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Abschaffung des Echos

26. April 2018

Echo-Aus nach Skandalpreisverleihung

Der Echo in seiner jetzigen Form wird wohl so nie wieder verliehen werden. „Hintergrund ist der Antisemitismus-Skandal um zwei Rapper“ so die Tagesschau.

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Aber was genau war passiert? Wie der eine oder andere sicher schon mitbekommen hat, geht ein Aufschrei durch Deutschland und die sozialen Medien wegen der Verleihung des Echos an Farid Bang und Kollegah. Die beiden Rapper hatten sich in ihren Texten antisemitischer Klischees bedient und sich über NS-Gefangene im Vernichtungslager Auschwitz lustig gemacht.

Schon im Vorfeld hatte der Echo viel Kritik für die Nominierung der beiden Rapper einstecken müssen. Viele Beobachter zeigten sich jedoch mit der Preisvergabe an die beiden Rapper mehr als schockiert. Das Gremium hatte die Ehrung vor allem mit den Verkaufszahlen gerechtfertigt, entschuldigte sich jedoch später dafür. Dies reichte jedoch nicht aus, um den vorzeitigen Verlass der Verleihung von einigen Musikstars zu verhindern.

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„Die Marke ECHO ist so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei(…)“, so eine Verlautbarung auf der offiziellen Seite des Echos.

Die komplette Meldung haben wir für euch HIER verlinkt, genau so wie den Artikel der Tagesschau HIER und weil aller guten Dinge drei sind, haben wir euch auch noch den Wikipedia-Artikel zum Echo HIER verlinkt, denn das war zwar der größte Skandal, dem sich der Echo gegenüber fand, aber nicht der Erste. Aber wie ist denn eure Meinung zum Thema? War das längst überfällig? Oder findet ihr die Reaktion etwas übertrieben? Oder ist es euch einfach egal?

Gewinner 2018 / Quelle: http://www.echopop.de/pop-gewinner-2018/

 

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Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Diese Kommerzpreise interessieren mich die Bohne. Und das Gemache und Geheuchele drumrum ebenso. Alles in allem eine Entwicklung, die absehbar war. Zu den rappenden Idioten kann ich nix sagen, kenne deren Mist nicht. Man sollte sich schon fragen, wie es überhaupt dazu kommen konnte, das so’n Dreck veröffentlicht wir, Promovideos dafür existieren und die ganze Marketingmaschinerie angeschmissen wurde und soetwas zum Erfolg macht. Die Versäumnisse lagen da schon lange VOR der Preisvergabe.
    Aber wie de auch sei, dieser Fall ist m.E. ein willkommener Vorwand, um die Medienlanschaft und -Industrie noch ein Stück weiter stromlinienförmiger, konsumorientierter und unkritischer zu gestalten als sie eh schon (geworden) ist. Denke, bei dem Nachfolger dieses Preises wird alles ausgeklammert, was in irgendeiner Form politisch ist, bzw. politkkritisch ist – den Mainstream, dem allgemeinen Konsens, der politischen Agenden gegenüber.

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      vaikl  

      „Willkommener Vorwand“?? Der Echo war – wie alle Feiereien mit irgendwelchen MöchtegernStars – noch nie ein Ereignis mit besonderem, kritischem oder politischem Tiefgang, also trifft das Aus wohl Niemanden, der sich bislang öffentlich zu allen möglichen Themen kritisch geäußert hat und das auch weiter tun will.

      Was die Marketeers der Musikindustrie da völlig selbstverliebt als große Show abfeierten, war doch nur pures BlingBling mit Goldkette am Rapperhals.

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        AMAZONA Archiv

        Habe nicht behauptet, dass der Echo jemals als gesellschaftskritische Veranstaltung galt. Aber es ist durchaus möglich, dass mal ein Musiker viel Umsatz und weitgehende gesellschaftliche Akzeptanz generieren könnte mit kritischer Musik und mit kritischen Statements – gerade in Krisenzeiten. Und solch einem Musiker könnten zukünftig die medialen Plattformen entzogen werden. Es ging mir nicht um diese spezielle Nabelschau, sondern um die Gefahr, dass generell die Präsentation von kritischen Künstlern bald gar nicht mehr möglich sein könnte. Wie man sieht, labelt man ja heutzutage schnell mal jede kritische Stimme medial als Verschwörungstheoretiker, Aluhut, Querfrontler, Neurechte, Extremist, PEGIDA nah, Putinversteher, blubber bla usw. usf. und wenn man dann diese mit den o.g. Begrifflichkeiten schön in einen Topf werfen kann mit wirklich kranken Gestalten, dann ist auch der Schritt zu der medialen Ächtung nicht mehr weit. Die Formate, die wirklich offen zu Diskussionen anregen, fehlen ja mittlerweile weitestgehend. Ich sehe hier einen Schritt, um eine mediale Verflachung voranzutreiben, die wir schon seit dem „eingebetteten Journalismus“, den wir auch in Deutschland spätestens seit Präsident Bush jr. haben, offen erkennen können. Um das voranzutreiben, kommen diese kommerziell erfolgreichen Hohlköpfe mit ihren Dumpfbackenparolen gerade recht.

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          vaikl  

          Weder ist der Echo der Nabel der Welt noch hat Irgendjemand gerufen, dass er niemals nie nich wieder vergeben wird. Und wer als Musiker Kritik an seinem Werk nicht aushält und auf solchen Events nicht mehr erscheinen will, hat ein ganz anderes Glaubwürdigkeitsproblem.
          Es geht und ging einzig und allein um den Hirnkot von Bang und Kollegah, den beide auch noch dumpf und hormoncool verteidigt hatten. Von irgendwoher drohender „Zensur“ ist bislang auf allen Kanälen und DSL-Kabeln, die das Thema durchdeklinieren, kein einziges Wort gefallen, also legen wir uns wieder hin;)

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            AMAZONA Archiv

            Ganz so simpel isses nicht. Vergleich mal die Sendeinhalte des öffentlich rechtlichen Rundfunks von vor 20 Jahren mit heute. Diese (Selbst)Zensur findet schleichend statt. In den Fernsehräten sitzen Politiker. Ich könnte jetzt zig Beispiele aus den letzten Jahren aufzählen, die diesen beobachteten Trend stützen würden. Aber das würde zu weit führen. Derzeit beschleunigt sich dieser Vorgang aber.

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              vaikl  

              Ich hab jetzt noch ganz vage in Erinnerung, dass es hier um den *Echo* ging und nicht um den allgemeinen Medien-Rundumschlag, auch nicht um ÖR-Kritik. Das führt wohl wirklich Lichtjahre vom Thema weg.
              Und bitte – was Zensur wirklich ist und bedeutet, kann man sich einfachst selbst ergoogeln, falls man sooo schlecht in politischer Bildung aufgepasst hatte;)

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                AMAZONA Archiv

                Ich verstehe dein Problem nicht. Es geht um einen Musikpreis, der medial inszeniert wird und im öffentlichen Interesse steht. Die Kritik am Echo, die mediale Inszenierung dessen und wie die Neuausrichtung gestaltet wird, umfasst doch einen Tacken mehr, als „finde ich doof“ oder „finde ich gut“. Google ruhig mal gründlich zum Thema Zensur, vielleicht wirst du dann auch fündig. Da scheinst du wirklich Lücken zu haben. Der Begriff umfasst im eigentlichen Sinne erst einmal nur die Kontrolel der Informationen (durch restriktive Verfahren). Fakt ist, dass Zensurmaßnahmen in den Medien tagtäglich eine große Rolle spielen – hierzulande und anderswo. Indizierungen und Sperrungen von Internetinhalten gibt es. Und Selbstzensur aufgrund massiven Drucks findet auch täglich statt. Sieht man, wie sich Rundfunkräte konstituieren, dann kann man durchaus staatliche und parteipolitische Einflussnahme auf Programminhalte wahrnehmen. Auch dazu solltest du mal googeln. Da scheint es dir an Informationen zu fehlen. Beschäftige dich da z.B. mal mit den Vorkommnissen um den ehemaligen Chefredakteur des ZDF Nikolaus Brender, dann siehst du, nach welchen Kriterien verantwortungsvolle Positionen in den ÖR Medienanstalten vergeben werden.

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                  vaikl  

                  Wenn der BVMI, eine *rein privatwirtschaftliche Vereinigung*, als Initiator und Veranstalter des Echo ihn abschaffen und/oder die Teilnahme von Künstlern nach eigenen Kriterien organisieren will, hat das so wenig mit „Zensur“ zu tun wie Zähneputzen mit Kernphysikforschung zu tun hat.
                  Dieses ewige „Zensur!“-Genöhle, weil Irgendjemand Angst hat, man nehme ihm sein Spielzeug weg, ist anmaßend und langweilig zugleich. Der politische Proporz in den ÖR-Anstalten ist seit Jahrzehnten ein großes Übel, aber wir haben eine wache Gesellschaft, die einschreitet, wenn dort unterdrückt und vertuscht wird, siehe Sexismus im WDR.

                  Wahre, *staatliche* Zensur findet in anderen gesellschaftlichen Bereichen, z.B. als Versuch der Inhaftierung Behinderter in Bayern, statt und wird in anderen Ländern, z.B. in der Türkei gegenüber freien Medien, als Staatsräson praktiziert. Hierzulande dürfen selbst völlig hirnverbrannte Rap-Deppen ihren Müll frei senden und überall verbreiten – wer da von „Zensur“ quatscht, will ablenken.

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                    ReneG  

                    @vaikl: Sehe ich ähnlich!

                    @Wellenstrom: Ich will Deine Öffi-Schelte nicht weiter stören… allerdings haben die Öffis recht wenig bis gar nichts mit dem Echo zu tun. Die komplette Veranstaltung wurde bei den Privaten übertragen und selbst der BVMI ist wie wir alle wissen ein Verband privatwirtschaftlicher Interessenten.

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                      AMAZONA Archiv

                      @ ReneG Ja, sehe, dass wohl seit 2017 diese Veranstaltung von VOX übertragen wird. Aber das lag davor immer in den Händen der ARD. Es wird wohl so sein, dass da immer neu verhandelt wird. VOX bekam die Rechte wohl wegen immer weiter nachlassenden Einschaltquoten. Sobald da wieder größeres Interesse bestände, dann würde die ARD VOX locker überbieten können.
                      Privatwirtschaftliche Interessen hin oder her. Wenn Indizierung droht, Kampagnen gegen deren Produkte, oder sogar politische/gesetzliche Maßnahmen ergriffen würden, dann sind wirtschaftliche Interessen der Player nun wahrlich nicht nur marginal berührt. Darauf reagieren der Markt, die Labels, die Konzerne. Und dementsprechend wird auch – ich schreibe das Unwort noch mal – Selbstzensur betrieben.

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                      AMAZONA Archiv

                      Zu dem Zensurthema etwas Aktuelles aus dem Rolling Stone:

                      https://bit.ly/2JxUpwa

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                    AMAZONA Archiv

                    Ich schrieb von Zensur und Selbstzensur. Natürlich wird die Folge sein, dass die Veranstalter sich aufgrund des öffentlichen Drucks selbst zensieren.
                    Du bewegst dich da mit deiner Argumentation am Tellerrand. Die Frage ist ja, was werden die Folgen sein? Meine Vermutung ist, dass da eine weitere inhaltliche Verflachung der Produkte die Folge sein wird. Welches Label wird in Zukunft noch Bands mit kritischen Texten unter Vertrag nehmen, wenn schon massive Einschränkungen in Sachen Promo drohen, weil wichtige Plattformen der Präsentationen fehlen.
                    Hast du dich nicht darüber beklagt, dass ich vom Thema abschweifen würde? Wie weit entfernen wir uns da nun vom Thema wenn wir Analogien schaffen (Zwangsinhaftierungen von Behinderten), die komplett am Thema vorbeischrammen?

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                      vaikl  

                      Nochmal: Niemandem wird hier und zukünftig verboten, seinen Stuss in der ganzen Welt zu verbreiten! Es haben sich halt ein paar Funktionäre der Privatwirtschaft entschieden, dies nicht mehr auf *ihrer* Plattform zuzulassen, womit sie sowas wie ein Hausrecht ausüben, das *Jedem* zusteht, der eine öffentliche Plattform privat betreibt.

                      Oder drohst Du mir demnächst, wenn ich sage „Och nö, den Artikel hier und den da mag ich nicht, verlink ich nicht, sende ich Niemandem zu“ mit Klage wg. „Zensur“?????

                      Ich sag’s ja leider immer wieder: dieses völlig unfundierte „Zensur!“-Theater ist sowas von Mode-Gaga geworden – ganz übel in unserer Demokratie:(

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                      AMAZONA Archiv

                      Abwarten und Tee trinken…
                      Einen Link zum Thema, mit Forderungen aus der Politikzu Zensurmaßnahmen im Kulturbetrieb habe ich ja bereits hier eingefügt.
                      Über das Thema Demokratie und deren Entwicklung in der EU könnten dir einige Informationen dazu nicht schaden. Sehr naiv, zu glauben, dass Demokratie und Bürgerrechte nicht abgebaut werden (könne)n hierzulande.

                    • Profilbild
                      vaikl  

                      Und PS, zum RS-Link: Ich bin wahrlich kein „Fan“ des NDSG, aber schau Dir einfach einschlägige Urteile zum §130 StGB an. Da wird schnell klar, welchen Schutz die Opfer des Nationalsozialismus hierzulande zurecht genießen und welches Recht zur Verurteilung von Hate Speech und Verunglimpfungen gegen Shoa-Opfer hier *Jeder* hat – nur, um nochmals aufs Thema zurückzukommen, nachdem Du Deine Runden gedreht hattest. Das war’s dann auch von mir, da ist imho leider viel zuviel Unwissen unterwegs.

                    • Profilbild
                      AMAZONA Archiv

                      Ja, leider sehr viel Unwissen. Beschäftige dich mal mit dem Thema Eu Verfassung etc. Du musst scheinbar noch eine Menge lesen.
                      Bestehende Gesetze und Paragraphen z.B. zum Thema Hate Speech lassen sich auch jederzeit ausweiten und ergänzen auf ganz andere Inhalte. Das müsste eigentlich klar sein.

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    swellkoerper  AHU

    Wenn es einen neuen kommerziellen Musikpreis mit NEUEN Verantwortlichen gibt – alles gut. Wenn es einen neuen Musikpreis gibt, damit die alten Seilschaften unter neuen Namen weitermachen können wie bisher – nicht gut. Man wird sehen.

  3. Profilbild
    borg029un03  

    Der Echo ist ähnlich wie die Oscars ein Preis für bekannte Stars die sich selbst huldigen, als würde ich mir selber einen Orden geben. Das das Konstrukt an sich schon dämlich ist wird dann noch untermauert, wenn man sich noch nicht mal damit auseinander setzt, wem man da eigentlich einen Preis gibt.

    Das Rapper mit Bullshit provozieren ist normal, das gehört zu deren Macho-Image Scheiß, dass das allerdings soviel Aufmerksamkeit bekommt ist die eigentliche Gefahr. Der Echo hätte die Plattform sein können in dem Musiker Fahne bekennen, aber eine Helene Fischer wartet lieber bis die Veranstaltung vorbei ist und die bösen Jungs nicht mehr in Sichtweite sind.

    Alles Ausgeburten des Kommerz.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Borg,

      ich häng mal hier rein. Ganz so einfach, dass Rapper mit BS provoziert haben ist es nun nicht. Glaube ich Wikipedia, hat Kollegah ohne Vorlesungen besucht zu haben, zur Scheinfreiheit in Jura gebracht. Ich darf auch nach seinen Äusserungen in Richtung anderer annehmen. Der weiß was er tut. Und somit sucht da nicht nur jemand Beef, sondern haut revanchistische, antisemitische, homophobe, sexistische Haufen raus. Und da bin ich dann wieder bei Lady Bitch Ray, „Jungs, hört auf, eure Lines zu verharmlosen!“

      Und ich teile auch nicht die Meinung von Thomas Stein, das der Echo hier schlecht gemanaget wurde. Was haben die denn erwartet, nach den Freiwild Nomierungen. dem Theater um die Söhne Mannheims „Marionetten“ passieren würde. Das Echofass war schon randvoll. Und PC hat den Echo nicht gemeuchelt. Es war schlicht und ergreifend eine Jury, die einfach mal angenommen hat, och so ein bischen Beef, geht noch. Es ist ja nur ein Echo.

  4. Profilbild
    Balloo

    Ich habe zu solchen Dingen meine ganz eigene Meinung. Ich finde, jeglichen rassistischen Dingen gehört grundsätzlich eine solch große Bühne verwehrt. Das hat dann nichts mehr mit Unterhaltung zu tun, sondern fällt bei mir unter die Kategorie Volksverhetzung.
    Trotzdem, lasst die „Großen“ sich doch lobhudeln. Wer’s braucht…
    Sofern verschiedenste Genre berücksichtigt werden, ist da gar nichts gegen einzuwenden, meine Meinung. Und ich bin erwachsen genug, selber zu entscheiden, welche Musik ich mag oder nicht. Ob das dann zu einem Echo oder Grammy oder sonstwas passt, ist mir persönlich relativ egal.
    Schade nur, dass nicht mehr Menschen so denken und sich von der großen Maschinerie der Marktingstrategen beeinflussen lassen.
    Aber eigenes Denken und Handeln scheint wohl in der heutigen Zeit nicht mehr so gefragt zu sein? Jedenfalls kommt mir das so vor.
    Meinung ja, aber bitte ohne rassistische Stimmungsmache. Sonst sind wir dem nächsten Holocaust nicht mehr allzu fern. Die Vergangenheit hat leider immer wieder gezeigt, wo das letzten Endes hin führt.
    Was allerdings auch nicht heißen soll, dass so manche politischen Entscheidung mal sehr kritisch hinterfragt gehören…
    Jetzt bin ich mal auf Eure Antworten gespannt, genug Munition hab ich ja geliefert ;)

  5. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Wirkliche Probleme sehen anders aus, als das, was medial hierzulande hochgekocht wird. Übrigens auch in Israel derzeit. Dort seit Ende des letzten Monats 34 erschossene und 3000 Verletzte Palästinenser lt. Amnesty International. Solange dort der Konflikt brennt, wird der Ton gegenüber Juden, Zionisten und Israelis in der zum großen Teil mit Moslems besetzten Rap Szene in Europa mit Sicherheit nicht freundlicher. Der Schlüssel zum friedlichen Miteinander liegt nicht in der Musikindustrie, sondern in der Beilegung von Konflikten, die die „Nahrung“ für Hetzer jeglicher Couleur darstellen und Ressentiments fördern.

  6. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    „Das Gremium hatte die Ehrung vor allem mit den Verkaufszahlen gerechtfertigt, entschuldigte sich jedoch später dafür. Dies reichte jedoch nicht aus, um den vorzeitigen Verlass der Verleihung von einigen Musikstars zu verhindern.„

    Es handelte sich in dieser Sparte des Echo (im Gegensatz zu Jazz und Klassik mit einer Jury) um einen Preis, der sich rein nach Verkaufszahlen richtet. Deswegen musste er ja verliehen werden. Tja blöd wenn zwei so Dumpfbacken so viel verkaufen, und es dann so einigen nicht passt. Bin echt kein Fan von diesem Prollgehabe, aber das Problem liegt doch klar woanders und nicht beim Echo. Dass der Echo seit jeher eine eher peinliche Veranstaltung war, ist es umso besser, dass er von Bildfläche verschwindet.

  7. Profilbild
    tantris  

    Der Echo wurde aufgrund von Verkaufszahlen verliehen, mit einem Anspruch an Kunst oder Moral hatte er nichts zu tun. Nun konsumieren blöderweise zu viele Menschen Musik, die mit grenzwertigen Texten verknüpft ist. Das passt nicht in das Bild der „political correctness“. Anstatt zu fragen, warum so viele Menschen solche Musik unreflektiert hören, wird zur Lösung des Problem der Preis einfach abgeschafft. Totschweigen! Mehr fällt den Fanatikern der „political correctness“ leider nicht ein. Fanatiker waren mir schon immer ein Dorn im Auge – völlig gleichgültig, auf welcher Seite sie stehen.

    • Profilbild
      Filterpad  AHU

      @tantris: Sehr gut! Ersatz für den Echo ist übrigens meines Wissens nach geplant, sprich: Eine neuer Preis mit dazugehöriger Verleihung. Warten wir es ab…

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