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Über den Autor

Ironfinger

Axel Ritt Axel Ritt studierte Musik und Architektur in Dortmund und arbeitet seit nunmehr 25 Jahren als professioneller Musiker und Tonmeister.

Des weiteren ist er Geschäftsführer in zwei Musikproduktionsfirmen, führt einen eigenen Musikverlag, betreibt ein Label, ist das Mastermind bei der deutschen Symphonic-Melodic-Metal Institution DOMAIN und Gitarrist der Metal Legende GRAVE DIGGER.

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Test: SPL Phonitor

03.11.2008
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Oha! Da hat sich jemand aber etwas vorgenommen! Allein bei der Produktbeschreibung überkommt mich unmittelbar eine Mischung aus großer Hoffnung und vielleicht noch größerer Skepsis. Warum ich hier so einen Aufstand um ein Produkt mache? Nun, sollte SPL mit seinem Phonitor das anvisierte Firmenziel umsetzen können, hätten wir es mit einer revolutionären Erfindung zu tun, auf die ein Heer von Produzenten, Tonmeistern und Tontechnikern gewartet hat.


Front


Genug des Cliffhängers, was haben SPL denn überhaupt für ein Ziel? Nun, wer jemals in die Verlegenheit kam, einen professionellen Produzentensessel mit seiner Präsens und der damit einher gehenden Verantwortung füllen zu dürfen, kennt das Problem zur Genüge. Während man auf seiner eigenen Studio-Abhöre die Verhältnisse der Frequenzen und vor allem die räumliche Abbildung eines Signal sicher bestimmen kann, hat man umfassende Probleme bei einer fremden Monitorumgebung in einem anderen Tonstudio.

Das Stereobild der Fremdabhöre ist komplett anders positioniert, Frequenzen werden anders resoniert, respektive über- oder unterbetont. Die Raumakustik der Regie tut ihr Übriges, um den Arbeitsraum zum natürlichen Gegner avancieren zu lassen. Das persönliche Klangempfinden ist im Eimer, der ultimative Mix gerät zum audiophilen Scheibenschiessen mit maximal 70% Trefferquote. Dies ist der Grund, warum viele Produzenten, meine Person eingeschlossen, bei Fremdproduktionen in einem anderen Studio immer ihre eigene Referenz-Abhöre (nicht zu verwechseln mit „besonders gut klingender“ Abhöre) im Reisegepäck mitführen.

Wie viele Kollegen hätte ich, auch aus Gründen des Arbeitens zu später Stunde in heimischen Gefilden, allzu gerne schon einmal einen Mix über einen amtlichen Kopfhörer generiert, wäre da nicht das Problem des zuweilen unausgewogenen Klangbildes und vor allem die völlige Hilflosigkeit bezüglich der räumlichen Ortung aufgrund der 180 Grad Stereobreite („durch den Kopf“) des Signals.

Hier setzt SPL an und verspricht eine Konstruktion, welche - Zitat: „Musik so generiert, wie sie produziert worden ist, nämlich für die Wiedergabe über Lautsprecher“. Da bin ich aber gespannt!

Konstruktion

Der Phonitor kommt mit einer Breite eines halben 19“-Einschubes (9,5 Zoll) daher und weist eine Höhe von 2 HE auf. Die gesamte Verarbeitung ist hervorragend, das ehemals hoch geschätzte Trademark „Made in Germany“ greift bei SPL glücklicherweise immer noch auf breiter Front.

Als Besonderheit gilt die Tatsache, dass der Phonitor wie bereits alle Produkte der SPL Mastering-Technik auf 120 V Technik basieren. Insgesamt neun SUPRA-OPs verrichten ihren Dienst im Phonitor und bieten mit einem Signal-Rauschabstand von 116 dB und eine Übersteuerungsfestigkeit von 34 dB einen respektablen Dynamikumfang von 150 dB.

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  • Jan, 03.11.2008 - 18:06 Uhr:
    Sehr guter Test. Ich hätte nur nochmal extra rausgestellt, wie "unspektakulär" der Phonitor beim ersten Hören klingt. Oftmals hört mann dann den Satz "Wää?? Is der Bypass drinnen?" oder so :)

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