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Test: Arturia AudioFuse 16Rig, USB-Audiointerface

Unendliche Möglichkeiten: Das Arturia AudioFuse 16Rig

13. November 2023
arturia audiofuse 16rig test des audiointerfaces

Arturia AudioFuse 16Rig, USB-Audiointerface

Arturia hat auf der diesjährigen AES Show in New York das neue 16 Kanal Audiointerface AudioFuse 16Rig vorgestellt und ich durfte das neue Gerät schon im Vorfeld testen. Jetzt ist ja generell an einem neuen Audiointerface nichts Besonderes, aber … weit gefehlt. Wie schon in der Vergangenheit haben uns die Franzosen auch mit dem 16Rig mehr als überrascht, denn es ist so viel mehr, als „nur“ ein weiteres Audiointerface im dichten Markt der 1.500,- Euro Klasse.

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Arturia AudioFuse 16Rig: Worum geht es?

… und diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn die Franzosen haben für 1.279,- Euro ein Technikpaket geschnürt, das seines Gleichen sucht. 16 Inputs, naja – das kann ich bei Focusrite auch deutlich günstiger haben (Scarlett 18i20 3rd Gen), aber die Art, wie das Gerät designed wurde, hebt es deutlich von der Masse ab. Warum? Durch das Onboard-Display kann es grundsätzlich komplett DAW-less als Stand-Alone-System betrieben werden.

Arturia AudioFuse 16Rig, USB-Audiointerface

Die wichtigsten Funktionen können relativ einfach über das simple wie geniale Bedienkonzept auf dem Frontbildschirm aufgerufen und bearbeitet werden. Ihr RME kann das auch? Nun, nichts gegen RME, aber in Sachen Bedienfreundlichkeit liegt man bei Arturia Lichtjahre voraus!

Arturia_16Rig_Gain

Schneller Zugriff der Hauptfunktionen durch Direct Access Buttons, ein Farbdisplay und ein Dreh-Drück-Encoder helfen bei der intuitiven Bedienung des 16Rig. Und wenn man sich mal verfranst, dann bringt einen der „Back“-Button zurück auf den richtigen Weg.

Arturia_16Rig_screen

Das AudioFuse 16Rig ist eine fantastische Steuerzentrale mit nahezu allem, was in modernen Tonstudios benötigt wird. Daher auch der Name „Rig“ – zu Deutsch „die Ausrüstung“ und ja, damit sind Sie im Studio komplett ausgerüstet.

Die Hardware des AudioFuse 16Rig

Das 1HE Rackmountgehäuse ist im Vergleich zu anderen Audiointerface eher unkonventionell bestückt: Auf der Vorderseite haben wir neben der zentralen Steuereinheit mit Direkt Access Buttons, Encoder, Back-Button und Display auf der rechten Seite zwei Ausgängen (!), zwei Eingängen als XLR/Klinke-Kombibuchse (Input 1&2) und eine 3,5 mm Stereoklinkenbuchse für Eingang 3&4. Diese Eingänge sind Spiegel der rückseitigen Klinkenbuchsen-Armada und man kann individuell einstellen, ob die Ports auf der Front- oder Rückseite aktiv sein sollen.

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Arturia_16Rig_topwhite

Rechts neben der Steuerzentrale die Monitorsektion mit Volume Regler, Mute-Taste und einer frei belegbaren Teste für Mono, DIM oder als Umschalter für alternative Monitore.

Dann die Kopfhörersektion mit Pegelregler und zwei Ausgängen: Einer 6,3 mm Stereobuchse und eine weitere Klinke mit 3,5 mm. Rechts dann zwei USB-A Stecker für USB-Geräte (HUB) und MIDI über USB. Der „Arturia“-Knopf mit dem Logo schaltet das Gerät an der Front ein und aus.

Arturia_16Rig_USB

Alleine über dieses Frontdesign könnte ich seitenweise schwärmen. Schnell einen Synthesizer oder Mikrofon anschließen. Einen MIDI-Controller wie den Keystep anstöpseln oder das Signal über die Outputs 3&4 abnehmen – wir wissen, wie hilfreich dies im Studioalltag ist. Ich konnte „eben mal“ mein BOSS GT-1000Core Multieffektpedal durchschleifen und die Effekte in die Kanäle mischen.

Arturia_16Rig_rack

Umschalten zwischen zwei Monitor-Paaren und den erwähnten Keystep anschließen. Da komme ich aus dem Loben kaum raus, denn es sind eben diese kleinen Dinge, die einen etwas auf die Schnelle ausprobieren lassen. Die Alternative wäre, wieder einmal hinter das Rack zu kriechen und schauen, wo man noch ein Kabel einstecken kann. Ohne genaue Dokumentation der Ports (z.B. in der Software) geht da gar nichts.

Die Rückseite ist bis auf wenige Quadratzentimeter mit Buchsen übersäht:

  • 16 Mono Line Inputs (Input 1&2 alternativ mit Mikrofonverstärker)
  • 2 dedizierte Monitorausgänge und 8 weitere Klinken-Outputs
  • 2 TOSLINK-Anschlüsse für die ADAT-Erweiterung um 16 Eingangs- und 16 Ausgangskanäle
  • BNC-Buchsen für Wordclock IN & OUT
  • Eine Klinkenbuchse für Wordclock Out (zusätzlich liegt hier die MIDI-Clock als analoges Clock-Signal an)
  • 5-polige DIN-Buchsen für MIDI IN, OUT und THROUGH
  • Ein USB-A für weitere USB-Geräte
  • Ein USB-C für die Verbindung mit dem Computer / der DAW
  • Und ein mit einem Gewinde sicherbarer Port für das externe Netzteil

Arturia AudioFuse 16Rig, USB-Audiointerface

Dazu ist im Lieferumfang ein Pärchen USB-Kabel (USB-A auf USB-C und USB-C/USB-C) und die vom Arturia 8Pre bekannten orangefarbenen Rackmount-Ohren enthalten, die auch als Standfüße verwendet werden können.

Arturia_16Rig_back

Vollwertige MIDI-Buchsen, mehrere USB-Ports und ein gesicherter Port für das Netzteil? Wenn das nicht schon eindrucksvoll genug wäre, hat sich die Synthesizer Fraktion bei Arturia offensichtlich zu Wort gemeldet und gerufen: Wir wollen mehr! Na gut, dann machen wir eben alle Outputs DC-Coupled – was bedeutet, dass nicht nur das Audiosignal transportiert wird, sondern auch eine DC-Steuerspannung (CV) für externe Synthesizer und Effekte. So kann ich beispielsweise die LFOs einer Moog Mother-32 über CV modulieren.

Arturia_16Rig_

Und wenn mir zwei Kopfhörerausgänge nicht genügen, dann kann ich zwei weitere Ausgänge zu Kopfhörerausgängen konfigurieren. Und dort jeweils einstellen, ob der angeschlossene Kopfhörer weniger als 50 Ohm, zwischen 50 und 150 Ohm, oder mehr als 150 Ohm Impedanz hat. Idealerweise würde man die Kopfhörerfunktion in so einem Setting den vorderen Ausgängen 3&4 zuordnen.

In Sachen ADAT ist man natürlich an die Spezifikationen der Schnittstelle gebunden: Entweder man betreibt 16 Kanäle mit 44,1 oder 48 kHz oder man kann 8 Kanäle mit 88,2 oder 96 kHz verwenden.

Arturia_16Rig_side

Die Eingänge 1&2 ermöglichen den Betrieb von Mikrofonen (optional mit 48V Phantomspannung), Line oder HI-Z Signale für E-Gitarren und Bässe. Hier sind optional eine Pad Funktion (-20 dB) und eine Phasenumkehr einstellbar. Natürlich auch Mute und Solo.

Dazu beherrscht das Arturia AudioFuse 16Rig das Reamping, bei dem man das Rohsignal einer Gitarre aufnehmen kann und optional dieses auch wieder herausführt und Pedaleffekte einschleift. Dieses Reamping ermöglicht es, dass man beispielsweise bei einem Gitarrentrack mit mehreren verschiedenen Verzerrerpedalen experimentieren kann.

Auch kann ein weiteres Output-Pärchen als Monitor OUT definiert werden und hier kommt dann der Speaker A/B-Umschalter an der Front zum Einsatz.

Arturia_16Rig_Shure

Dazu gibt es umfangreiche Wordclock Optionen (Pass Through, Terminierung, etc.) und die Möglichkeit, das 16Rig als zentralen MIDI-Controller einzusetzen. Ob Stand Alone, Hosted, Routing Optionen und Aktivitätstracking – nur spezialisierte Geräte, wie die iConnectivity Devices können hier noch einen Hauch mehr.

In der Digital-Abteilung können die verwendeten Wandler bis 24 Bit/192 kHz verarbeiten und in Sachen Inputs steht eine Dynamik von bis zu 118 dBA zur Verfügung – 117 dBA für die Mikrofoneingänge. Die Lautsprecherausgänge dürfen sich gar über 126 dBA freuen – in während meines gesamten Tests war Rauschen überhaupt kein Thema. Die Dynamik des Geräts ist fantastisch. Wer die Testergebnisse im Einzelnen sehen möchte, dem empfehle ich gerne das YouTube Video von Julian Krause – seine Messungen decken sich mit meinen Beobachtungen.

Das AudioFuse Control Center

Ist das 16Rig fest installiert, so dürfte bei den Meisten Anwendern die Bedienung über das AudioFuse Control Center Vorrang haben. Diese Software erweitert die Bedienung über das Frontdisplay nochmals deutlich. Insbesondere die MIDI-Konfiguration und das Routing entfaltet in der Software seine gesamte Bandbreite.

Grundsätzlich läuft die kostenlose Software (für Mac & PC) sehr stabil und ohne Ruckler oder Aussetzer. Ein Neustart war nie fällig – das sieht schon mal gut aus. Wenn man wie ich von den UA Apollos kommt, dann ist schon einiges an Umgewöhnung nötig. Während die Amerikaner mit der Apollo Console das Look & Feel einer Mini-DAW simulieren, ist das AudioFuse Control Center eher eine echte Konfigurationssoftware. Der erste Screen zeigt alle Analogen In- und Outputs, den Loopback und die ADAT-Ports.

Hier wie da ist ein Firmware-Update möglich, aber man muss schon sehr strukturiert an die Sache herangehen, um das 16Rig über die Software im Griff zu halten.

Arturia_16Rig_Settings

Der Mixer im zweiten Screen wird vom Anwender manuell mit den benötigten Kanälen (Analog, Digital, USB) gefüllt. Hier definiert man die Channels, die auf Main Out oder die vier AUX-Schnittstellen ausspielen. Der Cue Mix Screen ist identisch aufgebaut.

Dann kommt die Routing Matrix, wo ich jeder Quelle (Source) einem anderen Kanal (Destinations) zuordnen kann. Dabei ist es etwas verwirrend, dass ich jeder Source zwar mehrere Destinations parallel routen kann, aber nicht mehrere Sources auf eine Destination. Hier muss man den Weg über DAW gehen, wo solche Routings problemlos möglich sind (bei mir mit Logic).

Dann noch der erwähnte MIDI-Screen mit unzähligen Optionen. Durch die DIN und USB Midi Ports sind hier die wildesten Settings möglich.

Natürlich ermöglicht das Control Center auch die Einstellung der Sample Rate, Clock Settings und, und, und.

Im ersten Impuls neigt man als Tester vielleicht dazu das alles als „zu kompliziert“ oder „unübersichtlich“ abzutun. Dabei vergisst man aber auch schnell, wie umfangreich die Ausstattung des Arturia ist. Analoge Ein- und Ausgänge, ADAT, frei konfigurierbare Ports, MIDI, etc. Ich sehe, dass der französische Hersteller viel Gehirnschmalz investiert hat, diese Funktionsvielfalt so einfach wie möglich in einer Software zu gestalten und dies auch gut gelungen ist. Nichtsdestotrotz wird ein Neuling mit diesem Gerät einfach nur überfordert sein.

Arturia AudioFuse 16Rig
Arturia AudioFuse 16Rig
Kundenbewertung:
(9)

Wie klingt das Arturia AudioFuse 16Rig?

Dazu habe ich mein Universal Audio Apollo X6 zum Vergleich herangezogen, das in Sachen Wandler und Preamps zu den anerkannten Referenzen im Studiobereich gehört. Abgehört mit den hochauflösenden Focal Trio6 Aktivmonitoren konnte ich folgende Tendenzen hören und reproduzieren:

  • Hochaufgelöste, unkomprimierte Musiktracks klingen über den Apollo etwas sonorer und natürlicher. Das Arturia tendiert minimal(!) zum Ausdünnen der Vocals
  • Dynamisch liegen die Audiointerfaces gleichauf – weder hier noch da hat man den Eindruck, das fein- oder grobdynamisch irgendetwas fehlen würde.
  • Auch in Sachen Räumlichkeit keine reproduzierbaren Unterschiede. Mal meint man, das Apollo leuchtet den Raum mehr aus aber dann punktet das Arturia wieder. Ein Patt.
  • Auch ohne die Unison Preamps der internen DSPs des Apollo ist die Aufnahme des Universal Audio mit dem Lewitt LCT640 TS eine Nasenspitze vorne – das 16Rig klingt immer eine Spur zu schlank im direkten Vergleich.
  • Beim Vergleich mit dem Focusrite eines Freundes macht das AudioFuse kurzen Prozess: Räumlich exakter, in den Transienten genauer und mit mehr Bassenergie merkt man hier, dass das Arturia in einer viel höheren Liga spielt.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, dass es sich hier um klangliche Nuancen handelt und deswegen habe ich mir die Audiobeispiele auch gespart. Ein Hauch mehr Gain am Apollo oder am 16Rig und schon verschiebt sich die klangliche Balance. Das ist in einem kurzen Audiobeispiel nicht zu reproduzieren. Ich bin über Tage an dem Gerät gesessen und habe unzählige Male hin und her geschaltet, Freunde konsultiert, verworfen und wieder neu getestet.

Conclusio

Auch wenn das (deutlich teurere) Universal Apollo X6 hier und da einen Hauch besser klingt, so kann ich dem Arturia AudioFuse 16Rig nur die Amazona.de Bestnote „Best Buy“ bescheinigen. Die Ausstattung, die Verarbeitung, die Flexibilität und die Bedienung sind auf Augenhöhe mit den hochpreisigen Studioreferenzen. Ich möchte auch klarstellen, dass die festgestellten minimalen Klangunterschiede in der Praxis nicht auffallen und das innovative Bedienkonzept mit Ein- und Ausgängen an der Front, bis zu vier Kopfhörerausgängern, Speaker A/B Optionen und die Fülle an Schnittstellen im täglichen Arbeiten viel schwerer wiegen, als eine klangliche Nuance. Dazu kommt – wie immer bei Arturia-  dass das Gerät mit einem schönen Softwarepaket kommt: Das Arturia Premium FX Bundle ist nicht einfach nur ein billiges Giveaway: Die Effekte sind erstklassisch. Ich möchte besonders das Rev Plate 140 und das Delay Tape 201 herausheben.

YouTube

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Fazit

Das Arturia AudioFuse 16Rig ist ein Best Buy – ohne Wenn und Aber. Für nicht einmal 1.300,- Euro bekommt man ein prall vollgepacktes Paket für jedes Studio. Die Ausstattung und die Verarbeitung sind erstklassig und dazu bringen die Franzosen einige frische Ideen mit dem 16Rig, welche das Studioleben einfacher machen. Dazu ein schönes Softwarepaket, die Möglichkeit Stand Alone zu arbeiten und der dynamische und transparente Klang werden auch Sie überzeugen – Best Buy!

Plus

  • Sehr guter Klang
  • Extrem umfangreiche Ausstattung
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Standalone Betrieb möglich
  • Flexibel
  • Preisgünstig

Preis

  • 1.279,- Euro
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Forum
  1. Profilbild
    Schneum

    Schön , wenn ein Hersteller etwas herausbringt, was deckungsgleich mit den eigenen Bedürfnissen ist.
    Und in der Lage und Willens ist, dies anständig auszuentwickeln.
    Habe mir allerdings inzwischen notgedrungen ein Mackie Onyx16 zugelegt…
    Bei einem zukünftigen 24Rig auf 2HE würde ich allerdings schwer ins grübeln kommen…

    • Profilbild
      oldwired

      @Schneum Wenn du es mit einem Ferrofish Pulse16 kombinierst, dann hast du doch praktisch ein 32Rig auf 2HE. Oder meinst du was anderes?

      • Profilbild
        Schneum

        @oldwired ich meinte schon mehr eingänge. ;)
        aber adat (und zipdrives) kommt mir traditionell nicht ins haus…
        wahrscheinlich sind die adat-eingänge auch nicht so komfortabel verwaltbar in der arturia software.

        • Profilbild
          bluebell AHU

          @Schneum Das verstehe ich jetzt nicht. Entweder hat ein Interface einen internen Mixer, um latenzfrei alles mit allem zu verbinden, oder es hat aus Kostengründen eben keinen. Gibt es denn Interfaces mit einem Spar-Mixer, der nicht alle Ein- und Ausgänge verwaltet?

        • Profilbild
          oldwired

          @Schneum Sind dann ja 16 Eingänge mehr. Aber halt über ADAT.
          Wenn ich die Videos die ich geschaut habe richtig verstanden habe, dann sind die (bis zu) 16 zusätzlichen Eingänge in der Software gleich komfortable zu routen, wie die am Gerät direkt.
          Wenn du kein ADAT magst gibt es mit anderen Geräten ja MADI, DANTE & Co. ;)

  2. Profilbild
    herw RED

    sehr schöner und ausfühlicher Bericht – Danke

    Ein Wermutstropfen ist für mich die begleitende Software. Ich bin gewohnt, bei meinem MOTU UltraLite-MK4 mit der Software verschiedene Szenarien zu programmieren. Dies scheint auch bei Arturia ähnlich zu sein. Insofern habe ich keine Hemmungen, ABER wieso müssen die Bildschirm-Darstellungen oft mit fieseligen Buchstaben und möglichst wenig auffälligem Kontrast daher kommen? Gute Lesbarkeit ist auch ein wichtiges Kriterium.
    Trotzdem ein sehr interessantes Gerät wegen der vielen Audioeingänge und der offenbar hohen Qualität und Vielseitigkeit.
    Werde ich im Auge behalten.
    Leserbewertung „Best Buy” ist sinnvollerweise nicht möglich zu setzen, da man ja das Gerät erst einmal besitzen muss🙂.

    • Profilbild
      der.marder

      @herw Ja das stimmt.
      Irgendwie habe ich den Eindruck: Wer gute Hardware machen kann, hat niemals gute Software 😂
      Beim Test lesen habe ich mir gedacht, ob die Software nicht etwas an die von RME angelehnt ist. Kann das sein?

      PS: Super Test! DANKE

    • Profilbild
      dr noetigenfallz

      @herw Ich bin Besitzer eines AudioFuse 8Pre. Ich denke, das Design der Software müsste optisch ähnlich designt sein. Ich finde, das ist gut leserlich. Ich sehe nicht besonders gut, aber ich hatte noch nie den Wunsch nach ner besseren Optik bzw. mehr Kontrast verspürt. Ich glaube, wenn man die Software groß auf nem normalen Bildschirm sieht, gibts keine Probleme.

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann RED

      @herw Hallo, die Lesbarkeit der Software ist wirklich kein Problem und sie läuft stabil und ist – angesichts der Masse der Funktionen – auch intuitiv. Bei der Routingmatrix muss man sich halt reinfuchsen.

    • Profilbild
      monokit

      @herw Ich hatte das 16Rig zum Testen da und kann sagen, das für mich als stark Kurzsichtiger mit Altersweitsichtigkeit das Arturia AudioFuse Control Center deutlich besser lesbarer und bedienfreundlicher war, als das RME TotalMix meines RME Fireface UC.

      Bzgl. Klangvergleich…ich hab in unserem Probe Podcast, dem Podcast von Hobbyisten für Hobbyisten einen kleinen Verlgeich zwischen dem Audiofuse16Rig, dem RME Fireface UC und dem MiniFuse 2 gemacht.

      https://www.youtube.com/watch?v=fyiYL6NmbvI&t=368s

  3. Profilbild
    RoGo541

    Sehr guter Testbericht und ein interessantes Gerät!
    Wie ist die Latenz in Verbindung zu einer DAW?

    • Profilbild
      herw RED

      @RoGo541 hoffentlich die richtige Antwort auf deine Frage:

      Laut einem bei Sequenzer.de erwähnten Forumsbeitrag (wohl entnommen einem Video von Julian Krause):

      Round Trip Latenz

      48kHz-008 samples – 6,3 ms
      48kHz-016 samples – 6,9 ms
      48kHz-032 samples – 7,1 ms
      48kHz-064 samples – 8,1 ms
      48kHz-128 samples – 11 ms
      48kHz-256 samples – 16,7 ms

      192kHz-032 samples – 5,9ms
      192kHz-064 samples – 6,3ms
      192kHz-128 samples – 6,8ms
      192kHz-256 samples – 7,3ms
      192kHz-512 samples – 10,6ms
      192kHz-1024 samples- 16,7ms

      • Profilbild
        Jörg Hoffmann RED

        @herw Vielen Dank herw, das waren auch die plusminus Werte, die ich gemessen hatte, bis auf ein paar 10tel Millisekunden. Gruß Jörg

      • Profilbild
        dns370

        @herw Sind diese Werte gut? Mir fehlt da der Zugang bzw war es kein relevantes Thema für mich. Ich habe noch ein altes MOTU 828 mk3 und da funktionieren die Treiber nicht mehr so richtig mit Windows 11 bzw da gibt es Aussetzer am USB 3 Port. Etwas neues kann da nicht schaden. Vor allem die stattliche Anzahl der Inputs ist sensationell!

        • Profilbild
          herw RED

          @dns370 Da bin ich kein Experte. Ich habe nur die Werte gesucht und hoffe selbst auf eine nähere Erläuterung.
          Da ich (immer noch) sehr gut mit dem MOTU Ultralight MK4 arbeite, sind für mich aber die vielen Anschlüsse ein mögliches Kaufargument.
          Ich vertraue da auch dem Urteil von Jörg.
          Da ich meinen Hardware-Park im letzten Jahr um das Iridium Keyboard erweitert habe und in diesem Jahr Expressive E OSMOSE hinzukommt (ich warte seit Anfang Juni), brauche ich mehr Audio-Eingänge. Die Midi-Matrix scheint auch interessant zu sein, da ich viele Midi-Controller besitze.
          Außerdem mag ich das Rack-Format.

        • Profilbild
          herw RED

          @dns370 Vergleiche mal die Werte im Test zum UNIVERSAL AUDIO APOLLO X6 von Markus Schroeder. Die Werte des deutlich teueren UNIVERSAL AUDIO APOLLO X6 sind nicht viel besser.

  4. Profilbild
    swellkoerper AHU

    „Eine Klinkenbuchse für Wordclock Out (zusätzlich liegt hier die MIDI-Clock als analoges Clock-Signal an)“

    Das ist sprachlich und inhaltlich ungenau bis schlichtweg falsch. Hab`s gegengecheckt, das Manual formuliert das leider ähnlich schwammig. Hierbei wird es sich um ein analoges Taktsignal mit 24PPN Auflösung handeln, welche der der MIDI-Clock entspricht. Aber es ist definitiv keine Wordclock, und auch kein MIDI-Signal im Sinne der Definition.

    Ansonsten schönes Gerät & guter Test, würde ich aber nicht kaufen, weil für mich nur noch class-compliant Geräte in Frage kommen (also auch der Audio-Teil).

    • Profilbild
      tomeso

      @swellkoerper „Eine Klinkenbuchse für Wordclock Out (zusätzlich liegt hier die MIDI-Clock als analoges Clock-Signal an)“

      Das ist tatsächlich nicht korrekt und sieht nach einer etwas unglücklichen Formulierung aus.
      Zur Synchronisation der Wordclock verschiedenster Geräte stehen die beiden BNC Anschlüsse zur Verfügung. Die danebenliegende (und mit Clock bezeichnete) Miniklinkenbuchse hat aber mit der Wordclock nichts zu tun. Hier liegt, wie richtig vermutet, ein analoges Taktsignal (Clock) an, das zum Beispiel zur Synchronisation von externen Drummaschinen oder Sequenzern verwendet werden kann. Das Tempo dieser analogen Clock richtet sich nach der MIDI Clock im 16Rig.

      • Profilbild
        m-ex

        @tomeso Tai und ich fragen uns gerade, ob sich zwei Audiofuse 16Rig als „Aggregated Devices“ unter macOS zusammenfassen lassen (siehe weiter unten).
        Kannst Du uns hierzu vielleicht weiterhelfen?

  5. Profilbild
    TomH

    Schöner Test, nur an einer Stelle würde ich gerne mehr wissen.
    🤔 – Focusrite hat ja einige Interfaces im Angebot.
    Es wäre interessant zu wissen, was genau für den Vergleich diente.
    Ob Focusrite „normal“, Focusrite Clarett+ oder Focusrite Red.

  6. Profilbild
    kiro7

    Lese hier gerade das Gerät ist NICHT Class Compliant und braucht extra Treiber? Bei Arturia steht was von Legacy Win 7+8 integriert. Also ich habe keine Lust dass da dann in ein paar Jahren Legacy Win 10 und 11 unterstützt steht (gnädigerweise, wenn überhaupt) und später dann gar nicht mehr.

    Dann streiche ich es leider wieder von der Liste.

    Sorry Arturia!

  7. Profilbild
    Jörg Hoffmann RED

    Wegen Class Compliant: Das Gerät wird (etwas ominös) beworben mit „Class Compliant MIDI-USB Communication for linking up compatible devices“ und wenn man es ohne Treiber am Mac anschließt, dann wird es als Audiogerät erkannt und man kann es als Ausgabegerät anwählen. So ist es z.B. bei RME auch (soweit ich mich erinnere). Grundsätzlich braucht man sich bei einem Unternehmen, wie Arturia, keine größeren Sorgen bezüglich der Treiberupdates machen – da ist man immer gut dabei und beispielsweise die Updates der Synthesizer zeigen, dass sie den Kunden auch nach der Investition nicht im Regen stehen lassen. Das ist für mich kein Kritikpunkt.

    • Profilbild
      kiro7

      @Jörg Hoffmann Hallo Jörg schon richtig, aber neue MPC, da funzt ESI, Behringer, u.A. ohne Treiber dran. Von daher wär mich das schon wichtig.

  8. Profilbild
    Tai AHU

    Ich hatte mal einen Job in einem Studio ein gutes Dutzend Synths über Audiointerface mit dem Computer zu verbinden. 16 ins hätte nicht gereicht, ich dachte, ok, nimmst du zwei Tascam 16in, 8out Interfaces (ich glaube das hiess 1608) und bindest die als Aggregated Devices ein. Ein Digitalmixer als Interface schied aus, da schon ein großer Analogmixer da war. Ging nicht, entweder werden bei Aggregated Devices grundsätzlich keine zwei gleichen Geräte erkannt, glaube aber eher, dass das am Tascam hing und der einfach keine Devicenummer ausgibt. Ist hier der gleiche Ausgangspunkt. 16in, 8out. Würde mich interessieren; ob das hier ginge. Zumindest ginge die Kombi der beiden Geräte, um auf 32 ins zu kommen und damit eine super Option für alle mit viel Hardware.

    „Focusrite eines Freundes“ Da gibt es drei Reihen soweit ich weiss, Scarlett, Clarett und Red mit vermutlich unterschiedlicher Qualität. Scarlett ist eher in der oben genannten Tascam Liga.

    • Profilbild
      Jörg Hoffmann RED

      @Tai Hallo Tai, der Arturia ist sicherlich auf Augenhöhe mit der Red Serie und deutlich über Scarlett und Clarett einzuordnen. Mein Vergleich war mit einem aktuellen Scarlett.
      Arturia empfiehlt die ADAT Verbindung zu bis zu zwei Arturia 8Pre. Eine Erweiterung um einen zweiten 16Rig habe ich nicht gesehen – sollte mit ADAT aber grundsätzlich funktionieren (mit den jeweiligen Einschränkung in Sachen Auflösung und Bitrate.

      • Profilbild
        Tai AHU

        @Jörg Hoffmann „Eine Erweiterung um einen zweiten 16Rig habe ich nicht gesehen“

        Hängt sicher damit zusammen, dass kaum jemand zwei davon hat. Ist ausserdem ja ein macOS Feature. Ich würde, wenn es geht, Aggregated Devices der Anbindung über ADAT vorziehen. Alleine schon, weil ich da keine Kompromisse mit Auflösung und Kanalzahl machen müsste.

        • Profilbild
          m-ex

          @Tai Habe jetzt von Dir hier zum ersten Mal von diesen Aggregated Devices gelesen (besitze keinen aktuellen Musik-Rechner) und fand die Sache so interessant, dass ich mich mal auf die Suche gemacht habe.
          Für den/die/das „normale“ AudioFuse ist bei Arturia beschrieben, wie man solche Aggregated Devices anlegt. Leider finde ich aber nichts, dass sich diese Anleitung 1:1 auf das hier getestete Produkt übertragen lässt.
          Bleibt halt die Frage, ob man dies nun einfach so annehmen sollte.
          Kleine Frage: Kann man nicht bei einem angeschlossenen 16Rig irgendwo ablesen, ob solche Devicenummern angelegt werden?
          Vielleicht hlft uns hier aber auch Frank von Tomeso weiter?

  9. Profilbild
    Slowdive

    Top Test, vielen Dank!
    Meine Vermutung hat sich bestätigt: Preis/Leistung sind hier herausragend 👍 🔥

  10. Profilbild
    subscillator

    Habe mir das 16rig nach den ersten verfügbaren Tests direkt zugelegt, genau danach hatte ich gesucht – endlich lassen sich alle Synths dauerhaft verbinden. Das „ersetzte“ Scarlett 18i20 dient jetzt als ADAT-Expander (96kHz S/MUX habe ich noch nicht aktivieren können). Die ADAT-Eingänge lassen sich dabeu genau wie die „normalen“ verwalten, alle Kanäle tauchen durchnummeriert in Live auf.
    Die Software ist bisher sehr stabil, lesbar, userfreundlich & logisch aufgebaut (kein Vergleich mit Focusrite Control). Und es sind die Details die das 16rig wirklich überzeugend machen (z.B. wird durch kurzen Druck des Ein/Aus-Schalters das Control Center gestartet). Klanglich konnte ich noch nicht viel testen, Latenzmessung steht noch aus. Aber insgesamt ein Gewinn für ein stabiles Setup.

  11. Profilbild
    Timtakt

    Erinnert mich sehr an meinen Motu 828 Es vom Handling und im Design ( hier nur mit einem Display )

  12. Profilbild
    Tai AHU

    Ja, Frank weiss das bestimmt, oder könnte es am schnellsten herausfinden. Vielleicht sind ja gerade zwei Geräte bei ihm. Mitlesen wird er wahrscheinlich auch.

    Also meine Erfahrungen mit Aggregated Devices sind gut. Habe ein EVO4, ein MOTU Traveler MK3, ein Behringer 1820, sowie ein Lexicon Omega in verschiedenen Konfigurationen verwendet. Das war aber kein Test auf Herz und Nieren, aber es ging easy.

    Nein ich weiss nicht, ob man Devicenummern auslesen kann, nicht mal, ob sie überhaupt existieren. Aber ich glaube mich erinnern zu können, dass bei meinem Versuch die zwei Tascams zu verbinden so eine Fehlermeldung kam.

  13. Profilbild
    robertprinz

    Danke für den aufschlussreichen Test. 2 Anmerkungen zum Gerät selbst:

    1. Der Autor schreibt „Das Gerät wird (etwas ominös) beworben mit „Class Compliant MIDI-USB Communication for linking up compatible devices“ „…. Ähm, das bezieht sich auf den Front-USB, der class-compliant ist im Sinne als das dort USB-MIDI Controller angeschlossen werden können, die wenn class-compliant, vom Interface erkannt werden. Tolle Sache, könnten mehr davon sein.
    Ob das Interface selbst class compliant ist unter Windows kann ich ohne Recherche nicht sagen.

    2. Ich würde mir mehr Mirkofoneingänge wünschen. Ich kann bei Arturia zwar den Focus auf elektronische Musik verstehen, was die vielen Klinkeneingänge rechtfertigt, aber Arturia ist auch für seine Synth-Plugins berühmt: aslo wieso setzen die so sehr darauf, das Kunden externe Synths nutzen? Sei´s drum.

    • Profilbild
      robertprinz

      @robertprinz Gerade mal das Handbuch gecheckt, dort steht „USB type C connection: low latency, superb andwidth, and backward compatibility with USB 2.0 (Arturia driver required for Windows systems)“

      Also, nix class-compliant, sondern Treiber benötigt, den es ggf. ab Win12 mangels Produktpflege schon nicht mehr geben wird….

  14. Profilbild
    robertprinz

    Der Autor hat leider unrecht mit der Behauptung Arturia betreibe gute Produktpflege. Mein „Arturia AE The Laboratory 49“ der ersten Stunde (built like a tank), gekauft 2011 wurde schon kurz nach erscheinen der hardwareseitig schlechteren Folgegeneration nicht mehr unterstützt, weder mit Firmware, was ja ok ist wenn das Produkt gut ist. Aber Softwareseitig gab´s dann nicht mal ne vernünftige Integration in die hauseigenen Softwareprodukte! Erkennung in den Softwareinstrumenten als Standalone führte dazu, das viele Potis, Pads ungenutzt oder nicht automatisch zugeordnet waren.

    Schlimmer noch, mein Spark wurde auch nur kurze Zeit supported. Super-mega-Maschine! Wie schade, dass da irgendwie bei Win7 Schluss war. Die zugehörige Software war beim Betriebssystemwechsel veraltet und offiziell zum damaligen Zeitpunkt nur für Win7.

  15. Profilbild
    robertprinz

    Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber auf der Arturia Webseite finden sich nicht mal Legacy Produkte. As Werbung wäre das ja toll. Oder will man vertuschen, wie schnell Produkte zum alten Eisen gehören? Man kann nach Login die alte / letzte Firmware runterladen, und es wird suggeriert als ob die aktuellen MIDI Controlcenter und das Arturia Software Center die controller unterstützen würden, was aber meiner Erfahrung von vor einigen Jahren (!) widerspricht (siehe oben). Ob man sich Seitens Arturia doch noch mal ran gesetzt hat, und Templates für die alten Controller in den Plugins bereitstellt kann ich mangels derzeitiger Systemumstellung nicht sagen.
    Mein oben genanntes The Laboratory 49 ist bis heute in sehr gutem Zustand, wohingegen nach ca. 3 Jahren mein Beatstep der ersten Stunde mit Sticky Rubber knobs aufwartet….

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