Test: Nocs NS900 Live, DJ-Kopfhörer

22. Mai 2014

Professionalität in schlankem Design

NOCS NS900 LiveBereits im Februar stellte die schwedische Firma Nocs mit dem Nocs NS900 Live einen neuen Spieler auf die Bühne der professionellen DJ-Kopfhörer.

Produkte aus dem hohen Norden erscheinen in den letzten Jahren häufiger im klassischen und schlichten Design, man denke nur an AIAIAI aus Dänemark oder Urbanears, ebenso aus Schweden. Gute Verarbeitung sowie Qualität, schlichtes Design fernab von großen Logos oder Design-Feinheiten sind sicherlich nennenswerte Markenzeichen.

Nocs NS900 Live

Konzipiert für den Markt der professionellen DJs, bietet der NS900 jedoch auch Funktionalität für den alltäglichen Gebrauch. Über 24 Monate soll die Entwicklung gedauert haben, so das Statement der Firma Nocs. Hierbei sollen viele persönliche Einflüsse in die Entwicklungsphase gefunden haben, sei es hinsichtlich Material, Klangbild wie auch Handling.

Der Nocs NS900 Live erinnert in der Tat ein wenig an den Sennheiser HD25, denn auch das Modell aus dem Hause Nocs ist modular aufgebaut. Ebenso handelt es sich um ein ohraufliegendes Modell, dessen Kopfhörerkapseln von der Form auch stark an den Sennheiser HD25 erinnern.

Mit einem Preis von 269,- Euro (UVP) und einem Straßenpreis von 249,- Euro spielt der NS900 jedoch in einer anderen Liga und muss sich eher mit dem neuen Sennheiser HD7 beziehungsweise HD8 oder einem Pioneer HDJ2000 messen, denn mit einem HD25 oder einem AIAIAI TMA-1, die bereits deutlich unter 200,- Euro zu erwerben sind.

Der Nocs NS900 kommt wohlverpackt in einem schönen Pappkarton. Hier verbergen sich sowohl der Kopfhörer wie auch das Zubehör, in diesem Fall insgesamt drei Kabel sowie eine Stofftasche zum Transport, eine Bedienungsanleitung (mit einem deutschen Teil) sowie ein Adapterstecker von 3,5 auf 6,3 mm Klinke.

Nocs NS900 Live

Der Kopfhörer selbst erscheint wie erwartet in einem sehr minimalistischen, schlanken Design. Getragen werden die beiden Kapseln von einem teils mit gummiertem Kunststoff verkleideten Metallbügel. Der Metallbügel selbst ist aus einem Stück, gute 20 mm breit, knapp über 1 mm stark und sehr flexibel. An den Unterseiten befinden sich längliche Aussparungen, an denen anhand von sandgestrahlten Aluminiumschrauben die beiden Kapseln befestigt sind. Die ovale Form in Kombination mit der Schraube ermöglicht die Größenverstellung des Kopfhörers. Insgesamt 6 cm pro Seite lassen sich die Kapseln verschieben.

Zur festen Arretierung können die Schrauben mit den Fingern angezogen werden. So lässt sich ein Punkt erreichen, an dem die Kapseln noch mit mittlerem Kraftaufwand verschoben werden können, sie sich aber nicht von alleine verstellen. Wer die Kapseln jedoch richtig feststellen oder lösen möchte, der kommt unter Umständen um einen Inbus-Schlüssel passender Größe nicht umher, der jedoch nicht mitgeliefert wird.

Die Kopfhörerkapseln selbst sind aus Kunststoff und machen einen hochwertigen Eindruck. An der Oberseite befindet sich eine kleine Buchse für das Audiokabel in der Form eines 2,5 mm Klinkensteckers. Hier arretieren die Kabel sehr gut und ohne Spiel. Die Verbindung macht hier einen sehr hochwertigen Eindruck.

Nocs NS900 Live

Modular in Einzelteilen

Das Kabel verläuft an der Unterseite des Metallbügels unter dem gummierten Kunststoff und ist somit gut geschützt. Der Kunststoff kann durch Lösen von acht Schrauben entfernt werden. Dies ermöglicht einen schnellen Wechsel des Kabels oder der Komponenten der Kopfhörerkapsel.
Wer möchte, kann auf diese Weise auch die Kapseln untereinander tauschen, zum Beispiel um die Kabel auf der linken oder rechten Seite zu führen. Da der Kopfhörer jedoch bis auf die Kabelführung symmetrisch aufgebaut ist, bringt dies hinsichtlich der Funktion oder des Tragekomforts keinen Vorteil.

Die Kopfhörerkapseln sind mit einem Kunststoffpolster versehen. Dies ist ohne Druck fast 2 cm dick und sorgt dafür, dass der Kopfhörer bei normalem Druck sehr weich auf dem Ohr aufliegt. Hier gibt es später angemerkt eine Einschränkung, die jedoch nicht dem Polster zu Lasten gelegt werden kann. Dieses erfüllt seinen Zweck sehr gut und schließt das Ohr gut ab. Leider gibt es zumindest aktuell keine Velourpolster, so dass eine Wahl zwischen Kunststoff und Velour nicht besteht. Ersatzpolster wird man im Lieferumfang auch vergeblich suchen.

Gut gepolstert ist halb gewonnen.

Gut gepolstert ist halb gewonnen

Fehlendes Polster ist ein gutes Stichwort, denn dieses wird man auch an der Innenseite des Kopfhörerbügels vergeblich suchen. Hier gibt es wie bereits genannt gummierten Kunststoff, eine Lösung, die man in den letzten Jahren häufiger bei Kopfhörern findet. Zugegeben, so weich und gemütlich wie mit einem Polster liegt der Bügel nicht auf dem Kopf auf, erstaunlicherweise aber kann man darauf sehr gut verzichten, zumindest wenn man nicht vorhat, den Kopfhörer über längere Zeit zu tragen. Durch den hohen Anpressdruck auf die Ohren lastet auf dem Kopf durch den Bügel selbst nur wenig Gewicht, so dass hier der gummierte Bügel ohne zu hohen Druck aufliegt.

Gummierter Kunststoff statt Polsterung

Gummierter Kunststoff statt Polsterung

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