Hersteller Report: Ensoniq

Die Firma ENSONIQ wurde 1982 von den ehemaligen Commodore-Mitarbeitern D. Bruce Crockett, Albert Charpentier und Robert Yannes in Amerika gegründet.

Sie hatten bei Commodore unter anderem bei der Entwicklung des C 64 zusammengearbeitet.

Das erste von ENSONIQ entwickelte Produkt war das „VCS Computing Device“, ein Zusatz für Atari Videospielgeräte, der dazu diente, diese Geräte als Personalcomputer zu benutzen.

1983 wandte sich die Firma der Musikelektronik zu und baute einen eigenen Soundchip. Im April 1984 führte ENSONIQ den „Drum-Key“ ein, ein Hard- und Softwarezusatz für den Apple II Computer, der diesen als Rhythmusmaschine nutzbar machte.

Im Dezember 1984 wurden die ersten „Mirage“ Samplekeyboards ausgeliefert. Damit war der erste Sampler mit einem Verkaufspreis unter 2.000,- US$ auf dem Markt.

Mirage Juli 85

1987 präsentierte Ensoniq der Welt den Synthesizer ESQ-1, einen Synthesizer, der sowohl digitale Grundwellenformen besaß (ganz nach dem Prinzip des ROLAND D-50, der kurz zuvor erschienen war), aber auch eine analoge Nachbearbeitung mit analogen Filtern  sowie einem integrierten Sequencer. Auch wenn KORG mit dem M1 1988 propagierte, die erste Workstation erfunden zu haben, so gebührt diese Auszeichnung in Wirklichkeit ENSONIQ mit dem ESQ-1.

In den Folgejahren gelang ENSONIQ immer wieder ein Achtungserfolg, z.B. mit der EPS -Sampler-Serie, dem Nachfolger des ESQ-1, dem SQ-80 oder schließlich 1989 mit dem VFX. Vor allem der Effektprozessor DP4 sorgte in der Branche für Aufsehen und wurde auch wirtschaftlich ein Erfolg, der später mit dem Nachfolger DP4+ in einer verbesserten Variante vorlag.

1993 folgten mit der Synthesizer-Serie TS-10 und TS-12 sowie mit der Sampler-Serie ASR die letzten Produkte unter eigener Regie, bevor ENSONIQ wie auch E-MU an Creative Labs verkauft wurde.

Das allerletzte „echte“ ENSONIQ-Produkt, der Synthesizer FIZMO, wurde bereits von CREATIVE LABS auf den Markt gebracht, da die Company zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr existierte.