Test: Akai, E2 Headrush, Effektgerät für E-Gitarre

28. Februar 2012

Akai Headrush E2

Die Firma Akai gehört zweifellos zu den Alteingesessenen der Branche. Insbesondere im Studio/Synth-Bereich hat man immer wieder mit innovativen Produkten, wie beispielsweise der MPC 3000 oder den S-Klasse Samplern Meilensteine geschaffen. Für uns Gitarristen bietet der japanische Hersteller dagegen eine nicht gerade üppige Auswahl an nutzbaren Gerätschaften, sieht man einmal von den im Lieferprogramm befindlichen Bodentretern ab, welche aber zumindest die nötige Grundversorgung wie Distortion, Echo oder Delay bieten. Eine Ausnahme hingegen macht das E2 Headrush, ein Echopedal, welches neben einem gewöhnlichen Delay-Effekt auch die Simulation eines Bandschleifen-Echos und zusätzlich eines Loopers bietet. Sozusagen drei in einem, was man bisher ja auch in jedem Ü-Ei finden kann. Ob das Gerät allerdings auch Spiel, Spaß und Spannung bietet, werden wir in einem genauen Amazona-Test nun näher durchleuchten.

-- Akai E2 Headrush --

— Akai E2 Headrush —

Lieferumfang/Aufbau/Features

Im Lieferumfang des E2 Headrush befindet sich neben einer knappen Bedienungsanleitung auch das zum Betrieb erforderliche 9-Volt-Netzteil. Eine Nutzung des Gerätes mit Batterien ist nicht vorgesehen, das würde bei dem zu erwartenden Stromverbrauch auch nicht wirklich Sinn machen. Somit gibt es auf der Unterseite auch keinen Deckel o.ä. zum Wechseln der Akkus, dafür aber vier stabile und rutschfeste Gummifüße, an denen sich das E2 Headrush auf ebener Oberfläche nahezu festsaugt. Das untere Gehäuseteil besteht aus stabilem und schwarz lackierten Stahlblech, für die Oberseite samt ihrer Bedienelemente wurde gebürstetes und blau lackiertes Aluminium verwendet, was dem Ganzen zweifellos eine Art Wertigkeit verpasst. Mit den Maßen von 140x175x61 mm und einem Gewicht von knapp über einem Kilogramm benötigt das Gerät schon etwas mehr Platz auf dem Pedalboard, könnte aber dabei durch seine drei Funktionen drei weitere Geräte im Pedal-Park überflüssig machen.

Bevor wir uns die Bedienelemente auf der Oberseite anschauen, zunächst ein Blick auf das Anschlussfeld, welches sich an der Stirnseite des E2 Headrush befindet.

Dort gibt es zunächst eine Klinken-Outputbuchse mit der Bezeichnung MIX, welche das Original- mit dem Effektsignal gemeinsam abgibt. Üblicherweise schließt man an diese Buchse den Gitarrenamp an, oder man leitet dieses Signal an weitere Effektgeräte. Eine weitere Klinkenbuchse mit der Bezeichnung HEAD 1 gibt ausschließlich das Effektsignal ab, drei weitere Buchsen (HEAD 2, 3 und 4) sorgen beim Benutzen des Tape Echo-Modes für eine weitere Ausgabe des Effektsignals. Man könnte das Headrush E2 also theoretisch an fünf (!) Gitarrenamps anschließen, um dem Delay eine ausgesprochen breite, räumliche Note zu verpassen. Das Gerät ist aber nicht unbedingt „Guitar Only“, auch Keyboarder könnten den Headrush mittels eines Mixers und den entsprechenden Panorama-Einstellungen eindrucksvoll nutzen.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    metazoe

    „Bei einem Tape-Echo wird das eingehende Signal mittels eines Endlos-Bandes auf einen Tonkopf aufgenommen“ – alles klar, irgendwie ist mir jetzt ganz schwindelig. Mein Tipp: Produktbeschreibung von der AKAI Seite laden, da steht dann doch deutlich mehr drin, als in diesem Test. So zum Beispiel, dass die Head-Outputs, man denkt es sich ja eigentlich schon, nicht einfach weitere Ausgaben DES Effektes liefern, sondern jeweils einen einzelnen Tonkopf ausgeben. Der wird dann brav von der Summe abgezogen, was auch das Muten einzelner Köpfe ermöglicht – das ist doch mal nett. Auch so ziemlich jeder andere Regler birgt nicht nur mehr, sondern oft auch interessantere Möglichkeiten als die hier genannten. Alles zu lesen bei AKAI. Naja, nichts für ungut und erstmal selbst besser machen, aber das war irgendwie nix.

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