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4damind

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Meine neusten Kommentare

Ich halte nicht sehr viel von Xils. Xavier Oudin hat bereits mit den ersten Emulationen bei Arturia gezeigt das er nicht unbedingt der grosse Experte ist was diesen Bereich anbelangt. Das können andere einfach besser. Obwohl ich nicht beurteilen kann wie gut die Polymoog Emulation ist, traue ich Xils da nicht sonderlich viel zu und deswegen würde es mich nicht wundern wenn Besitzer der Hardware auch diese Xils Emulation enttäuschend finden. Mittlerweile weiss man einfach welche Entwickler das Zeug haben sowas richtig gut zu machen und Xavier Oudin gehört meiner Meinung nach nicht dazu
Was ich so an Klangbeispielen gehört hatte, klang für mich im ersten Moment eher nach einer Orgel. Habe es mir dann mal selber installiert aber so richtig wollte der Funke da auch nicht überspringen. Schöne Flächen und Strings nach heutigem Geschmack kann das Teil nicht. Als Vintage Emu mit einem Sound dem man unbedingt haben muss, fällt es für mich auch durch. Vielleicht eher interessant für Leute die mal einen Polymoog hatten.
Einige Demos erinnerten mich schon sehr an die Eminent Orgel vom Grundklang. Liegt wahrscheinlich daran das eine ähnliche Technologie verwendet wurde. Ich kannte den Polymoog auch nur von dem typischen Sound von "Cars" (Gary Numan), der auch recht speziell ist. Klingt nicht nach Moog obwohl ein Moogfilter drinnen ist und nach bisschen rumspielen auch mit den Presets fand ich da nichts was so einen "wow, das isses" Effekt hätte. Wenn ein Synth mir nach den ersten 10 Minuten nicht zusagt, isses in der Regel dann auch nichts für mich. Beim Xils Polymoog ist das der Fall. Hat der vielleicht irgendwelche "Spezialitäten" die man vielleicht erst entdecken muss?
Das ganze Konzept soll ja bis zum Cloud Computing gehen. Das Piano was bei ist, hat eine lokale Installationsgröße von ca. 1 GB.. das komplette Piano hat 8 TB (!) und befindet sich in der Cloud. Leider ist die ganze Cloud Geschichte noch nicht fertig, Roland meinte was von August. Und es geht noch weiter, neben den gesampleten Instrumenten sollen wohl auch die emulierten in der Cloud berechnet werden können (für sehr hohe Qualität bzw. sehr hohe Sampleraten). Wie das genau dann mit den Stems funktioniere soll, wird man sehen. Leider sind die Plugins mies programmiert: Skalierung von Bitmaps mit verpixelter Schrift, extrem hohe Resourcenbelastung, kein richtiger Presetbrowser mit Filter, Kategorien etc. Die Kommentare in den Foren aber auch auf der Roland Cloud Facebook Seite sind nicht so sonderlich positiv. Roland muss erstmal die Hausaufgaben machen und die Plugins vernünftig programmieren inklusive einer skalierbaren GUI die auch professionell aussieht. Resourcenverbrauch muss einiges gesenkt werden. Ob die Benutzer letztlich überhaupt Cloud Computing wollen steht dabei auch nochmal auf einem anderen Blatt und hängt sehr davon ab wie das im Detail funktionieren wird.

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