Eingang zur Verfügung. Sollte also ein Plattenspieler als Soundquelle dienen, muss das Signal noch mit Verstärker oder durch ein Mischpult auf Line Niveau gehoben werden. Aufnahmen mit einen Microphon sind auch möglich, hier steht eine XLR/Klinken Kombibuchse zur Verfügung nebst Phantomspeisung.
Für den eigentlichen Samplevorgang hat sich Roland etwas neues einfallen lassen oder zumindest einen neuen Namen gefunden: Loop Capture. Dahinter verbirgt sich allerdings nicht sehr viel mehr wie eine Aufnahme Sektion, die simpel ist und für die jede Funktion mit einen Taster bestückt wurde. Mit Measure wird die Länge der Loops bestimmt (die sich an der eingestellten Geschwindigkeit orientiert und 1, 2, 4 taktig lang oder frei gewählt werden kann). Das Tempo kann numerisch eingestellt werden oder man ermittelt die Geschwindigkeit mit der Tap-Tempo Funktion. Des Weiteren gibt es einen Autostart (also automatischer Samplestart nach Erkennung eines anliegenden Signals), eine Rec(ording) Taste für das manuelle starten eines Samplevorgangs und der Auswahltaster für die Quelle (extern oder extern und die internen, gerade gespielten Pads). Sehr viel einfacher geht es nicht.
Dankenswerterweise kann man auch durch einen Fußschalter das Sampling aktivieren – man kann sich also zunächst mit zwei Händen (eine z.B. für das Mischpult, die andere für den Plattenspieler) der Samplegenerierung widmen.
Das somit gewonnene Material kann sofort durch die Playtaste abgespielt werden. Dann allerdings stehen die Effekte nicht zur Verfügung und es ist auch nicht sichergestellt, dass das Sample rund läuft oder das es auch 100% timinggerecht eingestartet wird.
Kommentar erstellen Kommentare
Leider wird die Wiedergabe komplett angehalten, sobald du den Save-To-Pad-Knopf drückst, sehr schade das...
ganz frisch aus dem SP-555 Karton gezogen: eine Library CD mit Sounds von Ueberschall inkl. Elastik Player (!) zum Selber-basteln. Wird laut Auskunft des shops ab sofort allen SP-555 beigelegt sein.
SUPER IDEE !!!