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Test: LD Systems LD Revolver 15

(ID: 2146)

Konstruktion

Die Tage des Holzes sind gezählt, zumindest wenn es sich um den Markt der Gesangsanlagen handelt. Wer wie ich in frühen Jahren passive Zeck 15/3er auf Hochstative wuchten durfte, wird diese Entwicklung begrüßen, wissen die neuen Kunststoff-Mischungen doch durch geringes Eigengewicht und vergleichsweise hohe Steifheit ähnliche Widerstandsfähigkeit an den Tag zu legen wie damalige Schichtholz-Lösungen.

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So gelangt auch diese Konstruktion in zwei grobnarbigen Kunststoff-Wannen, die im vorderen Bereich der Box zusammengefügt sind, zur Auslieferung. Das Produkt verfügt über die Gehäuseabmessungen von 73 cm x 49 cm x 40 cm und über ein Gesamtgewicht von 20,1 Kilogramm. Für die gebotenen Leistungsdaten ein guter Wert, jedoch benötigt man immer noch jede Menge Manpower, um besagte Konstruktion auf den Hochständer zu hieven.

Bei der LD Systems 15 handelt es sich um eine aktive Zweiwege Box. Leistungstechnisch generiert das Produkt aus einer Class D Endstufe 450 Watt RMS mit einem Peak von 450 Watt, wobei ein 15 Zoll Basslautsprecher und ein 1 Zoll Hochtontreiber mit einem 60 X 120 Grad Hornaufsatz zum Einsatz kommen. Die Konstruktion ist als Bassreflex ausgeführt, die Ausgangsöffnungen befinden sich jeweils rechts/links unterhalb und kreisförmig oberhalb des rückseitig eingebauten Basslautsprechers.

Wie auch bei vielen seiner Mitkonkurrenten reicht das Einsatzgebiet des Produktes aufgrund seiner Trapezform von der klassischen Gesangsanlage über den Floormonitor-Betrieb bis hin zur vollwertigen Club-P.A. bei entsprechendem Daisy-Chain Betrieb mehrerer Einzelkomponenten. Bei moderater Spielweise geht die Konstruktion sogar noch als Drumfill durch.

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Transporttechnisch verfügt das Produkt über zwei Griffe an der Ober- und Außenseite. Für einen problemlosen Transport inklusive des Platzierens auf einem Hochständer fehlt meines Erachtens eine Griffmulde auf der gegenüberliegenden Seite. Für den durchschnittlichen Einsatz genügen jedoch die gebotenen Griffe. Für eine bessere Griffigkeit wurden beide Griffe mit Hartgummi umwickelt, der zwar die Handhabung unterstützt, jedoch leider (noch) über starke Ausdünstungen von Lösungsmitteln verfügte, sprich die Hände riechen recht streng, nachdem man in Kontakt mit dem Kunststoff gekommen ist.

Die Konstruktion verfügt über je vier Stapel-Ausbuchtungen auf der Ober- und Unterseite, die im Rahmen einer einfachen Stapelung den Ansprüchen genügen. Um echte Steifheit zu gewährleisten, muss man jedoch auf jeden Fall Spannriemen zum Einsatz kommen lassen. Für den Hochständer-Betrieb verfügt die Box über den handelsüblichen Flansch auf der Unterseite des Gehäuses.

Alle Regelmöglichkeiten der Endstufen-Sektion befinden sich auf der Rückseite des Gehäuses. Als Besonderheit gestaltet sich die Input Sektion, die neben einem XLR- und Cinch -nput ebenfalls einen separaten Mikrofon XL- Eingang aufweist, wobei beide separat in ihrer Lautstärke über einen individuellen Gain-Regler verwaltet werden. Die Gesamtlautstärke wird mit einem Mastervolume geregelt. Alle anliegenden Signale werden zusätzlich über eine Dreiband-Klangregelung geschickt, bestehend aus Treble- und Bass-Shelving mit zusätzlicher festen Mittenfrequenz, allesamt in +/- 12 dB regelbar. Die Frequenzen, bei denen die Filter greifen, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Für den Daisy-Chain Betrieb steht als Output eine XLR- und eine Klinkenbuchse zur Auswahl, was den normalen Ansprüchen absolut genügt. Neben einem schaltbaren Ground-Lift und dem On/Off-Schalter befindet sich ein hübsches Detail am mitgelieferten Kaltgeräte-Stecker. Der Stecker ist verriegelbar und beugt dadurch dem unbeabsichtigten Herausrutschen des Netzkabels vor, ein Punkt, der insbesondere im Hochständerbetrieb immer wieder zu Problemen führt.

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