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Adobe arbeitet an KI-gestützter Musik-Software

Kann man das noch als Musik-MACHEN bezeichnen?

12. März 2024
Music GenAI Control

Quelle: Adobe-Video

Adobe Research teasert mit einem Video eine KI-gestützter Software für Musik. Das Projekt, dass sich wohl noch in einer frühen Phase befindet, nennt sich „Music GenAI Control“ und verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Adobes Bildsoftware Firefly.

Das Video wirkt zwar etwas ungelenk, aber man sieht zumindest, wohin die Resie gehen soll. Die Software kann mit einfachen Prompts gefüttert werden, die das musikalische Ziel beschreiben. Im Begleittext werden Begriffe wie „Powerful Rock“ und „Happy Dance“ als Beispiele genannt. Die Ergebnisse würden dann aber auch entsprechend banal klingen – wie die Beispiele im Video.

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Doch wie spezifisch und präzise wird man die Prompts später formulieren können, damit die Software das auch besser und zielgerichteter umsetzen kann? Offenbar ist auch noch eine nachträgliche Editierung bzw. Verbesserung in anschließend Arbeitsschritten vorgesehen.
Wesentlich praxisnäher scheinen die Möglichkeiten der Bearbeitung von bereits existierendem Material zu sein. Im Video wird eine WAV-Datei mit einer Piano-Spur geladen und das Programm generiert, je nach den Vorgaben, verschiedene Begleitungen und fügt sie in das File ein.

Music GenAI Control Prompt

Quelle: Adobe-Video

Ließe sich die Idee auch umdrehen, indem eine Instrumentenspur zu einem kompletten Instrumental generiert wird? Es wird auch demonstriert, wie ein kurzer Groove-Loop nach einem einfachen Prompt erzeugt wird. Noch nützlicher wäre allerdings das Generieren von einzelnen Loop-Spuren bzw. STEM-Files > Drums, Percussion, Bass, Synth-Hook etc, die man dann in Ableton Live oder einem Hardware-Gerät wie Akai Force als individuelle Clips nutzt.

Was wird die Software noch können? Man kann sich eine Reihe von nützlichen Anwendungen denken, die über die bloße Spielerei hinausgehen, zum Beispiel die Mix- oder Effekt-technische Bearbeitung einer Datei. Ob die Erzeugung von akustischen Instrumenten oder Stimmen überzeugend gelingen wird, ist anhand der Demonstration nicht abzuschätzen. Offenbar meidet man solche kritische Felder zum jetzigen Zeitpunkt noch bewusst. Aber vermutlich wird eine Software dieser Art zumindest am Anfang eher in anderen musikalischen Bereichen eingesetzt werden.

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Doch stellt sich die Eingangsfrage, inwieweit das Arbeiten mit Music GenAI Control noch als Musikmachen bezeichnet werden kann. Wer ist der Kreative? Der Mensch vor dem Computer oder die Auswertung des gesamten musikalischen Werkes im Cyberspace? Mit ziemlicher Sicherheit wird die Diskussion um Urheberschaft wieder aufkochen, wie es schon bei den KI-Anwendungen für Texte und Bilder geschah. Da ist neben der allgemeinen Frage, woher das Material zum Training der KI stammt auch das spezifische Copyright. Lautet ein Prompt zum Beispiel: „so ähnlich wie ein Song von Taylor Swift“, „ein Gitarrensolo à la Kirk Hammet“ „mache einen Beat wie Kraftwerk“ bewegt man sich nah an einer Grenze. Aber wer trägt im Streitfall dann dafür die Verantwortung? Prompter oder Prompt-Ergebnis? Solange dies in den anderen, weiter fortgeschrittenen Feldern noch nicht geklärt ist, bleibt da eine rechtliche Grauzone, die vermutlich nicht so schnell geklärt wird.

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Forum
  1. Profilbild
    BÄM

    Haha und die streiten sich noch darum, ab wievielen Millisekunden ein Sample als geklaut gilt…

  2. Profilbild
    unknowninternetguy

    Schöner Schrott. 😈 Jetzt noch schön KI-MIDI an seine Lieblingssynths schicken, von denen ja eh jeder genug hat, dann muss man bald gar nichts mehr machen, hat aber immerhin Musik mit seinen Synthis gemacht. 😂 Die Software ist für all die, die es eben nicht können und auch nicht bereit sind es zu lernen. Sein Instrument zu SPIELEN ist der eigentliche Spaß und das wird (bei mir) auch immer so bleiben.

    Ich spreche hier aber von Musik als Kunstform und nicht als Konsumgut. Beim ersteren wird die KI es schwer haben, beim zweiten wird es sich noch zeigen. Bisher war alles Schrott was ich von einer KI gehört habe. Mit Musik machen hat es nichts zu tun, eher mit ‚prompting‘ was eines Tages aber auch einer neuer Beruf sein könnte. Prompting an sich ist interessant, man lernt viel über Präzision in der genutzten Sprache.

    Tschöö (mein Klavier wartet).

  3. Profilbild
    amiga909

    Microsoft Songsmith returns https://www.youtube.com/watch?v=3oGFogwcx-E
    :)

    Ein Bekannter von mir ist „echter Musiker“ und kann viele Instrumente spielen. Ich bekomme virtuose Melodien nur via Piano Roll hin – für ihn war das nie „echte Musik“..

    Wo ist die Grenze? Wieviele Stems, wieviele Loops sind erlaubt? Darf man Presets ab Werk nutzen?

    Ich glaube am Ende zählt das Produkt, wie man dahinkommt ist eigentlich egal. Aber nicht nur ein guter Song: 10 gute Songs nacheinander..
    Das Schwierige an elektronischer Musik ist nicht, dass man einmal einen gutes Pattern oder sogar einen ganzen Song hinbekommt, schwierig ist die Konsistenz. Mit AI Prompt Orgien wird das vermutlich nicht einfacher.

    • Profilbild
      MartinM.

      @amiga909 „Wie man dahinkommt ist eigentlich egal“ — das Statement gefällt mir.
      Wenn eine Liveband endlos den gleichen – sagen wir mal – Shuffle-/Blues-Rhythmus spielt und dazu jemand singend improvisiert und ab und zu mal eine Harmonica bemüht, wird das als Gemeinschaftserlebnis und tolle Musik empfunden, obwohl da nur schon tausendfach Gehörtes recycelt wird. Die Schöpfungshöhe liegt da nahezu bei Null, trotzdem würde das wohl fast jeder als „Musik, wie sie sein soll“ bezeichnen. Sie ist halt handgemacht.
      Das erinnert mich an die „Bewertung“ von Gartenpflege. Wenn möglichst viele Bearbeitungsspuren zu sehen sind — also gerade Schnitte, kahl geharkte Erde, ebene Flächen — halten das die meisten Leute für einen gepflegten Garten. Üppiges Wachstum ist dagegen pfui. Es muss sichtbar Arbeit gekostet haben!
      Und auf Musik bezogen? Muss die im Schweiße des Angesichts erlernt und geübt sein, um als Musik zu zählen? Für mich nicht.

      • Profilbild
        network southwest

        @MartinM. Auf den Punkt gebracht. Immer wieder gerne genommen auch „Kunst kommt von Können“ und „Die können ohne Mikrofon gar nicht singen“ von unserer pseudo-bildungsbürgerlichen Elterngeneration und „Das ist ehrliche, handgemachte Musik“ von den Fans eben jener Shuffle-und-Blues-basierten Bands. Insbesondere von denen, die noch nie irgendein Instrument in der Hand hatten.

  4. Profilbild
    DJ Ronny

    Hi, ich finde das mit KI Musik erstellen ein Ergebnis der technischen Möglichkeiten und Entwicklung ist. Schon Mozart soll gesagt haben, das Musik komponieren reine Mathematik ist.
    Jetzt gibt es Rechner die sich nur wenige Menschen vor Jahren vorstellen konnten.
    Nun können die Dinger auch noch selbstständig ihre Berechnungen kombinieren und entwickeln sich immer weiter. Die Entwicklung ist logisch.

    • Profilbild
      unknowninternetguy

      @DJ Ronny So klingt es eben auch, rein mathematisch, was nur einer von vielen Ansätzen ist. Musik ist vielschichtiger als das und Emotionen, Intuition oder Kultur fehlen hier völlig. 🤟

      • Profilbild
        DJ Ronny

        @unknowninternetguy ich denke, dann reicht die Aufgabe, lass es klingen wie in einem großen Saal……
        Das ist dann die Kunst, der Ki die Aufgaben zu geben, damit es gut klingt und sich vom Einheitsbrei abhebt.
        In der Malerei gibt es doch auch schon einige Künstler🙂 die mit Hilfe von KI Bilder erstellen.

          • Profilbild
            DJ Ronny

            @MatthiasH da hast du Recht. Der Dj wird auch überflüssig. Ist doch schon oft zu sehen. Aber nicht mehr mein Problem. Aus gesundheitlichen Gründen. in ich raus aus dem Rennen😬.

      • Profilbild
        liquid orange AHU

        @unknowninternetguy Vor 30 Jahren hätte diese Aussage zu 100% zu einer neuen Kraftwerk-Platte gepasst. Auch die wurden verschrien weil das keine echte Musik sein soll.
        Technik hat immer das Handwerk „beleidigt“ und trotzdem leben wir mit immer mehr Technik.

  5. Profilbild
    Flowwater AHU

    Ich bleibe dabei: Jede Art von KI ist industrialisiertes Raubkopieren. Nur, dass es nicht so genannt wird. Und das vor allem zum Wohle der Anbieter dieser KIs.

    Eine KI muss »trainiert« werden, damit sie anschließend irgend etwas ausspuckt. Die Frage stellt sich also: Woher kommen die Trainingsdaten? Antwort: Aus vorhandener Musik! Weiterführende Frage: Wer hat das Urheber-Recht für diese Musik?

    Alles klar?

    • Profilbild
      MatthiasH

      @Flowwater Ganz so pauschal sollte man das nicht sagen. Wir entwickeln in unserer Arbeit ständig KI-Komponenten, die wir ausschließlich mit zu diesem Zwecke eigens erzeugtem, „sauberem“ Material trainieren.
      Die Kombination aus Datenkraken-Riesenkonzern (Meta Google Adobe etc) und KI-Dienstleistungen hat aber natürlich ein starkes Geschmäckle.

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @MatthiasH > […] Die Kombination aus Datenkraken-Riesenkonzern (Meta Google Adobe etc) und KI-Dienstleistungen hat aber natürlich ein starkes Geschmäckle.

        Genau das ist es: Es gibt sicherlich haufenweise sinnvoller Anwendungen für KI, die wir im Moment noch gar nicht kennen. Aber das was OpenAI, Google, Microsoft, Nvidia und jetzt Adobe so machen … nee, bleibt mir weg damit.

    • Profilbild
      schwarzMatt

      @Flowwater Ich glaube, derzeit ist da eine große Goldgräberstimmung und in wenigen Jahren wird das alles juristisch eingehegt werden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Rapper/ Sänger ihre Stimme irgendwo hören wollen, woran sie gar nicht teilgenommen haben.

      Darüber hinaus, generische Musik gab es schon immer, KI wird dafür nur ein weiteres Tool sein, ähnlich wie vor 20 Jahren der MagixMusicMaker.

      Ich sehe dem ganzen eher entspannt zu, nutze das, was mir entspricht und mache meinen Kram wie vorher, nur halt auch mal mit KI Unterstützung

      • Profilbild
        schwarzMatt

        @schwarzMatt Ach…und machen wir uns nichts vor, wieviele von diesen KI Anbietern haben auch wirklich eine KI angeschlossen und nicht nur einen Zufallsgenerator, der MIDI Daten gruppiert?! KI ist scheissen teuer und wer stellt das dann auch noch kostenlos zur Verfügung?

        • Profilbild
          Kazimoto AHU

          @schwarzMatt Google/KI ist wie ein Dealer, erst abhängig machen und dann abzocken. Heute kann keiner mehr ohne Google, morgen keiner ohne KI.

          • Profilbild
            Flowwater AHU

            @Kazimoto > […] Heute kann keiner mehr ohne Google, morgen keiner ohne KI.

            Hier: Eigener Mail-Server, Cloud-Speicher bei Hetzner und nicht bei Google, das auch nur als Backup genutzt, Backup immer per AES verschlüsselt, GMail verwende ich nicht, genau so wenig wie »Docs«, »Tabellen«, usw. Auch »WhatsApp« nicht, wenn es sein müsste, dann »Signal«.

            Die Firmen, bei denen ich bisher programmiert habe, verwenden eigene Git-Server, das Cloud-»GitLab« ist tabu, GitHub – da seit ein paar Jahren Microsoft – sowieso.

            Es geht alles, wenn man nur will. Die meisten wollen aber nicht, weil es ja so schön einfach ist.

      • Profilbild
        MatthiasH

        @schwarzMatt Goldgräberstimmung trifft es wohl ganz gut – Youtube ist ja voll mit Coachings zum Thema „werde Millionär durch Ausnutzung von Gesetzeslücke X“.

        Ich glaube, in vielen Bereichen (Finanzdienstleistungen, Drogen, KI, …) ist durch rasante technische Entwicklung und globale Märkte längst eine Geschwindigkeit erreicht, die sich juristisch nicht mehr aufarbeiten lässt – von der Durchsetzung/Vollstreckung des Rechts ganz zu schweigen. Die Behörden sind am Limit – ein Beispiel: Der Zoll hat gerade die Lagerhäuser bis zur Decke voll mit konfiszierten Vapekartuschen und kann sie nicht mal vernichten lassen, weil darin kleine Lithiumbatterien eingebaut sind.
        Um dieser Entwicklung vorzugreifen, müsste man vermutlich derart drastische Einschränkungen verhängen, dass diese politisch niemals durchsetzbar wären. Vieles müsste ja auch international koordiniert/harmonisiert werden.

    • Profilbild
      E Ford

      @Flowwater „Woher kommen die Trainingsdaten? Antwort: Aus vorhandener Musik! “
      So funktioniert das menschliche Hirn allerdings auch.

      • Profilbild
        WOK

        @E Ford Nur eben, dass das menschliche Gehirn in der Lage ist, aus gelernten Informationen völlig Neues zu generieren. Die KI würfelt nur aus den gespeicherten Einzelteilen was zusammen. Hätte man in der Steinzeit KI gehabt und die ganze Menschheit nur diese statt ihres Verstandes benutzt, würden wir heute noch in Höhlen leben und Faustkeile benutzen – nur dass es von diesen tausende Varianten gäbe…..

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @liquid orange Wenn ein anderer Musiker zu nahe an seiner Inspirationsquelle ist, dann melden sich sehr schnell die Anwälte, wie wir alle wissen.

  6. Profilbild
    svebur

    Letztes Jahr gab es dieses Video „A.I. Sampling and how the Music Industry will change forever“ von Nobody & The Computer auf Youtube.

    Ich fand das recht gut, weil im dem Video auch die Zutaten für das Endprodukt vorgestellt wurden. In dem Zusammenhang sehe ich KI nicht unbedingt als Konkurrenz oder Ersatz sondern eher als Werkzeug, das man auch kreativ nutzen kann.

    Ähnlich ist es ja auch mit Sampling. Man kann beim Sampling auch unkreativ sich auf eine gesampelte Passage beschränken, die das Lied dominiert oder als Basis dient. Oder man kann wie Terminator X u.v.a. ähnlich wie bei einer Bild-Collage aus dem gesampelten Material etwas Neues schaffen. Oder man kann kann mit der Sample-Synthese neue Instrumente basteln, die sich komplett von der Quelle unterscheiden. Und das unabhängig davon, ob man sich beim Ausgangsmaterial bei vorhandenen Werken bedient, oder ob man eigene Aufnahmen oder Werke nimmt.

    Und so in der Art kann ich mir das auch mit KI vorstellen: dass sie mir nicht nur stupide ein Lied generiert, sondern dass es verschiedene Werkzeuge gibt, mit denen man viel verwurschteln kann.
    Aber für was dann jemand die KI-Tools benutzt, und wie kreativ das Endprodukt ist oder ob es gut klingt, ist dann wohl auch für jeden unterschiedlich und hängt vom jeweiligen Geschmack ab.

  7. Profilbild
    lookandlisten

    Betrachte ich die Thematik als Konsument, kann ich das Thema nicht wirklich ernst nehmen.
    Ich will sehen, was ein Musiker drauf hat – will rätseln, welch Geheimnis sich hinter diesem oder jenem Sound verbirgt.

    Aktuell kann ich AI vor allem im Scam-Marketing sehen. Ich bin da keine Zielgruppe und zucke nur mit den Schultern, wenn sich andere um ihr Geld geprellt fühlen & das Produkt so gar nicht Robert-de-Niro-Synchro-Voice-mäßig ist. Lasst die „Einfältigen“ eben schmerzhaft lernen.

    Musiker haben es selber in der Hand. Klar, man kann AI-Musik auf einer Firmenveranstaltung dudeln oder eben echte Handwerker auf einer Bühne zeigen lassen, wie man mit Arbeit überzeugt.

    Die Leute fahren doch in die ABBA-Arena, weil es die Band wirklich gab, Weil sie dieses wohlige Gefühl von Jugend- oder Kindheitserinnerung nochmals erleben wollen. HAL9000-Konzerte werden sicherlich kein Welterfolg.

    Wir sind Jahrzehnte von überzeugender AI-Qualität entfernt, sofern sie (aufgrund von Ressourcenknappheit hoch zehn) jemals umspannend kommen wird.
    Aber schon jetzt stecken alle Künstler die Köpfe in den Sand.

    Wenn ich in London am Trafalgar Square bin, sehe ich Musiker, die in 20 Minuten weit über 100 Pfund & manche sogar deutlich mehr von dutzenden Menschen einsammeln.

    Dieses ganze Angst-Buzz-Wording soll doch nur den Hunger der Techbranche mit Geld füttern.

    Ich würde die Software sogar proaktiv im Vergleich auf einer Bühne nutzen. Wäre doch echt witzig.

    • Profilbild
      amiga909

      @lookandlisten „Die Leute fahren doch in die ABBA-Arena, weil es die Band wirklich gab,“

      Bisher leider noch keine Hatsune Miku Konzerte in Europa 😢
      https://www.youtube.com/watch?v=Nfhuj60cJjk
      😜

      „Betrachte ich die Thematik als Konsument, kann ich das Thema nicht wirklich ernst nehmen.“
      Technologie Entwicklungen und Automatisierung haben immer schon definiert, was den Menschen ausmacht: was auf Knopfdruck durch eine Maschine geht, verliert an Wert.
      Ich denke es ist auch eine Chance, wenn uns „die Maschine“ nötigt bessere Qualität zu liefern. Als Gefahr sehe ich, dass in einer Welt voll mit KI-Billigproduktionen das Verständnis für Qualität abhanden kommt.

      • Profilbild
        lookandlisten

        @amiga909 „Als Gefahr sehe ich, dass in einer Welt voll mit KI-Billigproduktionen das Verständnis für Qualität abhanden kommt.“

        Da stimme ich auch voll zu und da kommt dann der (lebende) Musiker als Pädagoge wieder ins Spiel.
        Aber(!):
        https://www.youtube.com/watch?v=SFeJgJbxXH0

        Ich hab ihn mit eigenen Augen und Ohren vor Ort gesehen. Sein Name ist Joseph Gravil (aka Mex.FS)
        Scheiß (*sorry) auf KI, auf 100.000 Leute mit LEDs in großen Stadien. Das beste Live-Konzert meines Lebens habe ich auf dem Boden sitzen mit dem Rücken an der National Gallery gelehnt gehört.

        Mitten in London, einfach so – ohne Eintritt. BTW: Ja, wir haben hinterher gezahlt, in einen Gitarrenkoffer – mehr, als wir jemals für ein Konzert gezahlt haben.

        Holo-Konzerte sind eine Nische (und Nischen sind gut), die aber als Markt vor Jahren schon wieder begraben wurde. Es gibt eine treue Fan-Base – unbestritten – aber keine Rezeption am Massenmarkt.

        Warum alle Musiker/ Künstler nun in Depressionen verfallen, erschließt sich mir nicht. Als Einkommensmodell ist Musik seit ihrer „Erfindung“ nie etwas gewesen, mit dem man geplant reich werden kann oder seinen Lebensabend gesichert finanziert. Manche schaffen es besser, manche schlechter oder gar nicht.
        Das ändert aber nichts daran, was Musik wirklich (für uns) ist; und für Musiker eben das Märchen von Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll, das manchmal wahr wird…

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @amiga909 > […] Als Gefahr sehe ich, dass in einer Welt voll mit KI-Billigproduktionen das Verständnis für Qualität abhanden kommt.

        Was uns ja – auch ganz ohne Unterstützung von KI – schon heftig antrainiert wurde: »Geiz ist geil«, sage ich nur, und die aktuellen beliebigen selbstähnlichen Charts.

        Ich habe für mich weiterhin den Grundsatz: »Was nichts kostet ist auch nix wert.« Und: Ich für mich WILL ja, dass der Musiker Geld bekommt, wenn ich von ihm Musik höre. Das ist einer der Gründe, warum ich großer Fan von Bandcamp bin. Das setzt natürlich voraus, dass ich die Musik auch mag. Und davor sitzt bei mir außerdem noch irgendwo ein kleiner aber feiner Filter, der unterscheidet zwischen »beliebig« und »will ich hören«; halt mein »Geschmack«. Ich ahne, worunter KI-Gedudel fallen würde. 😀

        • Profilbild
          lookandlisten

          @Flowwater »Was nichts kostet ist auch nix wert.« …oder es ist dem Musiker auch egal, (VIEL) Geld zu bekommen. Mein Beispiel oben bekam lukrative Angebote. Anscheinend wollte er nicht ins Hamsterrad.

          Und er scheint damit sehr gut klar zu kommen.

          Wenn jemand in der Fußgängerzone 50 Leute zum Verweilen bringt und möglicher Weise dazu ermutigt, zum Musiker zu gehen und für einen 10er eine CD aus dem Koffer zu greifen, ist das auf Metaebene vlt. schon viel mehr wert, als alles, was die Stones oder Coldplay in den letzten 10 Jahren geschafft haben. ;-)

          Mir macht es eher mehr Sorgen, dass solche Musiker wie Joe auf der Straße spielen und ICH Werbemusik irgendwo zwischen Hobby und Beruf gegen Geld anbiete… im Vergleich zu ihm kann ich gefühlt eigentlich gar nix.

          Auf solche Gedanken käme ich bei KI überhaupt nicht. Weil die KI tatsächlich nix kann, außer unfreiwillig komisch sein.

          • Profilbild
            Flowwater AHU

            @lookandlisten Keine Regel ohne Ausnahme … und die von Dir genannte (Musik in Fußgängerzone) ist auch noch eine ziemlich gute. Wobei man natürlich auch da fragen könnte, warum die Menschen dann nicht doch mal einen Taler in einen dort hin gestellten Hut/Dose/Karton des Musikers werfen.

            Mein Beispiel bezieht sich auch mehr auf Dinge, die man normalerweise kauft und ich bezog mich da auf PlugIns. Auch da gibt es natürlich u-he, TAL und das zu Weihnachten oftmals kostenlos angebotene VST von Arturia. Die kostenlosen PlugIns der beiden genannten Firmen sind über alle Zweifel erhaben und ich selber nutze gerade intensiv »Refract«, das ich 2023 kostenlos von Arturia erhalten habe.

            • Profilbild
              Kazimoto AHU

              @Flowwater Danke für die Erinnerung. Arturia hat mir die Aktivierung von Refract gelöscht, das Ding kann wirklich sehr schöne Effekte, besonders wenn man es etwas übetreibt. Habe die angeschrieben, mal schauen was kommt. Was macht deine Linux Dual-Boot Installation? 😁

      • Profilbild
        Flowwater AHU

        @amiga909 Ach so, noch zu »Hatsune Miko«: Wenn die Musik wenigstens gut wäre. Aber wenn ich dieses Autotune-Geplärre schon höre … meine Ohren klappen da irgendwie automatisch nach innen. Ich will so etwas nicht hören.

        Der Effekt – den ich als »Autotune« wahrnehme – ist hier natürlich ganz bewusst eingesetzt. Ich habe mir auf dem offiziellen Kanal von Hatsune Miku mal ein paar Videos ein paar Sekunden angespielt (meine armen Ohren), und »die« hat bei allem so eine Stimme. Ob da eine arme echte Sängerin ausgebeutet und verfremdet oder ob das gleich mit einem der diversen Gesangs-PlugIn erzeugt und dann noch einmal verzerrt wird, sei dahin gestellt. Schade, dass ich kein japanisch kann; mich würden auch mal die Texte interessieren, wie »tiefgehend« die sind. Auf dem offiziellen Kanal weiß man auch gleich, wo die Reise hingeht: Der ist vollgestopft mir Werbung. Das ist echt Kommerz in Reinkultur.

        [Nachtrag]
        OK, ich rudere ein kleines bischen zurück, das »Durée« von »ihr« finde ich gar nicht so schlecht:

        https://www.youtube.com/watch?v=dpT-ZAPVvyI

        Das im Kontext eines japanischen Computer-Rollenspiels … joa, joa.

        • Profilbild
          MartinM.

          @Flowwater Das ist Vocaloid, was wie ein Instrumenten-Plugin funktioniert. Jede Vocaloidstimme wurde tatsächlich von einer echten Sängerin oder einem Sänger eingesungen, Silbe für Silbe, Laut für Laut, vergleichbar mit Vorlesestimmen für Sehbehinderte. Folglich klingen auch alle Songs mit der „Hatsune Miku“ Stimme ähnlich überkandidelt. Die Japaner stehen leider auf so etwas. Auch die Mehrzahl der von Yamaha vertriebenen Vocaloid Voicebanks ist auf diesen Geschmack ausgerichtet. Hatsune Miku ist noch Vocaloid 2 Technik von vor 12 Jahren, was grundsätzlich nach Autotune klingt. Aktuell ist Version 6, die wesentlich besser klingt, siehe http://www.vocaloid.com . Trotzdem eignet sich auch das nur für EDM. Für Balladen sind Vocaloids zu gefühllos und für Hardrock zu schlapp.
          Es kommt drauf an, was man damit macht. Man gibt in einer Pianorolle Noten und zu diesen Noten Text ein, und dann rendert Vocaloid die Chose zu Gesang. Ich habe „nur“ Version 5, für ein Upgrade brauche ich einen schnelleren Rechner. Japanische Voicebanks kann ich nur für „ah/oh/uh“ Backing Vocals verwenden. Deshalb habe ich mit fünf englischen Voicebanks schon fast alles, was für Version 5 angeboten wurde.
          Wie erwähnt, es ist ähnlich einem Instrumentenplugin. Ob ich nun ein Synth-Lead einspiele oder eben einen synthetischen Gesang. Hat bei mir nichts mit KI zu tun. Von alleine rückt Vocaloid keinen Ton raus, ich muss an jeder Note und jedem Takt feilen.

        • Profilbild
          PossumVla

          @Flowwater Hatsune Miku ist Teil einer spezifichen Japanischen Szene in der „Stimm-Synthesizer“ mit passenden Maskottchen kreirt werden. Es ist komplett synthetisch kreirt.

          In der Szene gibt es um so Tausend Charaktere mit passenden Gesang-Synthesizer Plugin.

  8. Profilbild
    Phoenix

    Vielleicht sollte man KI in Musik von einer anderen Warte aus betrachten. Wie schon erwähnt wird KI wohl dort Anwendung finden, wo Talent fehlt und Zeit=Geld ist. Da kommt mir zuerst die Werbebranche in den Sinn. Da werden dann Schlüsselwörter eingegeben, wie das Produkt dargestellt werden soll – fertig. Eingespart werden zeitaufwendige Musikproduktionen. Wenn das ganze mal eingespielt ist, werden Werbespots aus der „Retorte“ produziert.

    Zweites Einsatzgebiet wären Dokus! Als Hintergrundmusik ohne Hitgedanken aus der KI generiert. Ist Ägypten gerade Thema gibt man der KI die Anweisung was orientalisches zu generieren. So spart man sich Musiklizenzen ein.

    Womit wir beim Thema Lizenzen wären: Drittes Einsatzgebiet wäre die Lizenzfreie (Gemafreie) Musik. Wenn wir mal ehrlich sind, ist dieses Gebiet nicht gerade mit anspruchsvollen Titeln gesegnet. Hier geht es mehr um günstige Musik für jedermann zum Einmalpreis. Das ist immer noch ein Markt, den man nicht unterschätzen sollte.

    Dann fällt mir noch der große Markt SocialMedia ein. Vertonung von Videos, Bilder, Clips, Reels, Tiktoks usw. Irgendwann bekommen wir dort dann anstatt Taylor Swift ein KI-generierter Frauen-Pop-Song zur Auswahl.

    Zuletzt wäre dann die Gaming Produktion zu nennen. KI generiert mittels Schlüsselwörter die passende musikalische Atmosphäre zur Szene…

    Alles Bereiche, in denen mit KI ne Menge Geld zu verdienen ist!

  9. Profilbild
    KallePeng 1

    Jedenfalls war ich heute im Garten, bei dem schoenen Wetter und habe schon mal die Rabatten auf Frühjahr vorbereitet

  10. Profilbild
    RainerJTM

    Das Wesen von KI ist, dass sie keine Moral und keine Emotion hat.
    KI ist das vom Menschen erschaffene Nicht-Menschliche.

    KI-„Musik“ ist daher …. für mich keine Musik, weil es ihr an allem feht, was menschegemachte Musik auszeichnet.

  11. Profilbild
    zm33

    KI, also datenbasierte Systeme fühlen sich wie Kafkas Affe im „Bericht für eine Akademie“ beim Menschen besonders wohl.
    Hier (SRF) kann man ruhig mal eine Stunde Zeit verbringen: Sternstunde Philosophie – Peter G. Kirchschläger – Eine Ethik für das KI-Zeitalter.

    https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/peter-g–kirchschlaeger—eine-ethik-fuer-das-ki-zeitalter?urn=urn:srf:video:5acdca68-c073-426e-be64-6b0e4e87b04b

  12. Profilbild
    Blues-Tom

    Eigentlich haben fast alle Kommentatoren recht! Oder auch nicht. ;-) Man sollte sich mal kurz zurück lehnen und realisieren, daß jeder auf seine Blase darauf schaut. Mit (seinen) guten Argumenten. Dann kann man immer noch entscheiden ob man auf alle anderen (verbal) einprügeln will oder tolerant die anderen (Meinungen) am Leben lässt.

    1. Die Musiker / Künstler die sagen: „Jetzt kann das jeder Doofe“
    Ja, stimmt. Und ist das schlimm? Diese Gruppe der Nicht-Musiker, die plötzlich Musik machen können, freuen sich über diese neue technische Möglichkeit. Und richtig, sie werden nie das Gefühl haben wie ein aufgerissener Röhren-Amp die Jeans um das Schienenbein flattern lässt oder wie die zarte Klavierballade live gespielt die Damenherzen verzückt. Das bleibt dir erhalten.

    2. Es geht ja nur um Kommerz
    Ja, stimmt. Aber nur in Bezug auf jene, die nicht zu 1. gehören. In dieser Welt geht es übrigens immer um Geld. Stichwort: Politiker die Anwälte sind und bezahlt werden um eine Meinung zu vertreten, aber das ist ein anderes Thema.

    3. KI-Musik Ist kein industrieller Klau
    Ach nein? Wie generiert denn die KI die Musik? Sie sitzt nicht am Klavier und komponiert, das ist sicher unstrittig. Sie nutzt Material, daß echte Musiker mal eingespielt haben und verwurstet es zu etwas „Neuem“. Moment… ging es einleitend nicht um Toleranz? Ja, ist ja ok der industrielle Klau, solange… ja solange es legal ist. Da steckt die Definition. Und meist geht es dann wieder um 2.

    Aber jeder hat es in der Hand… er muß das ja nicht kaufen.

    Ich hätte das hier noch lang fortführen können…aber die Tippzeit ist zuende und die max. Zeichen sind erreicht…. So long, der Blues-Tom (Musiker)

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