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Test: Mackie ShowBox, akkubetriebene All-in-one-Beschallungsanlage

Darf es etwas mehr sein?

21. März 2024
Test: Mackie ShowBox akkubetriebene All-in-One Anlage

Musik hören ohne Netzanschluss: Mit der Mackie ShowBox ist das überall möglich

Straßenmusiker, Solokünstler und kleine Bands aufgepasst. Der amerikanische Hersteller Mackie schickt sich an, eine Komplettlösung in Sachen Beschallung für Live-Musiker zu bieten. Ganz neu im Programm ist die Mackie ShowBox. Und die wird als eine All-in-one-Beschallungsanlage mit Akkubetrieb ausgelobt. Sie vereint gleich mehrere Disziplinen und bietet dadurch Flexibilität: kompakte PA, Amp für Akustikgitarre, 6-Kanal-Mixer, Effekt-Rack und USB-C-Interface. Aber das ist noch nicht alles. Dazu kommen noch Looper, Tuner, Aufnahmemöglichkeit, Bluetooth-Streaming und bis zu zwölf Stunden Spielzeit dank austauschbarem Lithium-Ionen Akku.

Hört sich das nicht klasse an? In diesem Testbericht gehe ich der Sache auf den Grund. Ist die Mackie ShowBox tatsächlich die perfekte Lösung für Live-Musiker und was bedeutet am Ende All-in-one-Beschallungsanlage? Oder gibt es vielleicht doch irgendwelche Haken? Ich bin gespannt, ihr doch sicher auch.

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Mackie ShowBox mit Breakaway Mixer

Zwei erste Überraschungen erwarten mich direkt beim Befreien der Mackie SchowBox aus der Verpackung. Neben dem Aktivlautsprecher mit passendem Netzkabel (auch zum Aufladen des Akkus) fallen mir ein knallgrünes CAT 5 Netzwerkkabel sowie eine Halterung aus Kunststoff in die Hände. Jetzt kommt ein weiterer Clou. Die ShowBox bietet, im Gegensatz zu vielen Wettbewerberin in diesem Segment, ein abtrennbares Mischpult (Mackie nennt das Breakaway Mixer). Und genau das kann mit dieser Halterung ohne weitere Hilfsmittel am Mikrostativ befestigt werden. Die Verbindung zum Lautsprecher erfolgt durch das CAT 5 Kabel mit Gewebemantel. Dazu später mehr, richten wir die Aufmerksamkeit zunächst auf die ShowBox.

Mackie Showbox von hinten

Die Mackie ShowBox mit ihren Bedienelementen und Anschlüssen

Der Aktivlautsprecher kommt mit einem Multifunktionsgehäuse aus Kunststoff, das in der aufrecht stehenden Position leicht nach hinten geneigt ist. Mit dem gut ausgeführten Griff an der Oberseite ist es einfach, den 9,5 kg schweren Lautsprecher, Abmessungen 500 x 300 x 249 mm (H x B x T) zu hantieren. Sämtliche Anschlüsse und einige Bedienelemente sind auf der Rückseite zu finden. Nicht zu übersehen ist dort eine grün umrandete Drucktaste mit der Aufschrift „PUSH TO RELEASE“. Damit lässt sich das seitlich eingeschobene Mischpult (beim Betrieb der ShowBox beleuchtet) lösen, um in bequemer Reichweite auf seinen Einsatz zu warten, zum Beispiel mit der Halterung am Mikrostativ in Position gebracht.

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Wird die Mackie ShowBox im Monitorwinkel (45°) auf ihre rutschfesten Gummischienen gelegt, kommt man selbst beim eingebauten Zustand hervorragend an die Bedienelemente im Mischpult heran, ohne sich dabei den Hals zu verrenken.

Mackie Showbox Monitor

Die Mackie ShowBox als Bodenmonitor

An der Frontseite schützt ein stabiles Metallgitter mit Hinterspannung die verbauten Lautsprecher (8” Tieftöner, 1″ Kompressionstreiber). Oben und unten gibt es vorne jeweils einen grünen LED-Streifen (ein- und ausschaltbar), das Mackie Logo ist mittig angebracht. Für die Ästheten: Der Running Man im Zentrum des Logos lässt sich drehen, sodass auch in Monitorposition das stilisierte Männchen nicht verdreht ist.

Was ist mit Hochständermontage? Keine Frage, auch das ist kein Problem. An der Unterseite wartet der obligatorische Flansch für die Montage der Showbox auf dem Stativ.

Technische Details zur Mackie ShowBox

Die Frequenzgänge sind wie folgt angegeben: 48 Hz bis 20 kHz (-10 dB); 55 Hz bis 20 kHz (-3 dB). Als Systemleistung verspricht Mackie 400 W peak. Diese teilen sich auf in 350 W für die Bässe und 50 W für den Hochtonbereich. Der Abstrahlwinkel beträgt 90° x 60° und der maximale Schalldruck soll 122 dB erreichen. Mit einer Trennung bei 1,8 kHz sorgt die Frequenzweiche dafür, dass die beiden Treiber in passenden Bereichen arbeiten.

Bluetooth ist in der Version 5.1 verbaut, der USB-C-Anschluss 2×2 zum Senden und Empfangen liegt in der Version 3.1 vor.

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Aufladbares Kraftpaket liefert der ShowBox Energie

Der austauschbare Lithium-Ionen Akku liefert 5200 mAh, 14,8 V. Damit soll eine Laufzeit von bis zu zwölf Stunden möglich sein, bevor es wieder an die nächste Steckdose geht. Geladen werden kann auch im laufenden Betrieb. Dann dauert es bei leerem Akku im Betrieb gut vier Stunden, bis die volle Kapazität erreicht ist. Parkt der Lautsprecher untätig am Ladekabel, kann bereits nach drei Stunden wieder die Post abgehen. Ist das Kraftpaket voll geladen, leuchtet die rückseitige Ladekontrolle permanent, ansonsten erinnert sie durch blinken, dass noch etwas Geduld bis zur vollen Ladung angebracht ist. Batteriekontrolle ist übrigens auch am herausnehmbaren Breakaway-Mixer möglich.

Das Batteriefach ist von der Unterseite zugängig. Auf Werkzeug zum Öffnen des Fachs kann getrost verzichtet werden. Eine einfache Geldmünze reicht aus, um die beiden Schrauben im Deckel zu lockern. Das Herausziehen des Akkus ist dank seitlicher Aussparungen einfach. Der Akku bietet eine separate Ladekontrolle und kann mit einem externen Ladegerät im ausgebauten Zustand geladen werden. Interessant, wenn mehrere Akkus eingesetzt werden.

Geöffnetes Batteriefach

Das Batteriefach ist geöffnet, der Akku ist herausgenommen und nicht im Bild

Eingänge der Mackie ShowBox

Es gibt sechs Kanäle. Zwei XLR-Eingänge für Mikrofone (1 und 3), zweimal 6,35 mm TRS (2 und 4), permanent Hi-Z geschaltet für Instrumente, und zwei 6,35 mm TRS für Stereo-Signale (5 und 6) wie Keyboards oder andere Geräte mit Line Level. Eine zusätzliche 3,5 mm (Aux) TRS Buchse und Bluetooth sind ebenfalls für Zuspieler nutzbar.

Als große Klinkenbuchsen ausgeführt sind auch der Kopfhörerausgang (regelbar am Mixer), der Einschleifweg für externe Effekte (regelbar am Mixer) und die Buchse für den optionalen Fußschalter (kontrolliert Effekte und Looper). Der Gesamtmix lässt sich über einen XLR-Ausgang weiterleiten.

Neben dem Netzanschluss mit Ein/Aus-Schalter gibt es auf der Rückseite noch eine Reihe von Kontrollen. Im oberen Bereich notieren wir vier Drucktasten, die bei Aktivierung grün leuchten. Hier lassen sich die frontseitigen LED-Streifen ein- oder ausschalten und die automatische Feedback-Kontrolle (acht Filter) aktivieren. Der Schalter für den Outdoor-Mode hebt bestimmte Frequenzen zur Klangverbesserung an und der PA-Mode-Button bietet eine unterschiedliche Abstimmung. Wird er nicht gedrückt, optimiert die Mackie Showbox das klangliche Verhalten für Live-Musiker, indem besondere Klarheit in den Gesang und den Sound der Gitarre gelegt wird. Ist PA-Mode aktiviert, wird der Lautsprecher optimal vorbereitet, um produzierte Musik zu verstärken.

Mackie Showbox von hinten

So sieht die Mackie ShowBox von hinten aus

Das 2×2 Interface (24 Bit/48 kHz) mit dem USB-C Anschluss ermöglicht direkte Aufnahmen (Stereo-Mischung aller Kanäle inkl. Bluetooth) in Richtung Computer oder Smartphone. Umgekehrt geht es ebenfalls, wenn der Computer oder das Smartphone als Zuspieler eingesetzt werden sollen.

Möchte man seine Show direkt aufzeichnen, so bietet Mackie auch hier eine gute Lösung. Mit einer microSD-Karte gefüttert, wird die Showbox zum einfach zu bedienenden Recorder. Der komplette Mix mit Bluetooth und sogar noch der Effekt-Send können in Stereo auf den kleinen Datenträger gebannt werden. Die Aufnahmen sind im WAV-Format mit 24 Bit/48 kHz.

Der Breakaway Mixer ist immer beleuchtet

Nun löse ich das kompakte Mischpult vom Lautsprecher und stelle die Verbindung mit dem 5 m langen CAT Kabel her. Cool, der Mixer ist auch jetzt noch beleuchtet.

Mischpult der Mackie Showbox

Der kompakte Breakaway Mixer

Fünf Tasten am Breakaway Mixer sind den Kanälen (1 bis 5/6) zugeordnet. Unabhängig voneinander lassen sich hier Lautstärke und Gain sowie die 3-Band-Klangregelung einstellen. Letztere jeweils +/-15 dB bei 80 Hz, 2,5 kHz und 12 kHz. Eine Besonderheit kommt der Gain-Einstellung zu, die auf Wunsch als Auto-Gain die Vorverstärkung übernimmt. Die Kanäle 1 bis 4 bieten jeweils einen Kompressor, der leicht zu bedienen ist und das Material verdichtet.

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Bose S1 Pro Plus
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Die beiden Effekt-Engines FX1 und FX2 (vier Insert-Effekte, zwei Send-Effekte) lassen die Sounds ordentlich aufpolieren. Neben unterschiedenen Hallräumen gibt es Delays, Modulationseffekte (Chorus, Flanger, Phaser …), Overdrive, Fuzz, Crunch, bis hin zur Simulation akustischer Gitarren, um Stromgitarren andere Sounds einzuhauchen. Die gewünschten Effekte FX1 können für die Kanäle 1 bis 4 unterschiedlich gewählt werden und sind perfekt am beleuchteten Display abzulesen. Wird FX2 benutzt, teilen sich die Kanäle 1 und 3 sowie 2 und 4 den gewählten Effekt.

Mackie Showbox mit CAT 5 Kabel verbunden

Die Verbindung mit dem Breakaway Mixer steht

Sollen Sounds und/oder Einstellungen schnell gewechselt werden, ist auch das eine Sache von Sekunden. Sämtliche Einstellungen der Mackie ShowBox können in bis zu fünf Snapshots gespeichert werden und lassen sich jederzeit wieder in das elektronische Gedächtnis laden.

Spätestens durch KT Tunstall und Ed Sheeran ist der Looper in aller Munde. Und nicht nur für jeden Solisten erweitert er als klangliche Bereicherung die Performance. Alles, was man sich von einem ordentlichen Looper wünscht, findet sich auch in der ShowBox. Bis zu fünf Minuten Aufnahme und Wiedergabe (inklusive unbegrenzter Anzahl an Overdubs) in Mono sind hier möglich. Und das mit einem Tastendruck im Breakaway Mixer und mit regelbarer Lautstärke für die Wiedergabe.

Der Pegel am Kopfhörerausgang lässt sich bequem vom Mischpult regeln. So fällt es leicht, ein kabelgebundenes In-Ear-Monitoring-System für sich zu realisieren, wenn der Mixer am Mikrostativ befestigt ist. Und dass es einen Master-Lautstärkeregler inklusive Mute-Funktion gibt, versteht sich von selbst.

Mackie Showbox im Umfeld

Erfreulich für die „Saitenfraktion“, die Mackie Showbox bietet einen integrierten Tuner. Sollen Smartphone oder Tablet beim Gig mit Energie versorgt werden, übernimmt das der USB-C-Anschluss am Mischpult.

Wie klingt die Mackie ShowBox denn jetzt?

Nach dem Einschalten der Aktivbox will sich die Mackie Showbox direkt mit meinem Smartphone verbinden. Das klappt auf Anhieb und per Bluetooth laufen via YouTube die ersten Songs. Das Mischpult ist zunächst noch an der Box befestigt. Für bequemeres Arbeiten nutze ich die CAT 5 Verbindung, der Breakaway Mixer liegt jetzt vor mir. Übrigens, falls das grüne Verbindungskabel nicht ausreichen sollte, kann hier jedes andere CAT 5 Kabel eingesetzt werden.

Um dem Klang auf die Spur zu kommen, gehe ich unterschiedliche Wege.

Produzierte Musik klingt mit neutraler Klangeinstellung auf Anhieb gut. Erwarten darf man natürlich kein super tiefes Bassgewitter. Ein 8 Zoll Woofer ist ein 8 Zoll Woofer und keine Tieftonmaschine. Dennoch, dass was jetzt aus den Lautsprechern schallt, kann sich mit gutem Bassfundament und klaren Höhen wirklich hören lassen. Außerdem gibt es ja noch die 3-Band-Klangregelung, die mit ihren Filterkurven (Shelf bei Bässen und Höhen, Bell für die Mitten) erhebliche Eingriffsmöglichkeiten in das tonale Spektrum ermöglicht.

Offene Schallwand

Die Schallwand mit den beiden Treibern, gut zu sehen ist das Horn beim Hochtöner

Der Sprach- und Gesangstest mit meinem SM58 liefert ebenfalls transparente Klänge ohne Wummern in den Bässen. Jetzt hebe ich die Höhen noch leicht an und schon passt der Sound. Der Kompressor verdichtet gut und erhöht die Lautstärke. Im Bereich der Effekte klingen für die Stimme Plattenhall und Räume sehr gut. Die Kombination von FX1 und FX2 liefert mir mit Delay und Reverb eine gute Möglichkeit, die ich dann noch individualisieren kann. Schließlich gibt es im FX2 ja auch noch das fest eingestellte Preset Delay + Reverb.

Mit der E-Gitarre in Kanal 2 überlasse ich die Gain-Einstellung nun der Automatik. Das funktioniert tadellos. Grundsätzlich ist diese Auto-Funktion eine gute Sache, die unerfahrenen Anwendern auf Anhieb gute Lösungen anbietet. Bei hohen Kompressor Einstellungen ist jetzt gut zu hören, wie die Anschlagdynamik reduziert wird und im Gegenzug das Ausklingen der Töne verlängert ist. Eine funky Spielweise mit Singlecoils und leichter Anhebung der hohen Frequenzen macht Spaß. Die Modulationseffekte wie Chorus, Flanger, Phaser liefern ebenfalls gut ab. Es macht richtig Laune, Playbacks aus YouTube per Bluetooth einzuspielen und dazu zu jammen.

Das Preset Overdrive will mich nicht so recht überzeugen, wäre aber zur Not eine Option. Mit Humbuckern geht es sogar und das Preset Crunch im Kombination mit einem Flanger oder Tremolo ist nicht einmal schlecht. Bisher habe ich aber auch noch keinen Multieffekt-Prozessor (in Mischpulten) ausmachen können, der mir überzeugende Gitarrensounds im verzerrten Bereich liefern konnte. Kennt ihr hier gute Lösungen? Schreibt es in die Kommentare.

Der Tuner arbeitet präzise und lässt sich auch dank der Beleuchtung gut ablesen.

Während der Testläufe wechselt die LED-Batteriekontrolle im Mixer auf Gelb. Die ist über dem Mastervolume angebracht und dadurch so gut wie nicht zu übersehen. Hier gibt es drei Modi: Grün, Gelb, Rot = weniger als 5 % Ladung).

Akku der Showbox

Das ist der Akku der Mackie ShowBox

Die vom Hersteller angegebene maximale Akkulaufzeit habe ich nicht nachgemessen, weil das für mich nicht notwendig ist. Wer benutzt einen Akkulautsprecher, ohne zwischendurch aufzuladen so lange, bis die Kraftreserven am Ende sind? Ich nicht! Bei meinen Tests, die über mehrere Tage liefen, reichte eine vollständige Ladung aus.

Mit dem Looper muss ich mich etwas länger beschäftigen. Er hat ja nur einen einzigen Knopf zur Bedienung. Nach Lektüre der Online-Bedienungsanleitung klappt auch das ganz gut und meine kleine Jam-Session mit mir selber beflügelt mich mit immer neuen Ideen. Mit dem optional erhältlichen Fußschalter wird die Bedienung des Loopers bestimmt einfacher, da in diesem Fall die Finger an der Gitarre bleiben können.

Die Integration der Mackie ShowBox in meine DAW Cubase funktioniert übrigens anstandslos.

Darstellung einiger Frequenzgänge durch Messungen

Vorab gesagt: Ich benutze gutes Equipment, führe die Messungen aber in einem normalen Raum durch und nicht in einer speziellen Absorberkammer (Anechoic chamber). Das Messmikrofon ist in 10 cm Abstand zum Frontgitter angebracht, etwas oberhalb der Lautsprechermitte. Zur Messung setze ich sogenannte Sweeps ein, die das Spektrum von 20 Hz bis 20 kHz abdecken. Anschließend werden die Messkurven psychoakustisch geglättet, also so, wie das menschliche Ohr die Frequenzgänge wahrnehmen würde.

Messung mackie ShowBox

Die blaue Kurve zeigt den gemessenen Frequenzgang im Standard Mode, die zweite Messkurve zeigt den gemessenen Frequenzgang im PA Mode. Die EQ Einstellungen sind jeweils linear

Messkurve Mackie Showbox

Die blaue Messkurve zeigt hier wieder den Frequenzgang im Standard Mode, bei der zweiten Messkurve sind Bässe und Höhen jeweils um 15 dB abgesenkt

Peter Ludl gehört als Musiker zur Zielgruppe :-)

Die Mackie ShowBox ist wie geschaffen für mich. Neben meiner Band habe ich ja noch mein Akustik-Duo und ein Soloprojekt. Bald beginnt wieder die Open-Air-Saison, bei der auch ich wieder in Sachen Musik unterwegs sein werde. Dann wäre der zur Mackie Showbox erhältliche Rucksack bestimmt eine klasse Option. Er nimmt schließlich nicht nur den Lautsprecher auf, sondern auch eine Menge Zubehör. Damit wäre der Transport und der Fußweg zum Gig bestimmt deutlich erleichtert. Leider gab es zu Zeiten dieses Testberichts keine Möglichkeit für mich, die ShowBox im Live-Umfeld zu testen. Was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht kann ich euch in einem späteren Testbericht meine Erfahrungen „on the road“ beim Auftritt mit der Mackie ShowBox mitteilen – also bleibt am Ball, ich melde mich!

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Fazit

Am Ende will ich meine Eingangsfrage beantworten: Ja, für mich ist die Mackie ShowBox tatsächlich die perfekte Lösung für Live-Musiker, einzeln oder im Team. Sie ist eine All-in-one-Beschallungsanlage, die ich in dieser Form noch nicht kennengelernt habe. Eingänge für Mikrofone, Gitarren (Hi-Z), Keyboards, abtrennbares und beleuchtetes Mischpult, Akkubetrieb mit langer Laufzeit, viele Effekte an Bord, Aufnahmemöglichkeit auf microSD, Audiointerface zur Einbindung in die DAW, Bluetooth, Tuner, bequem zu tragen … die Liste ist noch länger. Diese Komplettausstattung in Kombination mit hervorragender Verarbeitung und gutem Sound ist für mich bis jetzt konkurrenzlos und verdient daher von mir das Prädikat Best Buy.

Plus

  • Verarbeitung
  • Klang
  • Akkubetrieb
  • Breakaway Mixer
  • Hi-Z Eingänge
  • gute Effekte
  • Bluetooth
  • USB-C- und microSD-Anschluss
  • Looper
  • Tuner
  • Multifunktionsgehäuse

Preis

  • 799,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Findus

    Informativer Bericht! Folgende Nachfragen: Wie ist die Latenz über Bluetooth, z.B. wenn über das iPad AUM-Instrumente zugespielt werden sollen? Der USB-C Anschluss kann also auch als Audio – Interface für z.B. iPad AUM-Instrumente verwendet werden? Sind die beiden Effekte auch für die Stereo-Keyboard Eingänge 5+6 einsetzbar? Kann die ShowBox zu einem Stereo-Setup ergänzt werden? Gruss M

    • Profilbild
      p.ludl RED

      @Findus Zum Thema iPad kann ich leider nichts sagen. Zu einem Stereo-Setup kann nicht ergänzt werden. Die Effekte lassen sich in den Kanälen 1-4 anwenden, also nicht im Stereo-Eingang.

  2. Profilbild
    Jan Steiger RED

    Feines Teil, ich hab’ gerade eine an eine befreundete Singer/Songwriterin vermittelt. Da können wir dann Praxiserfahrungen rauskitzeln 😜

  3. Profilbild
    LostSongs

    In diesem Preisbereich befinden sich ja auch die sehr erfolgreichen Bose S1 pro plus und die EV Everse 8. Mich würde interessieren, was genau die Mackie besser macht? Okay, sie hat einen Looper, aber da würde ich eh meine Boss RC 500 nutzen, die auch Batteriebetrieb kann.
    (Sehr hilfreich fände ich mal eine Vorteile-Nachteile-Aufstellung der führenden Akku-PAs)

    • Profilbild
      p.ludl RED

      @LostSongs Für mich ist es die Gesamtheit. Und ja, eine Pros und Cons Gegenüberstellung der am Markt erhältlichen Akku-PAs ist sicher gut. Vielleicht können wir so etwas später einmal realisieren.

    • Profilbild
      Lucky Lutz

      @LostSongs Insbesondere hat die Mackie im Gegensatz zu nahezu allen Wettbewerbern endlich eine ausreichende Anzahl an Eingängen, für mehr als eine/n Musiker/in. Das ist zumindest für mich der entscheidende Punkt der dafür sorgen wird, dass ich bald auf den Bestell-Knopf drücken werde.

      Wenn man mehr Eingänge für seine Bose S1 o.ä. benötigt, hat man schnell Trauer, denn das Angebot an Batterie-betriebenen Mixern ist nahezu Null. Und man hat wieder ein Gerät mehr mitzuschleppen, was ja nicht Sinn der Sache ist.

      Dass der Mixer abgesetzt werden kann ist natürlich auch sehr fein. Ich persönlich habe keine Lust auf Handy-App mit Touch Bedienung.

      Es gibt als schon einige gute Gründe für das Teil, die beim Wettbewerb nicht zu finden sind.

      Eine Gegenüberstellung wäre aber auf jeden Fall eine feine Sache.

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