Test: DigiTech, Whammy 4, Effektgerät

20. Januar 2010

DigiTech Whammy 4

Erst knapp fünfzehn Jahre auf dem Markt und schon ein Klassiker! Was denn, nach nur 1,5 Dekaden der Ritterschlag des Unvergänglichen (sofern es diese Klassifikation in der Pop Rock-Sparte überhaupt gibt …)?
Nun, wenn man es tatsächlich schafft, gerade in dem schon damals bis zum Stehkragen mit Zerr-, Modulations- und Raumeffekten gesättigten FX-Pedal Markt einen wirklich NEUEN Effekt zu etablieren, gebührt einem tatsächlich eine Menge Ehrerbietung, auch von der Konkurrenz.

Die Rede ist vom Digitech Whammy Pedal, einem Effekt, den man sich audiophil erst erarbeiten muss, da er zwar ungemein plastisch daher kommt, vom unbedarften Zuhörer jedoch zunächst in der Fingerfertigkeit des Künstlers vermutet wird.
Tausende von Gitarristen zerbrachen sich anno 1992 die Köpfe, wie es Tom Morello von RAGE AGAINST THE MACHINE schaffte, mit seiner ohnehin exaltierten Gitarrenarbeit in Griffbretthöhen vorzustoßen, welche dem Bereich oberhalb des (theoretischen) dreißigsten Bundes nahe kamen, ohne einen Bottleneck oder andere offensichtliche Hilfsmittel zu benutzen. Erst das genau Hinhören und die handwerklich unlösbare Umsetzbarkeit der Aktion auf dem Griffbrett lassen den ambitionierten Musiker erkennen, dass hier ein Effektpedal mit im Spiel sein muss. Selbiges Produkt hört auf den Namen Whammy Pedal und schlug seiner Zeit ein wie eine Granate. Mittlerweile hat die zur Harman Group gehörende Firma DigiTech das Whammy Pedal in der Version 4 auf dem Markt gebracht, wobei das Produkt in Sachen Flexibilität gegenüber seinem Großvater noch ein paar Lagen zulegt.

Obwohl in den USA beheimatet, wird auch das DigiTech Whammy Pedal 4 in China zusammengebaut, um die Lohnkosten niedrig zu halten.

-- Das Digitech Whammy 4 --

— Das Digitech Whammy 4 —

Konstruktion

Das knallrote Pedal erscheint in einer sehr massiven Bauweise und verfügt aufgrund seiner 1,6 kg Gewicht und vier Gummifüßen, welche eine sehr gute „Klebrigkeit“ auf glatten Flächen an den Tag legen, über eine hervorragende Standfestigkeit.
Eine robuste Wippe mit einer griffigen Auflage und ein trittfester True Bypass-Schalter vermitteln ebenfalls hohes Vertrauen in Sachen Langlebigkeit.
Das Gerät wird im Normalfall als erstes Glied zwischen Gitarre und Verstärkereingang noch vor einem eventuell benutzten Verzerrer in der Signalkette platziert und verfügt über einen Eingang und zwei Ausgänge (DRY und WET ADDED).
Der WET-Ausgang wird mit dem Amp, respektive weiteren Tretminen verbunden, der DRY-Out kann bei Bedarf einem Tuner zugeführt werden. Dies ist eine schöne Detaillösung, so kann man im Zweifelsfall auch „minderwertigere“ Tuner für den Live-Einsatz benutzen, welche sich im Normalbetrieb aufgrund der klanglichen Einbußen mit ihrer Elektronik nicht im Haupt-Signalweg befinden sollten.

Klangbeispiele
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