Workshop: Sounddesign BOSS GT-Pro – 1

12. Januar 2006

Sounddesign GT-PRO

Willkommen zur neuen AMAZONA-Workshopreihe, in der es um das Kreieren von ausdrucksstarken Gitarrensounds mit dem BOSS GT-PRO PreAmp/Multieffectsprocessor geht. Wie bereits im Testbericht zu dem BOSS GitarrenPreamp-Flagschiff angekündigt, geht es hier um das tiefere Eintauchen in die Möglichkeiten, die dieses Gerät dem Gitarristen und Soundtüftler bietet. Weiterhin gibt es Einblicke in die Benutzung der sehr komfortablen und im Lieferumfang des Gerätes enthaltenen Editor-Software für Mac/PC, mit deren Hilfe sich der GT-PRO bequem vom Rechner aus steuern und verwalten lässt.
Selbstverständlich gibt es auch dazu jede Menge Soundbeispiele, um zu verdeutlichen, wie enorm vielseitig dieser PreAmp eingesetzt werden kann. Ob Rockabilly, Blues, Funk, oder Death-Metal – mit dem BOSS GT-PRO ist man jeder Situation gewachsen und es zeigt sich, dass „All-In-One“ Lösungen (PreAmp und Effekte in einem Gerät) mittlerweile zu echten Alternativen herangereift sind.
Zusätzlich werden wir einen Augenmerk auf die neuen, teilweise bisher einzigartigen Features des GT-PRO wie das Umschalten der Patches durch Änderung der Anschlagsstärke der rechten Hand, oder auch die neuartigen Effekte wie dem DeFretter, dem Wave Synth oder dem Slicer werfen.

Der „druckvolle Rhythmus-Sound“

Obwohl die Effektsektion üppig ausgestattet ist – und man leicht in Versuchung gerät diese auch exzessiv ausnutzen zu wollen – muss ein moderner PreAmp in der Lage sein, auch ohne viel Effektzugaben einen druckvollen, durchsetzungsfähigen Grundsound zu liefern, der sich gut im Bandgefüge durchsetzt. Es tummeln sich genug „Blender“ auf dem Markt, die beim Antesten im Shop das Blaue vom Himmel ertönen lassen, so überfrachtet sind deren Presets. Die Ernüchterung erfolgt dann spätestens im Proberaum, wenn man mit diesem Soundbrei hoffnungslos zwischen Bass, Keyboards und Drums untergeht. Und selbst das Wegnehmen der Effekte bringt keine Besserung, da die Grundsounds meist sehr dürftig und nur eben durch Effekte (zumeist Chorus um den Sound „breiter“ zu machen) in Szene gesetzt werden. Der GT-PRO hingegen setzt nicht zuletzt durch die herrvoragende Qualität der A/D-Wandler – und mit der daraus resultierenden Dynamikbandbreite – auf einen Grundsound, der im Prinzip keiner weiteren Bearbeitung bedarf. Dennoch kann es reizvoll sein, diesen warmen, organischen Grundsound des GT-PRO dezent mit etwas Reverb, Delay und/oder Chorus anzudicken.

Im Klangbeispiel 1 hören wir die PreAmp-Einstellung MS Stack, dessen Algoritmus dem Soundverhalten im Input 1 eines 1959er Marshall Amps nachempfunden wurde (dieser Marshall besaß seinerzeit 2 Eingangskanäle, die auch parallel betrieben werden konnten). Als Boxentyp verwenden wir auch hier einen Klassiker : Marshall 4×12“.

Klangbeispiele
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