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Test: Alesis MasterControl

15. Juni 2009

DAW Controller

ALESIS stellt mit MasterControl einen neuen Studio Allrounder vor, der ein Firewire Audiointerface, DAW-Steuerung und Audio-Monitorsystem in sich vereint. Schon letztes Jahr auf der NAMM Show vorgestellt ist es nun seit Anfang des Jahres erhältlich. Aufgrund großer Nachfrage waren die ersten Geräte schnell ausverkauft. Nun endlich hat unsere Redaktion ein Testgerät erhalten.

-- ALESIS MasterControl --

— ALESIS MasterControl —


Äußeres

MasterControl kommt in schickem Schwarz in einem robusten Metallgehäuse daher und ist mit 3,5kg kein Leichtgewicht. Es macht aufgrund seiner Größe eine gute Figur auf dem Producer-Platz und lässt sich sehr gut bedienen. Fader, Regler und Taster sind in geräumigen Abstand zueinander angebracht. Dank guter Gummifüße steht der Controller wie festgenagelt an seinem Platz.

Oberflächliches

Neun berührungsempfindliche 100mm ALPS Fader und acht Endlosdrehregler befinden sich auf dem Hauptfeld. In der Transport- und Kontrollsektion auf der rechten Seite liegt ein großes, gut justierbares Jogwheel mit Zoom- und Scrubfunktion, Lautstärkeregler, Talkback-Mikro und die Transportsteuerung für DAWs. Die sechs Audioausgänge lassen sich paarweise über drei Taster (A, B, C) an- und ausschalten. Die zwei Kopfhörerausgänge sind hier getrennt regelbar.

Acht programmierbare Taster erlauben den schnellen Zugriff auf DAW-Funktionen, die mit Hilfe von A/B-Schaltern in zwei Ebenen geschaltet werden. Somit stehen 16 Funktionen zur Auswahl. Ein zweizeiliges hintergrundbeleuchtetes LC-Display mit je 16 Zeichen dient zur Konfiguration der MasterControl und zeigt den jeweiligen Wert eines Faders oder Reglers an. Eingespeichert sind verschiedene Steuerbelegungen für folgende DAWs:

ProTools, Cubase/Nuendo, Ableton LIVE, Logic Pro, Cakewalk Sonar, Samplitude, Digital Performer, Alesis HD24, Reason und Soundtrack Pro

Zwei weitere Presets sind als Plug-in 1 und 2 bezeichnet und lassen sich zur MIDI-Steuerung von – eben – Plug-ins konfigurieren. Dies funktioniert allerdings nur bei deaktivierten Firewire- MIDI-Ports. So senden die Fader, Taster und Regler auf vordefinierten CC-Nummern ihre Werte, die Assignable Buttons lassen sich in bestimmten Grenzen den eigenen Bedürfnissen anpassen.

ALESIS liefert einige Schablonen für DAWs mit, die sich oberhalb der Endlosdrehregler und der programmierbaren Taster anbringen lassen. Legt man diese Schablonen auf, wird die Funktionsbelegung der einzelnen Regler und Taster zusammen mit dem entsprechenden Preset klar.

Jeder Kanal besitzt eine Audio Signal- und Clipanzeige. Des Weiteren gibt es pro Kanal einen Taster für Select, Record, Solo und Mute. Die Endlosdrehregler oberhalb dieser Taster lassen jeweils 3 umschaltbare Funktionen zu. In der Regel sind das Panorama, Send 1 und Send 2.

Fast alle Taster sind transparent und beleuchtet, das verschafft guten Überblick über den aktuellen Status einzelner Kanäle.

Ein nettes Feature ist der PREVIEW Taster. Sollte man sich einmal nicht sicher sein, welche Funktion von welchem Controller gesteuert wird, drückt man den PREVIEW Taster zusammen mit der Funktion. Im Display wird der gewählte Parameter angezeigt, ohne dessen Wert an die DAW zu senden.

-- Oberfläche von MasterControl --

— Oberfläche von MasterControl —


Direct Monitor

In der Regel wird eingehendes Audiosignal durch die MasterControl zur DAW via Firewire weitergereicht und gelangt auf selben Wege wieder zum Controller zurück, bevor es an die Ausgänge ausgegeben wird. Dabei entstehen Latenzen, die in kleinen Setups verschmerzbar sind. In rechenintensiven Setups mit vielen Plug-ins und Spuren steigt die Verzögerung zwischen Ein- und Ausgangssignal hörbar an. Für einspielende Musiker und Sänger entsteht dadurch ein Problem, dem Song zu folgen. Um das zu verhindern, gibt es die Direct Monitor Funktion. Im Menü lässt sich einstellen, welche Ausgänge das Monitor-Signal führen sollen. Wird die Direct Monitor Taste gedrückt, werden die eingehenden Signale direkt und ohne Umweg durch den Rechner wieder ausgegeben. Der Controller lässt sich nun als Digitalmixer mit dem individuellen Mixverhältnis einstellen, das am Monitorausgang benötigt wird. Durch Drücken der Bank Left/Right-Tasten kann zwischen den Eingängen Analog, ADAT und SPDIF umgeschaltet werden, um sie dem Mix anzupassen.

Forum
  1. Profilbild
    Franky

    Sehr gut, für mich überzeugender als zb. Logic- oder Mackie Control, die ich deshalb verkaufte.

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