Test: Native Instruments Traktor Kontrol D2, DJ-Controller

28. Mai 2015

Evolution, gar Revolution?

Native Instruments hat 2010 mit dem Traktor Kontrol X1 den ganz großen Coup am MIDI-Controller-Mark gelandet. Keinen anderen Controller sieht man seit dem öfter in den DJ-Kanzeln rund um die Welt. Drei Jahre später, also 2013, folgte dann mit dem Traktor Kontrol X1 MK2 eine aktualisierte, leicht veränderte Version, bei der Native Instruments erstmals einen Touch-Strip zum Pitch-Bending einführte.
Beide Versionen erfreuen sich zu Recht weiterhin großer Beliebtheit, denn kaum ein anderer MIDI-Controller bietet auf so kleinem Raum so viele Funktionen und ist dabei so schnell und einfach sofort einsatzbereit.

Letztes Jahr folgte dann nach dem 4-Deck-Controller Kontrol S4 der nächste Meilenstein der Controller-Technik, denn Native Instruments führte mit dem Kontrol S8 als eine der ersten Firmen hochauflösende OLED-Displays bei MIDI-Controllern ein.

Mit dem kürzlich erschienenen Native Instruments Traktor Kontrol D2, der die Deck-Steuerungseinheit eines Kontrol S8 is mit minimalen Änderungen, aber ohne Mixer ist, macht Native Instrument die Funktionen des S8 modular und transportabel.

Traktor Kontrol D2

Traktor Kontrol D2

Alle, die die Funktionen des Kontrol S8 sehr interessant finden, jedoch lieber ihren eigenen bzw. den im Club installierten Mixer bevorzugen, sollten also unbedingt weiterlesen.

Alle, die erwarten, dass der Kontrol D2 der logische Nachfolger des Kontrol X1 ist, muss ich leider ein wenig enttäuschen, denn ich kann gleich vorwegnehmen, dass ein einzelner D2 im Gegensatz zum X1 keine zwei Track-Decks im vollen Umfang ohne Umschalten steuern kann.

Jedoch muss ich auch gestehen, dass der Kontrol D2 selbst mich als X1-Nutzer der allerersten Stunde trotz allem wirklich sehr positiv überrascht hat.

Also auch alle eingefleischten X1-Nutzer dürfen gerne weiterlesen.

Packungsinhalt

Nachdem man die sichernden Aufkleber des Kartons in freudiger Erwartung durchgeschnitten hat, kann man den Karton-Deckel von seinem Unterteil heben und man erblickt sofort den Kontrol D2.

An dieser Stelle muss ich leider gleich einen großen Tadel anbringen. In Zeiten steigender Umweltverschmutzung frage ich mich, warum man einen robusten MIDI-Controller neben des Kartons und schützender Schaumstoff-Polsterung extra noch in eine Plastik-Folie verpacken muss.

Hat man den Kontrol D2 aus seinem Schaumstoff-Bett befreit, kann man alle weiteren Packungsinhalte wie Quickstart-Guide, USB-Kabel, Strom-Adapter und -Splitter sowie 4 dazugehörige internationale Steckdosen-Adapter, die alle wiederum jeweils in Plastik-Folien gehüllt sind, herausnehmen. Lediglich die Garantie-Karte und die mitgelieferte Traktor Pro 2 Lizenz kommen in einer schicken, schwarzen Papphülle.

Der Quickstart-Guide ist lediglich in Englisch ausgeführt, jedoch recht kurz und einfach mit dazugehörigen Bildern geschrieben. Mit diesem Guide sollte wirklich jeder nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schnell mit dem Kontrol D2 zurecht kommen.

Forum
  1. Profilbild
    Floatzero

    Der Grund für die Folie ist das Hochglanzplastik über dem Display. Das sieht nur neu und jungfräulich gut aus – direkt danach folgen feine Schlieren, Fingertatscher & Co.

    Eine Wahnsinnstat, die NI konsequent bei allen aktuellen Produkten durchzieht. Leider. Davon abgesehen laggt der Controler bei der Anzeige von Parameterwechseln im Display.

    Mir fehlt außerdem so etwas wie Netzwerk-Link. Das fände ich flexibler als USB. Soll der Controller tatsächlich Decks ersetzen, wären zudem 4 dieser Geräte nötig – denn das Umschalten ist leider ein Krampf.

    Wirklich uneingeschränkt positiv in meinen Augen ist der vergleichsweise günstige Preis. Vergleichsweise im Hinblick auf Produkte wie den XDJ 1000 von Pioneer

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