Test: Artec, PMD 3-8, Monitorlautsprecher

4. November 2011

Für die Handtasche?

Der Artec PMD 3-8 bietet viel Leistung bei minimalen Maßen. Der Amazona-Test wird zeigen, ob die aktive Monitorbox trotz seiner Größe ein ernstzunehmendes Arbeitsgerät ist.

Das Äußere und das Innere

Passt in (fast) jede Handtasche

Passt in (fast) jede Handtasche

Nach dem Auspacken des auffällig kleinen Aktiv-Böxchens wurde schnell klar, dass es sich zwar auch aber eben nicht nur um einen reinen Gitarrenverstärker handelt. Versenkt eingebaut finden wir am PMD 3-8 ein kleines Mischpult mit drei Eingängen, an welches so gut wie jedes Instrument einen Anschluss findet: Vom XLR-Mikrofoneingang über Klinke bis zu den zwei Cinch-Buchsen ist alles Gängige da, einen Miniklinken-Eingang für den MP3-Player hätte ich mir dennoch gut zusätzlich vorstellen können, so braucht es eben ein Adapterkabel. Der stereophon ausgelegte Cinch-Eingang fasst die Signale sinnvollerweise intern zu einem Monosignal zusammen, einer der beiden Klinkeneingänge ist für hochohmige Signale wie E-Gitarre/E-Bass ausgelegt.

Alles da, was wichtig ist

Alles da, was wichtig ist

Als Besonderheit lässt sich die kleine Monitorbox auch mit 10 Mignon-Batterien betreiben, was auch einen Outdoor-Einsatz denkbar macht. Wer dies öfters machen will, sollte sich aber Akkus dieser Größe anschaffen, sonst wird es teuer. Befeuert wird die Kleine durch eine 20 Watt Class D-Endstufe, als Tieftöner tut ein 8-Zöller Dienst, die Höhen übernimmt ein 1-zölliger Tweeter.

Wie klingt die PMD 3-8?

Klanglich war ich positiv überrascht: Das Zwergerl setzt sich gut durch und kann eine erstaunliche Lautstärke entwickeln, klingt dabei aber immer sehr „smooth“. Die Einsatzfrequenzen der Bass- und Höhenregler (180 Hz/2 kHz) sind bezüglich des möglichen Wiedergabespektrums der Box praxisgerecht gewählt und erlauben eine insgesamt gute Abstimmung auf die örtlichen Gegebenheiten sowie den persönlichen Geschmack. Aggressiver Sound ist so die Sache nicht der PMD 3, sie klingt immer eher unaufdringlich und angenehm, was mir persönlich gut gefällt. 

Was besonders auffiel

Das kleine Mischpult hat pro Kanal einen richtigen Gainregler und zusätzlich einen Lautstärkesteller, welcher dann noch auf einen Gesamtsummenregler läuft. Über einen Line Out lässt sich das Summensignal auf ein weiteres Gerät ausspielen oder auch eine zweite PMD 3-8 anschließen. Zudem findet sich wie schon erwähnt ein zweibandiger EQ in jedem Kanal, in Anbetracht des wirklich sehr günstigen Preises eine umfangreiche Ausstattung.

Die Potis sind zwar nicht gekontert, aber dennoch sehr sauber eingepasst. Da habe ich bei teureren Produkten schon Schlechteres gesehen.

Das Eigenrauschen dieser Aktivbox ist erfreulich niedrig, solange man die Gain-Regler nicht über die 2-Uhr-Markierung aufdreht. Darüber rauscht es dann schon merklich und macht deutlich, dass man für wenig Geld eben nicht alles haben kann.

Forum

Es sind momentan noch keine Kommentare für diesen Artikel vorhanden.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.