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Der deutsche Musikmarkt wächst!

7. März 2022

2021: Musikmarkt setzt 1,96 Milliarden € um.

Hurra, die Umsätze des deutschen Musikmarkts sind um 10 % gewachsen. Na, wenn das keine guten Neuigkeiten sind! Regelmäßig beschweren sich die Künstler und Künstlerinnen darüber, dass ihre Einnahmen rückläufig sind und jetzt verdienen sie 10 % mehr. Doch genug der Lobhudelei. Werfen wir einen Blick auf die nackten Zahlen!

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Der Umsatz des deutschen Musikmarkts lag 2021 bei 1,96 Milliarden Euro! Das sind 10 % mehr als im Jahr 2020. Was für eine Summe! Die Einnahmen verteilen sich wie folgt:

Streamen: 76,4 %
CD: 16,3 %
Vinyl: 6 %
DVD / Blu-ray: 0,8 %
Sonstige physische Tonträger: 0,5 %

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der deutsche Musikonsument liebt das Streamen und dort liegt auch das größte Wachstum.

Die CD belegt zwar immer noch den zweiten Platz, aber tatsächlich gingen die Verkäufe um 16,7 % zurück.

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Wie sieht es mit dem Vinyl-Hype aus? Tatsächlich kann ein Zuwachs von 20,1 % im Vergleich zum Vorjahr beobachtet werden. Seinen wir aber ehrlich: Schallplattenmillionäre wird es nicht mehr geben, denn 6 % des Gesamtumsatzes ist verschwindend gering. Die meisten Deutschen setzten auf Streaming und wollen keine Tonträger.

Was nutzt ihr? Vinyl, CDs oder streamt ihr?

Interessanterweise wird der Umsatz des Independentmarkts zu 50 % durch Tonträgern bestritten. Es scheint, dass auf diesem Markt ein großer Unterschied im Konsumverhalten vorhanden ist. Es ist nachvollziehbar, dass man den Sommerhit der Eintagsfliege nicht im Regal rumstehen haben möchte. Independent Labels und Künstler haben sich durch konsequente Aufbauarbeit eine stabile Fanbase erarbeitet. Ein Tonträger wird durch Konzerte, direkte Ansprache auf den Social-Media Kanälen und Meet & Greet emotionalisiert. Dadurch gewinnt er an Bedeutung.

Und wie sieht es mit den Künstlern und Künstlerinnen aus? Werden die in der Rechnung erwähnt? Wie viel des Gesamtumsatzes werden an sie ausgeschüttet? Die Zahlen belegen, dass mit Musik Geld verdient werden kann. In welche Kanäle die Einnahmen fließen, darüber schweigt man sich lieber aus. Wie aus den Erzählungen der Musiker und Musikerinnen bekannt ist, kommt bei Ihnen am wenigsten an.

Streamen ist gut für den Konsumenten, aber schlecht für die Musikschaffenden. Diese Diskrepanz muss dringend überwunden werden, damit sich Musiker und Musikerinnen entwickeln können.

Wie konsumiert ihr Musik, liebe Leser und Leserinnen?

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Forum
  1. Profilbild
    cosmolab

    Lieber Sven,

    na – DER Artikel scheint mir recht mit der heißen Nadel gestrickt zu sein… ;-)
    Das Umsatz nicht Gewinn ist, dass weiß ja sogar ich. Was ist also richtig – die Überschrift oder der Text (ich vermute mal, NICHT die Überschrift)?

    Und 6% eines Gesamtumsatzes von immerhin 1.960 Millionen Euro für Vinyl sind immerhin noch fast 118Millionen Euro. Immerhin – angesichts immer noch begrenzter Produktionskapazitäten (also praktisch 120%- Auslastung der Presswerke, was man so hört und liest)!

    Die Gegenüberstellung mit den Zahlen von 2020 wäre ja generell ganz nett, um das Ganze ein wenig einordnen zu können…

  2. Profilbild
    dr w

    man muss leider ja auch sagen dass der „vinylmarkt“ sich in erster linie auf abba, metalica und konsorten begrenzt. in „unserem“ musikbereich ist man mit 200 verkauften 12″ s schon voll der/die held/in. als newcomer/in verkauft man meistens sehr viel weniger.

    und das dann nach ner wartezeit von 6 – 12 monaten bis man die vorabbezahlte vinylpressung dann in den haenden haelt.

    ich bin strikt gegen jammern und gegen „frueher war alles besser“ – underground bleibt underground bleibt underground.

    der ueberall zitierte vinylhype zieht an uns (zur zeit?) vollkommen vorueber. vielleicht aendert sich das ja in zukunft wenn es mal wieder moeglich sein sollte dass man 6 wochen nach masterabgabe das frischgepresste vinyl in den haenden haelt. halt so wie… huestel huestel… frueher.
    :D

  3. Profilbild
    Flowwater (Henrik Fisch) AHU

    Mein Konsumverhalten
    Streaming:
    Nahezu Null. Ich habe »YouTube Premium«, vor allem weil weil mich die Werbung nervt. Da ist »YouTube Music« dabei, das aber ausschließlich zum Reinschnuppern genutzt wird. Alle anderen Streaming-Dienste nutze ich nicht. Ich hatte mal »Tidal«, hauptsächlich um’s mal auszuprobieren. Aber nachdem ich gemerkt habe, dass ich dort auch nur wieder »meine« Musik höre und die Musik, die ich mag, dort kaum finde, habe ich ihn wieder abbestellt.

    Download-Kauf:
    Ich sage mal 90 Prozent und die wiederum zu 80 Prozent Bandcamp, und dort zahle ich oftmals sogar MEHR als nötig ist. Die restlichen 20 Prozent teilen sich direkte Käufe bei Labels und Vertrieben, wie zum Beispiel »Kompakt« und »Hard Wax«.

    CD-Kauf:
    Das sind die restlichen 10 Prozent, auch hier wieder fast nur bei Bandcamp. Ich würde mehr CDs neuer Musik kaufen, wenn es sie denn gäbe. Und zwar nicht unbedingt, weil ich CDs so geil finde, sondern weil ich mir tatsächlich etwas ins Regal stellen möchte (etwas zum Anfassen) und um den Künstler noch etwas Gutes zu tun. Und, ja, noch einmal: bei Bandcamp zahle ich oftmals MEHR als nötig ist.

    Vinyl
    Bisher Null. Aber: Ich erwäge seit einiger Zeit wieder die Anschaffung eines Plattenspielers. Es gibt einige Musik manchmal tatsächlich NUR als Vinyl-Release. Nicht als CD oder als Download.

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