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Marktübersicht: Sättigungs-/Saturation-Plug-ins für die DAW

Plug-ins zum Satthören

31. Juli 2023
Marktübersicht- Sättigungs-:Saturation-Plug-ins für die DAW

Marktübersicht: Sättigungs-/Saturation-Plug-ins für die DAW

Im Gegensatz zu vielen anderen Effektgattungen sind Sättigungs-/Saturation-Plug-ins für die DAW noch nicht allzu lang von der breiten Masse akzeptiert. Ich kann mich selbst noch an mein erstes Plug-in dieser Art erinnern – es war das OhmForce Predatohm Multiband-Distortion Plug-in (Ok, das ist aber auch schon uralt). Davor gab es nichts, was für meine Ohren auch nur annähernd nach einer akzeptablen Verzerrung in der digitalen Domäne klang.

Ich behandele hier den Begriff Sättigungs-Plug-in etwas salopp und lasse auch Distortion-fähige darunter fallen. Im Prinzip kann gesagt werden, dass Distortion eine graduelle Steigerung der Sättigung ist, in der die erzeugten Obertöne massiv in den Vordergrund treten, vor allem die der höheren Ordnung. Darüberhinaus könnte noch eine Einteilung in der Anwendung sinnvoll sein. Sättigung wird im Misch-Prozess verwendet, Distortion eher als Effekt für Gitarre oder andere Instrumente.

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Und obwohl sicherlich auch alle Gitarren-Amp-Sims unter diese Definition der Sättigungs-Plug-ins fallen, beschäftigt sich diese Marktübersicht der Sättigungs-DAW-Plug-ins ausschließlich mit Spezialisten dieses Genres – je einfacher, desto besser.

Wir haben also für euch 15 Sättigungs-/Saturation-Plug-ins für die DAW zusammengestellt, die das eingehende Signal mit harmonischen Obertönen verdichten sollen. Die Preise schwanken dabei von 249,- Euro (z. B. Black Box Analog Design HG-2) bis hin zu kostenlosen Angeboten wie dem Softube Saturation-Knob.

Brainworx Black Box Analog Design HG-2 Plug-in

Sättigungs DAW Plug-In - Black Box Analog Design HG-2

Gleich das erste Plug-in ist ein interessanter Kandidat. Tatsächlich gab es zuerst eine Black-Box Analog Design HG-2 Hardware, die dem Toningenieur ein Werkzeug an die Hand gab, einen Stereo-Bus mit dem gewissen etwas an Röhren- und Übertrager-Mojo zu bearbeiten.

„Warum nicht auch ein Plug-in?“ haben sich die Leute bei Black Box Analog Design gedacht und in Kooperation mit Plug-in-Alliance und Brainworx die Software-Version entwickelt und herausgebracht.

Mit 249,- $ ist dieses Plug-in definitiv der Gewinner in der Preisparte, aber gleichzeitig für mich auch ein heißer Kandidat auf mein Lieblings-Sättigungs-Plug-in. Zusätzlich zu Trioden- und Pentoden-Charakteristiken gibt es auch noch eine Air-Funktion, um das Top-End zu betonen. In weiten Bereichen und auf vielen Signalen kann mit diesem Plug-in nicht nur der Stereo-Bus bearbeitet werden.

Das HG-2 Plug-in hat in der Demo-Version leider keine Preset-Verwaltung – das würde ich aus marketingtechnischen Gründen anders machen. Wenn die Leute es bereits installiert haben, gebt ihnen doch die Möglichkeit, nach Herzenslust Presets zu speichern – das stärkt die Bindung zum Plug-in und eventuell auch die Kaufbereitschaft.

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Die Oberfläche lässt sich zwischen 50 % und 150 % skalieren und macht auch auf 4k-Monitoren eine gute Figur, obwohl sie mir persönlich ein wenig zu düster ist.

D16 Group Redoptor 2

Auch der D16 Group Redoptor 2 bietet etwas mehr als simulierte Röhrensättigung. Mit einem parametrischen 4-Band-EQ und einem geschmackvollem Limiter am Ende der Signalkette kommen auf Anhieb brauchbare Ergebnisse zu Stande.

Dieses Sättigungs-Plug-in ist auch für stärkere Verzerrungen geeignet, da immer die Möglichkeit besteht, den zu harschen Harmonischen entgegenzuwirken, indem man das Spektrum verändert. Sei es durch den Brightness-Regler der Röhrensektion, dem parametrischen EQ oder dem Pre-Filter-EQ. Alles in allem ist Redoptor2 wohl mehr ein Mischpultkanal mit Spezialisierung auf Sättigung.

Bei so vielen Einstellungen wird auch eine gescheite Preset-Verwaltung benötigt – und sie gibt es samt Suchfunktion und Verschlagwortung. Sogar eine mehrzeilige Beschreibung kann hinzugefügt werden. Die Größe ist OK, aber leider nicht veränderbar.

DDMF Tube Preamp

Sättigungs DAW Plug-In - PHI-L Audio DDMF

Das erste kostenlose Sättigungs-Plug-in ist der DDMF Tube Preamp, der eine komplette Röhrenvorstufe mit zwei (Halb-) Röhren modelliert. Das Besondere hieran ist, dass die Werte der Bauteile im Schaltplan des Plug-ins verändert werden können. Möchte man den Vorspannwiderstand für das Gitter ändern oder die Bypass-Kondensator an der Kathode, um das Frequenzverhalten zu ändern – das geht. Eine Preset-Verwaltung fehlt völlig und es gibt keine Resize-Funktion.

Wer schon mal mit echten Röhrenschaltkreisen hantiert hat, weiß, dass nicht alle Werte „gut klingen“ – klar. Aber gerade hier bietet der DDMF Tube Preamp eine tolle Spielwiese an, um auch so richtig kaputte Klänge zu erzeugen.

DSP Fielding Reviver

Am DSP Fielding Reviver mag ich besonders seine Einfachheit. Die Einstellungen für die zweite und die dritte Harmonische kann getrennt vorgenommen werden. Und tatsächlich: Es werden nur diese beiden Harmonischen hinzugefügt. Das macht das Plug-in zum Minimalisten unter den Sättigungs-Plug-ins. Der Einfluss auf den Klang ist dennoch deutlich hörbar.

Das Plug-in ist weder in der Größe veränderbar, noch gibt es eine Preset-Verwaltung – Old as School gets.

FabFilter Saturn 2

Sättigungs DAW Plug-In - FabFilter Saturn

Hier „nur“ von einem Sättigungs-Plug-in zu sprechen, wäre eine dreiste Untertreibung. Als einziges bietet FabFilter Saturn 2 nicht nur Multibandbearbeitung an, sondern auch Modulatoren für die Parameter der 28 verschiedenen Sättigungs-Algorithmen. Da es auch Envelope-Follower unter den Modulatoren gibt und das Feedback zum Erzeugen von Tönen genutzt werden kann, könnte man eher von einem ganzen Instrument sprechen. Wer es einfach möchte, muss aber nicht lange suchen. Es wird dann nur der Sättigungs-Algorithmus ausgewählt und der Drive-Parameter eingestellt – das war’s.

Es gibt nicht nur Resize-Funktionalität, sondern sogar einen Full-Screen-Modus. Aber es gibt auch etwas zu beanstanden. Was bei solch einem versatilen Plug-in Pflicht sein sollte, ist eine Preset-Verwaltung mit Suchfunktion und Schlagworten. Lediglich eine Ordnerstruktur kann hinterlegt werden, die dann in Drop-down-Menüs abgerufen werden kann.

Weitere Informationen zu diesem Plug-in findet ihr in unserem Test.

Klanghelm SDRR

Diese beiden Sättigungs-DAW-Plug-ins kommen von Klanghelm, einer eher unbekannten Software-Firma mit nur ein paar Plug-ins im Portfolio. IGVI2 und DC1A3 sind sogar kostenlos erhältlich. Letzteres nutze ich seit Jahren für allerlei Signale, deren Dynamik sehr widerspenstig ist. SDRR ist nun ein Sättigungs-Plug-in, das gleich vier verschiedene Charakteristika nachahmt. Röhren, Germanium-Transistoren und rein digitale Sättigung bzw. Verzerrung ist hier möglich. Modus 4: „Desk“ ist eher ein Kompressor und Transientenbearbeiter, kann aber auch ordentlich sättigen.

Insgesamt bietet Klanghalm SDRR eine wirklich große Palette an Sättigungsoptionen, kann aber auch in extreme Territorien geführt werden.

Auch hier wieder eine Preset-Verwaltung über Drop-Down-Menüs, aber die Größe ist zwischen 50 % und 200 % verstellbar.

Klanghelm IVGI2

Da es leider keine Demo-Versionen der kostenpflichtigen Plug-ins gibt, kann man mit IGVI2 für sich die Sättigung à la Klanghelm antesten. Es stecken wohl teilweise dieselben Algorithmen dahinter. Wem IGVI2 gefällt – dem gefällt auch SDRR, so die Aussage auf der Website.

Ich persönlich empfand aber IGVI2 dennoch als anders – etwas breiter aufgestellt, was die Regelwege angeht. Damit will ich sagen, dass ein Regler mehr klangliche Vielfalt abdeckt. Das geht dann auf Kosten der Vielseitigkeit. Leider fehlt eine Preset-Verwaltung und eine Zoom-Funktion für das GUI.

Noveltech Character

Sättigungs DAW Plug-In - Noveltech Character

Auch Noveltech Character macht den Job einfach. Mit gerade fünf Einstellungen, wobei „Character“ und „Target“ die Wichtigsten sind, kann das Signal angedickt werden. Mir gefällt dabei der Grundcharakter auf Anhieb. Character bestimmt die Anzahl der Harmonischen und mit Target wählt man einen Frequenzbereich für diese. De facto kommt bei höheren Einstellungen von Target auch ein komprimierender Effekt zustande.

Leider gibt es hier in der Demoversion keinerlei Preset-Verwaltung. Lediglich ein Default-Preset kann abgespeichert werden. Nach dem Kauf wird diese aber freigeschaltet.

Ohmforce Predatohm

Wie erwähnt, der Klassiker unter den Sättigungs-DAW-Plug-ins. Hier gelingen aber eben auch heftige Verzerrungen inklusive Feedback, bis die Boxen beben. Die letzte Version ist von 2016 und leider wurde keine Möglichkeit nachgereicht, die GUI-Oberfläche zu vergrößern. Das ist selbst auf HD-Monitoren schon arg klein.

Bei den Presets ist auch nicht alles eitel Sonnenschein. Aber es gibt die Möglichkeit, die acht im Plug-in als Bank hinterlegten Presets zu morphen. Das war damals revolutionär und ist heute auch noch ziemlich einzigartig. Ansonsten muss man sich mit der Speicherung der Bänke auf der Festplatte begnügen.

Softube Saturation Knob

Sättigungs DAW Plug-In - Softube Saturation Knob

Von der Bedienung für ein Sättigungs-DAW-Plug-in geht es nicht einfacher. Ein großer Knopf stellt die Stärke der Sättigung ein und ein Kippschalter wählt den Frequenzbereich aus, der erhalten bleiben soll. Wenn ich einer Kickdrum etwas mehr „Klack“ geben möchte, nutze ich dafür natürlich den „Low“-Bereich.

Über eine Set-Parameter wird die Lautheit angepasst, so dass diese bei erhöhtem Obertonanteil ausbalanciert wird. Auch die Meter sind ziemlich praktisch und nicht nur kann man Softube Saturation Knob stufenlos vergrößern, es gibt neben den A/B/C/D-Varianten auch noch eine komplette Preset-Verwaltung mit Suchfunktion, Wertungs- und Schlagwort-System.

Soundtoys Decapitator

Dieses Sättigungs DAW-Plug-ins hat den brachialen Namen Decapitator nicht zu Unrecht. Aufgrund der „Punish“-Funktion gelangt es in Gefilde, bei denen Feedback eine Rolle spielt. Es stehen fünf verschiedene Arten von Sättigung zur Verfügung, von denen „A“ mir am besten gefallen hat, wenn man es mit „Punish“ und „Drive“ straft und mit den Tone-Kontrollen den Höhen entgegenwirkt.

Soundtoys Little Radiator und Radiator

Sättigungs DAW Plug-In - Soundtoys Little Radiator

Beide Plug-ins sind Nachbildungen von Konsolen-Preamps und haben auch einen ähnlichen Charakter. Die „Little“-Variante ist übrigens kostenlos. Gerade aber die Tone-Kontrollen im Radiator bieten aber eine nicht unerhebliche Erweiterung der Klangpalette, da sie dynamisch auf das Eingangsmaterial reagieren.

Was für alle Soundtoys Plug-ins gilt: Es ist nicht möglich, die Größe zu ändern und die Preset-Verwaltung beschränkt sich wieder auf ein Drop-down-Menü.

In unserem großen SoundToys 5.4 Test gibt es weitere Informationen zu den Plug-ins.

SSL Fusion Vintage Drive

Sättigungs DAW Plug-In - SSL Fusion Vintage Drive

Dieses Plug-in geht etwas subtiler zu Werke als sein Kollege aus dem Hause SSL. Hilfreich hier die Auto-Gain-Funktion, die es meistens schafft, die Lautheit des bearbeiteten Signals anzupassen und im Mix zu halten.

Die Größe des GUI ist in Ordnung, aber nicht verstellbar und in Bezug auf Preset-Verwaltung teilt es das Schicksal mit dem nächsten Sättigungs-Plug-in von SSL.

Hier gibt es weitere Informationen zu SSLs Fusion Plug-ins.

SSL X-Series Saturator

Auch dieses Plug-in unserer Sättigungs-DAW-Plug-ins hatten wir im Test. Dort hatte es mit nicht so hundertprozentig gefallen, es bleibt jedoch ein gutes Werkzeug, um Aufnahmen etwas mehr Aggressivität zu verleihen. Das GUI von SSL Fusion Vintage Drive ist nicht veränderbar, hat aber für HD-Monitore eine gute Größe. Die Preset-Verwaltung beschränkt sich auch hier auf das Speichern in einer Ordner-Struktur und das Abrufen über ein Drop-down-Menü.

Hier gibt es einen großen Überblick zu den Plug-ins aus SSLs X-Serie.

URS Saturation

Sättigungs DAW Plug-In - URS - Saturation

Nun, eigentlich sollte hier das Sättigungs-Plug-in von Unique Recording Software stehen. Bei der Installation ist ein iLok-Account nötig und darin sehe ich noch kein Problem. Eine 7-Tage-Test-Lizenz wird auf Anfrage gewährt. Nach der Installation des eigentlichen Plug-ins, soll ich aber noch die „Interlok Extensions“ installieren – ein Installationspaket von 2011. Das URS Saturation Plug-in ist zwar (als einziges der Kollektion von URS) als 64-Bit-Version erhältlich, der letzte News-Beitrag auf der Website ist von 2016. Da muss ich doch passen.

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Fazit

Es gibt noch mehr Sättigungs-DAW-Plug-ins da draußen und der Übergang zur Verzerrung ist fließend. Bei meiner Übersicht bin ich über etwas gestolpert, das ich nicht verheimlichen möchte: Als ich mal aus Neugier mal fünf dieser Plug-ins hintereinander geschaltet habe, bekam ich sehr interessante Ergebnisse, die wesentlich organischer klangen, als die Plug-ins einzeln. Probiert das doch mal mit den kostenlos erhältlichen Plug-ins aus.

Preis

  • Black Box Analog Design HG-2 - Plugin Alliance – 249,-$
  • D16 Group Audio Software Redoptor 2 – 59,- €
  • DDMF Tube Preamp – kostenlos
  • FabFilter Saturn 2 – 129,- €
  • Fielding DSP Reviver – 29,-$
  • Klanghelm IVGI2 – kostenlos
  • Klanghelm SDRR – 23,- €
  • Noveltechaudio Character – 99,-$
  • Ohmforce Predatohm – 29,- €
  • Softube Saturation Knob – kostenlos
  • Soundtoys Decapitator – 199,-$
  • Soundtoys Little Radiator – kostenlos
  • SSL Fusion Vintage Drive Plug-in – 199,99 €
  • SSL Native X-Saturator – 119,99 €
  • URS Saturation – 129,-$
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Forum
  1. Profilbild
    Marco Korda AHU

    Nach meiner Meinung ist das vielleicht beste nicht aufgeführt: Sonnox Inflator. Alt, aber toller Klang. Aber man kann ja nicht alle testen. Danke für die Übersicht.

    • Profilbild
      anselm

      @Marco Korda Da gibt es ein interessantes Video bei Youtube, das demonstrieren soll, daß die Sättigung bei Abletons Drum Buss beinahe das gleiche mache wie der Sonnox Inflator.
      Ich habe da nicht so genau hingehört, weil ich schon eine Lizenz für den Inflator habe und Ableton nicht. Das ist für mich nicht relevalt.
      Wer aber Ableton hat und den Inflator noch nicht, der würde sich das vielleicht ansehen wollen vor dem Kauf.

      • Profilbild
        ollo AHU

        @anselm Es gibt wohl einige Plugins die das genauso können wie der Inflator. Der Waveshaper von melda kann das wohl auch, jedenfalls gibt es da Youtube-Videos und Foreneinträge zu.

      • Profilbild
        exitLaub

        @anselm Ich benutze immer erst mal die Devices von Ableton (oder auch mal Freeware von maxforlive.com) und bin tatsächlich erstaunt, wie weit ich damit komme. Außer ein paar Valhalla Plugins habe ich aktuell gar keine third party FX mehr installiert. Ich finde also schon, daß es sich lohnt, erst mal die Sachen auszuprobieren, die man eh schon hat. Komme auch viel schneller zu einem Ergebnis, weil ich keine Riesenauswahl-Hemmschwelle habe.
        Und ja, ich finde den Saturator von Ableton sehr gut für alle meine Anwendungsfälle von leicht Anfetten bis komplett Zerschmirgeln. Der taugt auch super als Clipper in der Masterkette.

  2. Profilbild
    Tomtom AHU

    Ich bin ein großer Fan von Klanghelms IVGI2. Nutze das Plugin jetzt seit über einem Jahr regelmäßig und freue mich jedesmal wie viel Wärme es meinen Tracks gibt. Und das kostenlos!

  3. Profilbild
    anselm

    Eine Erwähnung wert wären die Sättigungsplugins, die schon mit der DAW kommen. Abelton Live, Cubase und Co haben da einiges anzubieten.

    PSP haben gerade den Binamp auf den Markt gebracht. Mein erster flüchtiger Eindruck ist, daß sich das Ausprobieren im Demo-Modus lohnen könnte.

  4. Profilbild
    Lapin

    Blackbox gibt’s wie alles von Plugin alliance andauernd im Sale zwischen 29-49.

    airwindows hat auch in paar gute gratis Sättigungsplugins und arturia fehlt komplett aber trotzdem feine Liste

  5. Profilbild
    Filterpad AHU

    Ich weiß nicht zu welcher Kategorie dieses Plugin zählt, aber der Steinberg DaTube ist ein dezenter und unauffälliger Röhrensimulator. Für etwas Wärme im digitalen Haufen ganz gut zu gebrauchen. Für den Masterbus wäre er mir zu verzehrt, aber digitale Bässe und Co. auf Einzelspur vertragen den gut. Optisch fand ich persönlich den alten besser, der neue kommt etwas düsterer daher. Zu finden in den Cubase Effekten.

  6. Profilbild
    dflt

    schöne übersicht. bin erstaunt, wieviel sich davon bei mir doch angesammelt hat :D
    aber woher kommt die info, dass der little radiator kostenlos ist? ja, vor ein paar monaten gab’s den mal kurz gratis, aber eigentlich kostet der 100€ glaube ich. aktuell kann man ihn (vermutlich wegen dem sale der „großen“ plugins) nicht kaufen, aber kostenlos ist der meines wissens normalerweise nicht.

  7. Profilbild
    Jens Barth

    Der Nachteil eines Tests dieser Art ist sicherlich, daß man bei weitem nicht alle Plugins aufzählen kann 😃.

    Als ich die Liste sah, bekam ich einen Schreck, da ich außer Soundtoys und Softubes Saturation Knob nichts von meinen Plugins gefunden habe. Tatsächlich habe ich noch den Inflator von Sonnox, U-he’s Satin und UAD Studer A800 im Einsatz. Ozone von IZotope nicht eingerechnet.

    Trotzdem ein spannender Artikel. Wieder etwas gelernt.

  8. Profilbild
    ollo AHU

    Das beste Tool für richtig derbe Verzerrung ist finde ich: https://2bplayed.com/product/distobud/
    bzw in der alten Version noch als 2b Distorted bekannt. Das Teil ist super, um aus einfachsten Bassdrums Hardcore und Gabber Drums zu basteln.

    Und ein Klassiker ist natürlich noch Trash 2, auch wenn ich damit nie so recht warm geworden bin.

  9. Profilbild
    teofilo

    „Verzerrung“, „Wärme“ – was denn nun? Vielleicht dazu sagen, wozu man „Sättigung“ einsetzt?

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      @teofilo teofilo: OK, zugegeben „wärme“ war bei mir der falsche Ausdruck. Klarheit und Transparenz passt da besser zum Thema Sättigung. Verzerrt ist die typische E-Gitte. Sättigung bringt lediglich etwas Punch durch leichte Verzerrung (Höhen) rein. Ein Röhrensimulator macht etwas Wärme und Verzerrung.

  10. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    hier wären spectrogrambilder mal wirklich interessant gewesen. ;)
    wer macht hier hässliches aliasing? …

  11. Profilbild
    j.keys

    Das BlackBox HG-2 MS Plugin ist bei mir auch ein Fixstarter auf der Summe. Wenn die Hardware nicht 4000€ kosten würde wär‘ das auch meine nächste Investition.

    Ein Plugin, das ich sehr gerne zur Sättigung von Einzelspuren verwende, ist „The Oven“ – ebenfalls von PluginAlliance. Klingt großartig auf so gut wie allen Instrumenten.

  12. Profilbild
    harrymudd AHU

    Interessante Übersicht – es fehlen wie bereits erwähnt einige Klirrfaktorgeneratoren wie (In)Dent von Unfiltered Audio, Audio Damage verschenkt mittlerweile die meisten älteren Zerrer z. B. Grind und wenn Ohmforce dann auch Omicide😀
    Wichtig scheint IMHO, dass ein Zerrer etwas wie Oversampling gegen Aliasing unternimmt, sonst kann es zu nervigen Artefakten kommen im Zerrrausch.

    • Profilbild
      t.goldschmitz RED

      @harrymudd Dem stimme ich zu und würde sogar einen Schritt weitergehen und einen Workshop über das Thema Aliasing/Samplerate und Bittiefe vorschlagen.
       
      Gerade an dieses Obertonanreicher-Plug-Ins kann das schön erläutert werden. Vor allem wenn das Aliasing grafisch aufbereitet wird.

      • Profilbild
        harrymudd AHU

        @t.goldschmitz Das klingt gut.
        Ich habe mir einen Sweep-Test in RX kreiert, in dem ich Aliasing und Oversampling-Qualität in Plugins überprüfen kann. Zusätzlich gibt es ja den netten Plugin Doctor von DDMF zur Prüfung der Signalqualität.
        Man darf sich aber nicht verrückt machen mit dem Aliasing. Oft ist es unhörbar und in REAPER seit 6,54 z.B. ist Oversampling für Plugins integriert worden, um Aliasing zu unterdrücken.

  13. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    schieb mal einen osc durch den digitalen verzerrer deiner wahl
    jetzt dreh den pitch langsam hoch bis die obertöne anfangen gegen die maximale samplerate zu stoßen,
    alles was du jetzt hören kannst was im pitch runtergeht ist aliasing,
    kann man alles sehr wohl und sehr deutlich hören (wenn man weiß worauf man achten muss), brauch ich kein spectrogram zu um daß festzustellen. ;)

    bit tiefe is klanglich relativ uninteressant, 12 bit klingt noch völlig ok …
    damit das richtig kaputt wird sind schon unter 8 bit angesagt.

  14. Profilbild
    derbo

    Was mir hier – wie bei den meisten Sättigungseffekt-Tests – hier fehlt, dass ist eine Angabe ob der Klirr pegelabhängig produziert wird (so wie das bei einer übersteuerten elektronischen Schaltung der Fall ist, oder ob es auch LowLevel-Klirr gibt, wie z.B. bei einem Übertrager mit Eisenkern. (Beispielplugin: Kazrog True Iron)

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