Test: SPL Vitalizer MK2-T

12. April 2010

SPL Vitalizer MK2-T

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Der erste Eindruck

Beim Vitalizer MK 2-T handelt es sich um das „kleine Flaggschiff“ der Enhancer aus der SPL-Familie. Dies vermittelt er auch durchaus, wenn auch unaufdringlich, schon beim ersten in Augenschein nehmen.
Der Vitalizer mit seiner messingfarbenen Frontplatte erscheint gut verarbeitet. Regler und Schalter machen einen soliden, stabilen Eindruck. Da kratzt und wackelt nichts.
Gleiches gilt für die Rückseite. Dort findet man die Ein- und Ausgänge jeweils in XLR und (symmetrischen) Klinke ausgeführt.
Dazu bietet der Vitalizer einen Ground Lift und einen Voltage-Selector zur Anpassung an die gegebene Stromversorgung.

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Testbedingungen

Im vorliegenden wurde der Vitalizer anhand von einigen 24 Spur Mixdowns, Einzelsignalen (u.a. Stimme, Baß und Snare) und fertigen CD-Produktionen (David Bowie, Madonna, Pearl Jam u.a.) ausprobiert und getestet.
Abgehört wurde über ein Mackie VLZ 1604 und Yamaha NS-10 Studio Monitore.

Bedienung

Man kann die Frontplatte des Vitalizers im Grunde in vier Abschnitte aufteilen: 1. Den DRIVE, also die Zusteuerungs-Sektion. 2. Die Bass-Sektion bestehend aus den SOUND und COMPRESSION-Reglern. 3. Die Enhance-Sektion. Diese umfaßt MID-HI-TUNE, PROCESS, LC-EQ und INTENSITY. 4. Die STEREO EXPANDER Sektion. Hinzu kommt noch der ACTIVE-Schalter, der in Off-Position eine Hard-Bypass Funktion hat und der während der Aufwärmphase der Röhren dieses durch ein Blinken zu erkennen gibt (dies wäre übrigens auch ein wünschenswertes Feature für den Charisma von SPL ).

Aber der Reihe nach. Mit Drive bestimmt man den Pegel, mit dem man den Vitalizer an- und zusteuert. In der Center-Position (12 Uhr) ist der Eingangspegel identisch mit dem Ansteuerungspegel. Sollte der Eingangspegel zu hoch oder zu niedrig sein, so läßt sich dies einfach und auch wirkungsvoll mit Drive-Regler ausgleichen. Bei zu hohem Pegel leuchtet 3 dB vor dem tatsächlichen Clipping eine kleine blaue LED. Dies funktioniert sehr gut und einfach. Und ich hatte darüber hinaus den Eindruck, dass die von SPL genannten 3 dB Headroom sehr großzügige 3 dB sind.

Weiter folgt die Bass-Sektion. Es besteht die Möglichkeit den Bass-Sound zwischen soft und tight zu variieren. Dreht man den Sound-Regler nach links erhält man einen zunehmend weichen Bass-Sound. Anhand einer einzelnen Bassdrum kann man das mit einer Subbass vergleichen. Es fehlt zunehmend der perkussive harte Anschlag. Allerdings wird das Gesamtbild nicht matschig und undurchsichtig. Selbst bei intensiver (nicht übermäßiger) Nutzung bleibt der Bassbereich definierbar. Es tritt nicht ein schwammiges Basswummern auf, wie dies der Fall wäre, wenn man an einem Grafik-EQ einfach die Bässe wahllos reindreht.
Dreht man den Sound-Regler nach rechts, so wird der Sound etwas knackiger, transparenter. Dargestellt wird dies noch unterstützend am Regler von kleinen Rechtecken. Für den soften Sound wurden kleine Kreise gewählt. Nette und sehr passende Idee.

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