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Test: Olympus LS-10

(ID: 2764)

Messungen

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Ein paar einfache Rauschmessungen zum Schluss, die ein jeder LS-10 Besitzer selbst zuhause nachvollziehen kann: Für diese wurde ein 44,1kHz/24Bit wav-File aufgezeichnet und anschließend in Sound Forge analysiert. Angegeben sind jeweils die arithmetischen Mittelwerte für beide Kanäle, die sich nur um wenige Zehntel dB unterscheiden. Es wurde keine A-Wichtung vorgenommen.

Mic Sense Low, Low Cut off, Rec Level 0: – 89dB FS

 

Mic Sense High, Low Cut off, Rec Level 0: – 87dB FS

 

Stecker im Line Eingang, kurzgeschlossen, Rec Level 0: – 92dB FS

 

Stecker im Line Eingang, kurzgeschlossen, Rec Level 6: – 90dB FS

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Stecker im Mic Eingang, kurzgeschlossen, Mic Sense High, Rec Level 0: – 87dB FS

 

Stecker im Mic Eingang, kurzgeschlossen, Mic Sense High, Rec Level 10: – 83dB FS

 

 

 

Besonders die Mikrofoneingänge sind für ein Gerät dieser Größe recht rauscharm. Nach Normalisierung der aufgezeichneten Audiodateien wird ein sauberes Rauschen ohne tonale Störkomponenten hörbar. Das spricht für ordentliche Bauteile und ein sehr sauberes Platinenlayout. Die Messergebnisse sind für ein portables Gerät dieser Größenklasse sehr gut, bewegen sich aber dennoch unter dem, was bei der Speicherung mit einer Auflösung von 16Bit möglich ist. Sie können also getrost mit 16 Bit aufnehmen.

 


Fazit

Der Olympus LS-10 ist ein angenehm bedienbarer, überdurchschnittlich gut verarbeiteter und ebenso klingender Mobil Recorder der Oberklasse, der seine Wurzeln mitunter nicht ganz verleugnen kann oder möchte. Um deutlicher aus der Flut der am Markt erhältlichen Gerät herauszuschauen, könnte das Gerät noch etwas preiswerter sein.

 

 

Plus

 

+++ sehr gute Verarbeitung, hochwertige Bedienelemente, ergonomische Größe

 

++++ sehr gute, flüssige und intuitive Bedienung

 

+++ guter Klang über die eingebauten Mikrofone

 

+++ rauscharme Mikrofonvorverstärker

 

++++ sehr geringer Stromverbrauch

 

+++ gute Verarbeitung

 

+ Cubase 4LE im Lieferumfang

 

 

 

Minus

 

— ohne digitale Schnittstellen und professionelle Anschlußmöglichkeiten, keine Phantomspeisung

 

—- Kopfhörerausgang und eingebaute Lautsprecher sind zu leise

 

— Kunststoffgehäuse

 

— im Vergleich mit den zahlreichen Mitbewerbern etwas hoher Preis

 

 

Empfohlener Verkaufspreis: 449 Euro

Straßenpreis: 399 Euro

 

Zu den Klangbeispielen:

Leider stand mir das Gerät nur wenige Tage zur Verfügung. In dem Zeitraum konnte ich kein akustisch unverstärktes Ensemble aus nächster Nähe mitschneiden. Dennoch repräsentieren die beiden „Bootlegs“ in Beispiel 4 und 5 sicher eine typische Art der Nutzung dieser Geräte.

 

Beispiel 4: Der Weg zur Summer Stage, links der Donaukanal, rechts die U4, führt zunächst durch die Stuhlreihen und endet an der Theke, etwa fünf Meter vor der Bühne. Dieser Abstand ist eigentlich zu groß, aber es standen nun einmal viele Leute dort. Zu hören ist der typische Livesound eine kleinen Gigs: Eine Mischung aus zwei Lautsprechern am Bühnenrand, den Bühnenmonitoren und dem Direktschall der Gitarrenverstärker und des Schlagzeuges. Eine Ortung der Musiker ist weder möglich noch wirklich gewünscht.

 

Beispiel 5: In der vordersten, hölzernen Sitzreihe, direkt vor der Bühne des Theaters am Spittelberg, leicht rechts vom Bühnenmittelpunkt: „Acoustic Club“, aber wie heute üblich, eben nicht wirklich „unplugged“. Es gibt keine Bühnenmonitore, aber diverse Lautsprecher, die in vier Metern Höhe sowohl Gesang wie auch Gitarre lauter machen. Da der Abstand zu der Künstlerin nur rund vier Meter beträgt, ist sicher auch etwas Direktschall auf der Aufnahme zu hören.

Wie fleissige Euro-Gucker wissen, kann es an Sommerabenden in Wien auch regnen: Daher das „Rauschen“.

 

 

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Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Klasse Testbericht :-) Nur kleiner Kommentar am Rande :

    Zitat : "Die Messergebnisse sind für ein portables Gerät dieser Größenklasse sehr gut, bewegen sich aber dennoch unter dem, was bei der Speicherung mit einer Auflösung von 16Bit möglich ist. Sie können also getrost mit 16 Bit aufnehmen."

    Das stimmt nicht so ganz. Der Sinn von 24 Bit ist ja vielmehr, ein relativ gering ausgesteuertes Signal mit noch genügend Bits zu reproduzieren. Selbst wenn man ein Signal mit -12dB abtastet, hat man immer noch effektiv 22 Bit Auflösung.
    Darüber hinaus kenne ich kein Gerät, was einen Noisefloor von -144dB (24bit) schafft..

  2. Profilbild
    falconi RED

    Die Anmerkung ist korrekt: Das Nutzsignal "versinkt" zwar im Rauschen, bleibt dort aber, je nach seiner Beschaffenheit und der "echten Auflösung" der den Vorverstärkern nachgeschalteten A-D-Wandlern, durchaus hörbar. Diesen Effekt nutzt man u.a. beim Dithering im Zuge der Bitbreitenreduktion von Digitalsignalen.

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Vielen Dank für den kompetenten Testbericht. Hat mich auf einige Punkte aufmerksam gemacht, den andere Berichte nicht berücksichtigen.

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