Software-Instrumente, Samples und Effekte zum Sparpreis
Plug-ins für Software-Instrumente und Effekte gehören fest zum Produktionsalltag hinzu. Diese Marktübersicht enthält handverlesene Bundles für Software-Instrumente und Effekte.
- Vielfalt: Große Auswahl an Bundles für verschiedene Musikgenres und Bedürfnisse.
- Preis-Leistung: Bundles bieten oft deutliche Ersparnisse gegenüber Einzelkäufen.
- Empfehlung: Intro- und Standard-Bundles lohnen sich meist mehr als die größten Pakete.
- Risiko: Zu große Bundles führen oft zu ungenutzten Plug-ins und unnötigen Ausgaben.
- Fazit: Bundles sind attraktiv, aber der tatsächliche Bedarf sollte vor dem Kauf kritisch geprüft werden.
Inhaltsverzeichnis
- Die besten Bundles für Software-Instrumenten und Effekte
- Native Instruments Komplete 15
- Arturia V Collection 11
- Arturia Analog Lab Pro
- Steinberg Absolute 6
- Rob Papen Explorer 10
- Cherry Audio Synth Stack 6
- IK Multimedia Total Studio 5 MAX
- Bleass Everything Bundle
- Universal Audio UAD Ultimate 14
- Roland Cloud Abo
- EastWest ComposerCloud Plus 1Y Subscription
- Ableton Live 12 Suite
Die besten Bundles für Software-Instrumenten und Effekte
Fast täglich flattert Post von diversen Plug-in-Anbietern in meinen virtuellen Briefkasten. Oft klicke ich sofort auf den „Löschen“-Button und befördere diese ins ebenso virtuelle Altpapier. Manchmal jedoch erregt die eine oder andere Werbung doch meine Aufmerksamkeit. Meistens handelt es sich dann um Bundles von mehreren Software-Instrumenten, Sample-Bibliotheken oder auch Effekten, die genau jetzt und nur für kurze Zeit zum Sparpreis angeboten werden. In der Tat sind die Bundle-Preise in der Regel deutlich günstiger als der Einzelkauf und das ist auch so beabsichtigt, möchte man doch den Interessenten dazu verleiten, gleich ein ganzes Paket zu kaufen anstelle einiger, weniger Einzel-Plug-ins, die er tatsächlich benötigt. Doch welche Bundles sind tatsächlich ein „Schnapper“ und für wen sie sich lohnen sie sich?
Native Instruments Komplete 15
Native Instruments Komplete 15 Select
Der Einstieg in die Native Instruments Komplete-Welt hört auf den Namen Native Instruments Komplete 15 Select. Wie der Name schon vermuten lässt, enthält das Bundle eine Auswahl aus dem großen Komplete 15-Angebot.
Auswählen darf man dann noch zwischen drei verschiedenen Komplete 15 Select Bundles:
Komplete 15 Select Beats
Hier ist alles enthalten, was man das Produzent von Beats benötigt:
- Massive X
- Battery 4
- Empire Breaks
- Duets
- Stacks
- Cloud Supply
- Latin Trap Leap Expansion
- Dirt
- Bite
- Freak
- Supercharger GT
- Transient Master
- iZotope Ozone Elements
Komplete 15 Select Band
Dieses Bundle umfasst Instrumente und Effekte aus den Bereichen Keys, Drums, Bass, Gitarre, Studio:
- Session Guitarist – Strummed Acoustic
- Scarbee Rickenbacker Bass
- Electric Keys – Phoenix
- Studio Drummer
- The Gentleman
- Soul Sessions
- Disco & Funk Leap Expansion
- Guitar Rig 7 LE
- Solid Bus Compressor
- Solid Dynamics
- Solid EQ
- iZotope Nectar 4 Elements
- iZotope Ozone Elements
Komplete 15 Select Electronic
In diesem Bundle geht es um EDM und alles, was du zur Produktion von EDM benötigst:
- Massive X
- Schema: Light
- TRK-01
- Feel it
- Nacht
- Utopia
- Progressive Trance Leap Expansion
- Replika XT
- Choral
- Flair
- Phasis
- Driver
- iZotope Ozone Elements
Natürlich sind alle drei Bundles perfekt auf die NI-eigene Hardware wie die Kontrol-Keyboards oder Maschine abgestimmt. Gut finde ich die Aufteilung auf drei Bundles, was Native Instruments Komplete 15 Select deutlich aufwertet.
Native Instruments Komplete 15 Standard
Native Instruments hat Komplete Standard in der Version 15 deutlich aufgewertet. Enthalten sind inzwischen 47 Sample-Instrumente, 15 Synthesizer, 12 Drums & Percussion-Instrumente, 21 Effekte und 53 Expansions. Hier ist wirklich alles dabei, was man für die Musikproduktion benötigt, unabhängig vom Genre, in dem man sich bewegt.
Zur Vorgängerversion hinzugekommen sind folgende Neuzugänge:
- Kontakt 8
- iZotope Ozone 11 Standard
- Guitar Rig 7 Pro
- Session Percussionist
- Electric Keys – Tines Duo
- Session Bassist – Upright Bass
- iZotope VocalSynth 2
- 15 neue Expansions
- neue Play Series-Instrumente
Über 50.000 Sounds warten darauf, entdeckt zu werden.
Native Instruments Komplete 15 Ultimate/Collector’s Edition
Nur eine bedingte Empfehlung möchte ich für die beiden größten Bundles der Komplete 15-Reihe aussprechen. Warum? Die Bundles sind extrem groß und umfassen fast das gesamte Native Instruments Sortiment (insbesondere die Collector’s Edition). In der Regel bewegen sich die meisten Musikproduzenten innerhalb eines Genres. Die Ultimate und Collector’s Edition decken aber deutlich mehr als das ab und viele Produkte aus diesen Bundles werden vermutlich nie geöffnet. Die Installationsgröße bewegt sich bei knapp 1 TB und 1,5 TB. Die Preise sind zwar immer noch angesichts des immensen Umfangs dieser Bundles als preisgünstig zu bezeichnen, allerdings will so eine Investition auch gut überlegt sein.
Ein weiterer Punkt, der gut überlegt sein will, ist, dass irgendwann auch einmal kostenpflichtige Updates fällig werden, nämlich dann, wenn Native Instruments Komplete 16 veröffentlicht oder ein Betriebssystem-Update zum gleichzeitigen Update der Software zwingt. Hier sind hohe Folgekosten zu erwarten.
Die Qualität ist wie bei den beiden anderen Bundles über jeden Zweifel erhaben. Beide Bundles sind in meinen Augen in erster Linie für Komponisten von Filmmusik interessant, die sich in vielen verschiedenen Genres bewegen müssen und von hochwertig klingenden Orchester-Instrumenten über Instrumente aus den entlegensten Winkeln der Erde bis hin zu den typischen Instrumenten für alle Pop- und Rock-Stile alles benötigen. Hier geht’s zum Test.
Arturia V Collection 11
Arturia V Collection 11 Intro
Die Sammlung umfasst 10 Instrumente und richtet sich an Sounddesigner, Komponisten, Live-Keyboarder und Musikproduzenten. Sie bietet eine große Vielfalt an Instrumenten, von Emulationen bekannter Synthesizerklassiker über virtuelle Pianos bis hin zu neuen und experimentellen Klangerzeugern. Die Steuerung der über 2.500 Presets geschieht zentral und komfortabel über Analog Lab. Ein Klang-Browser ermöglicht das schnelle Auffinden von Sounds. Die einfache MIDI-Zuweisung von Hardware-Controllern, einschließlich MPE- und NKS-Support, sorgt für Flexibilität bei der Einbindung der Arturia V Colletion 11 ins eigene Studio-Setup. Die hochaufgelöste, skalierbare Grafikoberfläche aller Instrumente ist für Retina- und 4k-Displays optimiert.
Enthaltene Instrumente sind:
- Analog Lab Intro
- Augmented Grand Piano
- Augmented Strings
- DX7 V
- Jun-6 V
- MiniFreak V
- Mini V
- Prophet V
- Pure LoFi
- Stage-73 V
Die Arturia V Colletion 11 Intro eignet sich hervorragend als Grundausstattung und Ergänzung der mitgelieferten Instrumente jeder DAW. Schön ist, dass Arturia den MiniFreak V in diese Sammlung mit aufgenommen hat.
Arturia V Collection 11 Pro
Die Arturia V Collection 11 Pro ist ein hervorragendes Bundle aus 45 Instrumenten, darunter tolle Emulationen von Vintage-Hardware. Über 12.000 Presets lassen sich komfortabel abrufen und verwalten. Die Anbindung an die Masterkeyboards von Arturia macht deren Einsatz selbst auf der Bühne zum Kinderspiel. Die Instrumente lassen sich in allen Parametern editieren und die Vintage-Emulationen längst vergangener Synthesizer klingen in meinen Ohren sehr gut. Bei manchen Nachbildungen digitaler Synths lassen sich sogar Original-Patches laden. Arturia hat dabei immer auch die Gegenwart im Blick und erweitert alle Instrumente um zeitgemäße Features.
Die skalierbare und hochaufgelöste 4K Oberfläche der Instrumente sorgt für augenschonende Editier-Sessions. Der sehr attraktive Download-Preis macht die Arturia V Collection 11 Pro zu einem sehr guten Angebot. Ergänzen müsste man die Arturia V Collection 11 Pro eventuell um eine gute Sample-Bibliothek mit Naturinstrumenten und ein gutes Schlagzeug-Plug-in, sollte die DAW so etwas nicht mitbringen. Benötigt werden für die Installation circa 50 GB Festplattenspeicher. Die Instrumente lassen sich über das Arturia Software Center auch einzeln herunterladen, installieren und updaten. Hier geht’s zum Test.
Arturia Analog Lab Pro
Arturia Analog Lab Pro ist mehr als ein Einstiegsinstrument, denn im Wesentlichen handelt es sich dabei um ein Frontend für die Instrumente der Arturia V Collection. Über 2000 Presets erstrecken sich über alle Instrumente der Arturia V Collection und Arturia Pigments.
Für wen ist Arturia Analog Lab Pro geeignet? Für alle, die gerne in die Musikproduktion einsteigen möchten und dabei vor allem auf Retro-Feeling setzen, sich jedoch nicht zu sehr in verschiedene Syntheseformen vertiefen und in deren spezifische Umsetzung bei den jeweiligen Synthesizern einsteigen wollen. Wer lieber spielt als Sounds programmiert, ist hier genau richtig.
Steinberg Absolute 6
Steinberg Absolute 6 kann mit Fug und Recht als die Alternative zu Native Instruments Komplete 15 bezeichnet werden. 7800 Presets, zahlreiche Software-Instrumente, eine 136 GB große Sample-Bibliothek und mehr zeichnen dieses Bundle aus. Die Software-Instrumente umfassen Synthesizer mit Granularsynthese, Wavetable-Synthese und virtuell-analoge Synthesizer. Außerdem Sample-Workstations mit vielen akustischen Instrumenten wie Streicher, Bläser, Drums, Percussion, Pianos.
Enthaltene Software-Instrumente:
- Backbone
- Groove Agent 5 inkl. Prime Cuts
- Future Past Perfect
- Rock Essentials
- HALion 7
- Padshop 2 Synthesizer inkl. Polarities
- Zero Gravity and Granular Guitars
- Retrologue 2 Synthesizer inkl. Sounds of Soul und The Grand 3
Rob Papen Explorer 10
Das Rob Papen Explorer 10 Bundle dürfte vor allem für diejenigen interessant sein, die nach Inspiration und neuen Sounds suchen. Viele interessante Synthesizer mit sehr vielen verschiedenen Syntheseformaten warten darauf, entdeckt zu werden.
Vermutlich könnte man es zu seiner Lebensaufgabe machen, diese vielen verschiedenen und komplexen Synthesizer zu erlernen. 34 Produkte aus dem Rob Papen Sortiment bestehend aus vielen Synths und Effekten sind in diesem Bundle zusammengefasst. Kritisieren kann man das recht altbackene Design der Plug-ins, was deren Klang jedoch keinen Abbruch tut. Enthalten ist neuerdings auch Prisma, mit dem sich bis zu vier Instrumente des Bundles zum Erstellen von Splits und Layer-Sounds laden lassen.
Enthaltene Instrumente:
- Albino-3 Legacy
- BIT
- BIT-2
- BLADE-2
- BLUE-II
- BLUE-III
- Go2
- Go2-X
- Predator 1.6
- Predator-3
- Punch 2
- Punch-BD
- Quad
- RAW-2
- RAW-Kick
- RG
- SubBoomBass-2
- Vecto
Enthaltene Effekte:
- DelGrain
- DelSane
- LowSane
- MasterMagic
- Predator FX
- RP-Amod
- RP-Delay
- RP-Distort 2
- RP-Distort
- RP-EQ
- RP-Reverse
- RP-VERB 2
- RevSane
- RoCoder
- SynFeX
- XY-Transfer
Hier geht’s zum Test der Software Synthesizer und hier zum Test der Effekt Plug-ins.
Cherry Audio Synth Stack 6
Ein in meinen Augen absoluter Preiskracher ist das Cherry Audio Synth Stack 6 Bundle. Cherry Audio überrascht in jüngerer Zeit mit detailgetreuen Nachbildungen berühmter analoger Synthesizer, darunter auch einige seltenere Modelle. Enthalten sind zum Beispiel die tollen Plug-ins Elka-X, Mercury-4, Mercury-6, Eight Voice, GX-80, DCO 106, Memorymode, Quadra, Miniverse, Dreamsynth, Octave Cat, Sines, Mercury-8, ODC2800, Yellowjacket, KR55C Drum Machine, Voltage Modular Core und einige mehr. 28 Emulationen klassischer Synthesizer sind enthalten, 36 virtuelle Instrumente und über 12.000 Presets.
Da es sich ausschließlich um Emulationen alter Hardware-Synthesizer handelt, ist der Speicherplatzbedarf auf der Festplatte sehr gering. Die skalierbare Oberfläche der Plug-ins macht das Editieren der Parameter zum Vergnügen. Alle Parameter lassen sich zudem per MIDI und aus der DAW heraus steuern und automatisieren.
Das große Cherry Audio Synth Stack 6 Bundle ist über das Jahr verteilt regelmäßig im Angebot.
IK Multimedia Total Studio 5 MAX
Ein umfassendes Produktions-Bundle aus Instrumenten, Effekten und mehr ist IK Multimedia Total Studio 5 MAX. Dieses Bundle hat es in sich und enthält über 16.000 Instrumente, mehr als 500 GB Samples und über 2000 Effekte. Gitarristen freuen sich über Amplitube 5 MAX V2 mit allein über 430 Amps und Effekten. Den Studio-Sound kannst du mit ARC X aufpolieren, mit TONE X MAX Profiles von Hardware erstellen und diese anschließend als Plug-in nutzen, mit Miroslav Philharmonik 2 und über 730 Instrumente an Arrangements feilen und vieles mehr. Der günstige Bundle-Preis rechtfertigt den Kauf.
Bleass Everything Bundle
Ein Bundle, das in diesem Jahr im Test überrascht hat, ist das bei vielen Lesern recht unbekannte Bleass Everything Bundle. Dieses Bundle enthält eigentlich alles, was man zum Produzieren von Musik benötigt: Alle aktuell verfügbaren Bleass Plug-ins wie
- Arpeggiator
- Alpha
- Megalit
- Monolit
- Omega
- SampleWiz 2
- Chorus
- Compressor
- Delay
- Filter
- Flanger
- Phaser
- Reverb
- Saturator
- Shimmer
- Dragonfly
- Fusion
- Granulizer
- Motion EQ
- Motion FX
- Multiband Compressor
- Phase Mutant
- Sidekick
- Slow Machine
- Tides
- Voices
- Vox
Das Bundle ist der Himmel für alle Sounddesigner und Klangfetischisten und wandelt abseits bereits ausgetretener Pfade. Es ergänzt sich deshalb ideal mit einem Bundle, in dem hauptsächlich Emulationen bekannter Vintage Synthesizer enthalten sind oder mit orchestralen Instrumenten, die durch synthetische Instrumente ergänzt werden sollen. Hier geht’s zum Test der Synthesizer und hier zum Test der Effekt Plug-ins.
Universal Audio UAD Ultimate 14
Recht hochpreisig geht es bei Universal Audio zu. Im Universal Audio UAD Ultimate 14 Bundle stecken zahlreiche bekannte Universal Audio Plug-ins, die zu den besten am Markt gehören, aber eben auch ihren Preis haben. Diese Plug-ins lassen sich ohne UAD-Hardware nativ nutzen. In Version 14 neu hinzugekommen sind:
- Ocean Way Studios Deluxe
- A-Type Multiband Dynamic Enhancer
- Anthem Analog Synthesizer
- Teletronix LA-2A Tube Compressor
- UA 1176 Classic FET Compressor
- UAD Showtime ’64 Tube Amp
- UAD Woodrow ’55 Instrument Amplifier
Das Universal Audio UAD Ultimate 14 Bundle deckt von der Produktion über das Mixing bis zum Mastering alles ab, was man benötigt: Kompressoren, EQs, Channel-Strips, Tape-Emulationen, Hallgeräte, virtuelle Instrumente und mehr. Es enthält über 90 Einzelprodukte mit insgesamt 127 Plug-ins.
Roland Cloud Abo
Subscription-Angebote erfreuen sich (bei Herstellern) zunehmender Beliebtheit und eines der bekanntesten Subscription-Bundles ist sicherlich die Roland Cloud. Die Roland Cloud umfasst dabei eine riesige Bibliothek aus Software-Synthesizern, Synth-Model-Expansions für Roland Hardware-Synthesizer wie ZENCore Synths, Soundpacks für Software- und Hardware-Synths, Wave Expansions für ZENOLOGY und Hardware-Synths, Software-Effekte, Samples, Apps, Jam Tracks und mehr.
Diese riesige Bibliothek gibt es für einen monatlichen Preis von 19,99 US$ oder einem günstigeren Jahrespreis von 199,- US$ für das Roland Cloud Ultimate Bundle. Etwas günstiger geht es mit Roland Cloud Pro (9,99 US$/Monat bzw. 99,- US$/Jahr) und Roland Cloud Core (2,99 US$/Monat, bzw. 29,99 US$/Jahr).
Allerdings sind diese beiden günstigeren Alternativen deutlich abgespeckt gegenüber dem, was das Ultimate Bundle zu bieten hat. Pro und Core ist vor allem für diejenigen interessant, die mit ZENOLOGY arbeiten und sich für die Sound-Packs interessieren. Das ist bereits eine riesige Sound-Sammlung für alle Genres. Für Nutzer aktueller Roland Hardware-Synthesizer, die diese Sounds auch unterwegs spielen möchten oder aber auch für diejenigen, die sich für die Model-Expansions und Nachbildungen alter Roland Synths interessieren, ist Ultimate genau richtig.
Leider bietet Roland aktuell noch keine Nachbildungen von anderen Synthesizern außer Roland Synths, sodass man vom Sound her sehr festgelegt ist. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, da Roland Synthesizer einen Großteil der Popmusikgeschichte geprägt haben. Mit ZENOLOGY sind auch Sounds abseits der angestaubten Vintage-Synths möglich. Unterm Strich bleibt dennoch die Roland Cloud ein kostspieliges Vergnügen.
Es gibt zusätzlich zum Abo-Modell noch einzelne Synthesizer zum Kauf, teilweise auch als kleines Bundle. Allerdings ist der Preis auch hier nicht ohne, wie zum Beispiel die Roland Cloud Analog Polysynth Collection zeigt: Knapp 500,- Euro müssen die Käufer für die Nachbildungen von Jupiter-4, Jupiter-8, Juno-60, Juno-106 und JX-3P berappen. Interessant ist der Kauf damit eigentlich nur für Besitzer eines Roland System-8 Syntesizers und der Verwendung als Plug-out ohne Computer.
Auch für Fantom-Besitzer gibt es ähnliche Angebote zum Kauf. Hat man einen Roland Cloud Free-Account erstellt und sein Gerät dort registriert, zeigt die Software alle verfügbaren Instrumente für die eigene Hardware an. Im großen Ultimate-Abo sind die meisten dieser Instrumente natürlich enthalten.
EastWest ComposerCloud Plus 1Y Subscription
Ein Subscription-Angebot, das meine uneingeschränkte Empfehlung bekommt, ist die EastWest ComposerCloud Plus. Dieses günstige Jahresabo von 99,- Euro beinhaltet alles, was EastWest im Programm hat: 40000 Instrumente, basierend auf ca. 3 Millionen Samples, Phrasen und Effekten.
Das Bundle beinhaltet derzeit 70 Instrumenten-Kollektionen inkl. Hollywood Orchestra Opus Edition und Forbidden Planet. Alle Orchester-, Chor- und Klavierbibliotheken wurden mit multiplen Mikrofonpositionen aufgenommen.
Wer im Bereich Scoring arbeitet und professionell in seinem Studio Auftragskompositionen erstellt, kommt eigentlich an diesem Bundle nicht vorbei. Allerdings sollte man auch gleich mehrere SSDs mit ordern, denn dieses Bundle verschlingt richtig viel Speicherplatz. Glücklicherweise lassen sich die einzelnen Pakete bei Bedarf einzeln installieren.
Ableton Live 12 Suite
Eigentlich kein Bundle aus reinen Software-Instrumenten oder Effekten, aber dennoch ein Bundle aus einer der besten DAWs für die Produktion elektronischer Musik und den Bühneneinsatz und einer Vielzahl an sehr gut klingenden Instrumenten und Effekte.
Enthaltene Instrumente:
- Meld
- Granulator III
- Wavetable
- Operator
- Analog
- Sampler
- Simpler
- Electric
- Tension
- Collision
- Bass
- Poli
- Drum Rack
- Drum Synths
- Impulse
- CV Instrument
- CV Triggers
- Instrument Racks
Außerdem enthalten: 58 Audioeffekte, 14 MIDI-Effekte und 33 Packs mit mehr als 71 GB Samples.
Insbesondere für Produzenten elektronischer Musik ist Ableton Live 12 Suite eine echte Alternative zu einem der anderen Bundles, zumal sich damit die Projekte auch prima live performen lassen. Hier geht’s zum Test.













































Spannend das die, ich nenne sie mal, Nummer 1 Firma von Amazona aufgrund des TyrellN6 Softwaresynthesizers nicht genannt wird: U-he! Bieten Sie doch zum Beispiel das Everthing Bundle an und das sagt jemand, der tatsächlich nichts von U-he besitzt. Wegen einem schlechten Werbevideo von U-he (sorry Herr Heckmann) entschied ich mich damals zu Native Instruments bezüglich einem Bundle. Die Qualität dessen in Sachen vernünftiger Klangerzeuger ist meiner Ansicht nach allerdings zurückgegangen. Play-Series oder auch der Massive X liegen deutlich hinter den Erwartungen. Hoffnung macht der neue Absynth 6 – kluge Entscheidung! Mal sehen was nächstes Jahr erscheint. Als Cubase Nutzer würde ich mir niemals ein Bundle von denen holen. Die GUIs und auch der Klang wirken irgendwie altbacken aka General Midi meiner Meinung nach. Von Cherry Audio wußte ich hingegen noch nichts von einem Bundle. – Günstig und gut! Denke das wäre eine sinnvolle Investition. Vielleicht als Tipp für Neulinge in der DAW-Produktion.
@Filterpad Hi,
das Bundle ist aufgrund des Preises von fast 1400€ nicht drin. Ich habe mich bemüht, in erster Linie Bundles auszusuchen, die nach Möglichkeit einen einen gewissen Rahmen nicht überschreiten. Es gibt noch einige mehr, die rausgefallen sind.
U-he Plug-ins sind sehr gut, aber ich musste irgendwo eine Grenze ziehen, damit der Artikel nicht ausufert und das geht nun einmal am besten über den Preis.
Ständig holt ich mir irgendwelche Bundles dazu, dabei habe ich jetzt schon mehr als genug. Aber irgendwie will man seine „Sammlung“ ja auch aktuell halten und macht die Upgrades immer brav mit. Wobei ich die bei Arturia immer noch am interessantesten finde. Bei Native Instruments kommt halt viel Hip-Hop Zeugs mit und noch nen Streicher und noch ein verstimmtes Klavier, wo man die anderen 6 schon nie braucht.. Von daher stimme ich zu, dass die Qualität bei NI schlechter wird… Wobei.. Schlechter nicht unbedingt, aber einfach übersättigt.
Die Plugins von IK Multimedia mag ich gar nicht. Nutze eigentlich nur noch MODO Bass, weil es viele verschiedene Bässe für verhältnismäßig wenig Geld bietet. Ansonsten mag ich die meisten Plugins nicht wirklich. Oft zu klein oder zu unübersichtlich, manchmal vom Klang her nicht sehr schön.
Nutze ich tatsächlich eher selten.
Die Korg Collection wäre vielleicht auch noch erwähnenswert, weil sie einige Klassiker bietet, nutze sie allerdings bisher auch eher als Spielerei.
Mit der Roland Collection hadere ich noch. Ein Abo wäre für mich „zu schade“, weil ich die vermutlich nur 2 bis 3 Mal im Jahr nutzen würde. Viele Sachen gibt es ja mittlerweile auch als Emulation, also wozu „noch mal“ kaufen.. Finde ich schade mit dem Abo – auch wenn die jährlichen Upgrades bei den anderen Sammlungen im Prinzip auch nichts anderes sind.
@Andreas Das ist inzwischen tatsächlich eine Herausforderung: Zum einen ist die Auswahl an solchen („quasi Abo“) Bundles inzwischen sehr umfangreich, zum anderen locken mehrmals im Jahr Sales. Teuer wird es eigentlich erst durch den impliziten Abo-Zwang, da die meisten Hersteller die günstigen Upgrade-Preise nur vergeben, wenn man auch die vorherige Version des Bundles besitzt.
Das ist genau der Grund, weswegen ich für mich selbst entschieden habe, lediglich bei der Arturia V-Collection und FX-Collection mitzumachen und ansonsten nur ausgewählte Einzelplugins zu kaufen (z. B. Addictive Keys, Blue3, Wurlibird etc.). Von Native Instruments habe ich eine kleine Sammlung der kostenlosen Plugins, die bei Hardware dabei waren oder anderweitig frei erhältlich sind (Komplete Select, Project SAM Free Orchestra etc.). 🙂
@Dizzy Ja, man ist halt Jäger und Sammler und auch wenn man sich sagt „Jetzt kaufe ich nichts mehr“, kommt irgendwo doch wieder was scheinbar tolles daher und man ist wieder mittendrin.
Wobei ich mich leider auch gerne durch irgendwelche Sound-Demos verführen lasse, die natürlich absolut erstklassig gespielt und arrangiert sind. Wenn man das Plugin dann hat, klingt es plötzlich gar nicht mehr so dolle, oder macht zu viel Arbeit. Und man denkt sich „Vielleicht klappt es beim nächsten doch besser“ :D
Ich hab NI Komplete Ultimate 13. Ich bin froh, dass ich das damals so günstig bekommen habe und bin damit wirklich immer noch sehr zufrieden. Nutze auch die NI Hardware zusammen mit FL Studio. Ich habe auch noch immer nicht das Gefühl, dass ich was Neues brauche, verstehe aber diesen Jäger- und Sammlertrieb. :-D Aber mit meiner Festplattenkapazität im Hinterkopf, versuche ich mich auf die PlugIns zu beschränken, mit denen ich auch wirklich was anfangen kann.