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Test: Steinberg, CI2+, USB Audio-Interface

Steinberg CI2+

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Das CI2+ ist ein USB 1.1 Audio-Interface für Mac und PC. Es verfügt über zwei analoge Eingangskanäle und einen Stereoausgang. Es ist in einem recht stabil und hochwertig anmutenden Kunststoffgehäuse untergebracht, welches im Inneren mit einer Metallkonstruktion versteift ist. Die Front dieses Desktopgehäuses ziert ein hübsches Lochblech. Das CI2+ begnügt sich mit der reinen USB-Stromversorgung, so dass ein externes Netzteil nicht nötig ist.
Der Eingang 1 ist mit einer XLR-Klinken-Kombinationsbuchse ausgestattet und bietet einen zuschaltbaren Instrumentenvorverstärker für passive Pickups. Natürlich akzeptiert er sowohl Mikrofonpegel als auch Linepegel. Die 48 Volt Phantomspeisung ist für beide Eingangskanäle zuschaltbar. Eingang 2 ist genauso ausgestattet, verzichtet allerdings auf den Instrumentenvorverstärker.

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Die beiden Eingänge können über den Mix-Regler dem Ausgang zugemischt werden, um ein verzögerungsfreies Monitoring zu ermöglichen. Schließt man an den Eingang 1 eine Gitarre und an den Eingang 2 ein Mikrofon an, so können beide Eingänge über den Mono-Schalter in der Summe mittig abgehört werden. Möchte man Stereosignale aufzeichnen und mithören, so sollte der Mono-Schalter nicht gedrückt sein.
Der Stereoausgang dient in erster Linie zum Abhören über Aktivmonitore oder Kopfhörer. Steinberg hat dazu gleich zwei Potentiometer spendiert, so dass man den Line-Ausgang für die Aktivmonitore getrennt von der Kopfhörerlautstärke regeln kann. Dennoch teilen sich beide stets das selbe Signal. Schön wäre noch ein Mute-Schalter für den Line-Ausgang gewesen, denn beim Aufnehmen könnte man so bequem die Monitore stummschalten.

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AI Knob

Alles bisher Geschriebene ist anno 2012 sozusagen “Usus” bei den günstigen Audio-Interfaces. Wirklich interessant macht das CI2+ der AI-Knob, welcher von weiteren Tasten umringt ist. Das CI2+ ist somit vor allem für den Einsatz mit Cubase optimiert, wobei der ASIO-Treiber natürlich auch alle anderen Programme zulässt. Der AI-Knob ermöglicht es, nahezu jeden Parameter von Cubase und den meisten Plug-ins zu verändern, wenn man sich gerade mit der Maus darüber befindet. Darüber hinaus kann der zu steuernde Parameter mit der Lock-Taste auch festgelegt werden. Damit ist es zum Beispiel möglich, einen Parameter mit dem AI-Knob zu verändern, während man mit der Maus einen anderen Parameter regelt.

Interactive Recording

Interactive Recording

Interactive Recording

In kreisförmiger Anordnung um den AI-Knob finden wir des weiteren eine kombinierte Play/Stop-Taste, eine Record-Taste sowie zwei Previous/Next-Tasten und eine so genannte Action-Taste. Während sich die erstgenannten Tasten fast von selbst erklären, ist die Action-Taste etwas Neues. Im Verbund mit Cubase wird damit die Funktion “Interactive Recording” aktiviert und gesteuert. Interactive Recording ist eine einfache und nützliche Funktion, um den Workflow der Aufnahme festzulegen. Mit einem Kreissymbol werden drei Zustände definiert, die in ihrer Reihenfolge den Aufnahmeprozess abbilden. Jeder Anwender kann sich so seinen eigenen Prozess auf sehr einfachem Weg definieren. Jede Aktion des jeweiligen Zustandes wird aus einer Liste von Funktionen ausgewählt. Die gleiche Funktion des Action-Tasters übernimmt auch ein Fußtaster, der parallel an das CI2+ angeschlossen werden kann. Diese Funktion finde ich überaus gelungen, auch wenn dies natürlich wieder Appetit auf mehr generiert. Ich könnte mir vorstellen, dass auch eine verallgemeinerte und erweiterte Form dieser Funktion innerhalb Cubase von Nutzen sein könnte, um bestimmte Workflows zu definieren und per Vor- und Zurück-Taster zu steuern.

Interactive Recording Funktionen

Interactive Recording Funktionen

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    solarvent

    Das Fireone von Tascam hatte schon vor 4 Jahren ein ähnliches Bedienkonzept – leider haben Tascam (und auch DAW Hersteller wie Apple) es versäumt das ganze sinnvoll zu integrieren. Das Fireone wurde dann vom Markt genommen.

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      musicalix

      Ja… Fireone von Tascam. Funzt aber bei mir wunderbar integriert mit Logic Pro oder Finalcut (MCU)… und klingt ordentlich. Entgegen der Behauptungen auch ohne Treiber-Probleme unter OSX Snow Leo (10.6.8) auf den neueren Intelmacs und beim Bekannten auch ebenso unter Lion. Das gute Stück ist oftmals für den Kurs von unter 60 EUR zu bekommen, was allein schon das gewichtete JOGWHEEL wert sein dürfte ;O)

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    Cpt. Tinitus

    Ganz ehrlich? Ich kann diesen Review nicht ernst nehmen. Die in diesem Interface verwendete Schnittstellentechnologie ist nicht mehr zeitgemäß und reicht eben in der Praxis NICHT aus! Offenbar ist der Reviewer der Firma Steinberg zu besonderem Wohlwollen verpflichtet.
    Die im Gerät verbauten Vorverstärker sind nicht nur nicht zu “besonders hochwertigen” Aufnahmen geeignet sonder bestenfalls zu minderwertigen. Bei so einem verlogenem Schöngefasel geht mir der Hut hoch! Ganz ehrlich!!

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      h.fin

      Ganz ehrlich? Du solltest vielleicht mal den Text des Berichtes genau lesen. Nichts von dem, was du bemängelst steht auch nur ansatzweise im Testbericht. Somit kann ich deinen Kommentar auch nicht ernst nehmen … ;-)

      Nochmal für “Test-Überflieger”: Das CI2+ ist ein gut ausgestattetes Einsteiger(!!!)gerät.

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